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12.11.2011, 18:52
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Gebisslos reiten? Brauche eure Hilfe (: Beitrag #1
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Plüschpferd
Registriert seit: 04.11.2011
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Hallo zusammen!
Meine Reitbeteiligung und ich haben ein Problem, er ist im Laufe der Jahre ziemlich abgestumpft (durch kleine Kinder und unerfahrene Reiter) und ich sitze jetzt drauf, habe ein Pony, dass nicht auf die Zügelhilfen reagiert und sich häufig den Hilfen entzieht.
Ich weiß, dass das Gebiss zu groß ist, der Besi wurde es auch schon mehr als einmal ans Herz gelegt, aber geändert hat sich nichts.
Jetzt habe ich gefragt, ob ich es Gebisslos versuchen darf und es kam 'Eigentlich ist es eh dein Pferd, versuch es.' Sprich, da hab ich die Erlaubnis.
Aber wie ich am besten anfange wusste sie auch nicht, also dachte ich mir, begebe ich mich in eure fähigen Hände und löchere euch mit meinen Fragen(:
Erstens; womit fange ich am besten an?
Ich möchte ungerne direkt eine Gebisslose Trense kaufen und am Ende drauf sitzen bleiben, weil's Pony nicht drauf reagiert oder diese nicht das richtige ist.
Kann ich es also auch mit der jetzigen Trense und ohne Gebiss versuchen oder vllt. mit Halfter, oder gar Knotenhalfter (müsste allerdings auch erst gekauft und er dran gewöhnt werden).
Zweitens; Wenn ich also das passende Mittel gefunden habe, wie fange ich am besten an?
Einfach drauf packen und machen wie immer, oder über Bodenarbeit etc. anfangen?
Ich bin ihn zum Beispiel schon mal auf dem Paddock nur mit Halfter geritten, aber halt auch nur im Schritt ein bisschen rumtüddeln, dass hat aber soweit gut geklappt.
Oder, drittens, sagt ihr, dass ich's gar nicht unbedingt Gebisslos versuchen sollte? Und wenn nein, warum und was habt ihr dann für Tipps?
So, dass war es erstmal. Vielleicht kommen mir ja noch Fragen und ich würde mich freuen, Hilfe zu bekommen und ich hoffe, dass ich hier überhaupt richtig bin (:
Liebe Grüße Elchi und Pony
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12.11.2011, 22:03
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Gebisslos reiten? Brauche eure Hilfe (: Beitrag #2
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natural Horseman
Registriert seit: 21.04.2007
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Egal welche neue Zäumung Du verwenden möchtest, Du musst das Pferd darauf sorgfälltig vorbereiten.
Der Weg den ich Dir empfehle, ist der grundlegende Weg von der Annäherung am Boden mit Knotenhalfter und die einzelnen Schritte nach Parelli-Natural-Horse-Man-Ship.
Manche behaupten das Knotenhalfter solle durch Schmerzen das Pferd zum Handeln bringen.
Dem ist aber nicht so. da Pferde schon auf die Berührung einer Fliege reagieren sollte es nicht nötig sein mehr Druck auszuüben.
Die Hilfengebung übt man am Boden und überträgt die Technik in den Sattel.
Es geht bei jeder äumung um Kommunikation, dem Tier mitteilen was man möchte. Da gibt es einen Grundwortschatz, aber harmonisch wird es, wenn Du es schaffst Dich authentisch mitteilelen kannst.
Bei einem entsprechenden Vorgehen wird das Pferd auch wieder bereitwillig die Hilfen mit Gebiss annehmen. Es braucht nur seine Zeit und es gibt keine Abkürzungen für einen schnelen Erfolg.
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13.11.2011, 00:42
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Gebisslos reiten? Brauche eure Hilfe (: Beitrag #3
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 12.12.2010
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Wie wird dein Pferd geritten? Nach FN, Klassisch, Western?
Wie gut reagiert es auf Gewicht und Schenkel?
Kannst du es zügelunabhängig reiten?
Ich frage deshalb, weil gebisslose Zäumungen i.d.R. nur über Impulse geritten werden sollten. Dieser Art der Hilfengebung kommt das Westernreiten am nächsten. In dem Fall ist eine Umstellung auf Gebisslos eher problemlos. Für ständige konstante Anlehnung ist eine gebisslose Zäumung nicht gemacht.
