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Alt 12.02.2007, 10:04   Info! Atemwegs Allergien Beitrag #1
*Biggi*
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Allergischer Husten
Die ersten Anzeichen für einen allergischen Husten sind eher harmlos. Betroffene Pferde schnauben und husten nur einige Male beim ersten Antraben etwas Schleim ab. Später husten sie bei Belastung und Staubentwicklung in der Reitbahn oder im Stall. Die Atmung wirkt angestrengt. Der Nasenausfluss ist wässrig bis eitrig. Durch den Staub, die Pilzsporen oder die Eiweiße kommt es zu kleineren Entzündungsherden. Diese reizen die Atemwege und führen zu Hustenanfällen. Die Entzündungen weiten sich aus, die Atemorgane verkrampfen, die Schleimhäute schwellen an, was wiederum Husten auslöst. Nicht immer sind Viren und Bakterien Schuld an einem hartnäckigen Pferdehusten. Neben Staub und Ammoniakgasen sind es vor allem die Schimmelpilze und andere Pilzsporen sowie Milben, die die Atemwege der Pferde reizen und zu Allergien führen. Daneben entsteht in den Pferdeställen organischer Staub, der Blütenpollen und andere Eiweißkörper enthält und auf der Weide warten Pollen und Insekten. Dazu kommen noch zahlreiche weitere Allergieauslöser, so genannte Allergene, die sich in Holzschutz- und Insektenschutzmitteln, Stallfarbe, im gespritzten Futter oder auch in Shampoos verbergen. Die Liste der Allergen ist beliebig verlängerbar, die Abwehr sensibler Pferde reagiert in vielen Fällen dann so stark, dass es zu den verschiedensten Auswirkungen kommt. Neben Husten reagieren manche Pferde mit der Haut oder mit Kopfschütteln (Headshaking) auf solche Allergene. Besonders Boxenpferde, die den Grossteil des Tages dem Stallstaub ausgesetzt sind, haben kaum noch Abwehrkräfte und bilden die Hauptgruppe der Allergiker. Häufig entsteht ein allergischer Husten im Anschluss an einen akuten Pferdehusten, weil das ohnehin bereits sensibilisierte Immunsystem überstark auf Staub und Pilzsporen reagiert.

Allergene
Atemwegserkrankungen auslösende Allergene, die über die Luft in die Atemwegsorgane gelangen, sind in erster Linie Pollen von Gräsern und Kräutern, Baumpollen und vor allem die gefürchteten Pilzsporen wie Alternaria, Aspergillus oder Cladsporum. Es können aber auch bestimmte Umgebungsallergene wie Brom, Chlor, Formaldehyd oder diverse Hydride sein. Gräser- und Kräuterpollen sowie Pilzsporen sind in jedem Heu und Stroh, je nach Qualität in geringeren oder größeren Mengen vorhanden, und zwar ohne Ausnahme. Umgebungsallergene können von Stalleinbauten, imprägnierten Zaunpfosten oder anderen Einrichtungen stammen, die sich in der Nähe des Pferdes befinden, und denen es ebenfalls ständig ausgesetzt ist.

Staubträger
Staub besteht aus organischen und anorganischen Bestandteilen. Entwickelt sich bei besonders trockener Luft aus Heu, Stroh, Einstreu, Absonderungen der Pferdehaut, getrockneten Exkrementen und Sekretteilchen, Sand und Erde. Ein Großteil des Staubs wird vom Pferd im Nasen- Rachenraum gefiltert. Ein Bruchteil allerdings mit einer Größenordnung kleiner als 0.005 nm erreicht die Lungenbläschen. Auch die Rückstände der Tiermilbe gelangen bis zu den Lungenbläschen.

