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Alt 12.02.2007, 11:14   Info! Kolik bis Kotwasser Beitrag #1
*Biggi*
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Darmerkrankungen

Beim Pferd findet eine intensive chemische Umwandlung (Gärung/ Fermentation) der Futtermittel durch Bakterien (Keime) und Enzyme (spezielle Eiweißgruppen) statt. Pferde verdauen jede aufgenommene konzentrierte (gehaltvolle, rohfaserärmere) Nahrung (z.B. Kraftfutter) hauptsächlich im Magen und Dünndarm.
Restmengen konzentrierter Nahrung und alle schwer verdaulichen Bestandteile des Futters (z.B. Gerüstsubstanzen wie Cellulose von Gras, Heu und Stroh) fließen in den Dickdarm und werden beim Pferd im verhältnismäßig großen, magensackähnlich erweiterten Blindarm- Teil des Dickdarms- mikrobiell fermentiert.
Der Vorgang der Nahrungsaufnahme richtet sich grundsätzlich nach den stofflichen und energetischen Verlusten, die der Körper zur Sunstanzerhaltung ausgleichen muss. Maßgebend dafür sind alle chemischen Vorgänge im Körperinneren, die als Stoffwechsel (Metabolismus) bezeichnet werden. Dabei stehen sich in allen lebenden Zellen stets gleichzeitig zwei Stoffwechselprozesse gegenüber. Zum einen aufbauende Prozesse (Anaboliusmus) z.B. Eiweiß (Protein)Synthese, Milchzuckersynthese, Fettsynthese oder Knochenbildung, zum anderen abbauende Prozesse (Katabolismus) wie z.B. Knochenabbau und Wasser.
Überwiegen die anabolen Prozesse, dann ist eine sog. anabole Stoffwechsellage gegeben, z.B. beim wachsenden Fohlen oder beim Pferd im Konditionstraining mit verstärkter Muskelbildung.
Beim Überwiegen der katabolen über die anabolen Prozesse ergibt sich eine katabole Stoffwechsellage. Diese ist gegeben bei Unter- und Fehlernährung, Krankheit und hohem Alter. Dabei vermindert sich die Körpermasse so lange, bis der Organismus stirbt.
Sind die anabolen gleich groß wie die katabolen Stoffwechselprozesse, erhält sich der Körper in dem Zustand, in dem er sich befindet: ein Fließgleichgewicht besteht. Vorgänge, die dem Sättigungszentrum des Organismus signalisieren, dass eine ausreichende Nahrungsaufnahme erfolgt ist, sind z.B. die nach der Futteraufnahme gesteigerte Wärmeerzeugung des Körpers, hormonelle Faktoren, der jeweilige Gehalt an Blutzucker oder der Konzentrationsgrad an flüchtigen Fettsäuren.

Futteraufnahme und Dauer der Nahrungspassage
Die normalen Aufnahmezeiten pro Kilo bei Warmblütern:
*Stroh und langes Heu etwa 45 Minuten
*Hafer etwa 15 Minuten
*pelletiertes Futter etwa 15 Minuten
*Futter in Brikettform, also Fertigfutter, etwa 20 Minuten.
Die Reihenfolge beim Füttern sollte sein:
erst Heu dann Kraftfutter.
Das Heu regt die Absonderung der Verdauungssäfte an und schwächt das Hungergefühl, somit wird das Kraftfutter nicht gierig gefressen, sondern besser gekaut und eingespeichelt. Die Dauer der Nahrungspassage in den einzelnen Darmabschnitten hängt von zahlreichen Faktoren ab (Individualität und Belastung des Pferdes, Zerkleinerungsgrad, Verdaulichkeit oder Verunreinigung des Futters).
Von der Gesamtpassagezeit von 35-50 Std. entfallen rd. 85% auf den Dickdarm. Grünfutter und Raufutter passieren im Vergleich zu Krippenfutter den Magen- Dünndarmbereich rascher, verbleiben jedoch länger im Dickdarm. Schwer abbaubare Raufuttermittel (Stroh) durchlaufen den Dickdarm langsamer als Grünfutter und jüngeres Heu
Folgende Grundsätze sind deshalb zu beachten:
* Heu nach der Ernte mindestens 8 Wochen lagern, bevor mit der Fütterung begonnen wird. Das Heu verliert die Feuchtigkeit und schwitzt durch
* keinen frisch geernteten Hafer verfüttern. Hafer soll ebenfalls nach der Ernte ca. 8 Wochen lagern
* keine muffigen, verschimmelten Futtermittel einsetzen. Das gilt besonders für Heu (Ballen aufschütteln und kontrollieren), Stroh (weiches Sommergetreidestroh nimmt leichter Wasser aus, Gefahr von Schimmelbildung) und Getreide (hier ist Schimmelbefall of nur am muffigen Geruch zu erkennen). Auch verschimmelte Brotabfälle dürfen nicht verfüttert werden. Da Streustroh teilweise gefressen wird, muss es die gleichen hygienischen Anforderungen erfüllen
* angefaulte oder gefrorene Futtermittel (Rüben, Möhren) sind zu vermeiden. Hackfrüchte müssen vorher gründlich gewaschen werden. Anhaftende Bodenteile und Schmutz können wie Schmirgelpapier auf die sehr empfindliche Darmschleimhaut wirken
* säuerlicher Geruch weist bei Getreide auf erhöhten Wassergehalt und bakterielle Fäulnis hin. Solches Getreide ist für Pferde ungeeignet
* Grünfutter ist immer frisch zu verfüttern. Es erwärmt sich, wenn es liegt und verliert an Schmackhaftigkeit und Futterwert
Bei ungeklärten organischen Erkrankungen, ist die Ursache meist eine Stoffwechselfunktionsstörung. Bei Hautkrankheiten wobei keinerlei Erkennungszeichen auf eine Ursache deuten, liegen oft einem gestörten Hautstoffwechsel zugrunde.
Ob man nun von Hufrehe, Durchfall, Kolik, gestörtem Haarwechsel, Verfohlen, gestörten Leberfunktionen ect. spricht, alle haben eins gemeinsam, sie werden fast immer durch einen gestörten Stoffwechsel hervorgerufen.
Behandelt wird die in Erscheinung getretene Erkrankung, aber der Auslöser für die Fehlfunktion bleibt meist im Verborgenen. So kommt es dann, dass zu der einen Erkrankung noch eine zweite und dritte dazu kommt, oder die Erste abgeheilt ist und die Nächste schon klingelt.
Eine Symptomlage zu erkennen allein genügt nicht, sondern der gesamte Überblick ist hierbei gefordert. Ohne eine umfassende Regeneration des Stoffwechsels, wäre die Behandlung ein Fass ohne Boden. Man muss einiges über die Stoffwechselvorgänge wissen, um sich ein Bild darüber machen zu können, welches Ausmaß es annehmen kann, wenn dieser aus den Fugen gerät.