Meinem Vorschreiber gebe ich insofern recht, als dass es nützlich sein kann, das Pferd vom Boden aus wieder auf Schenkelhilfen zu sensibilisieren und dazu ist das Parelli- Programm gut geeignet.
Eine andere Möglichkeit wäre auch, das Pferd wie immer zu zäumen, die Zügel aber auf dem Pferdehals abzulegen. Dann übe zuerst im Schritt die Steuerung unabhängig vom Zügel. Der kommt nur impulsartig zum Einsatz, wenn Pferdi den Schenkel ignoriert. Ebenso kannst du im Trab arbeiten, Schritt- Halt, Schritt- Trab- Schritt- Übergänge, Trab- Halt...etc. Zügel immer nur weich impulsartig einsetzen wenn der Schenkel ignoriert wird, ansonsten bleiben die Zügel auf dem Pferdehals. Das ist erst mal ungewohnt, aber du lässt dein Pferd im Maul in Ruhe und sensibilisierst Gewicht und Schenkel.
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13.11.2011, 19:09
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Gebisslos reiten? Brauche eure Hilfe (: Beitrag #4
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Plüschpferd
Threadersteller
Registriert seit: 04.11.2011
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Eigentlich wird er.. naja, ich behaupte klassisch geritten, allerdings ist die Besi eine Wald und Wiesenreiterin und ich gehe mit ihm auch vorrangig ins Gelände, weil der Platz einfach ständig mit den Reitstunden ausgebucht ist.
Mein Problem bei Parelli ist, dass ich schlicht weg keine Ahnung habe. Ich meine.. wirklich, ich kenne gar nichts. Da bräuchte ich dann entweder eine gescheite(!) Internetseite oder es erbarmt sich hier jemand ^^
Auf Bein und Gewicht reagiert er so.. lala. Er ist früher halt mit allem durchgekommen und blockt jetzt häufig einfach total. Das war du, Tinki, vorgeschlagen hast, habe ich auch schon probiert, aber dann tingelt er immer(!) in die Bahnmitte, kürzt ab und bleibt vorm Ausgang stehen. Kurze Impulse, sei es Bein oder Zügel werden schlicht weg ignoriert oder ausgeblendet (man kann dem Pferd ja nur vor den Kopf gucken), wovon ich denke, dass es daher kommt, weil er vorher halt nicht so super Erfahrungen gemacht hat. Beim Menschen würde man das Schmerzgedächtnis nennen.
Ich habe mir nun auf jeden Fall mal ein Knotenhalfter geholt, zumindest bei der Bodenarbeit weiß ich damit umzugehen und ich hoffe, dass auch relativ schnell für's Reiten umsetzen zu können. Mit normalem Halfter gings ja auch. Und ich meine, es war zwar nur n bissl Schritt und Trab, aber das hatte soweit gut geklappt.
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13.11.2011, 20:19
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Gebisslos reiten? Brauche eure Hilfe (: Beitrag #5
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 12.12.2010
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Zitat:
Zitat von _Elchi_
Eigentlich wird er.. naja, ich behaupte klassisch geritten, allerdings ist die Besi eine Wald und Wiesenreiterin und ich gehe mit ihm auch vorrangig ins Gelände, weil der Platz einfach ständig mit den Reitstunden ausgebucht ist.
Mein Problem bei Parelli ist, dass ich schlicht weg keine Ahnung habe. Ich meine.. wirklich, ich kenne gar nichts. Da bräuchte ich dann entweder eine gescheite(!) Internetseite oder es erbarmt sich hier jemand ^^ Das Buch "Natural Horsmanship- P. Parelli" genügt für den Anfang um sich Grundkenntnisse anzueignen. Man muss auch nicht die absolute Linie fahren. Einzelne Übungen würden durchaus reichen. Wenn du willst können wir per PN durchaus auch einiges besprechen und ich kann versuchen, dir einiges zu erklären. Kein Problem.
