24.03.2008, 16:25
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Cushing-Pferd scheren? Wenn ja wann und wie? Beitrag #1
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 14.07.2007
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Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier rein gehöre, oder unter Pflege und Haltung. Mal schauen.
Mein Pony wird 29 und hat ein Cushing-Syndrom entwickelt. Außer dem massiven Pelz zeigt sie nur wenig Symptome. Aber unter Pergolid ist sie deutlich munterer geworden, und der vergleichsweise dicke Bauch ist auch weg gegangen.
Bleibt die Frage: Was mache ich mit dem Pelz? Da sie nicht mehr geritten wird und natürlich auch schwitzt, gibt es immer wieder Ecken, wo die Haut sich entzündet. Mit der Schere freischneiden reicht nicht mehr.
Ich mag nicht gerne in die Natur eingreifen, weil die sich die Dinge in der Regel zurecht rückt. Je weniger man macht, desto besser ist es oft. Aber juckender Hautausschlag ist auch nicht gerade angenehm.
Wer hat Erfahrungen mit dem Scheren?
Besser im Sommer zum Winterfellwechsel? Oder jetzt noch, wo noch nicht so viel Sommerfell gewachsen ist? Oder gibt es Schermaschinen, die noch 2 cm Haar stehen lassen?
Ich freue mich auf viele Antworten und Eure Erfahrungen.
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24.03.2008, 17:43
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Cushing-Pferd scheren? Wenn ja wann und wie? Beitrag #2
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Abiska
Registriert seit: 19.03.2006
Ort: Göppingen
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hallo,
meine stute wird regelmäßig geschert, da ihr fellwechsel nicht bedingt besser geworden ist.
jetzt im winter wird sie gar nicht geschert, denn sie steht in einer paddockbox (außentemperatur) und eindecken steht für mich in keinem verhältnis.
sobald es aber wieder angenehme temperaturen hat un sie ins schwitzen kommt wird sie komplett geschoren außer der sattellage und den beinen. scheren muss ich im sommer alle 8wochen und sie kommt damit sehr gut zurecht.
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27.03.2008, 23:37
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Cushing-Pferd scheren? Wenn ja wann und wie? Beitrag #3
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 08.09.2006
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Zitat:
Zitat von Max Hase
Ich mag nicht gerne in die Natur eingreifen, weil die sich die Dinge in der Regel zurecht rückt. Je weniger man macht, desto besser ist es oft. Aber juckender Hautausschlag ist auch nicht gerade angenehm.
Wer hat Erfahrungen mit dem Scheren?
Besser im Sommer zum Winterfellwechsel? Oder jetzt noch, wo noch nicht so viel Sommerfell gewachsen ist? Oder gibt es Schermaschinen, die noch 2 cm Haar stehen lassen?
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Meiner hat auch Cushing. Da das Pferd krank ist und Unterstützung braucht, macht es sehr viel Sinn, hier "in die Natur einzugreifen"! Meiner Erfahrung nach kannst Du selbst bei Frost jederzeit problemlos Hals und Brust freischeren, das bringt schonmal enorme Erleichertung! Wenns wärmer wird, würd ich nur die Rückenseite stehen lassen, falls es mal regnet. Wenn der ganze Pelz drauf bleibt, schwitzt sich das Pferd tot und das ist auch nicht gut für Kreislauf usw.
Ich leih mir immer ne Rinderschermaschine vom Bauern, die schafft auch den dicksten Pelz. LG bennipony
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28.03.2008, 20:38
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Cushing-Pferd scheren? Wenn ja wann und wie? Beitrag #4
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Gnadenbrotpferd
Threadersteller
Registriert seit: 14.07.2007
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Danke erst mal für Eure Antworten.
Ich taste mich so langsam an das Thema ran, bin da noch absoluter Neuling.
Mit dem Ganzscheren wäre ich bei meiner Alten sehr zurückhaltend. Sie fröstelt relativ rasch, da das Unterhautfettgewebe altersbedingt ja deutlich dünner geworden ist. Und sie hält sich immer noch für ein Wildpferd. Da kann es noch so stürmen und regnen: gnädige Frau steht draußen. Und sie könnte rein, tut sie aber nur, um sich zu scheuern oder im Sommer beim Bremsenangriff. Und (zeitweise) Aufstallen will ich sie nicht, das hat sie nie kennen gelernt, und es ist mit Trennung von der Sicherheit gebenden Herde verbunden. Zudem steift sie dann ein.
