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Alt 17.02.2010, 16:00   Hufgelenksentzündung oder doch etwas anderes? Beitrag #1
Donara
Fohlen
 
Registriert seit: 25.06.2006
Hallo Leute!

Ich habe ein ziemliches Problem mit meinem Pony eigentlich ging das ganze schon vor Jahren los. Ich berichte mal schnell...
Der Kleine war 15 Jahre Schulpferd, heute ist er fast 21. In den letzten 5 Jahren hatte er immer wieder mit Lahmheiten zu kämpfen. Vor 5 Jahren bekam er die Diagnose Kapselanriss im hinteren linken Knie, er bekam ein halbes Jahr Pause, dann wieder Schulbetrieb. Seit dem läuft er hinten teilweise sehr klamm und steif. Vor 3 Jahren begann er wieder zu lahmen, diesmal vorne rechts und hinten. Ein halbes Jahr Koppel bekam er zugesprochen und dann ging es wieder in den Schulbetrieb. Vor 1 Jahr habe ich ihn dann nach langem kämpfen endlich kaufen können. Seit dem steht er auf der Koppel und im Winter nachts in der Box. Mit seinem Umzug auf die Koppel bekam er auch die Hufeisen ab (er hatte nur vorne welche), doch schon nach einem Monat fing er wieder vorne rechts an zu lahmen (Diagnose leichte Huflederhautentzündung), er bekam wieder Eisen. Dann ging es eine ganze Zeit lang gut, er hat aber in der Zeit auch Ingwer bekommen und lahmte nur noch schubweise. Doch vor einigen Wochen ging es wieder los. Ich wollte es endgültig geklärt haben und rief noch einmal den Tierarzt. Beugeprobe vorne rechts und hinten rechts waren eindeutig positiv --> eine Woche Equi, um zu testen ob er aus seinem vllt Athroseschub wieder rauskommt. Doch es half nicht. Der Schmied kam zum neubeschlagen, mein Hotti ist immer totenbrav, doch beim Nagelreinhauen rechts machte er auf einmal total den Aufstand und stieg. Natürlich hat der Hufschmied noch einmal kontrolliert und mit der Zange abgetestet. Negativ. Wir dachten und also weiter nichts dabei. Der TA kam erneut. Röntgenbilder. Soweit alles gut. Leichte Athrose im LINKEN Vorderbein, Hufgelenk. Rechts nichts. Mein Pony wurde abgespritzt und die Diagnose gestellt: Hufgelenksentzündung. Das Gelenk wurde punktiert und es lief tatsächlich dünnflüssige Gelenksflüssigkeit aus. Er bekam Hyaloronsäure und Cortison, dazu 3 Tage Boxenruhe, was für ihn wie Folter gewesen ist, da er die Koppel mittlerweile liebt. Nach 3 Tagen habe ich ihn wieder rausgelassen. Das ganze ist jetzt eine Woche her und er läuft schlimmer als vorher, aber er ist auch nicht stocklahm. Er setzt seinen Fuß einfach komisch und tickt. Richtig platt war er nie, nur dieses ticken einfach.
So nun meine Frage. Habt ihr damit Erfahrung? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Huflederhautentzündung, einem schmerzhaften Nagel und einer Hufgelenksentzündung? Was würdet ihr mir raten? Einfach auf der Koppel in Ruhe lassen? Schritt führen und diese Woche schon wieder traben (laut Tierarzt)? Ich bin echt überfragt und so langsam verzweifelt, weil ich keine Besserung sehe...
LG
Donara
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Alt 17.02.2010, 16:24   Hufgelenksentzündung oder doch etwas anderes? Beitrag #2
Sarina_Scarlett
Tarpir
 
Benutzerbild von Sarina_Scarlett
 
Registriert seit: 05.08.2005
Bilder: 15
Mh, meine hat eine chronische Hufgelenksentzündung. Zumindest ist das damals nach einem Jahr herumdoktorn diagnostiziert worden. Sie wurde geröngt, aber nix war zu sehen. Sie hatte wirklich "gute" Knochen. Dann also abgespritzt... Ab dem hufgelenk war sie dann lahmfrei und nach einmal punktieren, lief, genauso wie bei deinem, dünnflüssige Gelenkflüssigkeit heraus. Sie bekam daraufhin Hyaloron, ebenso 5 Stehtage und danach wieder Spaziergänge. Da sie, wegen dem chronischen Verlauf, nie 100 Prozent klar lief, kam sie 2 Jahre auf die Weide mit Spezialbeschlag und bekam auch eine ganze Weile Ingwer. Ich reite sie jetzt wieder seit 6 Monaten und bis auf kleine Unterbrechungen durch andere Sachen hat sie auch nie mehr gelahmt. Sie ist jetzt 20, ich reite sie ganz locker in der Halle, gehe aber vor allem Ausreiten. Das bereitet ihr keinerlei Probleme.
Heute hat sie nach wie vor einen Spezialbeschlag vorne. Keile und so Eisen, die leicht abgerundet sind, damit sie besser abrollen kann. Damit läuft sie wirklich gut. Zudem steht sie mittlerweile in Offenstallhaltung. Und seitdem hat sie auch wirklich keine Probleme mehr mit dem Hufgelenk. Sie ist nie steif, läuft immer direkt von der ersten Sekunde an taktklar. Das war vorher in Boxenhaltung mit täglichem Weidegang nicht so. Ich denke es ist sehr wichtig, dass Pferde mit dieser Erkrankung sich selbst bewegen können. Pferde stehen sich im Grunde eh mehr kaputt, als dass sie kaputt geritten werden...
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Alt 17.02.2010, 16:33   Hufgelenksentzündung oder doch etwas anderes? Beitrag #3
Sorraya11
LEBEN UND LEBEN LASSEN
 
