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Alt 02.11.2007, 10:24   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #49
Askia
möchtergern Pony
 
Benutzerbild von Askia
 
Registriert seit: 11.08.2006
Ort: Bodensee
Hi, das ist jetzt natürlich eine ziemlich wichtige Information. Wenn es sicher Verstopfungskoliken sind, ist der Magen als direkte Ursache fast auszuschließen.

Vielleicht bestehen schon Magenprobleme, möglich ist das (Haben ja viele Pferde), aber die Koliken hängen damit höchstens entfernt zusammen. Also würde ich sagen, das steht auf einem anderen Blatt.

In dem Fall wird die Frage mit dem zu wenig trinken auch wieder interessant. Ich bin der überzeugung dass Pferde mit Selbsttränken weniger Trinken, besonders wenn schlechter Wasserdruck besteht. Deshalb hab ich meinem Pferd (hatte früher auch Verstopfungen) eine Schwimmer Tränke gekauft. D.h. ein Tränkebecken in dem immer ein bestimmter Wasserstand gehalten wird, das Pferd kann also fast wie aus einem Eimer trinken. Problem erledigt.

Wenn man dazu regelmäßig Mash füttert (vielleicht reicht auch Leinöl), hat man eigentlich eine gute Chance die Verstopfungen in den Griff zu bekommen.
Das schöne an dieser Art von Koliken ist, dass man meist sie relativ gut vermeiden kann.

Heu im Heunetz macht natürlich grundsätzlich auch Sinn weil Pferd langsamer und verteilter frisst und ggf. mehr einspeichelt.
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Alt 21.12.2007, 19:40   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #50
Baxie
Juchu-ein Feund für Baxie
 
Registriert seit: 12.04.2007
Ort: Rommerskirchen
Mash als Alleinfutter???

Hallo ihr Lieben!

Ich hab auch noch ein paar Unklarheiten zu vermeintlich überstandenen Magengeschwüren:

Derzeit bekommt mein Pferd Mash (Irish Mash von St. Hypolyth) als Alleinfutter, da er die Aufnahme von jeglichem Kraftfutter aufgrund von Magengeschwüren verweigert hat und auch kolikte. Ob er das vorherige Kraftfutter jetzt wieder annimmt, hab ich aus Angst noch nicht probiert.
Nur um irgendwelchen Spekulationen vorzugreifen: Nein, die Magengeschwüre sind nicht aufgrund von Stress, in welcher Form auch immer, entstanden, sondern aufgrund von einer medikamentösen Behandlung (DMSO + Equipalazone), die sich nicht abwenden ließ. Die Magengeschüre wurden per ambulanter Gastroskopie festgestellt.
Das läuft jetzt so seit ca. 4 Wochen. Morgens, mittags, abends jeweils eine "Schippe" Mash (ca. 700 kg trockenes Mash pro Portion), dazu warmes Wasser und ein paar Möhren (je nach Größe ca. 3 bis 5 Stück). Zusätzlich Heu in rauhen Mengen. Die Medikamente zur Behandlung des Magengeschwürs (Ranitidin 300) wurden bereits vor 10 Tagen abgesetzt. Danach wurde nicht nochmal ne Gastro gemacht, weil wir ihm das Hungern dafür ersparen wollen.
Ich muss auch dazu sagen, dass die Magenschwüre an sich laut TA auch nicht bedrohlich waren. Keines davon drohte, durchzubrechen o.ä. Allein vom Aussehen der Magengeschüre war sich der TA bei der Syptomatik auch nicht 100%ig sicher, ob diese zur Erklärung der Symptomatik ausreichen würden. War also laut TA wirklich nur leicht.
Rein vom Anblick her würde ich behaupten, dass es ihm derzeit gut geht. Wir fangen jetzt auch langsam wieder an, ihn reittechnisch wieder aufzubauen, und er hat offensichtlich wieder Spaß dran.
Die Frage ist - wann wieder mit Kraftfutter anfangen? Ich hab ein bißchen Angst, dass das mit dem Magengeschwür und den Koliken wieder anfängt, nur weil ich es überstürze...
Andererseits hab ich gehört und auch persönlich Bedenken, ob der Nährstoffgehalt vom Pferd durch sein derzeitiges tägliches Futter überhaupt gedeckt werden kann.