Fehlgärungen
Fehlgärungen entstehen durch verstärkte Gasbildung, erhöhte Säureproduktion, in speziellen Fällen aber auch durch Toxinbildung, verschiedenartige Koliken verursachen mit Sekundärfolgen Tympanien (Aufblähung), Schleimhautreizungen, Hyperperistaltik (Verkrampfung) ect.
Primäre Fehlgärungen entstehen überwiegend durch erhöhte Keimgehalte im Futter, so dass sie vorrangig im Magen- Dünndarm- Bereich auftreten. Sekundäre Fehlgärungen, vor allem im Dickdarmbereich, sind die Folge unvollständiger Zerlegung bzw.
Resorption von Nahrungsbestandteilen im vorderen Bereich des Verdauungskanals (nach Aufnahme überhöhter Futtermengen, schwer abbaubarer Substanzen oder bei einer Insuffizienz von Pankreas und Dünndarm).
Dann gelangen unphysiologisch hohe Anteile un- und teilverdauter Nahrungsstoffe in die tieferen Darmabschnitte und werden dort mikrobiell fermentiert. Auch jede Atonie(Erschlaffung) des Darms (durch Toxine, K-, Ca- Mangel, Schock) begünstigen Fehlgärungen

Fehlgärungen im Magen
Sind heute relativ häufig: z.B. nach Aufnahme von keimreichen Mischfuttern, von nicht abgelagertem Hafer oder Heu, von gefrorenen oder angefaulten Wurzeln und Knollen oder auch von frischem Grünfutter, welches in Haufen gelegen hat und in dem sich Mikroorganismen vermehrt haben.
Zunächst wirkt kein saurer Magensaft auf den Mageninhalt ein (so dass auch unter physiologischen Bedingungen mikrobielle Umsetzungen stattfinden), können sich dort nach Aufnahme von keimreichem Futter die Mikroorganismen nach Befeuchtung und Erwärmung stürmisch vermehren.
Stark verhefte Futtermittel führen häufig innerhalb kurzer Zeit nach der Futteraufnahme infolge Gasbildung und Druckerhöhung im Magen zu schweren Koliken, bei vermehrter Milchsäurebildung auch zu Schleimhautreizungen.
Futtermittel, die im Magen stark verkleistern (größere Mengen an Roggen- oder Weizenschrot), können auch ohne hygienische Mängel zu Fehlgärungen im Magen beitragen, weil durch die Durchdringung des Mageninhaltes unkontrolliert mikrobielle Umsetzungen ablaufen.
Auch Stresssituationen, die eine ausreichende Magensaftreaktion behindern (unmittelbar starke Belastung nach der Fütterung, Aufregung, Futterneid), lösen solche Einwirkungen aus.