Luftbestandteile, Staubträger
Allergene : Pilzsporen, Blütenpollen, Tiermilbe
Begünstigende Kriterien : schlechte Stallluft, Ammoniak, Schwefelwasserstoff
Gefahr durch Sekundärinfektionen durch : Keime, Bakterien, Streptokokken, Staphylokokken, Diplokokken, Bordatellen, Pseudononas, Mykoplasmen
Viren : Influenzaviren, Reoviren, Herpesviren, Rhinoviren
Pilze : Aspergillus, Hefen wie Candida albicans

Atemwegsallergien müssen als die am meisten verbreitete Allergieform überhaupt angesehen werden. Grundsätzlich kann eine Erkrankung der Atemwege durch drei Faktoren ausgelöst werden :
durch Übertragung von Bakterien, Viren und Pilzen
durch mechanische Einflüsse, innere Blutungen oder Herzen / Kreislauf- Erkrankungen
durch eine allergische Reaktion von Schleimhäuten der Atemwegsorgane auf eindringende Allergene
Bei dem auf eine allergische Atemwegserkrankung reagierenden Pferd lösen bestimmte Allergene, die über die Atmung in die Lunge gelangen und sich auf den Schleimhäuten der verschiedenen Atemwegsorgane wie der Nasenhöhle, der Nasennebenhöhle, den Luftsäcken über die Bronchien bis hin zu den Lungenbläschen (Alveolen) verteilen, Reaktionen des Gewebes aus. Der Pferdeorganismus reagiert auf diese Allergene wie auch bei anderen allergischen Reaktionen übermäßig. Dabei werden im Bereich der Atmungsorgane folgende Schutzmechanismen mobilisiert :
das Flimmerepithel, schleimbildende Zellen (Becherzellen), Fresszellen (Makrophagen)
Bei normaler Staubbelastung halten sich die Aktivitäten dieser Schutzmechanismen mit den eindringenden krankheitserregenden Stoffen (Allergene) die Waage. Bei übermäßiger Staubbelastung wird als erste Reaktion der Husten ausgelöst. Achtung ! Der erste Husten sollte nicht gleich mit irgendeinem Mittel unterdrückt werden. Er stellt eine wirksame Methode dar, Fremdkörper aus den Luftwegen zu entfernen. Der produzierte Schleim mit Staub und Allergenen wird durch das Husten entfernt. Im Rahmen der allergischen Reaktion wird u. a. körpereigenes Histamin freigesetzt, welches im Bereich der Schleimhäute Schwellungen verursacht. Zusätzlich kann sich dieses sensibilisierte Gewebe entzünden. Das Pferd reagiert also auf die Vorgänge mit ersten Symptomen wie Husten, erschwerte Atmung und wässrigem Nasenausfluss, also ähnlichen Anfangssymptomen wie bei der infektiösen Atemwegserkrankung. Werden keine Gegenmaßnahmen bei Auftreten der ersten Symptome der allergischen Reaktion ergriffen, können schwerwiegende und irreparable Schäden wie chronischer Husten bzw. chronische obstruktive Bronchitis (COB) bis hin zum Lungenemphysem mit Bronchialkrämpfen folgen. Das Lungenemphysem stellt schließlich die irreversible Erweiterung der Lungenbläschen dar und wird landläufig als Dämpfigkeit bezeichnet. Alle Formen bzw. Steigerungen der Atemwegserkrankungen durch Allergene gehen fieberlos einher. Mischformen sind aber möglich, besonders bei einer anschließend entstehenden Folgeinfektion. Ein Pferd besitzt je nach Körpergröße bzw. Lungenvolumen etwa 100 Millionen Lungenbläschen mit einem Durchmesser von 0,5 mm. Das entspricht einer Gesamtfläche von ca. 200 Quadratmetern.

