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29.03.2006, 15:44
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Behinderten Reiten Beitrag #55
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Lehrpferd
Registriert seit: 01.10.2005
Ort: Landau
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Was ist daran schlimm?
Ich habe doch erwähnt, dass ich ALLE Menschen bewundere, die die Kraft besitzen, ihr Leben so normal wie möglich zu meistern!
Natürlich gibt es noch behindertere Menschen (klingt voll gemein, ist aber net so gemeint!), aber auch die haben den 100%-igen Respekt ihrer Mitmenschen verdient! Wenn ich eins nicht bin, dann behindertenfeindlich!
Oder habe ich dein Post missverstanden? LG
SparkleFairy
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29.03.2006, 16:32
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Behinderten Reiten Beitrag #56
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Absetzer
Registriert seit: 16.03.2006
Ort: 49143 Bissendorf
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Zitat:
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Zitat von SparkleFairy
Was ist daran schlimm?
Ich habe doch erwähnt, dass ich ALLE Menschen bewundere, die die Kraft besitzen, ihr Leben so normal wie möglich zu meistern!
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Wer sagt, dass daran etwas "schlimm" ist? Es sind nur ein paar Zwischentöne, für die ich seit einigen Jahrzehnten sensibilisiert bin: z.B. warum muss man Menschen "bewundern", und warum muss man sein Leben "so normal wie möglich (...) meistern"? Warum sind die anderen die Norm, an denen sich behinderte Menschen messen lassen müssen?
Ich weiß, dass das auch viele "Betroffene" so sehen, aber nicht umsonst hatte ich mal ein Forum "handichanced" genannt, um mal wenigstens über das Gegenteil nachdenken zu können.
Gruß
Hans
Geändert von HansTh (29.03.2006 um 16:42 Uhr)
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01.04.2006, 16:06
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Behinderten Reiten Beitrag #57
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Gast
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Zitat:
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Zitat von SparkleFairy
Hallo!
Ich hatte vorher nochnie groß Kontakt zum reiterlichen Behindertensport. Deshalb habe ich mich im www einmal schlau gemacht.
Ich muss wirklich sagen, dass ich all die Menschen bewundere, die die Kraft und die Ausdauer haben, um wie nichtbehinderte ihr Leben zu meistern.
Per google bin ich dann auf eine Reportage des ZDF gestoßen, die über die Contagan-geschädigte Bettina Eistler handelt. Sie ist eine Dressurreiterin, die auf den Paralympics 2004 mehrfach Gold und Silber gewonnen hat.
Wer sich selbst davon beeindrucken lassen will, der sollte sich 2 Minuten Zeit nehmen, um sich die Reportage als Video anzusehen: Bettina Eistler - Paralympics
*klick oben rechts auf VIDEO*
Also mich beeindruckt es wirklich sehr (wer kann schon ohne Arme satteln?  )
Liebe Grüße
SparkleFairy
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Wow, ich habe das Video gesehen und hab echt größten Respekt davor, was behinderte Menschen leisten! Ich bin ganz deiner Meinung!!
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03.04.2006, 18:55
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Behinderten Reiten Beitrag #58
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Moppel
Registriert seit: 28.08.2004
Ort: Hattingen
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Zitat:
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Zitat von HansTh
Das lässt mich so nachdenklich werden, dass behinderte Menschen erst dann "akzeptiert" werden, wenn man sie "bewundern" kann!
Bettina macht ganz sicher Bewundernswertes, man bedenke aber, dass sie im Grade III eingestuft ist, d.h. dass es noch zwei Stufen von schwerer behinderten Menschen gibt. Vielleicht kann man Außergewöhnliches aber eher akzeptieren je näher es den eigenen Bedingungen zu wirken scheint.
Z.B. dieses Problem.
Gruß
Hans
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Ich glaube, da hast Du etwas missverstanden, Hans.
