ich werd hier jetzt einfach mal meine momentan größte sorge niederschreiben, auch wenn man wahrscheinlich nichts ändern können wird. als erfahrungsbericht und warnung an all diejenigen, die ihr pferd verkaufen wollen, wobei ihnen das schicksal ihres pferdes nicht egal ist...
wir haben 2008 ein reitpony gekauft. beim ausprobieren war das pony sehr faul. die züchterin sagte damals selbst, das sei seit dem fellwechsel erst so und sie könne sich das auch nicht erklären..gezahlt haben wir knapp 13 000€ wegen vielen platzierungen in dressurpferde und reitpferde. ein gerechtfertigter preis.
bei uns stand das pferd zunächst in beritt in einer innenbox und wurde zunehmend fauler. so faul, dass man sich sorgen machen musste. fast 2 jahre haben wir gebraucht, um die ursache zu finden. heustauballergie. mit offenstallhaltung, heulagefütterung und indem wir einen winter nicht in die staubige halle gingen, sondern nur ins gelände und auf den platz, hatten wir das problem zunehmend im griff. das auf der lunge schon tote pferd wurde wieder lebending-und endlich lief es. vorher musste man wirklich jeden schritt rausprügeln und stochern.

durch verschiedene umstände (das pferd gehörte meiner schwester, die nicht mehr reiten wollte) entschlossen wir uns, das pony zu verkaufen. weit unter seinem wert (mittlerweile dressurpferde L platziert und bis M gefördert wäre der reelle wert bei 15 000 gelegen) verkauften wir ihn platz vor preis. sehr sehr günstig. im kaufvertrag hielten wir das und seine "krankheit" fest, jedoch kein vorkaufsrecht zum gleichen preis. ein fehler-.- die käufer logen das blaue vom himmel. sie hätten schon oft pferde mit lungenproblemen gehabt, sie bekämen das in den griff. stattdessen fuhr man mit dem pferd schon 2 wochen nach dem kauf das erste mal zum turnier, erzählte stolz, er käme auf stroh und mit trockenem heu super zurecht. auf turnier sah man anderes. das mädel musste das pferd verprügeln, da er nicht lief.
lange hörten wir nichts, bis dann, 2 jahre nach dem verkauf, vorgestern ein brief im briefkasten war. von den neuen besitzern des pferdes.

das pony war an turnierreiter verkauft worden, wir sollten uns doch mal melden..am telefon kam dann auch schnell raus, warum...das pony war wieder so faul. die stauballergie war beim verkauf mit keinem wort erwähnt wurden, begründet wurde die faulheit vom verkäufer mit fühligkeit wegen abgenommenen
eisen und 3 monatiger stehtzeit... die verkäufer haben einen fast 5 stelligen betrag dafür kassiert. unter verschweigung der tatsachen. die neuen besitzer sind ein bisschen entsetzt, wollen die problematik aber nun nicht wahrhaben...glauben, sie bekommen das in den griff...sie geben dem tier 4-8 wochen, wenn er sich dann nicht bessert, muss er wieder weg...da man aber so viel bezahlt hat natürlich wieder für das gleiche geld, man will ja keinen verlust machen.
und ich sitz jetzt hier und könnte heulen. der gaul wird verkauft, weil keiner verlust machen will, keiner denkt an das pferd. in einen offenstall stellen ginge nicht, in die halle muss man, man will ja zum turnier... wenn ich rechtliche grundlagen hätte, würde ich den leuten, die das pferd weiterverkauft haben, ohne auf die stauballergie hinzuweisen, an den karren fahren. zurückkaufen würde ich das pferd, aber nicht für das geld, sondern eben allerhöchstens für das, was wir damals bekommen haben. schließlich hat man das pferd 2 jahre platt gemacht, war jedes wochenende auf turnier und hat es verritten und verprügelt. den wieder hinzubekommen würde mindestens 2 jahre auszeit auf einer koppel bedeuten. aber wer gönnt die schon einem turnierpferd für den preis??
falls es eine rechtliche handhabe-sei es strafrechtlich oder zivilrechtlich geben könnte, ich freue mich über tipps. das pferd bekommen wir eh nicht, jedoch sollen leute, die so mit pferden umgehen, auch mal einen dämpfer verpasst bekommen.
ich kann nur alle warnen, ein pferd, dessen zukunft man sichern möchte, nur mit vorkaufsrecht zum verkaufspreis abzugeben.
PS. falls mein gejammer hier fehl am platz ist, einfach verschieben. danke