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08.02.2005, 12:05
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Futterinformationen Beitrag #1
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Krippenfutter im Überblick
Verschiedene Arten von Futtermitteln Hafer
Aufgrund des hohen Spelzenanteils und seines Korngröße wird er von Pferden recht gut gekaut und bis zum Ende des Dünndarms zu über 80% hervorragend verdaut. Quetschen des Hafers ist erforderlich für Fohlen, Jungpferde sowie alte Pferde oder Pferde bis zum Alter von 6 Jahren im akuten Zahnwechsel. Auch bei sehr gierigen Pferden, die aufgrund mangelnder Kau- und Speicheltätigkeit zu Schlundverstopfungen neigen, kann sich Quetschen empfehlen. Wenn gelegentlich im Mist nur wenige Haferkörner zu sehen sind, kann eine Zahnbehandlung notwendig sein. Körner müssen mindestens 86% TS (Trockensubstanz) aufweisen. Feuchte Körner verlieren Kohlenhydrate durch Veratmung, sie werden muffig und schimmelig und fördern Milbenbesatz. Hafer enthält relativ hohe Mengen an ungesättigten Fettsäuren (Linolsäure) und verdauungsgünstig wirkende Schleimstoffe. Da das Ca : P Verhältnis (wie in allen Getreidearten) sehr eng ist, muss bei starkem Haferanteil an der Gesamtration, Kalzium über das Grundfutter oder bevorzugt über Mineralfutter zugefüttert werden Verdaulichkeit der Stärke von Hafer
Hafer ganzes Korn 84%
Hafer gequetscht 85%
Hafer geschrotet 98%
Durchschnittswerte für Hafer unterschiedlicher Korngröße (in g) Korn klein
Litergewicht = <450
Rohfaser = 150
Rohprotein = 127
Rohfett = 56 Korn mittel
Litergewicht = 450 - 550
Rohfaser = 103
Rohprotein = 103
Rohfett = 48 Korn groß
Litergewicht = > 550
Rohfaser = 81
Rohprotein = 82
Rohfett = 42 Durchschnittswerte für die Berechnung von Kraftfutterrationen
Hafer der oberen Qualitätsstufe = mittelgroße Körner
DP = 97g
DE = 13,09 MJ
Ca = 1,2g
P = 3,6g
Na = 0,2g
Cl = 1,0g
Rohfaser = 113g
Hafer ist als Einzelfutter sowie als Bestandteil von Mischfutter das bevorzugte Getreide.
Je größer die Körner (Litergewichte über 550g), desto höher ist der Energiegehalt- bei vermindertem Protein- und Rohfasergehalt. Gerste
Neben Hafer eignet sich noch Gerste als Pferdefutter (5% Rohfaser). In der Fütterungspraxis ist der höhere Energiegehalt zu beachten : 1kg Hafer entspricht rd. 0,9kg Gerste. Wegen ihrer Härte und der geringen Verdaulichkeit der Stärke müssen Gerstenkörner fein geschrotet werden. Überhöhte Gerstenmengen pro Mahlzeit begünstigen die Entstehung von Hufrehe.
Werte für Wintergerste je kg Trockensubstanz :
DP (99g), DE (14,59 MJ), Ca (0,7g), P (3,9g), Na (0,2g), CI (1,5g), Rohfaser (57g)
Verglichen mit Hafer ist Gerste härter und rohfaserärmer, aber energiereicher (6,8 : 1) Weizen & Roggen
Können als kleiner Teil der Kraftfutterration für ausgewachsene Pferde dienen. Grundsätzlich sollte auf dieses Getreide verzichtet werden. Bei stärkerem Einsatz führen Verkleisterungen zu Störungen der Verdauung Weizenkleie
Wird von Pferden gern gefressen. Sie wirkt leicht abführend und ist daher in Verbindung mit stopfenden Futtermitteln diätisch günstig. Es können bis zu 0,2kg Weizenkleie/ 100kg LM/Tag gefüttert werden, an kranke Pferde vorübergehend auch mehr. Bei größeren Kleiemengen in der Ration ist auf einen Ca- Ausgleich zu achten, da das Ca/P- Verhältnis in der Kleie extrem eng ist. Bei einseitiger Verwendung sind Störungen im Mineralstoffwechsel zu erwarten. Unter Umständen können sich auch infolge des hohen Mg- und P- Angebots Darmsteine bilden. Kleie wird am besten im Gemisch mit anderen Futtermitteln oder angefeuchtet verfüttert, um eine übermäßige Quellung im Magen zu vermeiden Mais
Wird oft in größeren Mengen, allerdings in Kombination mit viel Rauhfutter, in der Pferdefütterung verwendet. Er ist eiweiß- und rohfaserärmer und daher energiereicher als Hafer. 1kg Hafer entspricht rd. 0,85kg Mais. Maiskörner müssen vor der Fütterung wegen der geringen Stärkeverdaulichkeit fein geschrotet werden. Mengen von 0,4kg/ 100kgLM/ Mahlzeit (rd. 2,5g Stärke/kg LM) sollten wegen des möglichen Überganges unverdauter Stärke in den Blinddarm nicht überschritten werden. Protein- Energie- Wert : 4,7 : 1
Bei Pferden in schlechtem Ernährungszustand ist Mais geeignet, da er leichter ansetzt.
