Hallo,
Ich hatte gestern Reitstunde und seitdem bin ich etwas verstört. Seit etwa einem Jahr reite ich 1-2 Mal wöchentlich in einer Reitschule. Ich bin in meinem Alter (30

) aufs Pferd gekommen weil es ein Kindheitstraum gewesen ist und ich Pferde fazinierend finde.
Bisher hatte ich ein liebes Pferd, das fast alles sofort gemacht hat. Ok, einmal bin ich runtergefallen... aber egal.
Nun habe ich einen Walach zugeteilt bekommen der ist nicht ganz einfach ist. Er will sich immer an andere Pferde "anhängen". D.h. wenn ich hinter einem her reite, der Vorreiter auf dem Zirkel abbiegt und ich aber geradeaus weiter will ist es der Horror. Ich treibe mit aller Wadenkraft das Pferd nach außen und stelle ihn. Aber es nutzt nicht, er will hinterher.
Als Tip bekam ich nun richtig mit der Gerte draufzuhauen, bisher habe ich eben nur angetippt. Also ich sollte mehrmal mit aller! Kraft draufhauen.
Es tat mir echt Leid, er ist danach auch nur losgaloppiert wie irre. Man sagte mir ich müsse lernen denen das Fell zu versohlen.
Eine andere, eigentlich gute, Reiterin hat sich so über ihr Pferd geärgert das sie ihr wie blöd einige Male rechts links am Maul gezogen hat. Also mit aller Kraft die kam.
Ich bin ja ganz "roh" angefangen, aber frage mich jetzt: Ist das reiten???
Das kann doch nicht sein! Und wenn nicht- was soll das? Ich dachte die Gerte sein nur zum antippen und Zügelhilfen sollten kaum sichtbar sein.
Bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein "ich streichel das weg- Mensch", ich kann mein Pferd durchaus zurechtweisen (am Boden) und werde dann auch akzeptiert. Aber bei solchen Sachen frage ich mich wo die Tierliebe bleibt. Ich dachte immer (Freizeit-) Reiter sind tierlieb.
Wie seht ihr das? Und- wie setzt ihr Euch in meinem Fall durch?