Ich glaube nicht, dass Du Dir mit der rezidivierenden Atemwegsobstruktion etwas zusammenspinnst. Für mich klingt das sogar ziemlich wahrscheinlich, gerade wenn ihr schon mal mit Husten zu tun hattet. Oft ist sowas jahrelang gar nicht zu bemerken und dann kommt es irgendwann aus irgendeinem Grund zu solchen Symptomen. Gerade solchen Pferden kann man mit Medikamenten oft noch gut helfen und sie dann eine Zeitlang wieder beschwerdefrei kriegen.
Die Atembeschwerden können auch darauf hinweisen, dass sich über Jahre unbemwerkt viel Schleim angesammelt hat. Das kann man durch eine Bronchoskopie rausfinden. Dabei kann man eine Schleimprobe ziehen und anhand der Zellen darin auch feststellen, ob es chronisch ist. Das würde ich in nächster Zeit mal in Erwägung ziehen.
Eine kleine (sub)akute Bronchitis ist aber auch nicht ganz unwahrscheinlich, wobei die sich durchaus auf eine
Cob/Allergie draufsatteln kann, weil gereizte Atemwege nun mal empfindlicher sind. Daher würde ich erstmal mit den verordneten Antibiotika weitermachen, weil es dafür nach einer bestimmten Zeit zu spät ist, plus Schleimlöser und Bronchienerweiterer, wie ihr ja macht. Oft heißt es gleich "Aha
Cob" (weil das so häufig ist) und es wird Kortison gegeben, was aber im Falle eines akuten Infekts die Abwehr schwächt. Wenn die jetzigen Maßnahmen nicht greifen, oder wenn ihr durch die Schleimprobe rausfindet, dass es chronisch ist, kann Kortison aber durchaus nötig und sinnvoll sein.
Was ich auch mal probieren würde, ist, sie ein paar Tage lang aufzustallen. Es gibt nämlich auch eine Art Weide-Sommer-
Allergie, nicht nur die bekannte Winter-Stallhaltungs-Heustaub-
Allergie. Erstere würde dann im Stall besser. Heu solltest Du aber in jedem Fall im Moment nass verfüttern, weil Heustaub bei jeder Art von Atemwegsproblemen reizt und eine zusätzliche
Allergie auslösen kann, Stroh weglassen und generell Staub vermeiden.
Das Gewicht würde ich erstmal vergessen, bei dem Gewicht schnauft ein Pferd nicht auf der Weide. Den Allergietest würde ich mir auch für später aufheben und erst mal die akuten Symptome behandeln, um eine dauerhafte Verschlimmerung zu verhindern. Staub musst Du im Moment sowieso vermeiden, und gegen Pollen hilft kurzfristig Aufstallen, während eine Desensibilisierung oft gar nicht und oft erst nach Jahren hilft, neue Allergien auslösen kann und Du dabei um die üblichen Mittel trotzdem nicht rumkommst