Verglichen mit Hafer, ist Mais protein- und rohfaserärmer, aber energiereicher. Möhren
Als schmackhaftes Saftfutter mit hohem Zuckergehalt sind Möhren während der Zeit ohne Weidegang für Pferde eine willkommene Delikatesse. Sie wirken appetitanregend und verfügen- auch nach längerer Lagerzeit- noch über hohe ß- Carotingehalte. 2kg je 100kgLM decken den ß-Bedarf, der besonders bei Stuten und Fohlen wichtig ist. Die Provitamin- bzw. Vitamingehalte der roten Mohrrübe liegen bei 60mg ß- Carotin bzw. 4mg Vitamin E
Gut angenommen werden auch Melonen und Rote Beete. Obst vieler Sorten wird von Pferden wegen des hohen Fruchtzuckergehaltes sehr gerne gefressen. In erster Linie Äpfel können verfüttert werden. Kirschen, Pflaumen und Pfirsiche eignen sich eher weniger Rote Beete
Rote Beete ist außerordentlich nahrhaft und gesund. Sie enthält Provitamin A sowie Vitamin B1, B2, B6 und Vitamin C. Der hohe Anteil an Folsäure und Eisen wirkt sich positiv auf die Blutbildung aus. Außerdem sind in der Roten Beete weitere wertvolle Mineralien wie : Mangan, Kupfer, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Schwefel und Jod enthalten. Die Inhaltsstoffe wirken antibakteriell und schützen die Zellen vor freien Radikalen. Die charakertistische Farbe der Roten Beete wird im wesentlichen durch den Stoff Betanin und den Gehalt an Anthocyan verursacht. Diese Stoffe sind hauptsächlich für die vielfältigen Heilwirkungen verantwortlich Zuckerrübenschnitzel
Auch Pressschnitzel genannt sind leicht verderblich. Trockenrübenschnitzel oder einfach Zuckerrübenschnitzel sind nur noch selten als Futter in ursprünglicher Form im Handel. Trockenschnitzel sind eiweiß- und phosphorarm, aber energie- und kalziumreich. Der Energiegehalt entspricht ungefähr dem des Hafers, weshalb Trockenschnitzel als Kraftfutter eingesetzt werden können und bevorzugt Haferrationen, die phosphorreich, kalziumarm und eiweißreich sind, ausgleichend zu ergänzen. Wichtig ist, dass vor dem Verfüttern der Trockenschnitzel erst eine Einweichphase von mehreren Stunden einzuhalten ist, sonst ist die Gefahr einer Schlundverstopfung zu hoch. Im Sommer ist von der Fütterung abzusehen, da durch die Hitze ein Gärungsprozess entsteht und die eingeweichten Schnitzel verderben Leinsamen
Gekennzeichnet ist Leinsamen durch hohe Gehalte an
* Fett (rund 40%) darin überwiegend für das Pferd vorteilhafte ungesättigte Fettsäuren (30% Öl- und Linolsäure sowie rd. 50% Linolensäure).
* Eiweiß (rd. 20%, vor allem die essentiellen Aminosäuren Lysin mit 10g je kg FS).
* Selen (bis 3mg je kg FS).
* Schleimstoffe, die Magen- und Darmschleimhäute pflegen. Linostatin
und Neolinostatin, die bei Feuchtigkeit durch die Aktivität des Enzyms
Linase Blausäure abgeben. Deshalb müssen zur Verminderung der toxischen Wirkung zu verfütternde Leinsamenmengen über 100g ca. 10 Minuten gekocht werden (durch Hitze wird Linase weitgehend unschädlich gemacht). Die Wirkung von Leinsamen erstreckt sich auf den Hautstoffwechsel ebenso wie es sich vorteilhaft auf den Magen- Darm- Trakt auswirkt. Futterwert von Leinsamen : TS / FSTSTS = 1000g Rp = 248g
Rfr = 72g
Ca = 2,9g
P = 6,2g
DP = 186g
DE = 15,98 FSTS = 880g Rp = 218g
Rfr = 63g
Ca = 2,6g
P = 5,5g
DP = 164g
DE = 14,06 Leinöl
Ist reich an essentiellen Fettsäuren und enthält Vitamin E. es sorgt für ein glänzendes Fell, steigert die Leistungsbereitschaft und ist ehr gut geeignet bei Verdauungsproblemen. Mash
Ist ein gut verdauliches Aufbaufutter mit leicht verwertbaren Nährstoffen.
Es reguliert die Darmtätigkeit und schützt die intakte Darmflora.
Fördert die Verdauung und ist Appetitanregend.
Es unterstützt den Fellwechsel durch seine entschlackende Funktion, baut während und nach Erkrankungen den geschwächten Organismus auf und ist ebenfalls empfehlenswert nach einer Wurmkur.
Bei Pferden die unter Untergewicht leiden, ist es ein gutes Aufbau-Zusatzfutter. Fermentgetreide
Ist ein aus fermentiertem Vollkornbrot stammendes milchsäurehaltiges Produkt, welches die Vitamine, Mineralien und Spurenelemente des Getreidekorns sowie wertvolle Enzyme und aktive Fermente enthält, die die Darmschleimhaut schützen.
Sie unterstützen das Immunsystem und stärken die Struktur von Haut, Haare und Hufe. Bierhefe
Zeichnet sich durch einen hohen Eiweiß (rd. 50%) und vor allem B- Vitamin-Gehalt aus.
Bei länger bestehenden Verdauungsstörungen, bei Schädigung der Darmflora, Appetitlosigkeit oder allgemeiner Leistungsschwäche, wirkt die Verfütterung von Hefe oft günstig.
Bei Turnierpferden kann Bierhefe (50g/200kg LM/Tag) die Versorgung mit B- Vitaminen verbessern.
Auch bei Absatzfohlen wirkt sich die tägliche Fütterung von 100g Hefe günstig aus. PonyfütterungWährend der Stallperiode
Von manchen Pferdeliebhabern werden keine besonderen Ansprüche (Leistungen) an die Ponys gestellt, so dass nur ihr Erhaltungsbedarf zu decken ist.
In der futterarmen Jahreszeit Stallperiode) bekommen Ponys raufutterreiche Rationen, damit sie mit der Futteraufnahme lanhe beschäftigt sind und eine Verfettung vermieden wird.
Es wird ein Vitamin- Mineralfutter oder ein Ergänzungsfutter zugeteilt um die Versorgung zu sichern.
