So hier mal als Info für alle Interessierten: (sorry ich muss die Bilder rausnehmen und sie verlinken!!!)
Halter
In einer Halter-Prüfung wird das Pferd an der Hand vorgestellt und der Richter bewertet das
Exterieur, es wird z.B auf korrekte Gliedmaßen oder gute Bemuskelung geachtet. Das Pferd sollte dabei dem Idealbild eines Quarter Horses so nah wie möglich kommen.
Es gibt spezielle Zuchtrichtungen für diese Prüfung, diese Pferde werden in der Regel nicht geritten sondern alleine in Halter Prüfungen vorgestellt.
In den
USA ist diese Zuchtrichtung sehr extrem, die Pferde sind häufig einzige Muskel-und Fleischberge die sich kaum noch bewegen können.
In Europa hingegen ist dies (noch) nicht weit verbreitet, auf Turnieren sieht man hierzuLande in den HalterPrüfungen die Reitpferde.
Showmanship at Halter
Auch in dieser Prüfung wird das Pferd an der Hand vorgestellt, jedoch wird der Mensch bewertet wie er das Pferd vorstellt.
Es muss eine bestimmte Aufgabe, das sogenannte Pattern absolviert werden. Das Pferd muss im Schritt und Trab auf geraden und/oder gebogenen Linien vorgstellt werden. Weiterhin wird schnelles,aber absolut gerades rückwärtsrichten und eine Hinterhandwendung verlangt.
Ein weiterer Bestandteil ist das "Set Up" bei dem der Vorsteller sein Pferd ohne es zu berühren "Square" aufstellen muss - die Beine des Pferdes müssen 100% nebeneinander und dürfen nicht nach hinten oder vorne rausstehen.
Das Pattern sollte flüssig und exakt ausgeführt werden. Das Pferd darf während der gesamten Prüfung nicht berührt werden, es muss alleine über die Kette am Halfter gesteuert werden.
Für beide Prüfungen müssen Pferd und Reiter sehr sauber und zurechtgemacht erscheinen. Die Pferde werden gewaschen,mit Fellglanzspray eingesprüht, man blackt die Hufe - macht sie also schwarz usw
Cutting
Cutting zählt zu den Rinderdisziplinen beim Westernreiten. Aufgabe ist es hier ein Rind aus einer Herde herauszuteilen (zu cutten = schneiden) und von der Herde abzuschneiden und es dann daran zu hindern zur Herde zurückzukehren.
Die Pferde sollten hierbei alleine arbeiten, der Reiter sollte nicht merklich einwirken. Die Pferde müssen sehr schnell reagieren können und sie sollten von Natur aus "Cowsense" mitbringen,also der Wille das Rind zu arbeiten.
In der Prüfung hat jeder Teilnehmer 2,5 Minuten Zeit. In dieser Zeit darf er soviele Rinder arbeiten wie er möchte.
Working Cow Horse
Auch Working Cow Horse ist eine Rinderdisziplin.
Die Prüfung ist in zwei Teile aufgesplittet - die "Dry Work" und die "Fence Work".
Die Dry Work ist der Teil der ohne Rind geritten wird, er ähnelt einer Reining Prüfung. Danach wird das Rind in die Arena gelassen und es beginnt die Fence Work.
Ein Rind muß dabei kontrolliert an der langen Seite der Bahn mindestens einmal in jede Richtung gegen die Bande gewendet werden. Zum Schluß treibt der Reiter das Rind in die Bahnmitte, um es dort auf einer Acht zu zirkeln. Wie beim Cutting muß dies alles innerhalb von zweieinhalb Minuten geschehen.
Roping
Diese Rinderdisziplin wird auf europäischen Turnieren nicht angeboten, lediglich in den USA, da es bei uns unter das Tierschutzgesetz fällt.
Hierbei starten Reiter und Rind am Rande der Arena. Wird das Rind losgelassen muss der Reiter so schnell wie möglich hinterher und das Rind mit dem Lasso einfangen, das Lasso am Horn des Sattels befestigen und abspringen um das Rind an den Beinen zu fesseln.
Das Pferd muss dabei von alleine das Lasso durch rückwärtsgehen straff halten.
Die Prüfung wird per benötigter Zeit gewertet.
Heading und Heeling
Auch diese beiden Disziplinen gibt es in Europa aus Tierschutzgründen nicht.
Beim "Heading" muss der Reiter das Rind per Lasso am Kopf fangen, beim "Heeling" an den Hinterbeinen.
Hunter under Saddle
Für "Nicht Westernreiter" häufig überraschend ist diese Disziplin des Westernreitens, da die Pferde in traditioneller englischer Ausrüstung vorgestellt werden.
Bei einer Hunter under Saddle Prüfung bewertet der Richter Gangqualität, Konstantheit und Willigkeit des Pferdes. Außerdem geht das
Exterieur zu einem Teil in die Punktevergabe ein.
Es sollte raumgreifende,aber flache Grundgangarten ohne Aufrichtung zeigen. Die Übergänge sollten wie bei einer Pleasure-Prüfung sehr sauber und promt erfolgen ohne das das Pferd die gewünschte Haltung verlässt.
Die Prüfung wird in der Gruppe geritten.