Benutzerbild von Sorraya11
 
Registriert seit: 21.08.2009
Bei meiner wurde auch eine Hufgelenksentzündung diagnostiziert. Der Punkt ist ja, das die Entzündung nur die Auwirkung ist. Die Ursache kann man fast nie feststellen. das geht von Fehlstellung, über Tritt abbekommen, umgeknickt oder sogar Bakterien im Blut (Borelliose).
Ich habe meine Auch mit Hyaloron und Cortison behandeln lassen. Beides ohne erfolg. Also habe ich sie dann ein halbes Jahr nur auf Box+Paddock gestellt (war sowieso Winter) und meine Vorraussetzung war, wenn im Sommer keine Wiese geht dann schluss.... War eine Schlimme Zeit. Aber das "Still stehen" hat wirklich gut geholfen! Und jetzt läuft sie seit einem Jahr wieder Beschwerden frei und das obwohl mein TA schon das schlimmste befürchtet hat!
Schmerzmittel habe ich in der ganzen Zeit nicht gegeben, da mein Pferd sehr Quirlig ist und sobald der Schmerz ein bisschen weg war fing sie sogar in der Box an zu Bocken... Und das ist definitiv nicht dienlich!!!

also, im Prinzip musst du versuchen die Ursache zu finden. Falsch geritten und dadurch immer falsch aufgefußt? oder eben Tritt? etc... vielleicht hast du ja glück und findest einen Anhaltspunkt und kannst ihn beheben.
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Alt 17.02.2010, 16:44   Hufgelenksentzündung oder doch etwas anderes? Beitrag #4
First Class
Sportpferd
 
Benutzerbild von First Class
 
Registriert seit: 27.02.2007
Ort: 76661
Bilder: 40
Mein damaliger 16 jähriger Wallach(der bevor ich ihn kaufte auch Schulpferd war) hatte auch ne HGE.
Meiner RB ist nichts aufgefallen aber mir. Vorallem bei Wendungen, auch z.B. bei durch die Bahn wechseln hat er auf dem "Autsch" Fuß dann immer getickt. TA kam dann, hat auch abgespritzt, geröngt, und da war die Diagnose:HGE Das Gelenk wurde punktiert, wobei auch gelbliche Flüssigkeit auslief. Hyaloronsäure hat er auch gespritzt bekommen.
Das ganze ging ca 6 Monate. Viel nur Schritt führen, raus auch so gut wie gar nicht.
Da er nun leider verkauft ist, weiß ich nicht, wie es ihm momentan geht.
Woher er die HGE hatte... TA vermutete durch s gegen die Boxentür schlagen/betteln...
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Alt 17.02.2010, 17:15   Hufgelenksentzündung oder doch etwas anderes? Beitrag #5
Donara
Fohlen
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 25.06.2006
6 Monate fast stehen ist natürlich schwer. Vor allem, weil er auch die Weide wirklich liebt. Das werde ich ihm jetzt auch so weit wie möglich nicht verwehren. Er hatte wirklich keine schönen 15 Jahre, vor allem die letzten Jahre waren nicht einfach. Und in denen 3 Tagen Box war er schon wirklich unglücklich. Na ja, ich hoffe das gibt sich alles irgendwie noch Man weiß halt leider nicht, wie lange er es schon hat. Im Schulbetrieb wurde sowas ja auch nie kontrolliert und für mich als Azubi ist das auch defintiv ein hoher Kostenfaktor, aber das hat der Dicke verdient.
Ich hoffe jetzt einfach auf den Frühling, dass der Boden wieder besser wird und wir so weit es geht gemütlich im Gelände wieder antrainieren können und er auch dieser Phase des Lahmens wieder irgendwie herauskommt.
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Alt 17.02.2010, 17:18   Hufgelenksentzündung oder doch etwas anderes? Beitrag #6
First Class
Sportpferd
 
Benutzerbild von First Class
 
Registriert seit: 27.02.2007
Ort: 76661
Bilder: 40
Oh ja die Kosten für die Behandlung waren echt hoch!! Pro Besuch waren es mal gute 100,-€.. dann noch +Medis...

Drücke die Daumen!!!
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