LM des Pferdes in kg
100
Heumenge kg 2,0
Ergänzungsfutter kg 0,35
LM des Pferdes in kg
200
Heumenge kg 3,5
Ergänzungsfutter kg 0,50
LM des Pferdes in kg
300
Heumenge kg 4,7
Ergänzungsfutter kg 0,75 Fütterung bei Leistungsponys kg/Tag
LM des Pferdes in kg
mittlere Arbeit
200
Heu 2
Grassilage --
Hafer 1
Ergänzungsfutter 0,75
Gehalte :
verd. Energie MJ 46
verd. Rohprotein g 365
LM des Pferdes in kg
mittlere Arbeit
300
Heu 4
Grassilage --
Hafer 1,5
Ergänzungsfutter 1
Gehalte :
verd. Energie MJ 58
verd. Rohprotein g 455
LM des Pferdes in kg
schwere Arbeit
200
Heu 2,5
Grassilage --
Hafer 1
Ergänzungsfutter 0,75
Gehalte :
verd. Energie MJ 54
verd. Rohprotein g 380
LM des Pferdes in kg
schwere Arbeit
300
Heu 2
Grassilage 6
Hafer 2,5
Ergänzungsfutter 1
Gehalte :
verd. Energie MJ 77
verd. Rohprotein g 610 Pferd im Erhaltungsstoffwechsel
LM des Pferdes
kg 400
Heumenge kg 6,0
Ergänzungsfutter kg 0,75
LM des Pferdes
kg 500
Heumenge kg 7,0
Ergänzungsfutter kg 1,00
LM des Pferdes
kg 600
Heumenge 8,2
Ergänzungsfutter kg 1,00 Meine HP : www.birgit-vaupel.de.vu
Geändert von thk5 (25.10.2007 um 11:20 Uhr)
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08.02.2005, 12:21
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Futterinformationen Beitrag #2
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Heu
Heu
Der Nährwert des Heus ist nicht nur vom Schnittzeitpunkt abhängig, sondern auch von der botanischen Zusammensetzung des Grünfutters. Gleiches gilt für die Schmackhaftigkeit, die bei Artenvielfalt am höchsten ist. Viel Sonne bei der Trocknung erhöht den Gehalt des Heus an Vitamin D, vermindert aber den ß- Carotin- Gehalt Nährstoffverluste bei der Trocknung durch :
> Oxydation leicht löslicher Kohlenhydrate
> Verlust von ß- Carotin bei hohen Wassergehalten
> Abbrechen der nährstoffreichen Blattbestandteile durch mechanische Erntemaßnahmen
> Auswaschung von leicht löslichen Kohlenhydraten und Mineralstoffen durch Regen
> Gärprozesse mit starker Erwärmung oder Schimmelbildung aufgrund hohen Wassergehaltes (zu frühes Einfahren, mangelnde Trocknung)
> Normale Nachgärung (sog. Schwitzen) Inhaltsstoffe von Heu je kg Originalfutter = FSTS = 860g
Rohprotein = 87g
Rohfett =20g
Rohfaser = 269g
Rohasche= 69g Calcium = 4,3g Phosphor = 2,6g
Ca : P Verhältnis = 1,7 : 1
ß- Carotin = 15mg
DE = 8,0
Heu für Pferde sollte möglichst mehr als 20% Rohfaser aufweisen.
Die optimale Erntezeit liegt in der ersten Hälfte der Gräserblüte, also später als bei der üblichen Heugewinnung für Milchvieh.
Zu weiches, blattreiches Heu führt nicht allein zu größeren Schwierigkeiten bei der Lagerung, sondern ist auch ernährungsphysiologisch weniger geeignet als härteres, Stängelhaltiges Material. Frühgeerntetes, hochverdauliches, eiweißreiches Material ist jedoch in der Fohlen- und Stutenfütterung unentbehrlich. Älteres strohiges Heu kann- sofern die Qualität einwandfrei ist- die Funktion des Rauhfutters noch erfüllen, besitzt aber einen geringeren Futterwert.
Während der Bodentrocknung entstehen im fortgeschrittenen Stadium der Trocknung Verluste, besonders unter den eiweiß- und mineralstoffreichen Bestandteilen, nach stärkeren Niederschlägen auch erhebliche Auswaschverluste, besonders bei Proteinen, Mineralien und Vitaminen.
Während der ersten Wochen der Lagerung macht das frische Heu eine Schwitzphase durch.
Bei nicht zu früh geerntetem (höherer Stängelanteil) und weniger dicht lagerndem Heu mit Wassergehalten von 18-20% beim Einfahren ist die Schwitzphase nach etwa 6-8 Wochen beendet.
Pressballenheu braucht deutlich länger. Solange die Fermentation im Heu nicht abgeschlossen ist, darf es nicht verfüttert werden. Bewertung :
Grundsatz :
Heu muss sowohl aufgrund des anfälligen Verdauungstraktes als auch im Hinblick auf die empfindlichen Atemwege bei Pferden sehr hohen Qualitätsanforderungen genügen. Farbe
*grün bis blassgrün = ohne Risiko
*beigegrün bis ausgeblichen = ohne Risiko
*bräunlich oder schwarzbraun verbrannt = extremes Risiko
*gräulich verschimmelt = extremes Risiko Geruch
*typisch aromatisch, würzig = ohne Risiko
*unauffällig oder fade = ohne Risiko
*untypisch fremd oder leicht brandig = Risiko
*stark brandig oder leicht muffig oder diffus faulig = extremes Risiko Struktur / Verschmutzung
*Stängel und Blattwerk griffig- nicht weich und zart, keine Fremdkörper, nur wenige sperrige, verholzte Stängel
= ohne Risiko
*Struktur etwas weich oder blattarm und Stängelig, rau, keine Fremdkörper = ohne Risiko
*Verschmutzung mit Erde (Klumpen, Staub) oder Fremdkörper (Mist) = Risiko
*Stängel und Blattwerk teils verschimmelt oder mit Milbenbefall oder klamm oder faule Teile oder starke Fremdkörperkontamination, Giftpflanzenteile (z.B. Hahnenfuß) = extremes Risiko
Im Heustapel laufen Reifungsprozesse ab, wenn zu früh davon gefüttert wird, gibt es Verdauungsstörungen.
Bevor die Halme gefüttert werden dürfen, müssen sie nicht nur trocken sein, sondern reif- und das dauert.
In dieser Zeit verändert sich die Zusammensetzung der Bakterien und der Pilze im Heu. Gleichzeitig ändert sich die Verdaulichkeit des Heus. Während es lagert, knacken die Mikroorganismen Zellen im Halm. Dadurch können Pferde Heu leichter verdauen, außerdem riecht es besser. Es sind Bakterien und Pilze, die von Anfang an auf dem Gras sitzen. Frisst ein Pferd zu früh von dem Heu, überschwemmt es seinen Magen und Darm mit Millionen fremder Bakterien, Pilze und Hefen.
Das ist genauso schlecht für seine Verdauung, als würde es
vergammeltes Futter fressen. Im Magen bildet sich Gas, die Darmflora wird überwuchert, Gase entstehen und führen zu Koliken.
Selbst nach erfolgreicher Fermentation enthält Heu tote Mikroorganismen. In Massen sorgen die für Probleme, weil sie als kleine Partikel durch die Luft schweben und beim Fressen eingeatmet werden.
Das sind Fremdstoffe, die in die Alveolen, die Lungenbläschen des Pferdes eindringen und sie reizen. Die Folge sind Husten oder Schleimbildung. Optimales Heu wird deshalb geschnitten, ehe das Gras verblüht. Dann besteht es zu rund 60% aus Wasser.
In der Sonne verdunstet davon ein Großteil. Nur trockene Luft konserviert Heu. In den Heuballen wachsen die Bakterien und Pilz anfangs schnell. Dadurch produzieren sie Wärme, vermehren sich noch schneller und erwärmen das Heu auf über 40°C.
