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Alt 09.10.2008, 13:42   Headshaking Syndrom - Teil II Beitrag #49
Yogie23
Headshaker-Besitzer
 
Benutzerbild von Yogie23
 
Registriert seit: 08.11.2004
Ort: NRW
Hallo,
meinem Headshaker geht es ganz gut. Seit er in der Herde auf der Wiese steht shaket er nur noch wenn er unter Stress gerät z.b. wenn ich ihn zu weit von der Herde entferne oder ihn strafe. Aber dann nur kurz und er beruhigt sich schnell wieder wenn der Stress ausgeschaltet wird!
Ach ja und einmal beim Einsetzen des Fellwechsels hat er wieder geschnickt. Zum Glück aber nur einen Tag dann gings wieder bergauf.
Im Großen und Ganzen ist sein Leben aber wirklich wieder lebenswert seit ich ihn in Ruhe lasse. Seit letzter Woche fangen wir mit kleinen Zirkuslektionen einmal die Woche an. Das erste Mal hat er ohne shaken überstanden, was mich sehr gefreut hat.
Zur Erinnerung: meiner hat überall und immer geshaket, es sei denn er hat gefressen! Auch in der Box, auf der Weide oder Paddock. Das macht er jetzt gar nicht mehr.
Ich hoffe das es weiter bergauf geht. Ich hab lange mit der Entscheidung gehardert mein Pferd komplett auf die Wiese zu stellen.. insgesamt 1,5 Jahre hab ich ALLES versucht und mich in Unmengen von Kosten gestürzt. Mal ging es ihm besser- mal schlechter. Aber eine wirklich Lebensqualität hatte das Pferd für mich nicht mehr! Also gab es nur zwei Möglichkeiten. Einschläfern oder den langen Weg versuchen und ihm Auszeit und Ruhe gönnen.
Er steht jetzt seit 4 Monaten auf der Wiese und nach 4 Wochen Ruhe plus die TCM Kräuter ging es ihm schon viel besser! Wenn ich das vorher gewußt hätte hätte ich mir die tausende von Euro die ich in Tierärzte, Wunderheiler etc.. gesteckt habe sparen können.
Es muß immer jeder für sich selbst entscheiden, aber ich denke nicht das es pferdegerecht ist einen Headshaker weiter zu reiten. Jedenfalls nicht wenn er es schlimm hat. Egal ob es mal einen Tag besser und einen schlechter ist. Grundsätzlich ist das Pferd krank und man tut sich und sich selbst damit keinen Gefallen.. Ich hab selbst wieder einen Fall im direkten Freundeskreis. Auch sie geht den konventionellen Weg über Tierärzte, Kliniken, Cortison, Medikamente... bei uns hat das alles nur noch schlimmer gemacht. Leider profitiert auch sie nicht von meiner Erfahrung obwohl sie alles bei uns mitbekommen hat. Inkl. der langen erfolglosen Odysee an Behandlungen und Mittelchen. Aber wahrscheinlich ist es wirklich so das jeder selber auf die Nase fallen muß um es zu begreifen. Finde es nur schade

Geändert von Yogie23 (14.10.2008 um 10:52 Uhr)
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Alt 16.10.2008, 20:56   Headshaking Syndrom - Teil II Beitrag #50
Ötzi
I ♥ my Muli !
 
Benutzerbild von Ötzi
 
Registriert seit: 21.10.2006
Freut mich für dich, dass es deinem Pferd soweit etwas besser geht, Yogie23

Bei meiner hatte es diesen Sommer auch angefangen mit dem teils heftigen Kopfschlagen. Früher war´s alle paar Wochen mal nur ein leichtes Schnicken.
Hatte das in dem Vorgängerthread schonmal reingeschrieben....

Naja, nun ist es so, dass es sich an sich zwar gebessert hat, aber es eigentlich immer wiedermal vorkommt. Was mir ja klar ist...
Einen Allergietest habe ich nicht machen lassen, mein TA ´meinte, es würde sowieso nicht viel bringen. Zudem ist es ja, wie Yogie23 bereits irgendwann in einem der HS-Threads geschrieben hatte (...und wohl einige andere auch...), eine Nervenkrankheit.

So, jetzt zum eigentlichen:
Mein Pony fängt manchmal aus dem Nichts heraus mit dem Schnicken an. Manchmal am Putzplatz, dann wieder nicht. Beim Reiten momentan leider vermehrt, sodass ich sie, sobald ich es merke, schon in Ruhe lasse und nur ganz wenig mache, wenn überhaupt. Ich sehe ihr dass meistens sofort an, wenn wieder so ein Tag ist. Die Augen sind dann leicht zusammengekniffen, die Nüstern auch etwas. Sie schnabbelt dann meist extrem mit ihrer Nase rum.

Ich merke, nach einer Zeit, wenn sie in der Box steht, hört es auf.
Jetzt im kommenden Winter habe ich die Hoffnung, dass es wenigstens auf ein Minimum zurück geht. Auf der Wiese habe ich es bisher noch nie beobachten können/müssen.

Ich weiss aber nicht genau, inwiefern ich weiter verfahren soll?!
Soll ich sie einfach in Ruhe lassen, sprich vom vorherigen eigentlich begeisterten Reitpony (Ja, sie hat gerne mitgearbeitet!) zum "Freizeit"pferd, also ein Pferd mit viel Freizeit, „umfunktionieren" und nur dann etwas mit ihr machen, wenn es wirklich geht? Also natürlich ist nur das Reiten gemeint. Der Rest wird beibehalten. Hauptsache sie hat dann keine Beschwerden!

