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Der Huf in Theorie und Praxis In dieses Forum gehören alle Themen rund um die Hufe. Von Hufbearbeitung über Huferkrankungen bis Hufschutz könnt ihr euch hier über alle Huffragen austauschen.
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Alt 22.06.2012, 11:00   Hufbearbeitung nach Dr. Strasser e.V. - Wer kennt's? Beitrag #1
minuette
Hafi&Kaltblut-Besitzerin
 
Benutzerbild von minuette
 
Registriert seit: 01.09.2010
Ort: Celle
Bilder: 4
Ich lasse die Hufe meines Rehepferdes (Haflinger/erstmals Rehe um Pfingsten/Fütterungsrehe durch 24 Std. Weide bei hoher Fruktanbelastung) jetzt nach der Lehre von Dr. Strasser e.V. bearbeiten und mich würde interessieren, ob sich jemand damit auskennt oder ebenfalls Erfahrungen damit hat. Als Link mit mehr Informationen einfach mal dieser hier: http://www.vdhp.de/

Ich zitiere mal hier ein paar Sätze dieser Lehre:

*Urheberrechtsverstoß entfernt. Bitte Forenregeln beachten und keine fremden Texte verwenden! Danke, LG Amir*
Ich drücke es mal ganz laienhaft aus, dass durch diese Form der Hufbearbeitung die Rotation des Hufbeins verhindert werden soll oder korrigiert wird oder das Hufbein soll durch die orthopädische Behandlung wieder dort "langwachsen" wo es hingehört. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das auch der Grund, weshalb Snoopy nach der Bearbeitung jedesmal erstmal sehr fühlig läuft..

Falls die Frage aufkommt, warum ich mich dafür entschlossen habe: Mein "herkömmlicher" Schmied vorher hat nach Prinzip 0815 die Hufe bearbeitet. Er hat sich weder großartig angeschaut, wie das Pferd läuft, noch hat er bei meinem Senior beispielsweise große auf dessen Athrose Rücksicht genommen. Er kam jedes mal mit einer Art Heckenschere (so sieht das Ding zumindest aus), hat die Hufe gekürzt, ausgeschnitten, geraspelt, fertig.... Also habe ich nach einer Alternative gesucht, wo wirklich auf die Bedürfnisse eines Rehepferdes eingegangen wird (und als positiver Nebeneffekt auch noch auf die meines Athrosepferdes) und bin dabei auf meine jetzige Huforthopädin gestoßen (eigentlich mehr aus dem grund, weil sie aus der Nähe kam). Ganz kurz und knapp kann man sagen, ich fühlte mich beim bisherigen Schmied nicht wirklich in guten Händen. Er macht solide Arbeit im Sinne der traditionellen Schmiedekunst, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er der Geeignete für alles was von der "Norm" abweicht ist.

Mit der jetzigen Huforthopädin bin ich sehr zufrieden, sie ist zuverlässig, kommt regelmäßig. Das alles war nämlich auch so ein Knackepunkt beim alten Schmied: Er war unzuverlässig, teilweise wochenlang gar nicht zu erreichen, hat einen dann versetzt oder kam über 3 Stunden zu spät, war ungeduldig mit den Pferden und und und... Falls die Frage aufkommt, warum ich mir nicht jemand anderes gesucht habe: Das habe ich, aber leider ist diese Hufpflegerin dann weggezogen. Eine andere war leider der Meinung, sie müsse mein Pferd nebenbei noch erziehen (mit Methoden, die er gar nicht kannte und nicht verstand) und seitdem wohnte das "Hilfe der Schmied kommt"-Gespenst bei mir im Stall... Um die Hufe nicht komplett unbearbeitet zu lassen, habe ich dann immer wieder auf den alten Schmied zurückgegriffen.... Naja... es ist im Grunde ein Drama alles, aber ich hoffe, zumindest das jetzt erstmal abhaken zu können...

Aber trotzdem frag ich mich, ist es jetzt das Richtige, was ich machen lasse? Hat irgendwer von Euch mit dieser Methode Erfolge, kennt sie oder hat sie auch schon ausprobiert? Oder anders gefragt, wie lasst Ihr die Hufe Eurer Rehepferde behandeln, was ist wichtig, was ist besonders zu beachten???

