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03.06.2006, 22:11
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Aufpassen! Jakobskreuzkraut auf der Weide! II Beitrag #1
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Jährling
Registriert seit: 25.12.2005
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Habe folgenden Beitrag von Hafifan_83 aus dem alten Jakobskrauzkrautthema übernommen:"Neue Giftige Pflanze im Wachstum !!! Jakobskreuzkraut!!!
Will keine Panik verbreiten aber Ihr sollte alle euer Heu durch schauen ob diese Pflanze nicht mit da rein geraten ist. Es gibt schon viele Totesfälle und viele Pferde mit Nieren und Leberschäden.
Das Jakobskreuzkraut
Das stark giftige Jakobskreuzkraut - vom Luzerner Regierungsrat als gemeingefährlich erklärt - steht in Vollblüte. Die blühenden Pflanzen sollten jetzt ausgerissen werden, um das Versamen zu verhindern.
So schön sie mit ihren gelben Blüten erstrahlen, so problematisch ist ihre Giftigkeit. Rinder und Pferde sind besonders empfindlich, Ziegen und Schafe weniger. Wegen der zunehmenden Verbreitung von Jakobs- und Wasserkreuzkraut hat der Luzerner Regierungsrat die giftigen Kreuzkräuter – ähnlich England - als gemeingefährlich erklärt. Das Ziel ist es, diese Giftpflanzen mit vereinten Kräften zu bekämpfen und die Ursachen für deren Auftreten auszuschalten.
Die Giftstoffe sind auch in Dürrfutter und Silagen wirksam. Die Blüten weisen höchste Konzentrationen an Giftstoffen auf; junge Pflanzen sind am giftigsten. Auf der Weide wird das Jakobskreuzkraut normalerweise gemieden, jedoch, wenn das Vorkommen hoch und/oder die Pflanze im Rosettenstadium ist, wird sie, besonders von jungen Tieren, häufig aufgenommen. Die Giftstoffe werden nicht ausge-schieden und kumulieren sich in der Leber des Tieres; sie wirken erst nach längerer Zeit (chronische Giftigkeit) und können zum Tod des Tieres führen.
Mit ihren federleichten Flugsamen können sie sich unerhört stark vermehren und in Windrichtung verbreiten. Sie besiedeln bei grossem Samendruck auch intensive Wiesen und Weiden. Die mechanische Bekämpfung ist sehr arbeitsintensiv und die chemische nur unter Vorbehalt möglich. Ohne konsequente Bekämpfung gefährden wir Rindvieh und Pferde und müssen befallenes Futter teuer entsorgen!
Nicht jede gelbe Blume ist Kreuzkraut
Das Jakobskreuzkraut blüht von Mitte Juni bis Mitte August. Es ist 2- oder mehrjährig. Es gedeiht gut auf trockenen, frischen, mässig nährstoffreichen Böden, besonders in wenig gepflegten lückigen Dauerweiden, spät gemähten Wiesen, an Strassen- und Bahnböschungen, in Kies- und Lehmgruben, auf brachliegenden und naturnah begrünten Flächen von öffentlichen Anlagen, Industriegelände und in Privatgärten. Leider enthielt früher das Saatgut für Blumenwiesen, z.B. eine Ruderalfloramischung, das Jakobskreuzkraut!
Die Erkennung des Jakobkreuzkrautes ist wichtig. Nicht jede gelb blühende Pflanze ist ein Kreuzkraut. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen mit Pippau, Färberkamille, Bitterkraut oder Johanniskraut (siehe Bilder und Kasten „Merkblatt“).
Die Verbreitung konsequent eindämmen
Vor allem muss das Versamen der Pflanzen verhindert werden, weil die Flugsamen weit verbreitet werden und im Boden bis 20 Jahre überleben können. Am wirksamsten werden die aufblühenden Pflanzen (mit Handschuhen) ausgerissen oder ausgestochen. Die Blattrosetten können während des ganzen Jahres ausgestochen werden. Die chemische Einzelpflanzenbehandlung ist mit Ally Tabs im Frühjahr und Herbst auf die Blattrosetten möglich.
