Iiiich habe wieder Diskussionsbedarf. Leider ist genau der Thread, den ich gesucht und gefunden habe seit 2007 im Archiv. Deshalb hier der Neue

Der Titel sagt eigentlich schon viel.
Ich möchte eure Meinung über dicke Reiter hören.
Habt ihr schonmal Jemand wirklich Dickes auf einem unerhört kleinem, dünnen Pferd gesehen?
Sind eure Erfahrungen mit "XXL-Amazonen" bisher gut, schlecht oder habt ihr unterschiedliche Erfahrungen gemacht?
Hat vielleicht sogar mal ein "Moppel" richtig gepunktet/ euch beeindruckt?
Meine Erfahrung:
Ich bin selbst ehrlich gesagt schon ziemlich dick. Ich trage oben rum Kleidergröße 44, unten herum 42-44. Darin sehe ich meinen kleinen Vorteil in der Reiterwelt anderen Dicken gegenüber: Ich habe "nur" einen ziemliche Bauchschürze, die Beine sind schon wieder "normaler". Ich bin dem Aberglauben verfallen, dass dies ordentliche Schenkelhilfen schon vereinfacht.
Ich reite einen kräftigen Haflinger, der mich laut vielen Meinungen sehr gut abdeckt. Dieser wurde aber auch (unter Anderem) nach meinen Gewichtsansprüchen gekauft (habe sehr viel Augenmerk auf Knochengerüst und Rückenlänge gelegt).
Generell habe ich den Eindruck, ihm mit meinem Gewicht nicht zu schaden. Ich reite ziemlich vorsichtig und rückenschonend (lege sehr viel Wert auf mein eigenes Körperbewusstsein und Gleichgewicht).
Wenn ich doch einmal ins Trudeln gerate, gehe ich sofort in den leichten Sitz, bis ich mich gefangen habe. Dies macht die generelle Ausbildung natürlich langwidriger, da ich keinen Lerneffekt durchs "drüber Hinwegreiten" erhalte - aber ich finde es schon wichtig, als "Fetti" nicht,niemals,nie ein Hohlkreuz beim Pferd zu provozieren und dann auchnoch reinzuplumsen.
Meine Probleme liegen/lagen hauptsächlich darin, dass ich viel darauf achten musste, nicht auf meinen Oberschenkeln zu sitzen. Gelöst habe ich dies damit, konsequent beim Leichttraben nurnoch ausschließlich aus den Knien heraus aufzustehen (ja, so sollte jeder reiten, aber wer machts denn ehrlicherweise?

). Weiterhin habe ich dazu geneigt, unbewusst meine Arme breit und tief zu führen, weil sie dort bequemerweise auf meinem Bauch lagen.
Aber haben nicht auch "Dünne" oder "Normale" solche Laster?
Ich kenne Jemanden, der (oder eher die) ist nochmal ein paar Größen "stämmiger", als ich. Meine Fr*sse, die sitzt genial auf den Pferden. Sie bekommt privat wirklich durchweg positive Resonanz - und das zurecht. Sie reitet auch auf Turnieren und dort sind die Meinungen zwiespältig, aber nie wirklich negativ.
Anders herum kenne ich auch eine ehemalige Reitschülerin mit etwa meinem Format. Sie hat nach ein paar Monaten das reiten aufgegeben, weil sie einfach immer die Beine vom Oberschenkel an abgespreizt hat (ja, das sah schon lustig aus

) und mit hochgezogenen Hacken nicht zum treiben, sondern nur zum Buffen kam. Sah nicht schön aus, war nicht angenehm und sie war einigermaßen angefressen, als sie nach Wochen immernoch nicht "aufm Hintern" sitzen konnte..
Da finde ich, muss man als Pferdebesitzer (auch in besagter Reitschule geschehen) irgendwann, möglichst zeitnahe, die Notbremse ziehen.
Oder ist meine Meinung da zu hart? Ich beziehe das nicht allein auf ihr Gewicht. Ebenso würde ich eine 40kg Mager-Amazone irgendwann kündigen, wenn sie ihr Gewicht einfach nicht im Sattel halten kann und weiter bei jedem Trabschritt rausschleudert und wieder unsanft landet (auch schon gesehen..).
Soooo jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Meinungen