Für Rundballen gelten andere Bestimmungen als für rechteckige Ballen, weil sie sich nicht so dicht stapeln lassen. Bei ihnen bleibt ein Sicherheitsluftpolster zwischen den Ballen. Deshalb schwitzen Rundballen weniger, trocknen schlechter und müssen folglich trockener geerntet werden. Dafür bliebt das Heu meist zwei, drei Tage länger auf der Wiese liegen. Das erklärt auch, warum Rundballen meist bei der Ernte mehr Bakterien und Pilze enthalten.
Fällt der Wassergehalt im Heu während Ernte und Lagerung nicht unter 15% können sich neben Bakterien und Milben vor allem Schimmelpilze entwickeln (Aspergillus, Penicillium, Mucor oder Oidium).
Ihr Wachstum führt nicht alleine zu Nährstoffverlusten, sondern unter Umständen auch zur Bildung hochtoxischer Substanzen. Schimmelpilzbefallenes Heu kann bei Pferden
* Verdauungsstörungen (u.a. Durchfälle, Koliken)
* Allergien
* Atembeschwerden
* Abort (bei tragenden Stuten)
Vor der Fütterung ist das Heu auf Schimmelbefall zu überprüfen, besonders das Ballenheu, in dem sich durch dichte Pressung und Feuchtigkeitsstau im Zentrum leicht Schimmelpilznester bilden. Futterration Heu im Erhaltungsstoffwechsel :
LM des Pferdes
kg 100 = 2,6 kg
LM des Pferdes
kg 200 = 4,3 kg
LM des Pferdes
kg 300 = 5,9 kg
LM des Pferdes
kg 400 = 7,2 kg
LM des Pferdes
kg 500 = 8,6 kg
LM des Pferdes
kg 600 = 9,8 kg
LM des Pferdes
kg 800 = 12,2 kg
LM des Pferdes
kg 1000 = 14,5 kg Als Faustregel auf die gesamte Futterration bezogen :
sollte das Calcium : Phosphor - Verhältnis etwa 1,5 : 1 bis 2 : 1 betragen, wobei es nicht unter 1 : 1 und nicht über 3 : 1 liegen sollte.
Allerdings ist bei einer konventionellen Heu / Hafer- Fütterung eine ausreichende Calcium- Versorgung oft nicht gewährleistet, während die Phosphor- Werte bereits erreicht, teilweise sogar überschritten werden.
Noch schwerer wiegt, wenn das Calcium : Phosphor- Verhältnis unter 1 : 1 sinkt. Schuld daran sind die geringen Calcium und hohen Phosphor- Gehalte im Hafer sowie in früh geerntetem, klee- und kräuterarmen Heu.
Durch überdüngte Weiden, wie man sie bei uns oft antrifft, steigt der Phosphor- Gehalt weiter an.
Ein Phosphor- Überschuss beeinträchtigt die Calcium- Verwertung.
Knochenschäden, die auch bei Calcium- Mangel auftreten können die Folge sein. Wichtig ist, das zu enge Calcium / Phosphor- Verhältnis auf die Wunschwerte zwischen 1,5 : 1 bis 2,1 anzuheben.
Diese Anforderungen werden durch ein Mineralfutter erfüllt, welches auf zugesetztes Phosphor verzichtet. Adressen für eine Heuanalyse :
Verband Deutscher LUFAs,
Tel. 0228 / 4342511
Kosten = 60,- Euro
Tierärztliche Hochschule Hannover
Tel. 0511 / 8567415
Kosten = 55,- Euro Meine HP : www.birgit-vaupel.de.vu
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08.02.2005, 12:25
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Futterinformationen Beitrag #3
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Heu -und Grasscobs
Heu & Grascobs
Heucobs aus künstlich (ohne Sonne) getrocknetem Grünfutter sind arm an Vitamin D aber reich an ß- Carotin. Heucobs und- mit Einschränkungen wegen des höheren Eiweißgehaltes und des verminderten Rohfasergehaltes- Grascobs eignen sich sehr gut als Teilration zusätzlich zu Heu, Grünfuttersilage oder Futterstroh und auch kompromissweise als alleiniges Grundfutter geeignet. Für Grascobs wird jüngeres Grünfutter als für Heucobs verwendet, deshalb liegt der Proteingehalt über 10% und der Rohfasergehalt unter 22%.
Ideal sind Grascobs als Grundfutterergänzung für hochtragende oder laktierende Stuten. Raygras-, Luzerne- oder Rotkleecobs werden vorwiegend für Pferde im Leistungsstoffwechsel eingesetzt, für Pferde im Erhaltungsstoffwechsel empfehlen sich nur kleine Mengen dieser Cobs oder generell nur Heucobs. Besonders für Hochleistungspferde, Pferde mit Problemen des Symptomenkomplexes Stauballergie oder auch für alte Pferde, die normales Rauhfutter aufgrund fehlender Zähne nicht mehr genügend kauen können, sind Heu- und Grascobs fütterungstechnisch eine Alternative. Es empfiehlt sich die Cobs vorher etwas einzuweichen
>Nach Möglichkeit zuerst separat etwas Heu füttern, danach erst Heucobs, um vorab jede Fressgier (Gefahr von Schlundverstopfung) einzudämmen und die Fresszeit zu verlängern.
>Heucobs nie gleichzeitig mit pelletiertem oder anderem Füttern füttern/mischen
Unangebrachtes Mischen von Cobs mit kleineren Kraftfutterpellets, Leinsamenpellets, Äpfeln oder Möhren fördert Abschluckprobleme. Vornehmlich Jungpferde mit noch nicht vollständig ausgebildeten Backenzähnen neigen bis zum 6. Lebensjahr zeitweise während des Zahnwechsels dazu, unzureichend zu kauen und grobe Cobteile zu verschlucken (gleiches Problem wie bei alten Pferden) Grundsätzlich gibt es drei Sorten der handlichen Presslinge :
*für Grascobs wird älteres Gras,
*für Grünmehlpellets junges, weiches Gras maschinell getrocknet, gehäckselt und gepresst.
*für Heucobs wird fertiges Heu verarbeitet.
Beim Pelletieren wird das Gras erhitzt, was die meisten Mikroorganismen abtötet. Damit sind Pellets und Cobs gut konserviert-solange sie trocken gelagert werden. Der Rohproteingehalt von Cobs ist mit teilweise über 24 % deutlich höher als der von Heu, das etwa 2 bis 10 % Rohprotein enthält. Proteinreiche Cobs sind gut für Pferde, die schlechtes Fell haben oder schlapp sind. Cobs sind andererseits ein guter Ersatz für Hafer, wenn ein Pferd durch die leichtverdauliche Haferstärke zu lustig wird und der Reiter nicht mehr mit ihm klarkommt.
