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Alt 26.01.2008, 21:42   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #55
meisie
Reh(e)lein
 
Benutzerbild von meisie
 
Registriert seit: 01.10.2007
Ort: 59229
Na darauf wollte ich ja quasi hinaus. Wenn die Fruktane im Magen bzw Dünndarmbereich nicht verdaut / aufgespalten (oder wie man das nennt) werden, gelangen sie in den Dickdarm, wo sie in der Form nichts zu suchen haben. Aber kann es nicht sein, dass der Verdauungsablauf im Magen duch ein Geschwür insoweit beeinflusst wird, dass nicht genug oder nicht richtig vorverdaut wird? Und somit ein nichtaufspalten der Fruktane begünstigt wird, welche dann in größerer Anzahl im Dickdarm landen?
Ich bin kein Mediziner aber ich würde es durchaus verständlich finden, dass der geschädigte Magen nicht so gut funktioniert wie ein gesunder.
Mag ja sein, dass das zwei völlig verschiedene paare Schuhe sind aber dieser Gedanke lässt mich einfach nicht los. Es durchfuhr mich heute wie ein Geistesblitz als ich bei einem Telefonat mit meiner Schwester darin bestätigt wurde, dass mein Pferd schon vor 3 Jahren Sympthome zeigte. Da ich aber bis vor ein paar Monaten total unwissend war, habe ich dem Flehmen nach dem Reiten keinerlei Beachtung geschenkt.
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Alt 27.01.2008, 20:59   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #56
Emka
Gnadenbrotpferd
 
Registriert seit: 24.07.2006
Ort: NRW
Im Magen wird das Futter vorverdaut. Durch eine geschädigte Magenschleimhaut kann das u.U. nicht in dem Umfang geschehen, wie es sein sollte. Aber das verursacht noch keine Rehe. Vom Magen geht der Futterbrei erstmal in den Dünndarm über. Dort wird u.a. Stärke zu Zucker umgewandelt, und der sollte bis zum Ende des Dünndarms fast vollständig aufgeschlossen und die die Blutbahn gelangt sein. Die Dünndarmpassage erfolgt jedoch relativ schnell. Wenn also zu große stärke- und zuckerhaltige Futtermengen in den Dünndarm gelangen, kann er diese nur unvollständig verarbeiten. Dann werden diese Nährstoffe weiter in den Dickdarm verschoben, dessen Darmflora aber damit nichts anfangen kann. Und dann passiert, was ich schon vorher beschrieben habe.
Viele Pferde leiden unter Magengeschwüren, teilweise wird es nicht mal von ihren Besitzern bemerkt. Wenn eine Rehe die Folge davon wäre, müßte jedes Pferd mit Magengeschwüren auch zwangsläufig Rehe bekommen. Dem ist aber nicht so.
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Alt 27.01.2008, 22:19   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #57
meisie
Reh(e)lein
 
Benutzerbild von meisie
 
Registriert seit: 01.10.2007
Ort: 59229
och menno Emka!
Sei doch nicht so. Ich wollt doch nur mal theoretisch wissen, ob es im Bereich des Möglichen liegt.
Tut mir leid, wenn ich dich mit meiner Nachfragerei genervt habe. Das war sicherlich nicht meine Absicht.
Ich versuche einfach nur herauszufinden ob die ganzen Krankheiten meines Pferdes irgendwie zusammenhängen könnten.
Es geht mir auch nicht darum, dass jedes Pferd mit Magengeschwüren Rehe bekommt, das ist sicherlich nicht so. Ich versuche herauszufinden ob ein Magengeschwür die Rehe begünstigen kann.
Ich befürchte das der geschädigte Magen, wie Du auch schon sagtest, nicht im vollen Umfang vorverdauen kann. Und das der Dünndarm mit dem unzureichend vorverdauten Futterbrei nicht so gut klar kommt und quasi eine art Kettenreaktion auslöst.
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Alt 29.01.2008, 21:09   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #58
Emka
Gnadenbrotpferd
 
Registriert seit: 24.07.2006
Ort: NRW
@meisie, du nervst mich doch nicht! Sorry, wenn das so erscheint. Ich weiß, daß ich mich manchmal etwas unpersönlich ausdrücke, ist aber nicht so gemeint. Ganz im Gegenteil, ich freue mich, wenn sich Besis tiefere Gedanken machen, wo die Ursache der einen oder anderen Krankheit zu suchen ist. Deine Vermutungen sind nicht ganz von der Hand zu weisen..
Ein Zusammenhang zwischen Magengeschwüren und Hufrehe wäre dann denkbar, wenn das Pferd über einen längeren Zeitraum zu große Kraftfuttermengen in der Ration bekommen hätte. Dadurch können ebenfalls Magengeschwüre entstehen, was zur Folge hätte, daß der Futterbrei im Magen tatsächlich nicht so gut mit Magensaft durchtränkt würde. Der Dünndarm kann alles nicht so schnell aufspalten und so gelangt dann doch in den Dickdarm, was nicht hineingehört. Als Folge käme es zu Verdauungsstörungen, weil die Darmflora zugrundegeht, d.h. durch das dem Absterben der Bakterien kommt es zur sogenannten Endotoxinbildung, was letztlich zur Hufrehe führen kann.
Umgekehrt könnten aber auch die Magengeschwüre entstanden sein, nachdem das Pferd die Hufrehe hatte und so auf Diät gesetzt wurde, daß die Futterpausen zu lang waren.
Also, stellt sich die Frage, was war zuerst: Henne oder Ei...?
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Alt 30.01.2008, 18:36   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #59
meisie
Reh(e)lein
 
