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Alt 07.12.2005, 15:50   Die Psyche (Koppen, Weben ect.) Beitrag #61
woelfchen
Dreck-vom-Rücken-Kratzer
 
Benutzerbild von woelfchen
 
Registriert seit: 09.06.2004
Ort: Wiggensbach
Blog-Einträge: 27
Bilder: 59
Zitat:
Zitat von Mondstaub
Es ist echt schade, dass sich dieses Vorurteil auch nach Jahren noch so hartnäckig hält...
Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sich Pferde das Koppen nicht abschauen können.
Ich selbst kenne genug Kopper - auch in unserem Stall gibt es gleich vier davon! Und es hat sich in all den Jahren nicht ein einziges Pferd diese "Unart" abgeschaut.

LG,
Caro
genauso steht es mit webern!!! ebenfals NICHT ansteckend.
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Alt 07.12.2005, 15:57   Die Psyche (Koppen, Weben ect.) Beitrag #62
Ayala
Piep?
 
Benutzerbild von Ayala
 
Registriert seit: 16.11.2005
Ort: aMiLaNd
Ohja... ich kenne genug Ställe in denen Kopper und Weber in die dunklen kleinen Ecken ohne Weide und Fenster gesteckt werden, damit sie die anderen 'gesunden' Pferde nicht 'verseuchen'.
Glücklicherweise ist es bei uns nicht so:
Mein Fuchs koppt seit ca. 6 Jahren, er hat als Jährling angefangen (für die Rechenprofis: Wie alt ist das Pferd?).
Er hat keine Probleme damit, steht neben zwei anderen Pferden, hat eine Paddockbox, kommt täglich auf die Weide und führt ein glückliches Leben ohne Kopperriemen und Schläge.
Ich habe es aktzeptiert, dass mein Pferd etwas 'Besonderes' ist und halt ein Sensibelchen. Schließlich habe ich ihn mir so ausgesucht und solange er weiterhin seine Leistung erbringt, lasse ich ihn halt Koppen.
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Alt 13.12.2005, 12:40   Die Psyche (Koppen, Weben ect.) Beitrag #63
*Cowgirl*
*Cowgirl*
 
Registriert seit: 13.11.2005
Weber..

Hallo,

ich möchte einem Bekannten ein Pferd abkaufen. Der Wallach ist 6 Jahre und ungeritten. Er steht in Boxenhaltung mit 4 weiteren Pferden die ebenfalls etwa gleich alt sind und auch ungeritten. Der Wallach hat nun zu Weben angefangen. Ich würde ihn gerne trotzdem haben und habe ca. 2500€ angeboten. Der Bekannte meint allerdings, dass sei zu wenig. Wie sieht es denn mit "Wertverlust" aus, wenn ein Pferd Webt?
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Alt 19.12.2005, 21:01   Die Psyche (Koppen, Weben ect.) Beitrag #64
Leonara
Rennschnecke
 
Benutzerbild von Leonara
 
Registriert seit: 27.06.2005
Ort: Köln
Zitat:
Zitat von *Cowgirl*
Hallo,

ich möchte einem Bekannten ein Pferd abkaufen. Der Wallach ist 6 Jahre und ungeritten. Er steht in Boxenhaltung mit 4 weiteren Pferden die ebenfalls etwa gleich alt sind und auch ungeritten. Der Wallach hat nun zu Weben angefangen. Ich würde ihn gerne trotzdem haben und habe ca. 2500€ angeboten. Der Bekannte meint allerdings, dass sei zu wenig. Wie sieht es denn mit "Wertverlust" aus, wenn ein Pferd Webt?
Eine Wertminderung ist Weben bestimmt, auch ungeritten mit 6 Jahren würde mich misstrauisch machen. Also, wenn das jetzt ein Pferd mit Superabstammung ist, verstehe ich den Preis noch. Aber, wenn nicht, finde ich das eindeutig viel zu teuer. Kann das sein, dass da jemand deine Liebe zu diesem Pferd ausnutzen will?

