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15.11.2011, 08:51
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Ausrüstungsfragen Beitrag #1
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Sportpferd
Registriert seit: 22.05.2009
Ort: Allgäu
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Lieber erfahrenen Fahrerinnen und Fahrer,
meine Reitponystute wird gerade eingefahren und macht sich prima. Gestern lief sie im Einspänner das erste Mal im Straßenverkehr vor der Kutsche und das hat super gut geklappt. Ich bin im Moment natürlich nur Beifahrerin.
Bisher habe ich mir die ganze Ausrüstung (Geschirr usw.) von meinem SB (der sie auch einfährt) geliehen. Jetzt, wo es ernst wird, sollte ich mir mal langsam eine eigene Fahrausrüstung anschaffen. Dazu habe ich einige Fragen.
- Geschirr: Im Moment fahren wir mit einem alten Ledergeschirr, welches ganz ok ist, aber nicht perfekt sitzt. Ich werde mir wohl ein Sieltec-Geschirr fürs Pferd kaufen (ja, ich weiß, da scheiden sich die Geister  ). Habt ihr Erfahrungen mit der Rückenbelastung beim Selett im Einspänner? Da wird ja mit dem Rücken auch die Schere getragen, aber der Wirbelsäulenkanal ist nicht frei, oder?!
- Hintergeschirr: Der SB fährt auch im Einspänner ohne Hintergeschirr, weil er meint, das bräuchte man nicht, wenn man ordentlich bremsen würde. Außerdem wäre es für die Pferde unangenehm und könnte gefährlich werden. Ich finde ein Hintergeschirr irgendwie sicherer. Was meint ihr?
- Gebiss: Der SB fährt nur mit Kandare (weich verschnallt), geritten wird mein Pferd mit Wassertrense. Der SB meint, die Kandare wäre sicherer und besser zum Fahren. Das Pferd akzeptiert die Kandare anstandslos, daher werde ich mir wohl auch eine zulegen. Aber was für eine? Postkandare oder Liverpoolkandare? Was ist der genaue Unterschied? Mein Pferd hat ein recht kleines Maul, die normalen Kandaren sind daher sehr dick, habt ihr eine Empfehlung für eine relativ dünne und trotzdem weiche Kandare? Und wofür sind diese Latex-Umwicklungen um die Stange?
- Kopfstück: Der SB empfiehlt dringend mit Scheuklappen zu fahren. Auch die akzeptiert das Pferd gut. Leider passt kein einziges Kopfstück, das er hat. Die Reittrense passt natürlich gut, hat aber keine Scheuklappen. Seine Kopfstücke passen Haflingern gut, aber auf den Araber-typischen Kopf von meinem Pferd drückt immer irgendwas und die Scheuklappen sitzen nicht richtig. Gibt es Erfahrungen mit den Sieltec-Kopfstücken? Oder mit anderen maßangefertigten Kopfstücken?
Was brauche ich für den Anfang noch für eine Ausrüstung? An Handschuhe und Peitsche habe ich auch schon gedacht. 
Ich freue mich über Tipps!
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15.11.2011, 11:24
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Ausrüstungsfragen Beitrag #2
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mehr Sammler als Jäger
Registriert seit: 17.02.2005
Ort: Lüneburger Heide
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Zitat:
Zitat von ojg
Lieber erfahrenen Fahrerinnen und Fahrer,
meine Reitponystute wird gerade eingefahren und macht sich prima. Gestern lief sie im Einspänner das erste Mal im Straßenverkehr vor der Kutsche und das hat super gut geklappt. Ich bin im Moment natürlich nur Beifahrerin.
Bisher habe ich mir die ganze Ausrüstung (Geschirr usw.) von meinem SB (der sie auch einfährt) geliehen. Jetzt, wo es ernst wird, sollte ich mir mal langsam eine eigene Fahrausrüstung anschaffen. Dazu habe ich einige Fragen.