Die Symptome der allergischen Bronchitis stellen sich wie folgt dar :
1. das Pferd zeigt als ersten Hinweis einen Leistungsabfall beim Reiten. Es wirkt müde, will kaum traben, schon gar nicht galoppieren. Es räuspert sich oft und zwar so, als ob es etwas loswerden will. Auch schnaubt es mehr als normal. Es wirkt teilnahmslos, sehr ruhig und zeigt erste Unlust bei der Nahrungsaufnahme. Es entwickelt sich wässriger Nasenausfluss.
2. es folgen erste Hustenerscheinungen die zunächst leise und unterdrückt wahrzunehmen sind. Bei Belastung (Ausritt im Gelände, Halle, an der Longe) werden die Hustenanfälle massiver zum Teil kräftiger mehrmals hintereinander. Jetzt werden auch Atemgeräusche offen hörbar, der Nasenausfluss wird milchig.
3. in der dritten Phase zeigt das Pferd Atemnot, besonders in der Bewegung, aber auch in der Ruhephase. Es hat kein Fieber und hustet jetzt auch vermehrt im Stall. Der Nasenausfluss wird eitrig.
4. die Atemnot nimmt zu. Charakteristisch ist beim Atmen jetzt die sog. Doppelschlägigkeit die sich wie folgt darstellt : das Einatmen geschieht langsam und gleichmäßig mit hörbaren Rasselgeräuschen (Ohr an die Nüstern halten) das Ausatmen findet in zwei Abschnitten statt a) passives Ausatmen des ersten teils der Luft b) aktives Ausatmen des zweiten Teils der Luft unter Zuhilfenahme der Bauchmuskulatur (= Auspressen der Luft), im chronischen Stadium bildet sich die sog. Dampfrinne
5. beginnt sich die Lunge zu verkrampfen, ist zusätzlich beim Ausatmen eine Vorwölbung des Afters zu beobachten. Die Begleiterscheinungen der Lungenverkrampfung sind ähnlich die einer Kolik. Das Pferd wirft sich auf den Boden, ist sehr unruhig, hat aufgerissene Augen und zeigt sichtliche Angstreaktionen. Meistens kann erst bei der zweiten Phase mit erstmaligem Auftreten von Husten mit Gegenmaßnahmen begonnen werden, denn die Anfangssymptome der Phase 1 (Leistungsabfall, Müdigkeit, Unlust) lassen auch auf viele andere zum Teil auch harmlose Ursachen schließen.
Alle staubentwickelnde Stoffe wie Heu, Stroh oder Walzhafer dürfen nicht mehr in die Nähe des Pferdes gelangen bzw. müssen mit Wasser neutralisiert werden. Das Pferde sollte ständig frische Luft haben (z.B. in einer Außenbox untergebracht werden)
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Alt 12.02.2007, 10:06   Info! Atemwegs Allergien Beitrag #2
*Biggi*
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Einzelallergene im Überblick

Allergengruppe Gräserpollen / Einzelallergene
Hafer, Hundszahnkraut, Knäuelgras, Lieschgras, Weidelgras, Roggen, Ruchgras, Schilf, Trespe, Weißes Straußgras, Weizen, Wiesenfuchsschwanz, Wiesenrispengras, Wiesenschwingel, Wolliges Honiggras

Allergengruppe Baumpollen / Einzelallergene
Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Haselnuss, Kiefer, Linde, Nussbaum, Pappel, Platane, Salweide, Ulme, Wacholder
Allergengruppe Schimmel- und Hefepilze (Pilzsporen) / Einzelallergene
Alternaria tenius, Aspergillus clavatus, Aspergillus flavus, Aspergillus fumigatus, Aspergillus niger, Aspergillus oryzae, Saccharomyces cerevisiae, Candida albicans, Cladsporum herbarum, Penicillium notarum, Ustilago nuda

Allergengruppe Nahrungs- und Futtermittel / Einzelallergene
Gerste, Buchweizen, Dinkel, Gluten, Hafer, Hirse, Japanische Hirse, Kolbenhirse, Mais, Reis, Roggen, Weizen

Allergengruppe Nüsse und Ölsaaten / Einzelallergene
Erdnuss, Haselnuss, Kokosnuss, Leinsamen, Mandel, Paranuss, Pinienkerne, Soja- Lecithin, Soja- Eiweiß, Walnuss

Allergengruppe Sonsige Futtermittel / Einzelallergene
Honig, Kürbissamen, Luzerne, Malz (Gerste, Weizen) Melasse, Minze, Mohnsamen, Zuckerrübensamen

Allergengruppe Milben / Insekten / Einzelallergene
Biene, Floh, Hausstaubmilbe, Hornisse, Kriebelmücke, Pferdebremse, Staubmilbe, Stechmücke, Weidestechfliege, Wespe, Zecke