Entscheidend ist der Gehalt an Rohfaser, weil Cobs hauptsächlich als Raufutter verwendet werden. Können die Pferde Heu und Stroh aus Altersgründen nicht mehr aufnehmen, hat der Dickdarm zu wenig zu tun und der Mikroflora im Darm fehlt die Rohfaser.
Für ein gesundes Pferd sind Cobs aber grundsätzlich kein Heuersatz, weil sie nicht die Struktur von Heu oder Silage bieten. Sie werden schneller gefressen und können deshalb das Kaubedürfnis eines Pferdes nicht befriedigen. Damit die Pferde sich nicht langweilen und an Sand oder Spänen vergreifen, empfiehlt es sich, grundsätzlich ausreichend Stroh zu den Cobs zu füttern. Inhaltsstoffe von Heucobs je kg Originalfutter = FSTS = 920g
Rohprotein = 100g
Rohfett = 35g
Rohfaser = 227g
Rohasche= 99g Calcium = 10g Phosphor = 4,7g
Ca : P Verhältnis = 2,1 : 1
ß- Carotin = 69mg
DE = 9,5 Meine HP : www.birgit-vaupel.de.vu
Geändert von thk5 (25.10.2007 um 11:08 Uhr)
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08.02.2005, 12:28
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Futterinformationen Beitrag #4
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Silage
Silage
Entscheidend für die Konservierung und den erforderlichen Säuerungsprozess sind nützliche Milchsäurebakterien, die dem Grünfutter ebenso wie schädliche Bakterien anhaften. Die speziellen Arten nützlicher Milchsäurebakterien benötigen, im Gegensatz zu schädlichen Schimmelpilzen, Essigsäure-, Buttersäure- und Fäulnisbakterien zu ihrer Vermehrung und zur Herstellung von wichtigen Enzymen/ Fermenten keinen Sauerstoff. Sie leben unter anaeroben Bedingungen in CO2- Atmosphäre u.a. vom Pflanzensaft (leichtlösliche Kohlenhydrate) des Grünfutters Gefahr durch :
> Schimmelbefall (schädliche Mikroorganismen)
> Faulstellen
> Staub
> erhöhte Säurekonzentration, Fehlgärungen, Mangelgärung
> Mäusekot
> Milbenbesatz
> Giftpflanzen
> tote Tiere
> Erdbeimischungen usw.
sind nicht tolerierbar und würden die Pferde in große Gefahr bringen
Silage in der Pferdefütterung Grünmaissilage
Der Mais sollte möglichst bis zur Teigreife heranwachsen.
Dann erreicht Maissilage die erwünschten TS- Gehalte von über 25%.
Maissilage ist stärkereich, proteinarm und im Mineralstoff- und Vitamingehalt unausgeglichen,
andererseits energie- und fettreich (8g/kg) und daher bei einem Rohprotein/Energie-Verhältnis von etwa 4,5:1 besonders für Reitpferde mit geringerem Eiweißbedarf geeignet.
Ihre Stärke wird im Dünndarm besser als die der Maiskörner verdaut.
3,5 kg Maissilageentsprechen im Futterwert etwa 1kg Hafer oder 1,5kg Heu.
Die Verwendung der Maissilage ist nur bei einwandfreier Qualität gut und hängt außerdem vom TS- Gehalt (Trockensubstanz) ab.
Reitpferde können pro 100kg LM täglich 2-3kg Maissilage fressen.
Zuchtstuten und Fohlen sollten wegen ihres erhöhten Eiweißbedarfs eher darunter bleiben.
Aufgrund der erheblichen Lücken im Mineralstoff- und Vitamingehalt sind je nach Zusammensetzung der Gesamtration, Ergänzungen mit Mineralfutter oder mineralisiertem Mischfutter besonders notwendig.
Pferde sollten langsam an Maissilage gewöhnt werden Klee / Grassilage
Mit einem Trockensubstanzgehalt von über 30% sind besonders für Zuchtstuten und wachsende Fohlen mit einem höheren Proteinbedarf geeignet.
Die tägliche Futtermenge richtet sich nach der Höhe des Trockensubstanzgehaltes und beträgt in der Regel 1-2kg/100kg LM Rübenblattsilage
Nur bei einwandfreier Qualität ist ihr Einsatz in der Pferdefütterung zu unterstützen.
Die tägliche Menge liegt bei 2kg/100kg LM
Grundsatz
Silage muss aufgrund des anfälligen Verdauungstraktes bei Pferden sehr hohen Qualitätsanforderungen genügen.