Kurz noch ein paar Infos zu meinem Pferd:
Alter: 17 Jahre
Stockmass: 1,75 m
Ca. Gewicht: 600 KG (ich habs noch nie wiegen lassen, sind nur Schätzungen des TA)
Derzeitiges „Arbeitspensum“: morgens 1 Stunde Führmaschine (die Arthose lässt sonst schmerzhaft grüßen), zusätzlich 3 x die Woche ca. 10 Minuten Trab und Galopp.

Kann mir jemand mit Erfahrungsberichten dienen oder aber Tipps zur Anfütterung geben???

LG, Baxie
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Alt 25.12.2007, 12:11   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #51
Askia
möchtergern Pony
 
Benutzerbild von Askia
 
Registriert seit: 11.08.2006
Ort: Bodensee
hallo,
ich dneke du wirst dir deine Fragen schon selber beantwortet haben, weil es schon ein paar Tage her ist, aber hier noch ein paar Eingebungen die mir zu diesem Thema kamen, vielleicht hilft es dir ja in zukunft.

Wann du wieder mit Kraftfutter anfangen solltest, würde ich den TA fragen. Bei Hafer würde ich allerdings kein so großes Problem sehen. Allerdings würde ich auch nicht unbedingt nach dem Absetzen von Ranitidin ganz auf Magenschutz verzichten (evtl. Magnoguard oder sowas noch niedrig dosiert einige Zeit weiter geben)

Zu deinem Bedenken mit dem nicht ausreichenden Nährstoffgehalt bei Mash Fütterung: Unbedingt ein gutes Mineralfutter geben, bei Mash ist das mit den Mineralien so eine Sache.

Wenn das nächste mal eine Behandlung mit zum Beispiel Equi ansteht, gibt vorbeugend/begleitend was zum Schutz für den Magen. (Zum Beispiel Magnoguard)

Eine verträglichere Alternative als Entzündungshemmer wäre Metacam. Ist zum einen schonender (für Magen und Darm) und zum anderen stärker entzündungshemmend. Allerdings weniger schmerzhemmend, aber 1. ist in den meisten Fällen eine reine Schmerzhemmung eher kotraproduktiv weil das Pferd dann vielleicht zu schnell belastet und 2. hemmt Metacam ja trotzdem den Schmerz und zwar über die Entzündungshemmung. Es ist zwar teurer als Equi aber dafür weit besser (Meine und meines Ta's Meinung).

Da aber auch Metacam nicht 100%ig verträglich ist, war ich dann sehr froh als ich (zumindest) unseren (eher leichteren) wiederkehrenden Hufgelenksentzündungen wirklich schonend mit Magnoflexal von Iwest zu Leibe rücken konnte. Damit kann ich nun auf Metacam verzichten. Es dauert vielleicht etwas länger, aber dafür ist es nachaltiger... finde ich... das ist eben meine Erfahrung. Dazu/anstatt gebe ich nun auch Magnoarthro und dadurch tauchen die Entzündungen auch so gut wie gar nicht mehr auf.

Was mich noch irritiert: Du stellst dein Pferd mit Arthrose in die Führanlage? Die muss ja einen sehr großen Radius haben, damit das mit einem Arthrose Pferd zu verantworten ist...(gibts ja, so große Führanlagen, und das ist sicher nicht das schlechteste für ein Arthrosepferd) "grüßt die Arthrose schmerzhaft" wenn dein Pferd zu lange in der Führanlage ist, oder wenn es nicht in der Führanlage ist?
Das beste sind meiner Meinung nach lange Schrittausritte oder Spaziergänge geradeaus und Weidegang...

Frohe Weihnachten!
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Alt 02.01.2008, 20:50   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #52
Baxie
Juchu-ein Feund für Baxie
 
Registriert seit: 12.04.2007
Ort: Rommerskirchen
Hallo!

Vielen Dank für deine Antwort!
Ja, ich hab mir meine Bedenken mittlerweile etwas selber genommen.