Jetzt brauche ich aber noch dringend H I L F E !!!!. Mein ehemaliger Galopper läßt sich kaum anfassen, Putzen ist schon ein Problem. Er schnappt, legt die Ohren an, beisst in die Anbindestange etc. Er ist seit 4 Jahren von der Rennbahn, ich bin die dritte Besitzerin und habe ihn seit fast 3 Jahren. Ich habe schon tausend Leute gefragt, Ärzte, Sattler, Heilpraktiker, Osteopathen. Die einen sagen, er spinnt, die anderen, er hat Rückenschmerzen, oder das kommt von den Zahnharken, es ist zu kalt für ihn etc. Ich habe alles behandeln lassen. Er steht jetzt seit 2 Jahren im Offenstall, vor 2 Wochen gewechselt, wegen Matsch etc.. Jetzt steht er in einer Dreiergruppe (ungerade! was sagt Biggi dazu???) mit riesiger Winterweide, massenhaft Heu.
Und es ist jetzt wirklich schlimm (das feuchte Wetter?). Andererseits habe ich ihn gestern überall anfassen können, 10 minuten später wieder nicht.
Was mache ich nur, er ist sonst total lieb. Ich traue mich schon gar nicht mehr zu reiten (vielleicht doch wieder Rückenschmerzen?), sodass ich glaube, dass ich inzwischen vielleicht auch schon zu wenig tue. Hoffentlich kann uns jemand einen RAt geben.
Vielen Dank schon mal,
Leonara
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Alt 20.12.2005, 08:21   Die Psyche (Koppen, Weben ect.) Beitrag #65
Minksi
Englisches Vollblut - Fan
 
Benutzerbild von Minksi
 
Registriert seit: 24.09.2004
Ort: Niedersachsen
@Cowgirl
Ein ungerittenes, 6 jähriges Pferd, daß zudem auch noch webt - dafür würde ich auch nicht mehr als max. 2500 Euro ausgeben. Kommt aber noch auf das Erscheinungsbild, den Umgang, den Charakter etc. und ganz zum Schluß (aber eher nebensächlich für mich) die Abstammung an.
Was kennt er überhaupt schon mit seinen 6 Jahren? Mußt Du ihn auch ans Reitergewicht noch gewöhnen? Ist es also ein komplett rohes Pferd? Dann drück den Preis noch weiter.

Weben ist eine Unart, die auf Dauer und Intensität gesehen, ganz gewaltig auf die Beine gehen kann (nicht muß).
Das wäre für mich noch ein Grund, den Preis niedrig zu halten.
Kaufe nicht aus Mitleid - denn das bringt rein gar nix.
Bedenke bitte, daß Du im Prinzip die Katze im Sack kaufst. Du weißt nihct, wie er sich unterm Reiter verhält, wie die Gänge sind, etc. pp .

Mir scheint nämlich auch, als wenn der Besitzer Deine Liebe zu dem Tier ausnutzt. Lass Dich nicht von Deinem Preis abbringen - auch wenn es schwer fällt.

@Leonara
Hat Dein Pferd das schon immer gemacht oder erst seit kurzem?
Wenn er es schon länger macht, (weißt Du, wo er trainiert wurde?), dann denke ich mal, daß er schlechte Erfahrungen gemacht hat oder Sattelzwang hat.
Wie ist er sonst im Umgang - also, wenn er auf der Wiese ist - kannst Du ihn dort problemlos streicheln? Überall?
Oder wenn er geführt wird (von oder zur Weide) - kannst Du ihn da überall anfassen? Also verstärkt in Situationen, wo er weiß, daß er nicht arbeiten muß?
Rückenschmerzen denke ich nicht - denn dann würde er auf Druck auf die wirbelsäule massiv den Rücken wegdrücken (viele grunzen dabei auch).
Ich hab mal ein Pferd gekannt, das war kitzelig. Wenn man den geputzt hat, hat er genau dasselbe Theater gemacht wie Deiner.
Nervenschmerzen? Das kannst Du testen, indem Du ganz eben das Fell berührst - wenn er dann wegzuckt und ausweicht, könte es auch das sein ... aber ich denke eher nicht.
Zu kalt? Nö ... wenn er schon die ganze Zeit im OS stand und ein Teddywinterfell bekommen hat, ist es auch nicht zu kalt.
Denn VBs können genauso wie jede andere Rasse auch, im OS gehalten werden. Das ist kein Problem.
Außerdem - was soll das mit dem Verhalten zu tun haben? Einem Pferd, dem kalt ist, friert.

