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Alt 21.03.2007, 08:09   Equipalazone - Alternativen? Beitrag #1
Jeannette
Pony-Bespaßerin
 
Benutzerbild von Jeannette
 
Registriert seit: 08.03.2005
Ort: Hessen, Kreis Offenbach
Hallo Ihr Lieben,

ich habe eine knapp 27 jährige Stute die nicht mehr geritten wird. Sie steht im Offenstall und hat Arthrose und Spat.

Bislang konnte ich sie sehr gut mit Homöos (Zeel-spritzen, Teufelskralle und Ingwer) schmerzfrei halten, sie hat also nicht gelahmt etc.

Vor zwei Wochen etwa ist sie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (nasskaltes Wetter) klamm gelaufen, TA war da, hat Equi verordnet. Das habe ich ihr gegeben (etwa 8 Tage, etwa 2 Beutel aufgeteilt auf diese 8 tage, also eine Minidosis). Es hat auch super angeschlagen, seid 6 Tagen bekommt sie es nicht mehr und läuft astrein.

Ich hatte vor einigen Tagen ein längeres Gespräch mit meiner TA (da sich jetzt auch noch herausgestellt hat das Hannah Cushing hat) und habe auch mal gefragt wie das jetzt aussieht wenn die Homöos nicht mehr anschlagen sollten in Zukunft ob ich dann ständig Equi verabreichen muss?

Sie meinte das sie das trotz allem dann für eine gute Lösung hält, die Hauptsache ist das das Pferd schmerzfrei ist und bis bei ihrem Alter eventuelle Nebenwirkungen zum tragen kämen würde sie eher am Alter etc. eingehen.

Habe das gleiche noch meine andere TA gefragt (von einer anderen Praxis) die war der gleichen Meinung.

Ein Mädel aus meinem Stall gibt ihrem Pferd seit mittlerweile über 2 Jahren jeden Tag zwei Beutel Equi (auch wegen Arthrose etc.) und dem Pferd geht es damit bestens.

Ich bin aber nicht ganz so begeistert von der Vorstellung meinem Pferd vielleicht bald für den Rest seines Lebens Equi geben zu müssen, oder übertreibe ich da? Was wäre daran wirklich so schlimm? Und was bliebe mir anderes übrig? Gibt es Alternativen?

Bevor es so weit käme würde ich aber noch eine Blutegelkur und Akku ausprobieren wollen.

Wie behandelt ihr eure Arthrosepferde bei denen homöopathische Mittel nicht mehr anschlagen und sie sonst Schmerzen haben?

Es ist zwar hoffentlich noch nicht soweit aber schon mal informieren kann ja nicht schaden....

Danke schon mal für eure Berichte!


Übrigens ich bin nur noch heute und dann erst wieder am Montag hier, also nicht wundern wenn ich nicht gleich antworte.

Noch was, habe mich ein bisschen informiert und angeblich sollen folgende Medikamente noch gut wirken, habt ihr damit Erfahrungen gemacht?

Wärmebandage (woher, wie oft etc.)
Metacam
Acetylsalicylsäure (kristalline)
Gelatinaat

Und ich gebe meiner immer einen Teelöffel Ingwer am Tag, aber; wie viel Gramm sind das etwa? Hab mit der Zeit den Überblck verloren, wie viel kann ich noch erhöhen und sollte ich das?

Geändert von Jeannette (21.03.2007 um 08:54 Uhr)
 
Alt 21.03.2007, 09:25   Equipalazone - Alternativen? Beitrag #2
Theobroma
Bonsaiarabärbeweger
 
Benutzerbild von Theobroma
 
Registriert seit: 10.11.2005
Hallo,

im Grunde hat deine TÄ recht, die Neben- und Spätwirkungen solltest du in Kauf nehmen, um deinem Pferd ein möglichst schmerzfreies Leben zu gewähren. Lieber 2-3 schöne Jahre und dann ein Ende als 10 Jahre unter Schmerzen, oder?

Wärmebandangen, ausprobieren, manchen hilfts. Da deine auf Kälte reagiert, warum nicht.
Metacam, ASS: geht auch beides auf den Magen. Dazu ein Wort: diese NSAR (anti-entzündlich wirkende Schmerzmittel) gehen hauptsächlich auf Magen (wegen der Säure) und Nieren. Beim Magen hilft das Verfüttern des Medikamentes mit viel Futter, evtl. feucht. Der Wirkstoff belastet zwar "hintenrum" immer noch den Magen, aber nicht ganz schlimm direkt. Was die Nieren angeht. Die Menge, die du füttern müßtest, um diese dauerhaft zu schädigen, wirst du kaum noch erreichen.