Für Hunter-Klassen sind große,elegante Pferde erwünscht. Es hat sich auch eine spezielle Zuchtrichtung für diese Klassen herausgebildet - während die Väter der Pferde Quarter Horses sind - werden fast ausschließlich Vollblutmütter eingesetzt. Das Stockmaß eines solchen Pferdes liegt bei rund 1.70m
Hunter Hack
Beim Hunter Hack handelt es sich zunächst um eine Hunter under Saddle Prüfung, danach sind noch zwei Stilsprünge zu absolvieren
Hunt Seat Equitation
Bei der Hunt Seat Equitation handelt es sich ebenfalls um eine Prüfung in traditioneller Ausrüstung.
Die Prüfung ist in zwei Teile gesplittet. Im ersten Teil muss eine Aufgabe -ein Pattern absolviert werden.
Hierbei kann der Richter verlangen das ohne Steigbügel geritten wird. Bestandteile können von den Grundgangarten auf geraden und gebogenen Linien über einfache Wechsel,
HH/VH Wendungen, Seitwärtsrichten bis hin zu Verstärkungen der Gangarten reichen.
Bewrtet wird in erster Linie der Sitz und die Einwirkung des Reiters, sowieso Korrektheit des Patterns.
Es folgt eine sogenannte "Rail Work" -eine Art kurze Hunter under Saddle Prüfung am Hufschlag, die alle Teilnehmer zusammen reiten. Bewertungsgrundlage ist jedoch auch hier der Reiter
Pleasure Driving
Die Pleasure-Driving Klasse ist eine Prüfung bei der das Pferd vor einer leichten Kutsche vorgestellt wird.
Es werden verschiedene Schritt und Trabarten verlangt - z.B. "Park Gait" ein ruhiger Trab, oder "Road Gait" ein raumgreifender,flotter Trab -sowie rückwärtsrichten.
Das Pferd soll absolut entspannt und willig laufen.Für diese Klasse werden in der Regel Pferde aus der Hunter-Zuchtrichtung verwendet
Western Pleasure
Die Western Pleasure ist wie die Hunter under Saddle eine Art "Materialprüfung" - das Pferd sollte so natürlich wie möglich in den drei Grundgangarten am Hufschlag gezeigt werden. Es sollte weich zu sitzen, sehr willig und aufmerksam aber gleichzeitig absolut entspannt sein.
Eben eine Freude (Pleasure) zu Reiten.
Die Hilfegebung sollte kaum merklich erfolgen, besonderer Wert wird auf die Übergänge sowie die Konstantheit der Gangarten gelegt.
Eine Pleasureprüfung sieht für den Laien leicht aus, es steckt jedoch eine Menge Arbeit dahinter ein Pferd darauf zu trainieren und entsprechend vorzustellen
Western Riding
Die Western Riding ist eine Prüfung bei der eine Abfolge von fliegenden Wechseln geritten werden muss.
Der Reiter betritt im Schritt die Bahn, trabt dann an - im Trab über eine Stange - angaloppieren. Es folgen mehrere fliegende Wechsel auf gerader Bahn sowie in schnellerer Abfolge zwischen Pylonen.
Das Pferd sollte auch hier, sehr konstant laufen. Die Wechsel müssen sauber gesprungen, sehr flach und am gekennzeichneten Ort erfolgen
Hier ein Beispiel für ein Western Riding Pattern. Die schwarzen Balken markieren den Wechselbereich
Trail
Beim Trail muss ein Parcour von min. 6 Hindernissen geritten werden. Pflichthindernisse sind z.B. das durchreiten eines Tores, Stangen auf gerader oder gebogener Linie in allen Grundgangarten, die Überquerung einer Brücke, seitwärts/rückwärts Kombinationen,
HH/VH Wendungen....
Die Pferde müssen aufmerksam die Hindernisse betrachten ohne Angst oder Zögern zu zeigen. Berühren einer Stange o.ä. gibt Punktabzüge.
Für diese Prüfung benötigt es viel Vorbreitungszeit und ein hohes Maß an Geschicktlichkeit
Western Horsemanship
Ähnlich der Hunt Seat Equitation, nur im "Westernoutfit". Wieder in zwei Teile geteilt, einer Einzelaufgabe die zu 80% in die Bewertung eingeht und einer folgenden Railwork.
Bewertet wird wieder nur der Reiter, sein Sitz und die Hilfegebung sowie Korrektheit des Patterns.
Danach folgt wieder eine Rail Work ähnlich einer Pleasureprüfung.
Reining
Die wohl bekannteste Westerndisziplin.
Diese Prüfung wird ausschließlich im Galopp geritten, verlangt werden außerdem schnelle Drehungen auf der
HH wobei bei einigen Verbänden das innere Hinterbein das Standbein sein sollte - der sogenannte Spin; schnelles Rückwärtsrichten - das Back up; große schnelle Zirkel und kleine langsame Zirkel geritten, wobei der Übergang bei X zu erfolgen hat - Speed Control;
zulegen im Galopp durch die Länge der Bahn mit anschließendem Stop auf der
HH - Rund Down und Sliding Stop.
Außerdem ein schnelles rumspringen und wieder angaloppieren auf der
HH - Roll Back - hierbei soll das Pferd während der Drehung idealerweise nur 1x mit dem Vorderbein den Boden berühren und in GERADER Linie in und aus dem Roll Back kommen. Außerdem sind fliegende Galoppwechsel bei X gefordert, je nach Pattern in hohem oder langsamen Tempo.
Jeder Reiter geht mit einem Anfangspunktestand von 70 Punkten in die Prüfung. Je nach Ausführung bekommt er Abzüge oder Pluspunkte auf jedes Manöver.