Für dich zu Info (oder wen es auch sonst noch interessiert ):
Ich füttere derzeit - neben Mash, welches ich angemessen von der Ration abziehe - zusätzlich Vollkorn-D-Müsli. Jeden Tag eine Tasse mehr dazu.
Verträgt er super. Magnoguard ist auch auf dem Speiseplan.
Nebenbei weiterhin Möhren :-)

Auf Magnoflexal bin ich noch gar nicht gekommen - Augen auf beim Einkauf! Kann ja auch in unserem Fall bei der Arthrose gut helfen.

Off Topic:
Ja, die Führanlage ist oval und hat einen großen Durchmesser. Im Innenraum ist Platz für 2 Longierzirkel
Im Winter ist die Spat-Lahmheit ohne Führanlage weitaus höher. Wir verfügen leider nicht über Winterweiden, sondern nur über kleinere Paddocks.
(derzeit ist er allerdings ein Aspirant auf einen Offenstallplatz, dann ohne Führanlage ;-))
Ja, die Schrittausritte werden auch gemacht und, und, und. Das wurde aber durch die Magengeschwür-Odyssee jeh unterbrochen. Und bevor ich ihm jetzt einen Ausritt "antue", will ich seinen Rückenmuskel wieder so trainiert haben, dass er das auch aushält, ohne anschließend einen Schwächenanfall zu bekommen ;-)

Danke nochmal für deine Tipps
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Alt 26.01.2008, 17:43   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #53
meisie
Reh(e)lein
 
Benutzerbild von meisie
 
Registriert seit: 01.10.2007
Ort: 59229
Weitere Erkrandungen durch Magenprobleme?

Hallo Zusammen!
Weiß zufällig jemand ob durch Magengeschwüre weitere Erkrankungen des Verdauungsapparates möglich sind?
Wird die Darmflora beeinflusst?
Wenn ich mich so zurückerinnere hat mein Pferd schon vor einigen Jahren immermal geflehmt nach dem Reiten. Letztes Jahr hatte sie einen Reheschub. Falls es wirklich eine Futter-Rehe war, liegt es da nahe, dass die Giftstoffe im Darm durch ein Magengeschwür solch eine verheerende Wirkung hatten / bzw. es dadurch erst ermöglicht werden konnte?
Wie sieht es mit der Nahrungsverwertung aus? Kann ein Magengeschwür für einen Mineralienmangel oder Vitaminmangel verantwortlich sein?
Je mehr ich über Magenprobleme lese, bringt mich das zu der Annahme, dass es die Ursache für weitere Erkrankungen für mein Pferd sein könnte.

Lieben Gruß
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Alt 26.01.2008, 20:49   Erfahrungen mit Magengeschwüren Beitrag #54
Emka
Gnadenbrotpferd
 
Registriert seit: 24.07.2006
Ort: NRW
Das Eine hat eigentlich mit dem Anderen nichts zu tun. Magengeschwüre sind im Magen. Verdauungsstörungen entstehen in 1. Linie im Dickdarm. Magengeschwüre entstehen, weil Magensäure, die beim Pferd permanent in den Magen einfließt, die dortige Schleimhaut angreifen und sozusagen Löcher in die Magenwand "beißen". Das passiert leicht, wenn der Magen leer ist, d.h. das Pferd zu lange Fresspausen hat oder so unter Stress steht, daß vermehrt Magensäure ausgeschüttet wird.
Eine Futterrehe hat andere Ursachen: durch unsachgemäße, d.h. übermäßige Fütterung gelangen zuviel Zucker (aus Getreidestärke und Fruktanen aus zuviel Gras), in den Dickdarm. Die dortige Darmflora ist aber nicht in der Lage, diese aufschließen und geht beim Versuch zugrunde. Die Verdauung ist dadurch massiv gestört, und demzufolge auch der Stoffwechsel, weil die Nährstoffverwertung nicht mehr richtig funktoniert. Die abgestorbenen Bakterien werden zu Giftstoffen, die durch die Darmwand in die Blutbahn gelangen. Der Huf ist die schwächste Stelle bei der Durchblutung. Mal grob ausgedrückt: diese Gifte verursachen dort eine Behinderung des Blutdurchfluses und sorgen sozusagen für den "Hufinfarkt", also die Hufrehe. Die Folge ist ein sich fortsetzender Ablösungsprozess zwischen Hufwand und Hufbein, wenn nicht rechtzeitig erkannt und nicht sofort Maßnahmen ergriffen werden, diesen Prozess zu stoppen.
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