- Geschirr: Im Moment fahren wir mit einem alten Ledergeschirr, welches ganz ok ist, aber nicht perfekt sitzt. Ich werde mir wohl ein Sieltec-Geschirr fürs Pferd kaufen (ja, ich weiß, da scheiden sich die Geister  ). Habt ihr Erfahrungen mit der Rückenbelastung beim Selett im Einspänner? Da wird ja mit dem Rücken auch die Schere getragen, aber der Wirbelsäulenkanal ist nicht frei, oder?! Je nach Schwere der Schere können da schon etliche Kilos zusammenkommen, deshalb sind die Einspännerseletts auch breiter als die von Mehrspännern. Die Wirbelsäule bleibt aber frei (ist das bei eurem jetzigen Geschirr nicht so?)
- Hintergeschirr: Der SB fährt auch im Einspänner ohne Hintergeschirr, weil er meint, das bräuchte man nicht, wenn man ordentlich bremsen würde. Außerdem wäre es für die Pferde unangenehm und könnte gefährlich werden. Ich finde ein Hintergeschirr irgendwie sicherer. Was meint ihr? Ich fahre immer mit Hintergeschirr. Würde ich auch dir empfehlen. Spätestens beim Rückwärtsrichten brauchst du es (auch beim Spazierenfahren kommt man früher oder später in die Situation, dass du r-richten mußt). Aber das Pferd langsam beim Longieren dran gewöhnen, nicht das es in wildes Bocken vorm Wagen ausartet.
- Gebiss: Der SB fährt nur mit Kandare (weich verschnallt), geritten wird mein Pferd mit Wassertrense. Der SB meint, die Kandare wäre sicherer und besser zum Fahren. Das Pferd akzeptiert die Kandare anstandslos, daher werde ich mir wohl auch eine zulegen. Aber was für eine? Postkandare oder Liverpoolkandare? Was ist der genaue Unterschied? Mein Pferd hat ein recht kleines Maul, die normalen Kandaren sind daher sehr dick, habt ihr eine Empfehlung für eine relativ dünne und trotzdem weiche Kandare? Und wofür sind diese Latex-Umwicklungen um die Stange? Post- oder Liverpoolkandare ist Geschmackssache. Ursprünglich gehört die Postkandare zum Brustblatt und die Liverpoolkandare zum Kumtgeschirr. In beiden Fällen sind starre, nicht bewegliche Kandarenbäume besser, da kann sich nichts verkanten und einklemmen. Wenn dein Pferd aber gut mit Wassertrense geht, spricht nichts dagegen auch damit zu Fahren. Wenn du noch Latex drumwickelst, wird das Gebiß dicker (weicher(?)) und dem Pferd tuts nicht so weh, wenn es mal an die Zähne kommt.
- Kopfstück: Der SB empfiehlt dringend mit Scheuklappen zu fahren. Auch die akzeptiert das Pferd gut. Leider passt kein einziges Kopfstück, das er hat. Die Reittrense passt natürlich gut, hat aber keine Scheuklappen. Seine Kopfstücke passen Haflingern gut, aber auf den Araber-typischen Kopf von meinem Pferd drückt immer irgendwas und die Scheuklappen sitzen nicht richtig. Gibt es Erfahrungen mit den Sieltec-Kopfstücken? Oder mit anderen maßangefertigten Kopfstücken? Mit Sieltec kenne ich mich (zum Glück!) nicht aus, aber Maßanfertigungen sollten immer passen, deshalb macht man sie doch.
Was brauche ich für den Anfang noch für eine Ausrüstung? An Handschuhe und Peitsche habe ich auch schon gedacht. Eine warme, wind- und regendichte Bockdecke.
Ich freue mich über Tipps!
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textzukurz
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von tofino hilfreich:
sahen
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15.11.2011, 11:48
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Ausrüstungsfragen Beitrag #3
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Reitpferd
Registriert seit: 25.09.2010
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Zitat:
Zitat von ojg
Lieber erfahrenen Fahrerinnen und Fahrer,
meine Reitponystute wird gerade eingefahren und macht sich prima. Gestern lief sie im Einspänner das erste Mal im Straßenverkehr vor der Kutsche und das hat super gut geklappt. Ich bin im Moment natürlich nur Beifahrerin.