Allergengruppe Arzneimittel / Einzelallergene
Acetylstein, Acetylsalicylsäure, ACTH, Ambroxal, Aminocephalosporansäure, Aminopenicillansäure, Amoxycillin, Amphotericin B, Ampicillin, Barbiturate, Benzocain, Bromhexin, Captopril, Carbenicillin, Cefachlor, Cephalosporin, Cephalotin, Chloramphenicol, Ciprofloxacin, Diclofenac, Doxcyclin, Enoxacin, Ethoform, Getamycin, Ibuprofen, Insulin, Isoprenalin, Kanamycin, Ketoprofen, Lidocain, Metamizol, Metronidazol, Naproxen, Neomycin, Norfloxacin, Nystatin, Oxacillin, p- Aminobenzoesäure, Paracetamol, Penicillin G und V, Phenacetin, Phenobarbital, Phenylbutazon, Piperacillin, Polymixin, Prilocain, Procain, Pyridoxamin, Resorcin, Streotomycin, Sulfamethoxazol, Tetracain, Thyroxin, Trimethoprim, Tryptophan, Tyramin, Vancomycin

Allergien auf Medikamente haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Allerdings werden auch mehr Medikamente als früher verabreicht. Besonders häufig sind Allergien auf Antibiotika, Sulfonamide, Antiphlogistika, Antiparasitika aber auch Impfstoffe stehen auf der Liste der möglichen Auslöser bei empfindlichen Pferden. Die Reaktionen reichen von einer leichten Nesselsucht bis hin zu schweren Schockzuständen mit Todesfolge.
Prinzipiell kann der Pferdekörper auf jede Substanz eine Allergie auslösen. Es bestehen jedoch erhebliche Unterschiede in der Allergiepotenz einzelner Stoffe, also darin, wie häufig und wie ausgeprägt ein Stoff eine Allergie auslöst. Weiterhin reagieren unterschiedliche Pferderassen besonders sensibel auf unterschiedliche Allergene. Pferde mit allergischer Disposition können gegen manche Futtermittel eine Sensibilität entwickeln. Einige Futtermittel sind jedoch besonders häufig für allergische Reaktionen verantwortlich. So hat eine Untersuchung ergeben, dass sich höchsten Werte bei der Melasse zeigen, die sehr häufig bei der Fertigfutterherstellung (z.B. Pellets, Reformhafer) verwendet wird. Ist der Verdauungstrakt des Pferdes geschädigt und die natürliche Darmflora beeinträchtigt, (die Darmflora spielt dabei eine zentrale Rolle, sie besteht aus Millionen von nützlichen Bakterien, die wie ein dichter Belag die Darminnenwände überziehen) ist das Immunsystem nicht voll funktionstüchtig. Die Mikroorganismen gehen mit dem Darm eine Zweckgemeinschaft ein, sie trainieren das Immunsystem, verhindern die Ansiedelung krankmachender Keime und produzieren lebenswichtige Vitamine wie Vitamin B, Biotin und Folsäure. Durch einen übermäßigen befall durch z. B. Ektoparasiten befindet sich das Abwehr- bzw. Immunsystem in einer ständigen Alarmbereitschaft. Daher kommt es zu einer schnelleren Allergieantwort des Körpers bei Kontakt mit dem Allergen.

