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Zitat von Nili
ich bin nicht selber betroffen aber ich hab eine gute Freundin, die Multiple Sklerose hat und Dressurreiterin ist. Conny sitzt im Rollstuhl, kann nur sehr schwierig einige Schritte laufen.
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Hallo Nili, ich lese deinen Beitrag leider erst heute. Ich denke, Conny kann sich vielleicht noch an mich erinnern: in Ankum ist ihr beim Training ein rollstuhlfahrender Knabe entgegengekommen, den sie dann vermutlich dort nicht mehr angetroffen hat. Insofern haben wir uns auch nicht mehr persönlich kennengelernt.
Die
MS kann leider einen sehr unterschiedlichen und kaum vorhersehbaren Verlauf nehmen. Das weiß ich nicht nur von meiner eigenen
MS-Diagnose her, sondern auch von meiner Frau, die ich durch die vermeintlich gemeinsame
MS kennengelernt und 1994 verloren habe.
Ich möchte nur nicht, dass jemand durch einen negativeren Verlauf bei jemand anders in seinen Aktivitäten gebremst wird. Denn als ich ca. 1978 in Osnabrück mich zur Berufsberaterausbildung meldete, ging es mir ähnlich. Und damals ging ich noch fest von der Richtigkeit meiner
MS-Diagnose aus.
Und für das Reiten muss man wohl fest an sich und sein Pferd glauben, um etwas zu erreichen. Übrigens gab es dann auch bei den Fahrerinnen eine weitere MSlerin, die ich dann auch bei der "Behinderten-DM" in Lingen antraf.
Und Renate Neu mochte ich richtiggehend, auch weil sie meiner Frau so ähnelte. Übrigens hatte die in ihrer Selbsthilfegruppe auch am "Therapeutischen Reiten" teilgenommen, wenn dabei auch die Therapeutin wohl hinter ihr sitzen musste, um sie zu halten.
Leider ist vielen der Unterschied zwischen zwei neurologischen Erkrankungs- oder Behinderungsformen nicht immer klar: bei einer "inkompletten" Querschnittlähmung, wie ich sie ungefähr hatte, bis Pfingsten 2004, geht auch das Reiten evtl. trotz einer starken
Ataxie, wenn das Pferd sich entsprechend ruhig verhält. "Komplett" Querschnittgelähmte können wohl schon deshalb kaum reiten, weil sie sich unbemerkt sehr schnell Druckgeschüre zuziehen, wie ich es dann selbst auch erfuhr. Das könnte bei einem entsprechenden Sitz auf einer Kutsche leichter kompensiert werden als in einem Sattel. Mal vom Gefühl fürs Pferd ganz abgesehen.
Gruß
Hans