Dies gilt besonders dann, wenn Silage als ausschließliches Grundfutter für Pferde eingesetzt wird. Geruch
*aromatisch- frisch, buttersäurefrei, angenehm säuerlich und brotartig
ohne Risiko
*leichter Buttersäuregeruch oder leichter Essiggeruch oder leichter Röstgeruch
Risiko
*mittlerer bis starker Buttersäuregeruch oder stärkerer Röstgeruch oder stärkerer Essiggeruch oder muffig- schimmeliger Geruch oder jauchiger Ammoniakgeruch
extremes Risiko Struktur
*Stängel und Blattwerk griffig wie beim Grünfutter, keine Fremdkörper
ohne Risiko
*Struktur etwas weich und mürbe oder leichte Verschmutzung
Risiko
*Stängel und Blattwerk musartig- schmierig oder verschimmelt oder starke Fremdkörperkontamination
extremes Risiko Farbe
*grün bei Anwelksilage, hellgrün bei Heulage
ohne Risiko
*beige, bräunlich, ausgelaugtes grün
wenig Risiko
*sehr hell (gelblich) oder braunschwarz oder schwarzgrün oder gräulich verschimmelt
extremes Risiko
Qualitativ einwandfreie Grünfuttersilage mit einem Trockensubstanzgehalt von über 35% kann als Grundfutter eingesetzt werden. 2kg Silage ersetzen 1kg HeuMeine HP : www.birgit-vaupel.de.vu
Geändert von thk5 (25.10.2007 um 11:11 Uhr)
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08.02.2005, 12:42
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Futterinformationen Beitrag #5
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Vitamine, Mineralien und Co
Die 10 essentiellen Aminosäuren
Arginin, Histidin, Isoleucin, Lucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin Mineralstoffe
Bedeutung und Funktion einiger wichtiger Elemente Kalzium (Ca)
Funktion = Skelettaufbau, Nervenimpulse
Mangelsymptom = Rachitis, Erschöpfung
Ursache = schlechter Hafer und Heu Phosphor (P)
Funktion = Muskelarbeit, Zellteilung
Mangelsymptom = Erschöpfung, Skelettmängel
Ursache = Rationen mit schlechtem Heu Magnesium (Mg)
Funktion = Übertragung der Nervenimpulse
Mangelsymptom = Störung der Nervenfunktion
Ursache = Rationen aus jungem Gras Eisen (Fe)
Funktion = Blutbildung (Hämoglobin)
Mangelsymptom = Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust
Ursache = Blutverlust, Darmparasiten Zink (Zn)
Funktion = Schutz der Haut, Hormonbildung
Mangelsymptom = borkige Haut, brüchige Haare
Ursache = zuviel Kalzium und Phytat Selen (Se)
Funktion = Stoffwechsel
Mangelsymptom = Muskelkrämpfe
Ursache = saurer Boden Fettlösliche VitamineVitamin A
Vorkommen = Provitamin Carotin in Grünfutter, Heu, Mohrrüben, Obst
Wirkung = Sehvermögen, antiinfektiös, fruchtbarkeitsfördernd
Mangelerscheinung = Anfälligkeit Darm, Augen, Schleimhaut, Horn, Sterilität Vitamin D
Vorkommen = Provitamin in Grünfutter, Bildung durch UV/ Sonne
Wirkung = antirachitisch, wichtig für die Knochenbildung
Mangelerscheinung = Rachitis bei Fohlen, Knochenerkrankungen (Osteomalazie) Vitamin E
Vorkommen = Grünfutter, Heu, Weizenkleie, pfl. Öle
Wirkung = positive Stoffwechselbeeinflussung
Mangelerscheinung = Herz / Kreislaufschwäche, Muskelschwund Vitamin K
Vorkommen = Grünfutter, Gerste, Mais
Wirkung = steuert die Blutgerinnung
Mangelerscheinung = Blutarmut Wasserlösliche VitamineVitamin B1
Vorkommen = Hefe, Grünfutter, Heu, Kleie, Rote Beete
Wirkung = Kohlenhydratstoffwechsel, Appetit
Mangelerscheinung = Nervosität, Herzschäden, Bewegungsstörungen Vitamin B2
Vorkommen = wie oben
Wirkung = Zellatmung, Stoffwechsel
Mangelerscheinung = Haut- und Hornschäden, Sehstörungen Vitamin B6
Vorkommen = Hefe, Grünfutter, Getreide
Wirkung = Aminosäurestoffwechsel
Mangelerscheinungen = Hautentzündungen, Gewichtsabnahme Vitamin B12
Vorkommen = Milch
Wirkung = mit Kobalt, Blutbildung
Mangelerscheinung = Wachstumsverzögerung, Fressunlust Sonstige wasserlösliche VitamineVitamin B3 (Pantothensäure)
Vorkommen = Grünfutter, Getreide
Wirkung = Hautstoffwechsel
Mangelerscheinung = Haut/ Darmstörungen Vitamin B4 (Cholin/ Niacin)
Vorkommen = Getreide, Soja, Hefe
Wirkung = Fettstoffwechsel
Mangelerscheinung = gestörte Futterverwertung Vitamin B5 (Nicotinsäure)
Vorkommen = Grünfutter, Kleie, Hefe
Wirkung = Zellstoffwechsel
Mangelerscheinung = Hautentzündungen Vitamin C (Ascorbinsäure)
Vorkommen = Grünfutter, Heu
Wirkung = Immunsystem
Mangelerscheinung = Anfälligkeit Vitamin H (Biotin)
Vorkommen = Grünfutter, Mohrrüben
Wirkung = Fettsäurebildung
Mangelerscheinung = Haut und Horn Vitamin M (Folsäure)
Vorkommen = Grünfutter, Hefe
Wirkung = Zellteilung
Mangelerscheinung = Blutarmut Vitamine oder ihre Vorstufen (=Provitamine) entfalten im Körper vielseitige Wirkungen, unterschieden wird zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen. Sie wirken auf mehrere Grundvorgänge in Zellen, Geweben, Organen und garantieren als Bausteine von Enzymen die Aufrechterhaltung komplizierter Funktionsketten im Stoffwechsel der Proteine, Kohlenhydrate und Fette. Ihr Verhältnis zueinander muss körpergerecht ausgeglichen sein. Die Devise viel hilft viel ist falsch.
Fehlversorgungen führen zu Anfälligkeit oder zu speziellen Erkrankungen : *Unterversorgung zu Hypovitaminosen
*Überversorgungen zu Hypervitaminosen
*totaler Mangel zu Avitaminosen Tägliche Versorgung des Pferdes im ErhaltungsstoffwechselLM (kg)
400Vitamin A (IE) 30000 Vitamin D (IE) 3000 Vitamin E (mg) 15,6 Vitamin B1 (mg) 13,0 Vitamin B2 (mg) 13,0 Biotin (mg) 0,26 Eisen (mg) 364 Kupfer (mg) 41,6
Zink (mg) 260
Mangan (mg) 208
Kobalt (mg) 0,39
Selen (mg) 0,78
Jod (mg) 1.04 Calcium (g) 20 Phosphor (g) 12 Magnesium (g) 8 Natrium (g) 8 Kalium (g) 20 Chlor (g) 32 LM (kg)
600Vitamin A (IE) 45000 Vitamin D (IE) 4500 Vitamin E (mg) 600 Vitamin B1 (mg) 21,6 Vitamin B2 (mg) 18,0 Biotin (mg) 0,36 Eisen (mg) 504 Kupfer (mg) 57,6
Zink (mg) 360
Mangan (mg) 288
Kobalt (mg) 0,54
Selen (mg) 1,08
Jod (mg) 1,44 Calcium (g) 30 Phosphor (g) 18 Magnesium (g) 12 Natrium (g) 12 Kalium (g) 30 Chlor (g) 48 Tägliche Versorgung des Pferdes bei leichter ArbeitLM (kg)
400Vitamin A (IE) 30000 Vitamin D (IE) 3600 Vitamin E (mg) 800 Vitamin B1 (mg) 30,4 Vitamin B2 (mg) 19,0 Biotin (mg) 0,38 Eisen (mg) 546 Kupfer (mg) 62,4
Zink (mg) 390
Mangan (mg) 312
Kobalt (mg) 0,59
Selen (mg) 1,17
Jod (mg) 1,56 Calcium (g) 21 Phosphor (g) 12 Magnesium (g) 8 Natrium (g) 18 Kalium (g) 27 Chlor (g) 48 LM (kg)
600Vitamin A (IE) 45000 Vitamin D (IE) 5400 Vitamin E (mg) 1200 Vitamin B1 (mg) 43,2 Vitamin B2 (mg) 27,0 Biotin (mg) 0,54 Eisen (mg) 756 Kupfer (mg) 86,4
Zink (mg) 540
Mangan (mg) 432
Kobalt (mg) 0,81
Selen (mg) 1,62
Jod (mg) 2,16 Calcium (g) 31 Phosphor (g) 18 Magnesium (g) 13 Natrium (g) 27 Kalium (g) 39 Chlor (g) 73 Meine HP : www.birgit-vaupel.de.vu
Geändert von thk5 (25.10.2007 um 11:05 Uhr)
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08.02.2005, 19:28
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Futterinformationen Beitrag #6
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Account noch nicht per eMail bestätigt
Threadersteller
Registriert seit: 17.01.2005
Ort: Hessen
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Tee und Heilkräuter
Tee – Rezepte für das Krippenfutter
Bitte nicht bei tragenden Stuten verwenden, da manche Kräuter sich negativ auf eine Trächtigkeit auswirken können. Falls das Pferd Medikamente bekommt, bitte getrennt von den Teemahlzeiten anwenden Tee - Kuren werden kurmäßig:
*unterstützend zu einer Therapie
*entlastend als Jahreszeiten - Kur
*zur Nachsorge
*zur Vorbeugung eingesetzt und ersetzen keinesfalls eine genaue Untersuchung oder Diagnose Zubereitung :
30-50g der ausgesuchten Kräutermischung, 100g Traubenzucker oder 1 Eßl. Honig, 1L Wasser.
