Ich lasse die Hufe meines Rehepferdes (Haflinger/erstmals Rehe um Pfingsten/Fütterungsrehe durch 24 Std. Weide bei hoher Fruktanbelastung) jetzt nach der Lehre von Dr. Strasser e.V. bearbeiten und mich würde interessieren, ob sich jemand damit auskennt oder ebenfalls Erfahrungen damit hat. Als Link mit mehr Informationen einfach mal dieser hier:
http://www.vdhp.de/
Ich zitiere mal hier ein paar Sätze dieser Lehre:
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Ich drücke es mal ganz laienhaft aus, dass durch diese Form der Hufbearbeitung die Rotation des Hufbeins verhindert werden soll oder korrigiert wird oder das Hufbein soll durch die orthopädische Behandlung wieder dort "langwachsen" wo es hingehört. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das auch der Grund, weshalb Snoopy nach der Bearbeitung jedesmal erstmal sehr fühlig läuft..
Falls die Frage aufkommt, warum ich mich dafür entschlossen habe: Mein "herkömmlicher" Schmied vorher hat nach Prinzip 0815 die Hufe bearbeitet. Er hat sich weder großartig angeschaut, wie das Pferd läuft, noch hat er bei meinem Senior beispielsweise große auf dessen Athrose Rücksicht genommen. Er kam jedes mal mit einer Art Heckenschere (so sieht das Ding zumindest aus), hat die Hufe gekürzt, ausgeschnitten, geraspelt, fertig.... Also habe ich nach einer Alternative gesucht, wo wirklich auf die Bedürfnisse eines Rehepferdes eingegangen wird (und als positiver Nebeneffekt auch noch auf die meines Athrosepferdes) und bin dabei auf meine jetzige Huforthopädin gestoßen (eigentlich mehr aus dem grund, weil sie aus der Nähe kam). Ganz kurz und knapp kann man sagen, ich fühlte mich beim bisherigen Schmied nicht wirklich in guten Händen. Er macht solide Arbeit im Sinne der traditionellen Schmiedekunst, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er der Geeignete für alles was von der "Norm" abweicht ist.
Mit der jetzigen Huforthopädin bin ich sehr zufrieden, sie ist zuverlässig, kommt regelmäßig. Das alles war nämlich auch so ein Knackepunkt beim alten Schmied: Er war unzuverlässig, teilweise wochenlang gar nicht zu erreichen, hat einen dann versetzt oder kam über 3 Stunden zu spät, war ungeduldig mit den Pferden und und und... Falls die Frage aufkommt, warum ich mir nicht jemand anderes gesucht habe: Das habe ich, aber leider ist diese Hufpflegerin dann weggezogen. Eine andere war leider der Meinung, sie müsse mein Pferd nebenbei noch erziehen (mit Methoden, die er gar nicht kannte und nicht verstand) und seitdem wohnte das "Hilfe der Schmied kommt"-Gespenst bei mir im Stall... Um die Hufe nicht komplett unbearbeitet zu lassen, habe ich dann immer wieder auf den alten Schmied zurückgegriffen.... Naja... es ist im Grunde ein Drama alles, aber ich hoffe, zumindest das jetzt erstmal abhaken zu können...
Aber trotzdem frag ich mich, ist es jetzt das Richtige, was ich machen lasse? Hat irgendwer von Euch mit dieser Methode Erfolge, kennt sie oder hat sie auch schon ausprobiert? Oder anders gefragt, wie lasst Ihr die Hufe Eurer Rehepferde behandeln, was ist wichtig, was ist besonders zu beachten???