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14.03.2008, 08:22
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Achenbach-Nasenband oder Reithalfter Beitrag #1
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Sportpferd
Registriert seit: 02.01.2008
Ort: Niedersachsen
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Hallo Fahrsportler,
zum Wochenende vielleicht nochmal ein interessantes Diskussionsthema.
Habe gestern gerade den neuen St. Georg durchgearbeitet und u.a. einen sehr spannenden Artikel von Martin Plewa gefunden zum Thema Reithalfter, richtiger Sitz und Funktionsweise. Das war mal wieder Anlass den Brückenschlag zu machen zu unserem Sport und der Frage, warum machen wir es eigentlich anders als die Reiter? Oder habe ich etwas vielleicht nicht richtig verstanden oder erklärt bekommen?
Plewa stellt die etwas kühne Behauptung auf, dass die sinnvolle Wirkungsweise jeden Gebisses im Pferdemaul ohne Reithalfter verpuffen muss und lediglich Widerstand oder Unwohlsein erzeugt. Zusammengefasst sagt er, dass das Pferd erst durch den Druck des Reithalfters auf Nasenrücken und/oder Unterkiefer die Zügelhilfe als solche erkennen, positiv annehmen und sich an der Hand abstoßen kann. Egal ob bei Trensen- oder Kandarenzäumung.
Unser Achenbach-Nasenband zeigt sich durch die verschiedenen Durchlässe zwar auch individuell einstellbar auf die Anatomie des jeweiligen Pferdes, wird aber doch so weit verschnallt, dass man nicht von einer Kombinationswirkung zusammen mit dem Gebiss auf das Maul sprechen kann. Im Großen und Ganzen dient es doch nur dazu, die Backenstücke parallel zum Jochbein zu halten und so der Kandare einen bestmöglichen Hebel zu ermöglichen. Da das Nasenband im Gegensatz zum Reithalfter mit den Backenstücken verbunden ist kann und darf doch gar kein Zusammenspiel erfolgen. D.h. die Kandare wirkt völlig allein und selbstständig auf das Maul und erzeugt beim Anzug höchstens noch einen Druck auf den Nacken, dem das Pferd nach unten geneigt ist nachzugeben.
Warum ist das also so und nicht anders? Oder verstehe ich die Wirkungsweise grundlegend falsch?
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14.03.2008, 09:12
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Achenbach-Nasenband oder Reithalfter Beitrag #2
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 30.12.2007
Ort: 49076 Osnabrück
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Hallo Adrenalin.Der Achenbach-Nasenriemen ist ja inzwischen nicht die einzige Lösung.Es werden auch normale Reithalfter,englisch mit und ohne Sperriemen,verwand.Die LPO lässt unter bestimmten Voraussetzungen den Sperriemen zum Achenbach zu.Die Holländer haben einen Nasenriemen,der durch zusätzlich an der oberen Backenstückschnalle befestigten Riemen eine Verwendung wie ein englisches Reithalfter ermöglicht.Der achenbach-Nasenriemen muss im Zusammenhang mit dem Exterieur der zu Achenbachs zeiten genutzten Pferdetypen gesehen werden.Die kandare mit diesem weiten Nasenriemen wirkt schärfer.Wenn man dann noch die verbreitete Vorstellung von Sicherheit durch Kontrolle und die Tradition hinzuzieht,erklärt sich die fast ausschliessliche Verwendung des Achenbach-Nasenriemens im Turniersport.Bei meiner Stute benutze ich ein Holländisches Kopfstück,was sie besser annimmt.Zum Einfahren nehmen wir zwar ein Fahrkopfstück ohne Blendkappen aber ein Gebiss und das Reithalfter,dass sie vom Reiten oder Longieren kennen .Den Übergang zum Achenbach-Kopfstück legen wir zeitlich so weit wie möglich nach hinten.Deine Vorstellung über die Wirkung müsste meiner Meinung nach korrkt sein.Der Punkt ist,brauchen wir das weiterhin so oder haben sich die Pferde und die Gymnastizierung vorm Wagen dahingehend entwickelt,dass andere Varianten des Nasenriemens gleichberechtigt existieren sollten. mffg mr.birdie1956
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14.03.2008, 10:17
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Achenbach-Nasenband oder Reithalfter Beitrag #3
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Sportpferd
Threadersteller
Registriert seit: 02.01.2008
Ort: Niedersachsen
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Zitat:
Zitat von mr.birdie1956
Der Punkt ist,brauchen wir das weiterhin so oder haben sich die Pferde und die Gymnastizierung vorm Wagen dahingehend entwickelt,dass andere Varianten des Nasenriemens gleichberechtigt existieren sollten. mffg mr.birdie1956
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Ja, das war auch mein Gedanke. Ob zum einen die Hilfengebung heute nicht ganz anders ist als vor 100 Jahren und zum anderen die verfeinerte Zucht von hochwertigen Sportpferden sowie umfassende Kenntnis (mal vorausgesetzt...) der gymnastizierenden Ausbildung nicht sogar zwangsläufig dahin führen müssen.