Wasser zum Kochen bringen und anschließend von der Kochplatte nehmen, Traubenzucker/Honig hineingeben und unter Rühren vollständig auflösen.
Die Kräutermischung in ein Teenetz geben und hineinhängen, 20 Minuten ziehen lassen.
Die fertige Mischung etwas abkühlen lassen und lauwarm mit dem Futter verabreichen.
Bei Pferden die nicht wählerisch mit dem Futter sind, kann der Traubenzucker auch weggelassen werden. Kräutertee für Ältere Pferde
10g Selleriesamen, 10g Brennnessel, 10g Klette, 10g Schwarzwurz, 10g Birke, 10g Weidenrinde, 10g Gingko, 10g Kamille, 10g Fenchel und 10g Löwenzahn
*rheumatische Beschwerden
*allgemeine Altersbeschwerden
*Steifheit der Gelenke
*unterstützt das Herz- Kreislaufsystem
*wirkt sich fördernd auf die Verdauung aus Senioren - Tee - Mischung
40g Weißdorn, 30g Goldrute, 20g Melisse und 10g Rosmarin
*unterstützt das Allgemeinbefinden Husten - Tee - Mischung
10g Salbeiblätter, 10g Anis, 10g Fenchel, 10g Thymian, 10g Lindenblüten, 10g Eibischblätter, 10g Malvenblüte, 20g Lungenkraut, 10g Königskerze
*lindert Husten- und Allgemeinbeschwerden
*stärken das allgemeine Abwehrsystem
*besitzen eine positive Wirkung auf das Atem- und Bronchialsystem
*wirkt schleimlösend
*entkrampfend
*und beruhigend auf die Atemwege Bronchial - Tee - Mischung
10g Huflattich, 20g Königskerze, 10g Schlüsselblume, 10g Schafgarbe, 10g Spitzwegerich, 20g Isländisches Moos, 10g Salbei und 10g Sonnenhut
*dient dem Abhusten des festsitzenden Sekretes
*der Erleichterung der Atmung
*der Minderung der Hustenreizes
*der Regeneration der Atemwege Frühjahr / Herbst - Fellwechsel - Tee
10g Ackerschachtelhalm, 10g Bärlauch, 10g Birke, 10g Brennnessel, 10g Brombeere, 10g Klette, 10g Quecke, 10g Löwenzahn, 10g Schafgarbe und 10g Walnuss
*sorgt für einen geregelten Ablauf des Fellwechsels
*unterstützt zusätzlich die Entschlackung des Hautstoffwechsels
*baut angesammelte Schlackstoffe ab Haut - Tee - Mischung
10g Ackerschachtelhalm, 10g Brennnessel, 10g Eiche, 10g Klette, 10g Wildes Stiefmütterchen, 10g Löwenzahn, 10g Salbei, 10g Frauenmantel, 10g Melisse und 10g Quecke
*Ganzkörper- und Teilkörperekzem
*Mauke
*Haarausfall
*Schuppen
*Hautjucken
*Irritationen der Haut Pilz - Tee - Mischung
10g Walnussblätter, 10g Quecke, 20g Klette, 20g Ackerschachtelhalm, 10g Birke, 10g Bärlauch und 20g Löwenzahn
*bei allen Arten von Pilzbefall (Mykosen) Gelenk - Tee - Mischung
10g Brennnessel, 10g Birke, 10g Hauhechel, 10g Mädesüß, 10g Weide, 10g Ackerschachtelhalm, 10g Petersilie, 10g Gingko, 10g Beinwell und 10g Teufelskralle
*fördert die Beweglichkeit
*hilft bei Arthritis und Arthrose
*rheumatischen Beschwerden
*Spat
*degenerativen Erkrankungsformen des Stütz- und Bewegungsapparates Rheuma - Tee - Mischung
15g Teufelskralle, 15g Weidenrinde, 20g Brennnessel, 10g Engelwurz, 10g Löwenzahn, 10g Spieblumenblüte, 10g Wallwurz und 10g Färberginsterkraut
*fördert eine Entschlackung des Stoffwechsels
*eine Unterstützung bei allen rheumatischen Erkrankungsformen Rehe - Tee - Mischung
10g Roßkastanienblüten, 10g Holunderblüten, 10g Lindenblüten, 10g Weidenblüten, 10g Zinnkraut, 10g Birkenblätter und 10g Brennnesselkraut
*für die Durchblutung
*die Entschlackung
*die Entzündung
*den Abtransport der Toxine über die Leber Immun - Tee - Mischung
10g Schafgarbe, 10g Silbermantel, 20g Bockshornklee, 20g Ginseng, 10g Knabenkraut und 30gSonnenhut
*für ein intakts Immunsystem und eine gut funktionierende körperliche Abwehr Entschlackungs - Tee- Mischung
10g Ackerschachtelhalm, 10g Löwenzahn, 10g Quecke, 10g Brennnessel, 10g Holunder, 10g Birkenblätter, 10g Schafgarbe, 10g Süßholz, 10g Wegwarte und 10g Gänseblümchen
*als Frühjahrs- oder Herbstkur
*während und nach Erkrankungen
*blutreinigend
*entwässernd
*entschlackend
*nach längerer Medikamenteneinnahme (Cortison, Antibiotika ect.) Aufbau - Mischung
20g Zimtrinde, 20g Engelwurz, 25g Ingwer, 25g Ginseng und 10g Bitterklee
*bei Trägheit und Leistungsschwäche Stress - Mischung
20g Passionsblume, 20g Melisse, 20g Hopfen, 10g Enzian, 10g Lavendelblüten, 10g Orangenblüten und 10g Pestwurz
