Hallo Melody, Desleal und ganz besonders an Pumuck

Hi Mietze, noch eine Neupferdebesi!
Ich mache einfach mal weiter in der Geschichte.
Wir haben nach den Tipps der
RL weitergemacht: Ruhe reinbekommen, eine Anlehnung erarbeiten, die Dehnung fördern und viele Kringel reiten, um die Schiefe auszugleichen.
Leider war das Wetter nicht immer so klasse... wir haben leider keine Halle, und unser Platz ist zwar recht wasserresistent, aber nach 2 Wochen Dauerregen macht auch der irgendwann die Grätsche.
Anfang Dezember wollte ich den halbwegs trockenen Platz zum reiten nutzen. Vor allem ging es mir darum, alles mit Ruhe zu machen. Im Dunkeln, bei Sturm war die Maus ein paar Mal ziemlich schreckhaft und hektisch und hat mich teilweise nicht einmal in Ruhe aufsitzen lassen. Ich putzte und sattelte also, wollte vom Putzplatz loslaufen und mein Pony humpelte auf 3 Beinen hinter mir her

Gesehen habe ich allerdings nicht viel und nach 3 Metern lief sie auch wieder normal. Habe sie dann etwas im Schritt und Trab longiert und wieder hat sie keinerlei Anzeichen für eine Lahmheit gezeigt. Also bin ich anschließend noch 20 Minuten Schritt geritten, was sie auch sehr fein mitgemacht hat.
Am nächsten Tag komme ich in den Stall und sehe... das Bein ist dick und sie entlastet es schon im stehen

es war auch warm und sie hatte leichte Schmerzen. Die 2 kleinen Macken im Fell hatte ich gar nicht richtig wahrgenommen, aber zur Vorsicht nochmal desinifiziert und das Wochenende eine Pause eingelegt. Am Montag war es nicht besser, sie wollte nicht gern laufen, lief sie jedoch einmal, tickte sie nur noch minimal.
Also kam am nächsten Tag die Tierärztin. Sie untersuchte und fand eine Maukestelle sowie eben die beiden kleinen Wunden. Vermutlich hat sich durch diese Hautstellen ein Einschuss gebildet, der auch aufgrund des Matschwetters nicht gut heilen konnte, da ja immer neuer Dreck ans Bein kam.
Die TÄ verpasste meiner Süßen einen Verband und verordnete Boxenhaft. Ich überzog meine Mittagspause ziemlich lang, um 2 Boxen herzurichten und einen Leidensgenossen für die Boxenhaft aufzutreiben. Dank Kampf-Pony hab ich das auch irgendwie geschafft

Von nun an musste das Stuti zweimal täglich versorgt werden, wiederum habe ich Hilfe von Ka-Po bekommen damit ich nicht täglich noch morgens vor der Arbeit zum Stall musste. Das Bein war schnell wieder abgeschwollen, aber es galt weiterhin, zu verhinden, dass Bakterien und Schmutz in die Wunden gerieten.
Insgesamt stand die Kleine also 2 Wochen nur in der Box. Sie hat das super mitgemacht, war nie übermütig, hat alle Behandlungen artig über sich ergehen lassen und ist sehr anhänglich geworden. Wir haben alles versucht, es ihr so angenehm wie möglich zu machen, sie hatte die größte Box, viel Schmuseeinheiten, Berge von Heu und lecker Mash bekommen. Zum Glück durfte sie dann immerhin wieder tagsüber zur Herde in den Offenstall!

So habe ich auch die Arbeit wieder aufgenommen. Spontan schloss ich mich den Mädels bei ihrer
RL an. Zur Erklärung: ich habe eigentlich eine Einstellerin als
RL. Sie hat keinen Trainerschein o.ä., aber hat immer super Tipps und ich verstehe mich super mit ihr. Leider haben wir das oft zeitlich oder wettermäßig nicht gut hinbekommen. Die
RL von den anderen Mädels ist Pferdewirtin, hat schon zig Pferde ausgebildet und eine sehr schöne Art mit Pferden umzugehen. Leider gab es in der Vergangenheit zwischen uns mal ein blödes Zerwürfnis, aber ich wollte mir nicht entgehen lassen, sie noch einmal zu testen und im alten Jahr nochmal Unterricht zu bekommen.
Insgesamt war es sehr hilfreich und ich habe wieder gute neue Ansätze mitgenommen. Stuti hat kaum geschwitzt und sich super viel Mühe gegeben. Leider wird es nicht mehr klappen, zu dieser
RL zu gehen, da sie nur mittags kommt und ich da ja arbeiten muss...
Vermutlich werde ich auf Dauer sowieso eine andere Lösung finden müssen. Insgeheim wünsche ich mir ja doch eine Halle und vielleicht zieht das Pony im Laufe des Jahres um. Dazu später mehr...