Da ich heute meinen freien Tag habe, nutzte ich diesen auch wieder für einen Trainingsritt, allerdings stand erst etwas Pferdezeugs einkaufen beim Krämer in Sulzemoos an. Da ich gern umweltfreundlich unterwegs bin, nahm ich hierzu auch den Hafermotor mit Allradantrieb her.

Abritt war gegen 10 Uhr, für die Strecke von gut 10 km brauchte ich inkl. Warmführen 1 1/4 Stunden.
Angekommen beim Krämer drückte ich einer freundlichen Verkäuferin, die gleich herkam, die Zügel in die Hand. ( Marengo wäre auch mit hineingegangen, aber das wäre bestimmt nicht so gut angekommen)

Habe dann schnell 2 Halfter und 3 Stricke eingekauft, daß ich meine Bande mal wieder neu ausstatten kann, irgendwann gehen die Halfter doch mal kaputt. Marengo hat während ich im Laden war, dauernd nach mir gewiehert.
Also beeilte ich mich, schnell zahlen und nahm mein Pferd wieder in Empfang. Die gekauften Sachen verteilte ich gleichmäßig in den vorderen Satteltaschen.
Es war aber erst kurz vor Mittag, und einfach heimreiten wollte ich doch nicht, da wäre ich ja schon um ein Uhr zu Hause.
Also ab über die Autobahn und ab ins Dachauer Hinterland, dachte ich mir, da warten die schönsten Graswege auf uns. Gesagt, getan, marengo war auch brav, als ich über die Autobahnbrücke führte, hier wurde er immer nervös, aber heute gar nicht.
Noch vorbei am Sportplatz, nach einer kurzen Graspause ging es über perfekte, lange Graswege, alles im Trab und Galopp Richtung Norden. Geplant hatte ich, bei Odelzhausen wieder über die Autobahn zurück, aber vorher großräumig das Gelände zwischen Sulzemoos und Odelzhausen nördlich zu umrunden. Hier kam auch gut gelegen, heute war in dieser Gegend großer Erntetag, also standen auch große, ja wirklich große Stoppelfelder zur Auswahl, was die Linienführung deutlich vereinfachte und das Tempo ansteigen ließ.


Viel zu schnell waren wir dann in Odelzhausen beim Schloß angekommen, dann parallel zur Autobahn ein Stück an einer alten Allee zurück, auch mit Grasweg, wie´s sein soll.
Dieser endete am Kreisverkehr, wo es wieder über eine Autobahnbrücke geht, hier bin ich wieder abgestiegen, ist mir doch zu joger.
Noch einen Kilometer durchs Industriegebiet, dann wieder ab in die Pampa, daß der Schnitt wieder steigt. In direkter Linie dann Richtung Heimat, das
GPS zeigte noch 10 km an, wieder auf bekannten Wegen, auch über einen Golfplatz, wo der Weg mittendurch geht, aber benutzt werden darf die Golfer schauten etwas verblüfft.

Danach wieder ein Stück beste Wiesenwege, natürlich im Galopp, bis wir zu dem Wald kommen, wo die Wege jedes Jahr schlechter werden oder gar verschwinden, weil eingezäunt oder zugewuchert, hier mußte ich trotz
GPS wieder mal querdurch.
Aber dafür entlohnten mich den Rest der Strecke wieder flott reitbare Wege, was auch Marengo sich nicht nehmen ließ, er war heute sehr gut drauf und wollte statt traben immer galoppieren, ließ sich aber mit Knotenhalfter gut reiten.
Auch mit den Bremsen war es nicht so schlimm, aufgrund des hohen Tempos hatten die wenig Chancen. Die Temperatur zum Reiten war heute perfekt. Man durfte nur nirgends stehen bleiben zum Grasen, schon waren die in Mengen da. Hoffe, daß die Bremsenzeit bald rum ist.
Die Länge der heute gerittenen Strecke war 33 km, brauchte inkl. Einkauf und Graspause und Waldwegsuchspiel etwas über 4 Stunden.