Erblich erworbene Veranlagung
Bei der Entstehung von Allergien sind zwei Faktoren maßgeblich beteiligt :
Die erbliche und die erworbene Veranlagung. Die Vererbungslehre unterscheidet zwischen den Phänotyp und dem Genotyp. Der Phänotyp (= äußeres Erscheinungsbild) stellt das wahrnehmbare Gesamterscheinungsbild eines Pferdes dar und ist das Ergebnis aus vererbter Anlage und der Umwelt. Der Genotyp (= Erbbild) beschreibt alle, also auch die nicht erkennbaren inneren Merkmale und Anlagen (Interieur, vererbte Krankheiten). Vereinfacht dargestellt werden bestimmte Merkmale dominat, rezessiv oder intermediär vererbt. Der Nachkomme erhält immer je ein merkmal der drei vorher genannten Typen von je einem Elterntier. Ist ein krankheitsauslösendes Merkmal eines Elterntieres dominant oder intermediär, dann ist das für den Nachkommen der Grundstein für eine Erkrankung. Für die Erklärung der Vererbung von Erbkrankheiten oder Allergien kommt allerdings erschwerend hinzu, dass die oben genannten Merkmale auch gemischt bzw. kombiniert übertragen werden können. Erbkrankheiten und Erbfehler werden also hauptsächlich multifaktorell weitergegeben. Dabei können die vererbten Merkmale überdeckt werden und erst erscheinen wenn die durch bestimmte Umweltfaktoren ausgelöst werden. Solche Umweltfaktoren können Ernährungsmängel, Haltungsfehler oder Stoffwechselstörungen sein. Ohne Zweifel muss auch die Neigung zu Allergien eines Pferdes zu den Erbfehlern gerechnet werden. Fest steht in diesem Zusammenhang, dass die vererbten Fehler von den Elterntieren in unterschiedlicher Weise an die Nachkommen weitergegeben werden. Diesen Umstand beschreibt die Genetik mit dem Begriff Heredität. Daneben scheint erwiesen, dass Erbkrankheiten und Allergien vornehmlich von der Mutterstute stammen, weniger vom Hengst. Bei der erworbenen Veranlagung spielt das Zusammenwirken mehrerer äußerer Bedingungen eine wesentliche Rolle :
Zeit, äußere Einflüsse, Stress u. a.
Es kann vorkommen, dass ein Pferd zum Beispiel im Rahmen seiner Aufzucht ständig mit bestimmten Stoffen konfrontiert wurde und auf diese Stoffe- zusammen mit einer geerbten Anlage- eine unterschwellige Sensibilität entwickelt hat. Dieses allergisch prädisponierte Pferd zeigt dann z. B. zehn Jahre lang keine allergische Auffälligkeit oder Symptom. Aber irgendwann kann es unter bestimmten äußeren umständen plötzlich und ohne erkennbare Beeinflussung zum Ausbruch einer allergisch bedingten Erkrankung kommen. Steht der sensibilisierte Organismus also unter bestimmten Einflüssen, kommt es zur allergischen Erkrankung. Zu solchen Einflüssen zählt auch der Stress. Zumindest konnte festgestellt werden, dass durch steigende Stressbelastung das Immunsystem geschädigt wird und gleichzeitig die Allergiebereitschaft zunimmt. Solche Stresssituationen können beim Pferd die Trennung von Artgenossen, soziales Gerangel in einer Pferdegemeinschaft, Umzug in einen anderen Stall, aber auch Reiterfehler, Training etc. sein
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Alt 16.04.2007, 11:19   Info! Atemwegs Allergien Beitrag #3
Ull
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Frage Noch ein paar Fragen zum Text

Hallo Biggi,

eine wirkliche ausführliche und informative Beschreibung! Aber habe noch ein paar Sachen, die ich einfach nicht verstehe! Wäre wirklich total klasse, wenn Du mir da weiterhelfen könntest:

Verstehe ich es richtig, dass sich
1. Zunächst eine Allergie (auch allergischer Husten) entwickelt, der durch mehrmaliges Husten am Anfang des Reitens mit leichter Schleimabsonderung äußerst?
2. Dieser dann nicht mehr so oft am Anfang, sondern eher bei stärkere Belastung und Staubentwiclkung auftritt? Hinzu kommt das Kopfschütteln! Es sich allerdings immer noch um die Allergie handelt?
3. Wenn hingegen nicht unternommen wird, kann sich daraus chronischer Husten bzw. eine COB entwickeln?
4. Wenn dann weiter nichts unternommen wird, führt das zu Dämpfigkeit (auch COPD oder Emphysembronchitis) führen kann? Daran sterben die Pferde meistens …

Stimmt es, dass Viren und Allergien zu Influenza und Druse führen können, was dann wiederum Dämpfigkeit zur Folge haben kann? Und ist Dämpfigkeit wie Asthma bei Menschen? Denn dagegen gibt es doch Mittel, oder?