Geändert von BlackAmir (22.06.2012 um 11:33 Uhr) Grund: Urheberrechtsverstoß entfernt. Bitte Forenregeln beachten und keine fremden Texte verwenden! Danke, LG Amir
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Alt 22.06.2012, 11:05   Hufbearbeitung nach Dr. Strasser e.V. - Wer kennt's? Beitrag #2
Noone
Gnadenbrotpferd
 
Benutzerbild von Noone
 
Registriert seit: 16.08.2005
Ort: Dithmarschen
ich habe eine HO , die nach Biernat arbeitet. Bei denen ist Strasser so völlig untern durch, weil dort die Hufe immer nach Schema F geschnitten werden und so nach Schablone gearbeitet wird, ohne auf die individuelle Hufstellung des Pferdes zu achten.
Und das habe ich nicht nur von meiner HO, sondern auch von anderen schon gehört und im web gelesen
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Alt 22.06.2012, 11:19   Hufbearbeitung nach Dr. Strasser e.V. - Wer kennt's? Beitrag #3
minuette
Hafi&Kaltblut-Besitzerin
 
Benutzerbild von minuette
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 01.09.2010
Ort: Celle
Bilder: 4
Das gefühl habe ich bei meiner Huforthopädin bislang eigentlich eher nicht. Ich finde, sie geht sehr gut auf die Bedürfnisse ein, aber ich habe natürlich sonst auch nur den Vergleich zu meinem herkömmlichen Schmied und der arbeitet für mich gesehen eben nach Schema F und ich hätte ihm nicht zugetraut, dass er in der Lage ist, Rehehufe richtig zu bearbeiten.

Nach welchen Ansätzen arbeitet Biernat?
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Alt 22.06.2012, 11:21   Hufbearbeitung nach Dr. Strasser e.V. - Wer kennt's? Beitrag #4
Lehrling
Socken-Halter
 
Benutzerbild von Lehrling
 
Registriert seit: 15.09.2008
Ort: MKK
Blog-Einträge: 16
Unser Stall ist auch großer Biernat-Fan und nahezu alle Pferde werden nach und nach auf Biernat umgestellt. Ich bin extrem glücklich über die Entwicklung unserer Hufe seit Anfang des Jahres. Im Großen ging es bei mir darum das der natürliche Abrieb aufgrund von Fehlbelastungen nicht gleichmäßig verläuft. Dadurch bzw. Hinzu kommen dann einseitige dickere Hufwände, die nur schwerer abgerieben werden. Die HO korrigiert dies und ebenso die Sohle und den Strahl der durch den Schmied recht platt wurde.

Ich hatte auch zuvor an einem befreundeten Stall die Erfahrung gemacht wie zwei Rehepferde nach Biernat erfolgreich behandelt wurden. Er hat hierzu aber ebenfalls viele Beispiele auf der Internetseite.

Von Strasser habe ich so noch nichts gesehen nur schon extrem vieles gehört. Leider nie was positives. Die Aussagen aller, die ich hierzu mal befragt haben waren sinngemäß: Sie würden kein Pferd kennen das lahmfrei geht wenn es nach Strasser behandelt wird.
Im Grunde muss man sich als Pferdehalter unabhängig von seinem HO in die Materie einlesen und immer kritisch hinterfragen. Dies würde ich bei jedem HO und Schmied empfehlen.
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Alt 22.06.2012, 11:22   Hufbearbeitung nach Dr. Strasser e.V. - Wer kennt's? Beitrag #5
tani
traurig..
 
Benutzerbild von tani
 
Registriert seit: 03.04.2005
Ort: 45525 Hattingen
Hallo,

also mein Hufschmied sieht beim Namen Strasser auch rot.
Er sagt, das sind die Pferde, die nach einem Jahr Barhuf immer noch lahm gehen. Da wird dann gesagt das muss so sein.
Die gute Frau vertritt die Ansicht, daß alle Pferdehufe sehr flach gestellt werden müssen, egal bei welchem Pferd.
Und wenn das Tier mal eine Zeit fast nicht mehr geht vor Schmerzen, dann muss es da durch. So was käme mir nie und nimmer an meine ( ebenfalls Barhuf) Pferde.

L.G.

Tanja
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Bär-bär, Gajus, kyra76, Lousi
Alt 22.06.2012, 11:35   Hufbearbeitung nach Dr. Strasser e.V. - Wer kennt's? Beitrag #6
minuette
Hafi&Kaltblut-Besitzerin
 
Benutzerbild von minuette
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 01.09.2010
Ort: Celle
Bilder: 4
Ich hab jetzt eben auch mal rumgegoogled und ich glaube tatsächlich, das was ich als das Richtige empfunden habe, könnte vollkommen das Falsche sein... Sch******

@ Tani: Genau das was Du beschreibst, hat mich eben auch zu diesem Thema veranlasst. Ich hatte meine Huforthopädin jetzt zweimal da und jedes Mal lief Herr Haflinger hinterher eben nicht wirklich gut, was mir auch so erklärt wurde, dass das "normal" sei (ganz lapidar gesagt, sie hat es natürlich anders erklärt). Er läuft zwar auch jetzt noch, so ist das nicht, aber er läuft schlecht bzw. er tapst eigentlich mehr vor sich hin...

Ich glaueb wirklich, der Schuss ist gerade absolut nach hinten losgegangen...
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