Blühende Pflanzen entsorgen
Ausgerissene oder geschnittene Kreuzkräuter dürfen nicht liegen gelassen werden, sonst reifen die Flugsamen aus und werden vom Wind zur nächsten lückigen Stelle getragen, wo sie keimen und Fuss fassen können. Blühendes Kreuzkraut gehört weder auf den Miststock noch auf den Kompost, da die Samen weitgehend keimfähig bleiben. Deshalb sollten blühende Pflanzen in der Kehrichtverbrennungsanlage entsorgt werden. Ausgestochene Rosetten können kompostiert werden.
Nur eine koordinierte und konsequente Bekämpfung von Kreuzkraut kann verhindern, dass sich die Giftpflanze in Gärten und landwirtschaftlichen Flächen verbreitet und unverhältnismässigen Bekämpfungsaufwand erfordert. So gilt auch hier das Motto: Wehret den Anfängen!
Bestimmungshilfe
Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaus AGFF hat eine Bestimmungshilfe zur Unterscheidung der verschiedenen Kreuzkrautarten, aber auch gegenüber anderen Pflanzen, veröffentlicht. Sie kann gegen eine 1-Franken-Briefmarke mit einem adressierten und frankierten Umschlag bei AGFF, Postfach 412, 8046 Zürich, oder unter www.agff.ch bezogen werden. Weitere Infos unter www.lbbz.lu.ch
Weitere Informationen: Heinrich Hebeisen, Dienststelle Landwirtschaft und Wald, Fachbereich Pflanzenschutz, 6210 Sursee"
Seit ein paar Jahren verbreitet sich das Zeug im Hamburger Nordosten wie die Pest. Leider wird diese Pflanze nach wie vor völlig unterschätzt. Auf meiner Koppel haben sich diese hübsch blühenden Pflanzen dank der Flugsamen von anderen Weiden bereits ausgebreitet. Ich bin mit einer kleinen Gartenhacke nun laufend am Jäten/Ausreißen dieser Pflanzen. Sie verdrängen sonst massiv das Gras. Über die extreme Giftigkeit habe ich erst aufgrund des zitierten Beitrags erfahren.
Es ist also megawichtig, daß eine Weiterverbreitung gestoppt wird ( zumindest Blüte verhindern, da Flugsamen zu Tausenden weiterverbreitet werden ! ).
Das Entfernen ist zwar mühselig, bereitet wegen der flachen Wurzeln aber keine besonderen Schwierigkeiten.
Ich versuche noch ein Bild hier einzustellen ( wie geht das ?  )
Geändert von BlackAmir (13.07.2009 um 09:24 Uhr)
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12.07.2009, 19:27
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Aufpassen! Jakobskreuzkraut auf der Weide! II Beitrag #2
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=)
Registriert seit: 01.04.2007
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Ich möchte jetzt bitte von niemandem beschimpft, beleidigt oder sonst was werden!!!
Danke im Vorraus 
Es wäre toll, wenn jemand mir Ratschläge und Tipps geben könnte, da wäre ich sehr sehr dankbar drum
Erstmal zum Verständnis etwas über mich, damit ihr mir weiterhelfen könnt.
Ich stehe mit meinen Pferden den zweiten Sommer in einem Selbstversorgerstall. Ich kümmere mich selbst um Weidepflege und alles drum und dran beim Pferd.
Die Weiden wurden vor meiner Zeit überhaupt gar nicht gepflegt, viel zu kurz abgefressen und das unkraut ist gewachsen wie blöde... es wurde wohl zwischendurch mal gedünngt, mehr auch nicht!
Jetzt wachsen auf 2 meiner Koppeln JKK und zwar ganze Felder 
ich wollte das diese beiden Weiden sich dieses Jahr erholen und wollte ganz zum Schluss die Pferde draufstellen, weil letztes Jahr kaum Gras auf den Weiden war...
hab mir die weiden genauer angeschaut, aber anstatt hohes, verdöörtes Gras ist nur hohes Unkraut gewachsen -.- Wie ist das bei dem JKK, wenn ich es erst abmähe und dieses Jahr meine Pferde draufstelle... sind die Stengel dann auch Giftig????
oder ist wirklich nur der obere Teil giftig???
Ich weiß, vom abmähen ist das Zeug nicht bekämpft, aber ich könnte meine Pferde dieses Jahr dennoch auf die Weide stellen und das gras rupfen lassen ....
Mein Problem ist, ich habe keinen Traktor zur Verfügung, kann weder umpflügen, noch sonst was... das abmähen würde mir der Nachbar machen und würde es dann auch entsorgen......
