Hallo,
wahrscheinlich wurde diese Frage in ähnlicher Form schon zig-tausend mal gestellt, aber ich hoffe hier mal auf Eindeutigkeit und Übersichtlichkeit.
Und zwar geht es darum:
Ich war ein paar mal auf einer Rennbahn - als Besucher - und bin von dem Ganzen einfach nur fasziniert. Ich kann nicht genau erklären warum, aber die Gänsehaut überkommt mich einfach

.
Nachdem ich ein paar Mal live dabei war, habe ich mich immer mehr über den Rennsport informiert.
Nun erzählt man aufgeregt von solchen Erfahrungen und Erlebnissen - und was passiert?!
"Du immer mit deinem 'kack' Pferderennen. Ich hab da mal rumgeklickt und da ist ein Pferd mit dem Geburtsdatum 17.04.08. Das ist nicht einmal 3 und hat schon total viele Ritte und Rennbilder drin. So eine Tierquälerei!"
Seltsamer Weise hörte ich das bisher "nur" von den "wirklichen Englisch-Reitern aus der Turnierszene".

Eine Freundin von mir reitet einfach nur Freizeit und ist da ganz offen.
"Ich kenne mich in dem Bereich nicht aus, also stelle ich keine Sachen in den Raum. Das was ich sehe gefällt mir, und ich Tierquälerei ist anderes, meiner Meinung nach." - so meine Freundin.
Nun will man in seinem begeisterten und euphorischem Zustand natürlich gerne seine eigene Meinung breitmachen und andere dafür gewinnen, das ist ja nun mal irgendwie so...

Also entstand folgender Dialog:
"Die laufen mit 2 ihr erstes Rennen! Kann doch nicht dein Ernst sein, dass du sowas unterstützen willst."" Dass die mit 2 das erste Mal laufen ist da nichts 'Unnormales'. Du musst es Dir ja nicht ansehen, ich will ja hinfahren, nicht du.(Damit meinte ich das Deutsche Derby in Hamburg-Horn) Und deine Springreiterei und Dressurreiterei ist doch teilweise auch wirklich nicht das Gelbe vom Ei
"
- Daraufhin folgte erst eine Diskussion darüber, dass ich ihre Reitweise kritisiert hätte, artete ein wenig aus...

-
Ich meinte dann, dass es auch nicht 'normal' sei, ein Pferd im Grand Prix und Mächtigkeitsspringen starten zu lassen.
Daraufhin kam dann das:
"Wenn ein Pferd ein S-Springen geh,t dann ist es auch nich so, dass sich erstmal 1/5 der Pferde sich die Beine brechen. Und da wird wenigstens noch auf Muskelaufbau und alles geachtet und dass die Pferde vernünftig unter den Schwerpunkt gehen, damit die Vorhand entlastet wird. Und wenn du dir das mal aguckst, haben beim Springen alle Pferde einen gesunden aufmerksamen Blick mit Ohren nach vorne. Im Rennen haben die den Kopf hochgerissen, Ohren nach hinten, man sieht das Weiße in den Augen und die rennen weil sie Angst haben und nicht weil sie Spaß dran haben.
Und die Rennpferde haben die selben Gelenke und den selben Gedanken als irgendwelche Hannoveraner. 3 ist schon das frühste wann man die anreiten sollte find ich. aber naja wenn die meinen sollen sie machen. Hauptsache schön Kohle machen, ob die Pferde sich dabei die Beine brechen is ja egal."
Nein, mal ehrlich, was soll man denn von so etwas halten?

Ich selbst bin der Meinung, man sollte allem offen gegenüber sein. Damit man sich selber eine Meinung bilden kann. Das kann ich aber nicht, wenn ich mit so einem Tunnelblick in die Welt sehe, und nur meine eigene vorher festgelegte bodenlose Meinung vertrete und die Perspektive nicht wechsle, oder?
Nun denn, jetzt frage ich mich, was es an plausiblen Argumenten für und gegen den Rennsport gibt.
Vllt auch, um die Sichtweite bei einigen mal zu erweitern.
Vielleicht kann man da ja mal ein bisschen was sammeln?
Und vllt können die "Profis" unter uns auch ihren Senf dazu geben und mal 'Klartext' reden, wie es auf der Bahn wirklich aussieht, und was Klischee ist?
Noch eine kleine Umfrage dazu evt, um mal zu gucken, wie die Allgemeinheit so insgesamt dazu steht. Würde mich ja schon interessieren.
liebe Grüße und Danke im Voraus für eure Antworten
Nordlichter