Bisher habe ich mir die ganze Ausrüstung (Geschirr usw.) von meinem SB (der sie auch einfährt) geliehen. Jetzt, wo es ernst wird, sollte ich mir mal langsam eine eigene Fahrausrüstung anschaffen. Dazu habe ich einige Fragen.
- Geschirr: Im Moment fahren wir mit einem alten Ledergeschirr, welches ganz ok ist, aber nicht perfekt sitzt. Ich werde mir wohl ein Sieltec-Geschirr fürs Pferd kaufen (ja, ich weiß, da scheiden sich die Geister  ). Habt ihr Erfahrungen mit der Rückenbelastung beim Selett im Einspänner? Da wird ja mit dem Rücken auch die Schere getragen, aber der Wirbelsäulenkanal ist nicht frei, oder?! Mit Sieltec kenn ich mich nicht aus, aber mit der Belastung...
Diese hängt wesentlich vom Wagen ab. Beim Zweiachser ist die Belastung nur ein Anteil des Scherengewichtes. Beim Einachser (auch beim gut austarierten) können es situationsbedingt schon mal deutlich mehr werden. Beim Sieltec gibt es so keinen Wirbelkanal, ob das ein Problem ist, musst du jemanden Fragen, der damit fährt.
- Hintergeschirr: Der SB fährt auch im Einspänner ohne Hintergeschirr, weil er meint, das bräuchte man nicht, wenn man ordentlich bremsen würde. Außerdem wäre es für die Pferde unangenehm und könnte gefährlich werden. Ich finde ein Hintergeschirr irgendwie sicherer. Was meint ihr? Nur mit Hintergeschirr: neben den schon erwähnten Rückwärtsrichten kommt das Hintergeschirr vor allem dann zum Einsatz, wenn zum Beispiel bei zu hartem Einsatz bergab die Räder blockieren, oder du bei einem plötzlichen Halt des Ponys überrascht wirst. in beiden Fällen hat das Tier die Bracke in den Hinterbeinen.
Nur sollte das Pony das Ding nicht erst im Notfall kennelernen sondern systematisch das Aufhalten gelernt haben!!
- Gebiss: Der SB fährt nur mit Kandare (weich verschnallt), geritten wird mein Pferd mit Wassertrense. Der SB meint, die Kandare wäre sicherer und besser zum Fahren. Das Pferd akzeptiert die Kandare anstandslos, daher werde ich mir wohl auch eine zulegen. Aber was für eine? Postkandare oder Liverpoolkandare? Was ist der genaue Unterschied? Mein Pferd hat ein recht kleines Maul, die normalen Kandaren sind daher sehr dick, habt ihr eine Empfehlung für eine relativ dünne und trotzdem weiche Kandare? Und wofür sind diese Latex-Umwicklungen um die Stange? Nimm etwas, was in der Form der Stange dem entspricht, was bereits funktioniert. die Form der Anzüge ist dabei nebensächlich. Latex dient dazu eine zu dünne Stange dicker zu machen. manche Pferde mögen das Gefühl, andere gar nicht.
- Kopfstück: Der SB empfiehlt dringend mit Scheuklappen zu fahren. Auch die akzeptiert das Pferd gut. Leider passt kein einziges Kopfstück, das er hat. Die Reittrense passt natürlich gut, hat aber keine Scheuklappen. Seine Kopfstücke passen Haflingern gut, aber auf den Araber-typischen Kopf von meinem Pferd drückt immer irgendwas und die Scheuklappen sitzen nicht richtig. Gibt es Erfahrungen mit den Sieltec-Kopfstücken? Oder mit anderen maßangefertigten Kopfstücken? Die Sieltec-kopfstücke gelten allgemein als nicht so toll. Viele nehmen hier doch wieder Leder. und da sollte die ein Fachhändler was zusammenstellen können, was auch deinen Araberköpfchen passt. Bist ja nicht die Einzige, die so etwas fährt.