Auf Bein und Gewicht reagiert er so.. lala. Er ist früher halt mit allem durchgekommen und blockt jetzt häufig einfach total. Das war du, Tinki, vorgeschlagen hast, habe ich auch schon probiert, aber dann tingelt er immer(!) in die Bahnmitte, kürzt ab und bleibt vorm Ausgang stehen. Kurze Impulse, sei es Bein oder Zügel werden schlicht weg ignoriert oder ausgeblendet (man kann dem Pferd ja nur vor den Kopf gucken), wovon ich denke, dass es daher kommt, weil er vorher halt nicht so super Erfahrungen gemacht hat. Beim Menschen würde man das Schmerzgedächtnis nennen. Ich würde es eher schlechte Ausbildung nennen. Dummerweise werden viele Pferde viel zu sehr mit Zügelhilfen zugetextet, so dass für sie alles andere nicht existiert. Schade. Dann nimm eine Gerte dazu. mach es so, wie vorher beschrieben und übe erst einmal im Schritt die Steuerung. Erst einmal nur abbiegen, z.B. nach rechts. Gerte in die linke Hand... linker Schenkel gibt Zeichen zum Abbiegen, bei nichtreagieren... kurzer aber prägnanter Patsch mit der Gerte auf die linke Schulter... du musst innerhalb einer Sekunde reagieren!, ihm aber immer erst die Chance lassen, auf den Schenkel zu reagieren. nd egal, ob er auf Schenkel o. Gerte reagiert hat....loben und geradeaus weiter, wenige Tritte, dann das Gleiche noch einmal. Kann er das, dann wechselst du die Hand und das gleiche Spiel. Das wäre dann erst mal die erste Grundlage für den Schenkelgehorsam und die erste Trainingseinheit. Wenn du allerdings am Boden das Weichen der Schulter nach Parelli vorarbeitest wird die Sache leichter und verständlicher für´s Pferd.
Ich habe mir nun auf jeden Fall mal ein Knotenhalfter geholt, zumindest bei der Bodenarbeit weiß ich damit umzugehen und ich hoffe, dass auch relativ schnell für's Reiten umsetzen zu können. Mit normalem Halfter gings ja auch. Und ich meine, es war zwar nur n bissl Schritt und Trab, aber das hatte soweit gut geklappt.
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Was machst du denn mit dem Knoti für Bodenarbeit? Kann ich mir jetzt nicht vorstellen.
Wie hat denn das reiten mit dem Halfter geklappt, wenn er nicht auf Gewicht und Schenkel reagiert? Hast du ihn dann am Halfter in die Wendung gezogen? Das wäre dann auch nur nicht mal der halbe Weg nach Rom.
Ich bin eben immer für eine korrekte Ausbildung und keine halben Sachen.
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13.11.2011, 20:20
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Gebisslos reiten? Brauche eure Hilfe (: Beitrag #6
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Fohlen
Registriert seit: 10.11.2008
Ort: Saarland
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Heii
Also eine Freundin von mir wollte ihr Pferd auch auf Gebisslos (Knotenhalfter) umschulen. Ihr anderes Pferd reitet sie schon lange nach dem Parelli Konzept,sie hat sie aber von Anfang an Gebisslos mit Knotenhalfter geritten. Nun wollten wir das mit der anderen Stute auch machen,was kurz nicht machbar war. Mit dem Pferd wurde vorher ein halbes Jahr vom Boden aus mit Knotenhalfter gearbeitet.
Aber als ein Reiter draufsaß,war sie so verwirrt und wusste gar nicht was sie machen sollte. Das Knotenhalfter hat sie komplett verwirrt,sie konnte die Hilfen nicht einordnen. Nach einiger Zeit gaben wir schließlich auf. Heute wird sie mit bitless bridle geritten was super klappt. Mit dem Knotenhalfter kann sie sich auch heute nicht anfreunden.
Das Problem habe ich schon bei einigen Pferden gesehen das,dass umsteigen von Gebiss auf Knotenhalfter schwieriger ist als von Gebiss auf eine Gebisslose Zäumung wo die Zügel seitlich befestigt sind.
Aber es gibt ja auch Knotenhalfter wo die Ringe seitlich befestigt sind hat damit schon jmd. erfahrungen gemacht? Lg
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