Letztes Jahr war auch das erste Jahr, in dem sie sich mit dem Fellwechsel schwer getan hat. In dem naßkalten Sommer war ich dann aber froh, dass sie ihren Plüsch hatte. Die letzten Haare Winterfell hatte sie seitlich am Bauch und hat dann aber rasch ab Ende August gewechselt. Zum Winterfell hat sie gut und rasch durchgehaart.
Und bei Frost scheren? Ich habe schon ein wenig "um die Achseln" rasiert, da, wo sie letztes Jahr die meisten Hautveränderungen hatte. Aber es ist schon ganz schön viel, was sie an Wärme in diesem kleinen Bereich abgibt. Und wenn sie Ende April / Anfang Mai auf die Wiese geht, dann braucht sie ihr "Bauchfell", um sich zu legen. Denn die Wiese ist da noch kalt und taufeucht oder gar nass.
Ihr merkt, ich denke noch.
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28.03.2008, 21:13
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Cushing-Pferd scheren? Wenn ja wann und wie? Beitrag #5
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 08.09.2006
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was nun, schwitzt sie (1. Posting), oder fröstelt sie (2. Posting)?
Da komm ich gerade nicht mehr ganz mit?
Kann nur berichten, wie es bei meinem Opi (27) ist (eher der dünne fröstelige Typ): der hat nie Cushing-typisch ohne Anstrengung geschwitzt, hat aber eine schlechte, juckende Haut. Steht tagsüber im Paddock (nicht bei Sauwetter), nachts in einer Box mit Außenfenster.
Dem hab ich 2005 und 2006 jeweils an Weihnachten den Hals vom Mähnenansatz bis zur Unterkante der Brust und die Hinterseite der Hinterhand geschoren. Da ist bis Ostern nie etwas nachgewachsen, und er fühlte sich gleich viel wohler und hat von Weihnachten bis Ostern nicht gefroren. Er wird allerdings auch nicht übermäßig nassgeregnet, wie erwähnt.
Letztes Jahr hab ich den Winter über nicht geschoren, und dann erst an Ostern (war viel wärmer als dies Jahr und früh heiss ab April!) das Pferd von den Ganaschen bis zum Widerrist und den Karpalgelenkten (halb-)nackig gemacht. Sah ein bischen putzig aus, hat aber auch seinen Zweck erfüllt.
Dies Jahr warte ich noch ab, wie sich die Temperaturen entwickeln?
Dann entscheide ich spontan, wieviel runter kommt.
Meiner hat übrigens immer bis Ende Juni "schon" komplett gewechselt inkl. Bauch. LG
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29.03.2008, 20:31
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Cushing-Pferd scheren? Wenn ja wann und wie? Beitrag #6
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Gnadenbrotpferd
Threadersteller
Registriert seit: 14.07.2007
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Wenn es so einfach wäre... Aber einfach hat es mir meine alte Henne noch nie gemacht.
Letztes Jahr im April war es sehr warm, da lief ihr das Wasser das Gesicht runter. Der Sommer war kalt, da hat es gepaßt, und sie hat nicht sichtbar/fühlbar geschwitzt. Aber die Haut war "unter den Achseln" und teilweise am Bauch nicht gut. Und im November war es naßkalt, und sie stand wie immer im Regen. Sichtbar gefroren hat sie nicht, aber deutlich abgenommen trotz Zufutter und Heu satt. Abgenommen hat sie auch erstmals letzten Sommer auf überständigem Gras (auch hier trotz Zufutter), beim Umweiden aber wieder gut zugenommen.
Die Zähne sind noch sehr gut, Würmer hat sie auch nicht. Und Kraftfutter bekommt sie auch satt, teilweise 2 - 3 kg, da sie aufhört, wenn sie nicht will. Man kann sie ohne Angst neben jedem Haferwagen parken.
Aber zurück zum Plüsch: Was mache ich, wenn bis zum nächsten Fellwechsel nichts wächst, und der Sommer entsprechend schlecht ist? Den ganzen Sommer eindecken? Das wäre ihr Horror, denn sie hat schon ihre Abschwitzdecke immer gehaßt.
Ich frage mich daher: macht es Sinn im Sommer zu scheren, wenn man weiß wie das Wetter ist, spätestens etwa Ende Juli bis Ende August, wenn das Sommerfell gewechselt wird, und sichtbar wird, was noch runter muss? Und vorher nur "ein bißchen zu lüften"?
Wer von Euch hat das schon mal ausprobiert?
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