Soll ich einen TA und THP nach dem anderen kommen lassen, und hinterher sehen, dass es sowieso nichts bringt?!

Habe auch Angst, dass es im kommenden Sommer sehr viel schlimmer wird als dieses Jahr. Ich meine damit, dass sie auf der Wiese auch damit anfängt- hoffe es natürlich nicht, aber wenn es tatsächlich sein sollte, dann stellt sich mir auch die Frage inwieweit es eine Quälerei für das Pferd ist, wenn nichts hilft?!!!

Bin ratlos!!!

Wie geht ihr damit um? Mal denke ich, dann hat sie halt noch ein schönes Leben bei mir. Andererseits, wenn´s dann wieder schlimmer ist, wie schön ist dieses Leben überhaupt?

LG, Ötzi
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Alt 16.10.2008, 21:16   Headshaking Syndrom - Teil II Beitrag #51
Anna&Paula
Vereint.
 
Benutzerbild von Anna&Paula
 
Registriert seit: 12.07.2007
Ort: Weserbergland
Bilder: 3
Auch meine Stute ist Headshakerin.
Seit wann lässt sich nicht sagen, aber sie kam vor vier einhalb Jahren von einem etwas "komischen" ( das Pferd hatte am ganzen Körper Pilz usw.) Stall in meinen damaligen Reitverein als Schulpferd. Nach einiger Zeit fing sie an den Kopf zu schütteln und sie machte den Anschein, als ob etwas in ihren Nüstern sein würde, was juckt. Tierärztin wurde gerufen, die Diagnose war: Headshaker! Von da an bekam sie ein Netz über die Nüstern gebunden und es wurde besser, das Kopfschütteln war eigentlich so gut wie weg, es sei denn sie kam in Stresssituationen...
Vor gut zwei Jahren wurde Paula dann mein Pferd, vorher war ich ihre Pflegerin und somit auch Bezugsperson durch viel Bodenrbeit geworden. Sie zog in einen Offenstall um und wird seitdem gebisslos geritten.
Und was soll ich sagen? Das HS ist in den Wintermonaten komplett weg, außer in Stressituationen. Das Nasennetz nutze ich nur noch in den Sommermonaten und auch hier wird der Kopf nicht mehr geschüttelt- es sei denn es ist wieder was sehr aufregend ...
Im Umgang ist dieses Pferd einfach nur ein Schatz- immer angagiert dabei, kein Büffelchen...einfach herrlich !

Achja: Turniere gehe ich mit ihr keine- wozu?
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Alt 18.10.2008, 19:30   Headshaking Syndrom - Teil II Beitrag #52
fancy_08
Fohlen
 
Registriert seit: 15.10.2008
meine stute die ich immer reite hat das auch...
war im sommer extrem schlimm, wird jetzt aber wieder besser...
ihre besitzerin meint, dass das vllt vom exem kommen könnte un sie wird jetzt auch sediert... hoffe das das headshaking bald aufhört.
aber ich bin sie jetzt meistens mit dreieckszügeln geritten und das wurde von mal zu mal besser...!
also dreieckszügel helfen wirklich...
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Alt 20.10.2008, 13:13   Headshaking Syndrom - Teil II Beitrag #53
Anna&Paula
Vereint.
 
Benutzerbild von Anna&Paula
 
Registriert seit: 12.07.2007
Ort: Weserbergland
Bilder: 3
Zitat:
Zitat von fancy_08
aber ich bin sie jetzt meistens mit dreieckszügeln geritten und das wurde von mal zu mal besser...!
also dreieckszügel helfen wirklich...
Ganz ehrlich? Ich halte nichts davon ein HS Pferd mit Hilfszügeln zu reiten, schließlich muss das Tier doch seinen Kopf schütteln können. Es macht dieses nicht, um den Menschen zu ärgern, sich zu widersetzen oder ähnliches. Nein, das Pferd headshakt, damit es seinem Zwang" (Sorry, aber mir fällt kein besseres Wort ein) nachgehen kann.
Deshalb finde ich sind Hilfszügel jeglicher Art grade bei so einem Pferd nicht angebracht. Was passiert denn, wenn dieses shaken möchte? Genau, es bekommt einen sehr schmerzhaften Zug im Maul, bekommt also Stress dadurch. Ein Teufelskreis entsteht: Das Pferd muss seinem Zwang, dem Kopfschütteln, nachgehen, bekommt aber durch die Hilfszügel Zug/ Schmerz im Maul- Stress entsteht, das Tier fängt im Normafall noch mehr an zu shaken; alles fängt wieder von vorne an! Ob das erreicht werden soll?

Bitte dieses Beitrag nicht böse nehmen, ich würde mich nur freuen, wenn du das, was du geschrieben hast, nochmal überdenken würdest, sofern ich deinen Beitrag nicht falsch verstanden habe .
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Alt 20.10.2008, 13:23   Headshaking Syndrom - Teil II Beitrag #54
essem
"Hengst"halter ;-)
 
Benutzerbild von essem
 
Registriert seit: 08.11.2007
Ort: Düren
@ Anna&Paula
Du hast völlig Recht!

Über die Benutzung von Hilfszügeln bei HS wurde schon reichlich hier geschrieben, wenn auch im ersten Teil.
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