Benutzerbild von meisie
 
Registriert seit: 01.10.2007
Ort: 59229
Das Ei

Wärend der Hufrehe wurde mein Pferd nicht komplett auf diät gesetzt. Die Fütterung wurde von Heulage auf Heu umgestellt, Hafer statt Kraftfutter und Stroh satt.
Aber ich muss gestehen, trotz der ganzen Recherchen im Internet konnte ich keinen wirklichen Anhaltspunkt für einen Zusammenhang finden. Ich versuche trotzdem noch eine Erklärung für den ganzen Krankheitsmarathon zu finden. Wer weiß ob die Antwort nicht doch irgendwo da draußen liegt.
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Alt 01.02.2008, 01:40   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #60
sunnee0502
Absetzer
 
Benutzerbild von sunnee0502
 
Registriert seit: 22.03.2007
Ort: Remagen
gastroskopie ohne befund...was ist es dann???

hallo ihr lieben...
sooo, da bin ich wieder... nachdem meine kleine ja neulich die inzwischen vierte kolik hatte, bin ich gestern mit ihr in der klinik gewesen zur gastroskopie.
nochmal für alle, die meine vorigen beiträge nicht gelesen hatten:

meine stute zeigt alle typischen magengeschwür-symptome. sie hat so ziemlich auf die woche genau alle zwei monate ne kolik gehabt, die letzte vor knapp zwei wochen.
wenn ich mal was länger reite, fängt sie an mit den zähnen zu knirschen, am ende der stunde flehmt sie häufig. (wobei mir aufgefallen ist, das das eine das andere mit sich bringt. wenn sie nicht mit den zähnen knirscht, dann flehmt sie auch nach der stunde nicht)
sie liegt oft in der box, meistens abends, was ja vielleicht noch normal ist.
sie hat ziemlichen sattelzwang bekommen und ist super empfindlich geworden, wenn ich sie am bauch bzw. zwischen den vorderbeinen putze.
sie trinkt wenig und frisst sehr langsam.
manchmal höre ich sie leerkauen und sowas wie "aufstossen" hab ich jetzt auch schon ein paar mal mitbekommen...

da ich nach der letzten kolik der meinung war, es ist höchste eisenbahn und mich dann auch noch zwei tä in meinem verdacht bestätigt haben und meinten, es könne wirklich so sein, hab ich auch direkt einen termin zur gastroskopie gemacht...

ja, da waren wir dann gestern. ich bin wirklich mit der festen überzeugung dahin gefahren, dass es ein magengeschwür ist und hab mich auch schon damit auseinander gesetzt, was danach kommt, wie ich die fütterung umstellen kann, was für medis und so weiter... und dann kucken wir in ihren magen und sehen... ÜBERHAUPT NICHTS!!!! mein ta meinte sogar, das sei ein absoluter bilderbuch-magen, so sollte er im lehrbuch stehen. eine einzige verirrte magendassel hat er gefunden (wurmkur wäre jetzt eh dran gewesen), sonst überhaupt nichts.
eigentlich sollte ich ja freudensprünge machen, aber ich steh jetzt halt genauso im dunkeln wie vorher. wenn es nicht vom magen kommt, woher denn dann???? bin echt verwirrt...
weiteres vorgehen sieht jetzt so aus. montag hol ich mir direkt ne wurmkur vom ta und dann werden nächste woche die zähne geraspelt (wäre sie jetzt auch dran gewesen). heu bekommt sie eh schon im engmaschigen heunetz und einen wassereimer hat sie zusätzlich zur selbsttränke auch immer zur verfügung. mein ta hat den verdacht geäussert, er hänge zu hoch, also wird er jetzt noch was tiefer gehängt. ausserdem wird die madame jetzt auf späne gestellt, was mir eigentlich nicht passt, aber man muss ja alles ausprobieren. futtertechnisch bekommt sie noch hafer und kräutermüsli von höveler, allerdings werde ich da wohl zu nem koliker-müsli übergehen und 2 mal die woche mash machen.
zusätzlich soll ich so über vier tage gastro-guard geben. mein ta meint, er könne es sich zwar überhaupt nicht vorstellen, aber man kann nie ausschliessen, dass sich im dickdarm bereich was befindet, also ausprobieren und die 200 euro machen den kohl jetzt leider auch nicht mehr fett

so, lange rede kurzer sinn, worauf ich eigentlich hinaus wollte... hat irgendjemand sowas schon mal erlebt??? das ein pferd komplett die symptomatik eines magengeschwüres aufweist und dann ist da einfach nichts?
ich bin wirklich für jeden noch so kleinen ratschlag dankbar, denn mir gehen langsam die ideen aus...
das sie einfach nur anfällig für koliken ist, damit will ich mich nicht abfinden, denn bevor sie zu mir kam hat sie wohl nie was gehabt. und das glaube ich den vorbesitzern. ausserdem sind die koliken ja nur eine sache...

tut mir leid, dass das schon wieder so lang geworden ist, ich komm immer nicht zum punkt beim schreiben
liebe grüsse an alle und vielen dank schon mal im vorraus...
kati
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