Hier eine kleine Erfolgsmeldung von meinem Pferd, die vielleicht dem einen oder anderen ein wenig Hoffnung gibt.
Patient: Traberstute, geb. 1992, hat 2006 im Sommer mit dem
Headshaking angefangen, 2007 war es deutlich schlimmer. Im Winter keine Symptome, im Frühjahr Beginn mit den ersten Insekten. Nasennetz von Frau Tischer bringt Linderung, aber 2007 gab es auch damit Tage, an denen selbst das Führen im Schritt problematisch war. Im Frühjahr 2008 kamen die Symptome wieder, aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgeschwächt.
Therapie (als grobe Skizze):
Seit ca. Sommer 2007 Ausbildung von Pferd und Reiter durch Teilnehmerin des Philippe Karl Ausbilderkurses 2007-2010.
Ab ca. Spätsommer 2007 Desensibilisierung gegen Allergien (Schimmelpilz, Futtermilben, Korbblütler), Dauer ca. 3-4 Monate.
Ab ca. Winter 2007 homöopathische Behandlung mit Einzelmitteln, hauptsächlich in Q-Potenzen, erst längere Zeit Mittel 1, danach Umstellung auf Mittel 2. Mittel 2 wegen gutem Ansprechen und auf Basis mehrerer Veröffentlichungen zu ähnlichen Fällen zum Abschluss einmalig in XM. Aufgrund von Symptomänderungen in den Wochen nach dieser Gabe vor ein paar Wochen einmalig Mittel 3 in C30. Seitdem keine weitere homöopathischen Mittelgaben. Alle Gaben als Flüssiggaben.
Futterumstellung auf Weide/Heu/ganzen Hafer/Mineralfutter - kein Müsli, keine sonstigen Zusatzstoffe. Heu und Stroh ständig zur freien Verfügung (außer auf der Weide).
Frühjahr 2008 Behandlung durch Osteopathin - kein auffälliger Befund.
Verzicht auf Impfungen 2008.
Ergebnis:
Im Schritt gibt es inzwischen keinerlei
Headshaking-Symptome mehr, und auch Trabarbeit ist seit ca. 2 Wochen immer öfter ohne Nasennetz möglich (Galopp kann der Traber noch nicht ;-). Das Pferd ist konzentriert, motiviert und scheint sich rundum wohl zu fühlen. Das Selbstvertrauen hat zugenommen.
Die Therapie ist aus meiner Sicht noch nicht abgeschlossen, da insbesondere bei höherem Insektenaufkommen noch Rückfälle auftreten und wir das Nasennetz auspacken müssen. Trotzdem ist der Zustand gegenüber dem letzten Jahr erheblich verbessert, da konnten wir zu dieser Jahreszeit teilweise selbst mit Nasennetz noch nicht mal im Schritt spazieren gehen. Jetzt können wir ohne Nasennetz im Schritt und oft auch im Trab arbeiten. Mit Nasennetz ist Trab im Gegensatz zum Vorjahr immer möglich.
Fazit:
Welche der oben aufgeführten Maßnahmen letztlich den Erfolg gebracht hat, kann ich nicht sagen. Ich vermute, dass es ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren ist. Die genauen Daten der einzelnen Behandlungsschritte habe ich nicht im Kopf, die "Krankenakte" liegt am Stall, daher hier mit ungefähren Angaben skizziert. Die homöopathischen Mittel benenne ich absichtlich nicht, denn sie sind individuell zu wählen und ich möchte nicht, dass einfach experimentiert wird. Es handelt sich bei allen dreien um "normale" Mittel wie z. B. arsen oder pulsatilla - nichts "modernes" und keine Komplexmittel.