Ich denke, es gibt dafür zwei Erklärungen für sein Verhalten.
Entweder ist er kitzelig oder er akzeptiert Dich nicht als Ranghöher. Oder nur mit Widerwillen.
Das kann man mit Bodenarbeit und Desensibilisierung hinbekommen. Oder einfach hinnehmen, so wie es ist als Unart.
Solange er in die Anbindestange beisst ...

Ich würde ihn aber reiten - wenn Osteo und TÄ nichts gefunden haben ... aber an Rückenschmerzen glaub ich nicht - dann würde er sich anders verhalten.

Ist es eigentlich egal, wo am Körper Du ihn putzt? Also macht er das nur am Rücken oder auch am BAuch, auf der Kruppe, an den Beinen?

Wenn Du weißt, wo er trainiert wurde, dann ruf da doch mal an - wenn die sich an das Pferd erinnern, werden sie Dir sagen können, ob er das damals auch schon gemacht hat.

Viel Glück
Gruß Minksi
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Alt 20.12.2005, 10:39   Die Psyche (Koppen, Weben ect.) Beitrag #66
Leonara
Rennschnecke
 
Benutzerbild von Leonara
 
Registriert seit: 27.06.2005
Ort: Köln
Hallo Minksi,
danke dir sehr für die ausführliche Antwort. Er hat das eigentlich schon immer, nur manchmal stärker, besonders im Winter. Die Osteopathin hat schon Rückenblockaden und dasselbe im Genick festgestellt und beseitigt. Er hat auch hinterher nicht mehr den Schweif schräg gehalten. Nach ihrer Aussage paßte der Sattel auch nicht, obwohl ich den vorher von mehreren Spezialisten habe überprüfen lassen. Ich habe dann, auf ihren Rat hin, einen Wintec gekauft (als beste Lösung für Leute mit wenig Geld). Meistens war das früher nach dem Reiten besser, auf der Weide und bei anderen Gelegenheiten habe ich keinen Unterschied festgestellt. Er hat auch keine Druckstellen oder weisse Haare in der Sattellage. Eine frühere Besitzerin hat gesagt, er habe Gurtzwang, aber er läßt sich eigentlich relativ problemlos satteln. Am empfindlichsten ist er am Bauch, Rücken, Unterhals und Kopf/Ohren. Die Kruppe ist kein Problem, der Lendenbereich neben der Wirbelsäule rechts ist auch sehr empfindlich. Also, das müssten ja eigentlich doch Rückenschmerzen sein, die wahrscheinlich bei Kälte stärker werden.
Dein Tipp, die früheren Besitzer anzurufen, ist wirklich gut. Das werde ich gleich machen. Übrigens, Bodenarbeit mache ich sehr viel, eben wegen dem Rücken und wir haben keine Dominanzprobleme, naja, fast keine. Er buckelt auch immer mal los, aber nur auf dem Platz, nur ganz kurz.Vom Vorbesitzer ist er ganz schön ran genommen worden und fing dann an zu steigen. Er ist aber ein ganz lieber, ruhiger (manchmal zu ruhig?).
Ich bin gerade dabei, noch einmal den Sattel überprüfen zu lassen von "Sattelexpertin". Ich denke, ich bestelle auch noch einmal einen Tierarzt.
Dir vielen Dank
und liebe Grüße,
Leonara
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