Können Pferde mit Allergie noch gearbeitet werden? [Denke in den weiteren, ich nenne sie mal "Stadien" dürfte dass dann nicht mehr der Fall sein, weil die Lunge einfach schon zu kaputt ist ... ] Und hilft hier Inhalation? Was würdest Du sonst als sinnvolle Maßnahme vorschlagen, um einer Allergie Herr zu werden? Denn wenn ich es richtig verstanden habe, ist es in diesem Stadium noch möglich, Gegenmaßnahmen zu ergreifen …welche wären das? [Außer eine staubfreie Umgebung …bzw. die Versuche, alle Allergen fernzuhalten]

Ich danke Dir ganz herzlich für die Hilfe! Werde mich auch noch mal mit anderen Pferdebesitzern austauschen, aber als THP weißt Du das sicher am besten …


VLG, ULL
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Alt 26.04.2007, 11:20   Info! Atemwegs Allergien Beitrag #4
*Biggi*
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 Threadersteller 
 
Registriert seit: 17.01.2005
Ort: Hessen
Hallo Ull,
erstmal sorry, aber ich bin aus Zeitgründen nicht ständig anwesend um regelmäßig die Fragen zu beantworten, jetzt aber !

Nicht jede Allergie äußert sich gleich mit einer Schleimansammlung, meist folgt die später, durch die ständige Reizung

Nicht jedes Kopfschütteln muss gleich heißen, dass das Pferd allergisch ist

Eine chronische Atemwegserkrankung entwickelt sich in der Folge durch den ständigen Reiz der Schleimhäute, die sich entzünden und dadurch einen Nährboden für Viren oder Bakterien bilden

Durch ein Lungenemphysem wird die Lungengrenze immer weiter verschoben, das Sauerstoffverhältnis ist erheblich gestört, im übrigen empfiehlt sich dann eine Blutgasanalyse, die ermittelt wie viel Sauerstoff noch umgesetzt wird. Ist die Umsetzung kaum noch vorhanden, verschiebt sich das gesamte Milieu (wie eine Art Vergiftung) und dann kann das Pferd daran sterben

Dämpfigkeit ist nicht gleich Asthma, aber ein chronisch krankes Pferd kann durch eine Atemwegsallergie belastet sein und das führt dann zu asthmaähnlichen Symptomen. Ebenso kann auch ein allergisches Pferd Asthmasymptome zeigen, ohne das die Lunge beteiligt ist. Da beides die gleichen Erscheinungsbilder hat, muss dringend abgeklärt werden, ob das Pferd nun allergisch ist oder eine Erkrankung der Atemwege besitzt. Beides kann dann getrennt voneinander behandelt werden.

Allergische Pferde müssen (wenn untersucht worden ist, worauf sie allergisch reagieren) dementsprechend gehändelt werden, dann können die auch gearbeitet werden. Hierbei bietet sich eine Desensibilisierung an.

Lieben Gruß
Biggi
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Alt 26.04.2007, 11:26   Info! Atemwegs Allergien Beitrag #5
Ull
SeePferdchen
 
Benutzerbild von Ull
 
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: Köln/Düsseldorf/Aachen
Hallo Biggi,

super! Vielen, vielen, lieben Dank


LG
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Alt 01.05.2007, 22:02   Info! Atemwegs Allergien Beitrag #6
southpony
Fohlen
 
Registriert seit: 30.08.2006
Allergie Milben

Nach einem Allergietest hat sich ergeben, daß mein Pony allergisch auf Hausstaubmilben, Getreidemilben und Heumilben reagiert. Wir wollen ihn nun Desensibilisieren. Aber wie kann ich Milben aufs geringste verhindern? Er steht in einem Offenstall mit Weide und Heu, kein Stroh. Heu wird trocken und luftig gelagert. Ich füttere Energetikum von St.Hippolyt, 1-2x in der Woche Mash und täglich Mineralfutter und Schwarzkümmelpellets ( seit ein paar Wochen). Futterbehälter sind aus Kunststoff, welche ich regelmäßig desinfiziere. Wie schnell bilden sich Milben im Futter? Was ist allgemein zu tun und auf was zu achten?
Ich hoffe auf baldige Antwort.

Herzliche Grüße Jessy
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