Grundsätzlich würde ich mit allem pflanzlichen (Cocktail aus Teufelskralle, Ingwer, Homöo.) weitermachen, bis es nicht mehr anders geht und dann auf die harten Sachen umsteigen. Damit hat sie noch ein paar Jahre.

Was ich gemacht habe: ich habe mich für ein Ende mit Schrecken entschieden, als die Teufelskralle + Cortison nicht mehr gereicht hat. War mir besser als ein Schrecken ohne Ende. Ich dachte immer "ich schenk ihm noch ein halbes Jahr" bis eine gute Bekannte sagte "ist ein Jahr mit chronischen Schmerzen ein Geschenk?". Er hatte ein schönes (und leider kurzes Leben, war 14!), aber ich denke, ich habe mich dennoch richtig entschieden. Soll jetzt für dich nichts heißen, aber du wolltest wissen, was andere bei ähnlicher Diagnose gemacht haben.

Grüße
 
Alt 21.03.2007, 09:32   Equipalazone - Alternativen? Beitrag #3
Jeannette
Pony-Bespaßerin
 
Benutzerbild von Jeannette
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 08.03.2005
Ort: Hessen, Kreis Offenbach
Zitat:
Zitat von Theobroma Beitrag anzeigen
Hallo,

im Grunde hat deine TÄ recht, die Neben- und Spätwirkungen solltest du in Kauf nehmen, um deinem Pferd ein möglichst schmerzfreies Leben zu gewähren. Lieber 2-3 schöne Jahre und dann ein Ende als 10 Jahre unter Schmerzen, oder?

Wärmebandangen, ausprobieren, manchen hilfts. Da deine auf Kälte reagiert, warum nicht.
Metacam, ASS: geht auch beides auf den Magen. Dazu ein Wort: diese NSAR (anti-entzündlich wirkende Schmerzmittel) gehen hauptsächlich auf Magen (wegen der Säure) und Nieren. Beim Magen hilft das Verfüttern des Medikamentes mit viel Futter, evtl. feucht. Der Wirkstoff belastet zwar "hintenrum" immer noch den Magen, aber nicht ganz schlimm direkt. Was die Nieren angeht. Die Menge, die du füttern müßtest, um diese dauerhaft zu schädigen, wirst du kaum noch erreichen.

Grundsätzlich würde ich mit allem pflanzlichen (Cocktail aus Teufelskralle, Ingwer, Homöo.) weitermachen, bis es nicht mehr anders geht und dann auf die harten Sachen umsteigen. Damit hat sie noch ein paar Jahre.

Was ich gemacht habe: ich habe mich für ein Ende mit Schrecken entschieden, als die Teufelskralle + Cortison nicht mehr gereicht hat. War mir besser als ein Schrecken ohne Ende. Ich dachte immer "ich schenk ihm noch ein halbes Jahr" bis eine gute Bekannte sagte "ist ein Jahr mit chronischen Schmerzen ein Geschenk?". Er hatte ein schönes (und leider kurzes Leben, war 14!), aber ich denke, ich habe mich dennoch richtig entschieden. Soll jetzt für dich nichts heißen, aber du wolltest wissen, was andere bei ähnlicher Diagnose gemacht haben.

Grüße
Theobroma, lieben Dank für dein Posting! So wie du sehe ich das ja eigentlich auch, nur bin ich jetzt echt verunsichert weil eben viele Schreien "Was, du willst dann lebenslang harte Schmerzmittel geben?" etc.

Wäre Cortison dann das Mittel wenn auch Equi nicht mehr anschlägt?

ich denke du hast alles richtig gemacht, hattest ja auch keine Alternative mehr ohne Schmerzen für ihn und wenn meiner hannah mal nichts mehr hilft darf sie auch auf die ewige Wiese, keine Frage, aber nicht so lange sie die Möglichkeit hat noch ein paar schöne schmerzfreie Jahre zu verbringen.

Ja, so hab ich das auch vor, so lange es mit der jetzigen behandlung geht mach ich es wenn es das nicht mehr anschlägt (und davon geh ich eben aus, weil sie ja immer mal wieder ein , zwei Tage hat an denen sie klamm geht), steige ich um auf "härtere" Sachen....was bleibt mir auch sonst übrig? Und einschläfern deswegen halte ich auch für übereilt, wie gesagt dann lieber noch ein paar Monate / Jahre Schmerzmittel, Hauptsache es geht ihr gut, Voraussetzung ist natürlich das sie es verträgt.

Ja, genau, ich fütterte das Equi in einer eingeweichten Mash/Heucobs Mischung.

Wo bekomme ich denn die Wärmebandagen her und wie, wie oft und wie lange werden diese verwendet? Weißt du das?
 
