Ich habe mein Abo vom ersten Tag der Cavallo an und konnte echt viel daraus lernen.
Früher war für mich richtig viel neu und ich fand es auch toll, dass die auch mal seit Jahren vorherrschende Meinungen auf den Kopf gestellt haben.
Ja, das war früher.
Heute hab ich die noch im Abo, weil ich abends in der Wanne gerne mal leichte Lektüre lese.
Und auch, weil ich noch immer auf die tollen Titelthemen reinfalle, die sich dann nach dem Lesen als Rumgeplapper ohne wirklich konkrete Inhalte erweisen.
Auch stört mich, dass das Heft irgendwie zu einer "Dauerwerbesendung" für bestimmte Leute geworden ist.
Alle Probleme löst
zur Zeit Geitner,
FN ist doof und
zur Zeit ist nur klassisches Reiten richtig und überhaupt muss man das Pferd immer schön mit dem Gebiss zum Kauen bringen, dann klappt es schon mit dem Reiten.
Birger Gieseke wurde in einer früheren Cavalloausgabe komplett als Tierquäler runtergemacht, ist aber heute wieder ein gefragter Experte.
Mich stört auch, dass innerhalb der Artikel zig verschiedene Fachleute in einzelnen Sätzen zitiert werden. Damit erhält man nur ein Sammlung an Kurzmeinungen, die insgesamt aber kein schlüssiges Konzept ergeben und den Leser hinterher genauso schlau dastehen lässt, wie er vorher auch schon war.
Allerdings sind alle anderen Zeitschriften auch nicht besser. In der St. Georg gab es mal ein Test von "Gurus", wobei damit alle gemeint waren, die nicht nach
FN reiten und unterrichten. Die Ergebnisse des Tests hingen stark damit zusammen, inwiefern die jeweiligen Meinungen der "Gurus" mit denen der
FN übereinstimmt.
Auch das ist für mich kein neutraler Bericht.
Ansonsten finde ich die Berichte in der St. Georg oder der ReiterRevue hilfreicher, weil sie nicht nur aus 1000 Einzelsätze tausender Fachleute bestehen.