Ich stelle ja bei meinem auch fest, dass er mit dem Fahrzaum mit Doppelring und englischem oder kombiniertem Reithalfter viel zufriedener dahinschnuckt als mit dem "Dressurfahrzaum" mit Nasenband und Liverpool. So kennt er es vom Reiten und fühlt sich halbwegs wohl. Übrigens auch mit kleiner Verbindung zum Backenstück. Die direkte, quasi ungefilterte Einwirkung der Stange und des Hebels sorgt immer wieder für Störungen. Ich werde auch nochmal mit meinem Trainer besprechen ob wir nicht in Richtung der Alternative aus der reitenden Dressur gehen, eben Kandare in Kombination mit englischem Reithalfter.
Sollte das eigentlich nicht viel mehr diskutiert werden? Ich habe es in dieser Form vor einigen Jahren das erste Mal auf einem Doppellongenlehrgang gesehen und hinterfragt, bekam dann die kompetente Antwort, das wäre eben moderner... Wow, was für eine erschöpfende Antwort
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14.03.2008, 10:57
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Achenbach-Nasenband oder Reithalfter Beitrag #4
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 30.12.2007
Ort: 49076 Osnabrück
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Die Antwort passt doch irgendwie zu meiner PN.Du musst immer daran denken,dass wir ein sehr junger Sport sind.Dazu kommt,dass wir sehr unterschiedliche Interessen im Fahrsport haben.Ein,Zwei.Vierer,Hobby Turnier,Traditionsfahrer.Und,Achenbachs Ziel war immer der Mehrspänner.Ich hab noch kein Bild von ihm gesehen am Einspänner gesehen.Er hat auch nur gesagt,dass bei seinem System der Mehrspänner auf dem Einspänner aufbaut.Die Einwirkung und Intensität der Hilfen ist völlig unterschiedlich.Selbst der Grad der Gymnastizierung unterscheidet sich.Deshalb wird die Änderung bezüglich der Reithalfter noch lange nicht abgeschlossen sein.Lassen wir uns überraschen mffg mr.birdie1956
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14.03.2008, 14:18
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Achenbach-Nasenband oder Reithalfter Beitrag #5
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Sportpferd
Threadersteller
Registriert seit: 02.01.2008
Ort: Niedersachsen
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Zitat:
Zitat von mr.birdie1956
Du musst immer daran denken,dass wir ein sehr junger Sport sind.
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Stimmt, das vergesse ich irgendwie immer. Während das reitende Volk sich gern auf seine Barock-Ausbilder versteigt existieren wir ja in dieser Form eigentlich erst seit 1922, 
Warum diskutiert hier sonst eigentlich keiner mit???
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14.03.2008, 14:33
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Achenbach-Nasenband oder Reithalfter Beitrag #6
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 30.12.2007
Ort: 49076 Osnabrück
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Weil Du mal wieder ein sehr spezielles Thema hast.Die meissten Reiter kennen die Wirkung eines Reithalfters erst jetzt,wenn sie den SG gelesen haben und Du erwartest,dass die Fahrer,die durch Abzeichenlehrgänge geprägt sind und nur Achenbach-Nasenriemen kennen,hier die grosse Diskussion anfangen.Das betrifft doch in erster Linie dressurgeprägte Einspännerfahrer,weil sich im Mehrspänner die Verbindung von der Fahrerhand auf mehrere Mäuler verteilt.Entweder spinnen wir mit unserer Einstellung oder nehmen Dinge vorweg,die sich erst allmählich entwickeln.Also wart ab,es werden sich noch Fahrer melden,hoffe ich zumindest. mffg mr.birdie1956
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