Ich selber bin gehbehindert und ich finde es toll, wenn mir jemand sagt, dass er stolz auf mich ist, weil ich etwas wieder so kann wie vor meinem Unfall oder sowas. Es ist nunmal "normal" dass man laufen kann und es ist "normal" dass man 2 Arme und 2 Beine hat, mit denen man den Alltag meistert. Und ich finde es schön, wenn solche "normalen" Menschen ihre Bewunderung und ihren Respekt gegenüber benachteiligten Menschen (sei es behindert oder krank oder oder...) zum Ausdruck bringen. Und ich finde auch diesen Ausdruck "Behindert" nicht schlimm - so ist es nunmal!
Ich finde es toll, wenn sich auch gesunde Menschen mit diesem Thema hier beschäftigen! Denn nur so kommt man von dieser Abgrenzung zwischen behindert und nichtbehindert weg!
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03.04.2006, 19:02
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Behinderten Reiten Beitrag #59
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Fohlen
Registriert seit: 23.02.2005
Ort: bei Dresden
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Mein bester Freund ist seit einem Snowboardunfall gelähmt und sitz im Rollstuhl, er geht auch reiten und meinte so, das er wieder muskeln spürt von denen er früher noch nicheinmal etwas gewusst hat
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03.04.2006, 20:13
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Behinderten Reiten Beitrag #60
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Absetzer
Registriert seit: 16.03.2006
Ort: 49143 Bissendorf
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Zitat:
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Zitat von Jessy2403
Ich glaube, da hast Du etwas missverstanden, Hans.
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Jssy, was sollte ich da "missverstanden" haben?
Zitat:
Ich selber bin gehbehindert und ich finde es toll, wenn mir jemand sagt, dass er stolz auf mich ist, weil ich etwas wieder so kann wie vor meinem Unfall oder sowas. Es ist nunmal "normal" dass man laufen kann und es ist "normal" dass man 2 Arme und 2 Beine hat, mit denen man den Alltag meistert. Und ich finde es schön, wenn solche "normalen" Menschen ihre Bewunderung und ihren Respekt gegenüber benachteiligten Menschen (sei es behindert oder krank oder oder...) zum Ausdruck bringen. Und ich finde auch diesen Ausdruck "Behindert" nicht schlimm - so ist es nunmal!
Ich finde es toll, wenn sich auch gesunde Menschen mit diesem Thema hier beschäftigen! Denn nur so kommt man von dieser Abgrenzung zwischen behindert und nichtbehindert weg!
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Den Begriff "behindert" halte ich auch nicht für problematisdch. Man muss dabei nur beachten, dass er nur einen bestimmten Aspekt bezeichnet. Ist vielleicht auch ne Frage, wie lange man schon behindert ist. Ich bin seit 1969 schwer gehbehindert und nutze seit einigen Jahren einen Rollstuhl. Früher war ich nicht behindert, war 2 Jahre beim Bund (Infanterie) und habe dann angefangen zu studieren, als mich die MS-Diagnose "kalt erwischte".
Ich sagte ja, dass es vielen Betroffenen so geht, dass sie ihrem früheren Zustand noch nachtrauern. Die können vermutlich mit dem Spruch der "Aktion Mensch", "Es ist normal, verschieden zu sein", nicht so viel anfangen. Ich wehre mich etwas gegen das Bewundern und des Leistungsgedanken, weil auch er bei den Behinderten auswählt, "diskriminiert".
Was ist mit denen, die keine Anpassungsleistungen (mehr) erbringen können?
Ich fände es toll, wenn jeder "normale" Mensch sich als "behindert" ("mit Defiziten") erleben könnte. Es würde nicht nur der Realität stärker entsprechen, sondern auch dem alltäglichen Umgang untereinander wohl nützen. Drum mein Forum "handichanced". Aber es ist sicher kein Gedanke aus irgendeinem "mainstream". Leider.
Gruß
Hans
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