Was brauche ich für den Anfang noch für eine Ausrüstung? An Handschuhe und Peitsche habe ich auch schon gedacht. 
Ich freue mich über Tipps!
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ein geeigneter Wagen wäre sinnvoll, genauso wie fitte Beifahrer
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15.11.2011, 16:37
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Ausrüstungsfragen Beitrag #4
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1 PS Fahrer
Registriert seit: 09.01.2009
Ort: Berlin
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und für diese Jahreszeit unbedingt warme Schuhe.
Ich selbst habe eine Regenjacke und Regenhose, und benutze daher keine Bockdecke.
Und Mütze nicht vergessen, bzw Ohrenwärmer. Sieltec: finde das Kopfstück nicht ideal, würde daher zum eins aus Leder raten
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Folgender Benutzer findet den Beitrag von Schwerer Sachse hilfreich:
Charly051982
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15.11.2011, 16:46
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Ausrüstungsfragen Beitrag #5
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Sportpferd
Threadersteller
Registriert seit: 22.05.2009
Ort: Allgäu
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Vielen Dank für eure Antworten:
@ Tofino: Klar, das Selett was jetzt drauf ist hat natürlich eine Wirbelsäulenfreiheit. Leider für meinen Geschmack nicht genug. Es liegt jetzt relativ weit hinten mit einer Selettunterlage, damit es nicht am Widerrist scheuert. Wie @ Buggyfahrer geschrieben hat, haben die Sieltec-Geschirre überhaupt keine Wirbelsäulenfreiheit. Leider bekomme ich auch keine Infos dazu ob/wie sich das auswirkt.
Im Moment wird das Pferd mit umwickelter Liverpoolkandare mit festen Anzügen gefahren, da reagiert sie supergut und sehr sensibel drauf. Aber wo kann ich so was kaufen? Ich finde nur solche mit flexiblen Seitenteilen oder welche ab 80 Euros... Tipps gerne auch per PN.
Ich warte mal auf das Sieltec-Kopfstück und wenn das nix ist, werd ich hier mal zum örtlichen Sattler gehen und da mal schauen.
Ans Hintergeschirr ist das Pferd schon gewöhnt, von der Schleppe her. Das macht ihr überhaupt nix aus. Allerdings kennt sie natürlich noch nicht die "Belastung". Wie kann ich sie denn dadran gewöhnen außer vor der Kutsche?
Eine Kutsche habe ich schon gebraucht gekauft, der SB hat sie mir überarbeitet, so dass die Bremsen gut funktionieren. Im Moment fahren wir allerdings noch mit seinem etwas schwereren Wagen der vier statt zwei Bremsen hat (wie meiner).
Hier noch ein Foto von meinem Pferdchen. Heute das zweite Mal angespannt.
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15.11.2011, 17:36
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Ausrüstungsfragen Beitrag #6
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1 PS Fahrer
Registriert seit: 09.01.2009
Ort: Berlin
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@ ojg: da ich das Sieltec tagtäglich benutze und das schon gut 6 Jahre, kann ich keine negativen Auswirkungen auf den Rücken feststellen. Ich bin mit einer Schere gefahren sowie mit Einzellonden. Der Schaumstoff als Selett nachgeahmt oder wie man es nennen mag, paßt sich bei Körperwärme an die Körperform an.
Ich kann dir auch nur zu einem Hintergeschirr raten, selbst beim Zweispänner. Ein Pferd sollte stets daran gewöhnt einen Druck auf den Popo zu bekommen. Es sollte (muß) lernen ohne Probleme eine Kutsche auch aufhalten zu können. Was ist wenn die Bremsen mal versagen? Auch gewartete Bremsen können mal versagen. Mir selbst schon passiert, und da war ich froh, das mein Pferd ohne weiteres die Kutsche aufhielt.
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