Ich weiß, man soll es ausreißen, aber das ist so unendlich viiiel das geht überhaupt nicht -.-
Vielleicht kann mir ja jemand gut gemeinte Tipps geben, das wäre echt toll....
GLG
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12.07.2009, 20:21
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Aufpassen! Jakobskreuzkraut auf der Weide! II Beitrag #3
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Fohlen
Registriert seit: 04.07.2009
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Pflügen und neu einsähen, wenn das kein Nachbar machen kann, dann bleibt dir nix anderes übrig als einen Lohnunternehmer zu beauftragen. Nach pflügen und neueinsaat kannst du die Pferde 2 Jahre nicht auf die Weide stellen. So lange würde ich auf jeden fall warten damit du auch eine vernünftige Hrasnarbe bekommst. Heuen kannst du aber die Weiden nach neueinsaat.
Abmähen, Schnitt entsorgen, und dann Pferde drauf würde ich nicht machen. Wenn überhaupt, dann musst du nach dem mähen noch mindestens zwei Wochen warten und dann spritzen, dann nochmal 4 Wochen warten und dann erst die Pferde drauf.
Dann bist du aber auch zu spät im Jahr um eine vernünftige Neueinsaat zu machen.
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12.07.2009, 21:42
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Aufpassen! Jakobskreuzkraut auf der Weide! II Beitrag #4
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Lehrpferd
Registriert seit: 27.07.2008
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Abmähen, Schnitt entsorgen und dann Pferde drauf wäre mir zu riskant. Beim JKK ist die ganze Pflanze giftig, auch die Stängel, die noch übrigbleiben. Und außerdem treibt es nach dem Mähen aus der Wurzel ziemlich schnell wieder aus und macht dann auch bald wieder neue Blüten und Samen. Und wenn da wirklich solche Massen JKK stehen, hätte ich Angst, daß die Pferde es doch mit fressen. Die meisten Pferde meiden es zwar, aber halt doch nicht alle.
Das Zeug ausgraben ist natürlich sehr sehr mühsam, aber könntest du es nicht doch ausreißen? Am besten geht es, wenn es mal gut geregnet hat und der Boden etwas weich ist, dann bekommt man auch die Wurzel ganz gut mit raus, wenn man etwas mit Gefühl dran zieht.
Auch wenn du umpflügst und neu einsähen läßt, so schnell wirst du das Zeug leider nicht los. Wenn es dort schon längere Zeit massenhaft wuchert, sind bestimmt schon reichlich Samen im Boden, und die bleiben über Jahre keimfähig. Das heißt für dich leider: Immer wieder die Weiden kontrollieren und das Zeug bekämpfen. Die Bekämpfung ist also leider nicht mit einem Rundumschlag zu schaffen. Gerade die Jungpflanzen sind in den ersten Wochen besonders gefährlich für die Pferde. Sie haben eine besonders hohe Giftkonzentration, und sie werden von den Pferden meistens auch gefressen. Die Bitterstoffe und den Geruch, der die Pferde abschreckt, haben die kleinen Pflänzchen noch nicht.
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12.07.2009, 23:44
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Aufpassen! Jakobskreuzkraut auf der Weide! II Beitrag #5
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=)
Registriert seit: 01.04.2007
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okay, danke schonmal euch beiden.
Ich muss echt mal schauen was ich mache...
ich hab jetzt 4 Wochen Zeit um mir zu Überlegen was ich mache, weil die Weide wo die Pferde jetzt stehen, reicht nur noch 4 Wochen dann müssten wir eigentlich auf eine der Weiden wo JKK wächst, aber ich hab da irgendwie echt Angst...
Mal schauen, ob wir mit 20 Leuten doch einfach rausreißen, aber so ein Feld könnte selbst mit ca. 20 Leuten lange dauern -.-
Kann ja morgen mal Bilder vom Ausmaß meiner Katastrophe einstellen.....
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13.07.2009, 08:32
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Aufpassen! Jakobskreuzkraut auf der Weide! II Beitrag #6
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Kein Wackeldackel!!!
Registriert seit: 05.07.2005
Ort: Ostwestfalen
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Ein paar bilder von dem ausmaß auf deiner weide wären schon klasse.
Und auch ich würde die lösung des,,ausreißens (unbedingt handschuhe anziehen),, für sinnvoller halten.Da du die weide ja auch wieder nutzen willst.
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