Alt 21.03.2007, 09:41   Equipalazone - Alternativen? Beitrag #4
Theobroma
Bonsaiarabärbeweger
 
Benutzerbild von Theobroma
 
Registriert seit: 10.11.2005
Hallo,

mein Pferd hatte hochgradig Spat. Ich selber habe nicht mehr mit Equipalazone gearbeitet. Das waren aber auch andere Umstände, die das verhindert haben.

Er hat seit der Diagnose mit 11 Teufelskralle bekommen und zusätzlich Langzeit-Kortison-Spritzen, wenn es besonders schlimm war. Er hat dann immer mehr abgenommen und keine Lebensfreude mehr gezeigt (mit knapp 15). Und was am schlimmsten war, ich hätte ihn bewegen müssen für seine Gelenke und das konnte ich einfach nicht mehr, weil er nicht schmerzfrei laufen konnte.

Was heißt denn lebenslang? Sie ist 27! Lass es noch 10 Jahre sein - wäre wohl der Idealfall, aber warum nicht? Schlimmstenfalls verträgt es ihr Magen nicht bei Dauertherapie. Dann mußt du neu überlegen.

Wärmebandagen hab ich selber nicht ausprobiert. Es gibt diese Neopren-Dinger (im Versandhandel). Die würde ich im Winter dauerhaft drauf machen. Evtl. auch mit Wärmesalben arbeiten? Nur so als Idee, hab ich auch noch nicht getestet... Aber auf keinen Fall die Salbe unter das Neopren!

Grüße
Theo
 
Alt 21.03.2007, 09:51   Equipalazone - Alternativen? Beitrag #5
Numalighur
Satanist
 
Benutzerbild von Numalighur
 
Registriert seit: 16.01.2005
Ort: ...in der Pampa
Hallo Jeanette!

Zum Thema Cushing-Arthrose und Wirksamkeit von Medikamenten und Homoöpathie hatte ich ja in der Kükenecke schon kurz etwas bemerkt, was ich noch sagen wollte: Bisher, bevor die Cushingsymptomatik die Wirkung der homöopathischen Mittel herabgesetzt hat, wirkten diese ja... Also kann es sein, dass in ein paar Wochen/Monaten, wenn Dein Pferd mit P. richtig eingestellt ist, die Wirkung wieder gegeben ist. Diese BEhandlung würde ich auf jeden Fall im Auge behalten, da sie doch schoneneder als Equi ist, was bei einigen Pferden doch auf den Magen schlägt.

Ansonsten habe ich ja mit der neuseeländischen grünlippigen Muschel bei Hund (Canosan) und Pferd (Arthroenergen, gibts leider nicht mehr ) gute Erfahrungen gemacht.

Um die Knochen und Knorpel mit Aufbaustoffen zu versorgen sollen auch Glucosaminprodukte sehr gut wirken, die heilen nicht, aber halten die Arthrose unter Umständen auf und bauen die Gelenkschmiere wieder auf. (Das macht halt auch die Muschel....)

Dazu gibt es hier im I-Net viele Produkte, da must Du Dich mal durchwühlen: ein paar links:

http://www.homeovet.de/problemindex_...r_die_gelenke/

hhttp://www.arti-vital.com/motion-forte.htm

Gelat ist so eine Sache... Die billigen Produkte haben bei Tests nicht gut abgeschnitten. Ich habe ein Produkt aus dem mittleren Preissegment gefüttert, weiss aber nicht, ob es was gebracht hat... (Muschel war besser! )

Die Gamaschen sind eigentlich normale, aber sie wärmen schon damit, dass die Gelenke keine Zugluft bekommen (das ist echt mies bei Arthrose!)
Die gibts bei den Reitsportversandhäusern oder bei E*B*A*Y* auch unter Spatgamaschen.
Ich habe auch im Winter mal über Nacht Bandagen (+Unterlage) mit meinem Wärmegel gemacht, das gefiel meinem Pferd auch (Gel ist besser als Salbe, lässt sich ausbürsten (Phlogont Gel).



Nachtrag: DEIN Pferd hat Cushing, eine zu hohe körpereigene Cortisolausschüttung, also ganz klar, kein Cortison!!!!

Geändert von Numalighur (21.03.2007 um 09:54 Uhr) Grund: Neues Posting entdeckt...
 
Alt 21.03.2007, 10:01   Equipalazone - Alternativen? Beitrag #6
Snaggels
in loving memories...
 
Registriert seit: 08.11.2005
Ort: Rhein-Sieg-Kreis
Bitte, bitte auf gar keinen Fall Cortison bei Cushing!!!!
 
 

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