*Entspannung und Wohlbefinden
*beruhigt die Nerven
*sorgt für schneller Erholung nach Stresssituationen Teemischung bei Magen/Darm- Problemen
20g Fenchel, 15g Gänsefingerkraut, 15g Pfefferminzblätter, 10g Mariendistelfrüchte, 20g Schafgarbe, 10g Anis und 10g Tausendgüldenkraut
*unterstützend bei krampfartigen Problemen des Magen-Darm-Traktes Teemischung bei Durchfall
25g Blutweiderichkraut, 20g Grüntee, 15g Krauseminzblätter, 15g Nelkenwurz, 15g Odermennig und 10g Löwenzahn
*reguliert die Darmtätigkeit Frühjahrs - Kräuter für den Futtertrog
Zur schnellen Anwendung für die, die keine Zeit zum Teekochen haben
Verabreicht werden täglich mit dem Kraftfutter 30 - 50g der Kräutermischungen
(nicht bei tragenden Stuten) Kräuter - Kuren werden kurmäßig:
*unterstützend zu einer Therapie
*entlastend als Jahreszeiten - Kur
*zur Nachsorge
*zur Vorbeugung eingesetzt und ersetzen keinesfalls eine genaue Untersuchung oder Diagnose Die Frühjahrs - Kur
* 10g Brennnessel
* 10g Ringelblume
* 10g Klebkraut
* 10g Klette
* 10g Mädesüß
* 10g Löwenzahn
* 10g Hagebutte
* 10g Himbeerblätter
* 10g Buchweizenkraut
* 10g Schafgarbe Unterstützung für den Fellwechsel
*20g Klette
*20g Brennnessel
*30g Löwenzahn
*10g Salbei
*20g Ackerschachtelhalm Unterstützung für den Stoffwechsel
*20g Brennnessel
*20g Zinnkraut
*10g Wacholder
*10g Wallnuss
*30g Löwenzahn
*10g Birke Aufbau - Kur
*10g Melisse
*10g Rosmarin
*10g Schafgarbe
*10g Anis
*10g Fenchel
*10g Hibiscus
*10g Eibisch
*10g Mariendistel
*10g Wermut
*10g Bockshornklee Unterstützung für das Immunsystem
*20g Sonnenhut
*10g Kamille
*20g Island Moos
*20g Hagebutte
*10g Weißdorn
*10g Holunder
*10g Brombeere Verschiedene EinzelkurenZur Steigerung der Abwehrkräfte, Stärkung des Immunsystems und Steigerung der Kondition
Ginseng, Ingwer, Engelwurz, Zimtrinde und Bitterklee Zur Entschlackung und Blutreinigung und zum Abtransport von Stoffwechselschlacken
Wegwarte, Birkenblätter, Löwenzahn, Wachholderbeeren und Gänseblümchen Nach längerer Medikamenteneinnahme z.B. Antibiotika oder Cortison
Löwenzahn, Stiefmütterchenkraut, Birkenblätter, Brennnesselblätter, Brunnenkressekraut, Wegwartewurzel und Fenchelfrüchte Bei Stoffwechselstörungen und schlechten Leberwerten (Blutbild)
Bärlappkraut, Leberblümchen, Mariendistelfrüchte, Löwenzahn, Schöllkraut, Enzianwurzel und Tausendgüldenkraut Probleme mit dem Fellwechsel
Zinnkraut, Birkenrinde, Brennnesselkraut, Klettenwurzel, Löwenzahn und Wegwarte Bei Hautpilzerkrankungen
Ackerschachtelhalm, Bockshornkleesamen, Brennnesselkraut, Birkenrinde, Queckenwurzel und Salbeiblätter Bei Parasitenbefall der Haut
Zinnkraut, Bärlauchkraut, Birkenrinde, Brombeerblätter, Klettenwurzel, Spitzwegerich und Walnußbaumblätter Zur Förderung der Milchbildung bei Stuten
Fenchelfrüchte, Anis, Kümmelfrüchte, Bockshornkleesamen und Brennnesselblätter Bei Konzentrationsmangel nach der Winterpause
Ginkgoblätter, Ginsengwurzel, Immergrün, Rosmarinblätter und Melissenblätter Bei Spannungszuständen (Transport, Turnier)
Melissenblätter, Passionsblumenkraut, Pestwurz, Hopfen, Lavendelblüten und Organgenblüten Bei katarrhalischen Erkrankungsformen
Sonnenhut, Kapuzinerkresse, Holunderblüten und Thymian Bei schon vorhandenen Bronchialerkrankungen
Eibischwurzel, Süßholz, Alantwurzel, Huflattich, Thymian und Königskerze Bei Problemen mit dem Magen- und Darmtrakt
Bei Durchfall: Grüntee, Krauseminzblätter, Nelkenwurz, Odermennig und Löwenzahn
Bei Darmträgheit und Verstopfung: Bärlapp, Gänsefingerkraut, Tausendgüldenkraut, Mariendistelfrüchte und Enzianwurzel
Bei Entzündungen mit Verkrampfungen: Schafgarbe, Gänsefingerkraut, Tausengüldenkraut, Mariendistelfrüchte und Enzianwurzel Bei Erkrankungformen der Gelenke (Arthritis / Arthrose, Rheuma)
Teufelskrallewurzel, Weidenrinde, Brennnesselblätter, Engelwurz, Wallwurz und Wiesengeißbart
oder
Ackerschachtelhalm, Birkenblätter, Brennnesselkraut, Hauhechelwurzel, Petersilienwurzel und Weidenrinde Meine HP : www.birgit-vaupel.de.vu
Geändert von thk5 (25.10.2007 um 10:59 Uhr)
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