Old Vollbluts Turf-Blog (28.07.2012 - Teil 443)
Veröffentlicht: 27.07.2012 um 18:21 von Old_Vollblut
Stichworte galopprennen, pakal, pastorius, waldpark, zazou
Trio aus Derby-Siegern gegen Globetrotter Zazou in München
Erstmals „ausländerfreier“ Dallmayr-Preis / Münchener Heimsieg liegt nach mehr als 40 Jahren wieder im Bereich des Möglichen
Gleich in zweifacher Hinsicht, einer positiven und einer negativen, ist der morgige „Große Dallmayr-Preis“ (Europakategorie I, 2000m, 155.000€) auf der Münchener Galopprennbahn bemerkenswert und unterscheidet sich von früheren Austragungen. Zuerst das Negativum: Erstmals in der Geschichte dieses einzigen deutschen Galopprennens der höchsten Kategorie auf einer Mitteldistanz fehlt ein ausländischer Gast im Starterfeld. Seitdem die Prüfung 1990 in die Championsleague der Galopprennen aufrückte, waren immer Vollblüter aus dem Ausland angereist. Zehnmal in dieser Zeitspanne ging der Sieg ins Ausland. Dies kann 2012 nicht passieren, denn diesmal wurden alle Ausländer bei der Starterangabe aus dem Feld genommen.
Doch auch ohne Gäste kann sich das achtköpfige Starterfeld sehen lassen. Ein Trio aus Derby-Siegern befindet sich im Aufgebot und sorgt für die positive Besonderheit der 2012er Auflage des Rennens. Dass sich der deutsche Derby-Sieger des Vorjahres, Gestüt Ravensbergs Waldpark (E. Pedroza), sein diesjähriger Nachfolger Pastorius (A. Starke) und der diesjährige italienische Derby-Sieger Feuerblitz (R. Havlin) ausgerechnet in einem Rennen auf der 2000m-Distanz treffen, ist eine weitere bemerkenswerte Kuriosität. Aus diesem Trio dürfte der von Mario Hofer aus Krefeld entsandte Pastorius aufgrund des frischen Hamburger Siegeindrucks und der günstigen Gewichtskonstellation bei den Wettern den meisten Kredit bekommen.
Pastorius würde im Erfolgsfall für den ersten Triumph eines deutschen Derby-Siegers in dieser Prüfung sorgen. Auch sein Vorgänger Waldpark könnte für dieses turfhistorische Ereignis die Verantwortung übernehmen, doch wartet der Wöhler-Schützling immer noch auf seinen ersten Erfolg seit dem Derby. Feuerblitz wird von Michael Figge vor Ort trainiert und konnte als Zehnter im Deutschen Derby seinen vorherigen Derby-Erfolg in Rom nicht bestätigen. Mit dem von Wolfgang Figge vorbereiteten Pakal (K. Kerekes) ist noch ein weiterer Lokalmatador chancenreich engagiert, so dass der erste Münchener Heimsieg seit 1970 möglich erscheint.
Favorit sollte jedoch der 5jährigen Globetrotter Zazou (A. Suborics) werden. Der im Winter an den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow verkaufte Hengst absolviert nach Auftritten in Italien, Hongkong, Frankreich, Dubai und Singapur jetzt seinen ersten Start auf einer deutschen Rennbahn in diesem Jahr.
Erstmals „ausländerfreier“ Dallmayr-Preis / Münchener Heimsieg liegt nach mehr als 40 Jahren wieder im Bereich des Möglichen
Gleich in zweifacher Hinsicht, einer positiven und einer negativen, ist der morgige „Große Dallmayr-Preis“ (Europakategorie I, 2000m, 155.000€) auf der Münchener Galopprennbahn bemerkenswert und unterscheidet sich von früheren Austragungen. Zuerst das Negativum: Erstmals in der Geschichte dieses einzigen deutschen Galopprennens der höchsten Kategorie auf einer Mitteldistanz fehlt ein ausländischer Gast im Starterfeld. Seitdem die Prüfung 1990 in die Championsleague der Galopprennen aufrückte, waren immer Vollblüter aus dem Ausland angereist. Zehnmal in dieser Zeitspanne ging der Sieg ins Ausland. Dies kann 2012 nicht passieren, denn diesmal wurden alle Ausländer bei der Starterangabe aus dem Feld genommen.
Doch auch ohne Gäste kann sich das achtköpfige Starterfeld sehen lassen. Ein Trio aus Derby-Siegern befindet sich im Aufgebot und sorgt für die positive Besonderheit der 2012er Auflage des Rennens. Dass sich der deutsche Derby-Sieger des Vorjahres, Gestüt Ravensbergs Waldpark (E. Pedroza), sein diesjähriger Nachfolger Pastorius (A. Starke) und der diesjährige italienische Derby-Sieger Feuerblitz (R. Havlin) ausgerechnet in einem Rennen auf der 2000m-Distanz treffen, ist eine weitere bemerkenswerte Kuriosität. Aus diesem Trio dürfte der von Mario Hofer aus Krefeld entsandte Pastorius aufgrund des frischen Hamburger Siegeindrucks und der günstigen Gewichtskonstellation bei den Wettern den meisten Kredit bekommen.
Pastorius würde im Erfolgsfall für den ersten Triumph eines deutschen Derby-Siegers in dieser Prüfung sorgen. Auch sein Vorgänger Waldpark könnte für dieses turfhistorische Ereignis die Verantwortung übernehmen, doch wartet der Wöhler-Schützling immer noch auf seinen ersten Erfolg seit dem Derby. Feuerblitz wird von Michael Figge vor Ort trainiert und konnte als Zehnter im Deutschen Derby seinen vorherigen Derby-Erfolg in Rom nicht bestätigen. Mit dem von Wolfgang Figge vorbereiteten Pakal (K. Kerekes) ist noch ein weiterer Lokalmatador chancenreich engagiert, so dass der erste Münchener Heimsieg seit 1970 möglich erscheint.
Favorit sollte jedoch der 5jährigen Globetrotter Zazou (A. Suborics) werden. Der im Winter an den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow verkaufte Hengst absolviert nach Auftritten in Italien, Hongkong, Frankreich, Dubai und Singapur jetzt seinen ersten Start auf einer deutschen Rennbahn in diesem Jahr.
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