Fehlgärungen im Dünndarm
Die innerhalb von 2-4 Stunden nach der Futteraufnahme auftreten, häufig als Krampfkolik bezeichneten Störungen sind vielfach auf Fehlgärungen in diesem Bereich zurückzuführen, da sich in dieser Zeit bereits ein Teil der aufgenommenen Nahrung im Dünndarm befindet.
Bei Kombination von Mischfutter mit nicht einwandfreiem Stroh (Keimbildung) treten die Symptome verstärkt auf

Fehlgärungen im Caecum (Blinddarm)
Entstehen meist sekundär, häufig nach übermäßiger Aufnahme von Krippenfutter, d.h. wenn zu große Mengen hochverdaulicher Substanzen den Dickdarm erreichen.
Je größer die aufgenommene Kraftfuttermengen in einer begrenzten Zeit, um so mehr hochverdauliche Komponenten fließen in das Caecum und werden dort unter Bildung hoher Säuremengen mikrobiell abgebaut.
Die dabei entstehende Milchsäure verursacht nicht nur Reizungen der Darmschleimhaut und eine Senkung des PH- Wertes, sondern auch Motilitätsstörungen im Darmrohr, Veränderungen der Osmolarität und über die Abtötung von Mikroorganismen auch die Freisetzung von Endotoxinen

Fehlgärungen im Colon (Grimmdarm/ Abschnitt des Dickdarms)
Werden vorwiegend nach größeren Mengen von jungem Grünfutter (wie Gras, Klee) beobachtet. Futtermittel die erst im Dickdarm einem intensiven Abbau unterliegen. Colontympanien zeigen sich auch nach übermäßiger Aufnahme von Brot und Äpfeln. Diese auch als Windkolik bezeichnete Kolikform kennzeichnet sich durch übermäßige Ausdehnung des Darms infolge rascher Gasentwicklung.
Die übermäßige Ausdehnung des Darms infolge rascher Gasentwicklung. Die selbstständige (primäre) Form wird durch die Aufnahme von blähenden keim- und phosphatasereichen Futtermitteln verursacht, wobei die enzymatische Wirkung durch Arsenate der Leguminosen noch gesteigert wird und zu besonders exzessiven Gärung führt.
Physiologischerweise tritt beim Pferd schon während der Futteraufnahme Mageninhalt in den Dünndarm über und gelangt bereits nach zwei Stunden in den Dickdarm. Daher entstehen fütterungsbedingte Blähungen bald nach der Futteraufnahme und erstrecken sich rasch über den ganzen Verdauungstrakt.
Hierbei wirken die Phosphatasen der Futtermittel und der Darmflora als Katalysatoren beim Abbau der Kohlenhydrate zu Kohlendioxid (67%), es werden aber auch Methan (26%). Schwefelwasserstoff und andere Gase gebildet. Der dehnungs- und der chemische Reiz der Gase lösen gesteigerte krampfhafte Peristaltik und Kolikschmerzen aus. Je nach Ausmaß der Tympanie beobachtet man geringe (leichte Unruheerscheinungen und verstärkte Darmgeräusche)bis hochgradige Kolikanfälle und Vergrößerung des Bauchumfangs sowie erschwerte Atmung.
In ausgeprägten Fällen nimmt das Pferd zur Verminderung des Drucks eine hundesitzartige Stellung ein. Der Kot riecht säuerlich und ist oft mit Gasblasen durchsetzt. Der Kotabsatz ist meist vermindert.
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Alt 12.02.2007, 11:17   Info! Kolik bis Kotwasser Beitrag #2
*Biggi*
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Kolik

Die Bezeichnung Kolik wurde für die Magen- und Darmerkrankungen schon im Altertum geprägt und von dem Wort Kolon abgeleitet. Dabei sollte aber jeder Behandlung voraus, das Wissen stecken, dass eine Kolik keine Erkrankung sondern ein Symptom ist, welches eine Aufforderung für eine differenzierte,
systematische Diagnostik. Ein gesundes Pferd zeigt keine Koliksymptome.
Durch die Domestizierung des Pferdes ist natürlich auch ein Eingriff in die natürlichen Lebensbedingungen des Tieres erfolgt.
Gegenüber der Futteraufnahme von Wildpferden wird unser Hauspferd (außer bei Weidegang) 2- 3 mal pro Tag gefüttert, so dass große Futtermengen auf einmal ausgenommen werden. Auch die Art des Futters unterscheidet sich zwischen Wild- und Hauspferd teilweise beträchtlich.
Die Übergänge von einer Futterart auf die andere erfolgt beim Wildpferd kontinuierlich, beim Hauspferd oft abrupt.
Während das Wildpferd Futter in naturbelassenem Zustand aufnimmt, erhält das Hauspferd gehäckseltes, gemahlenes, gequetschtes und erhitztes Futter.
Darüber hinaus erhält das Hauspferd teilweise aus Leistungsgründen weit über die Erhaltungsmenge hinausgehende Futterrationen, die teilweise von unbefriedigender Qualität sind und Hygieneanforderungen nicht entsprechen.
Weiterhin können von Hauspferden infolge mangelhafter Erfahrung oft Giftpflanzen aufgenommen werden. Aus diesen Nachteilen der Hauspferdefütterung resultieren besonders physikalisch- mechanische, zum Teil auch chemische Störungen, die zu Passagestörungen in Form von Obstipation (Verstopfung) führen.
Die Fütterungsbesonderheiten führen darüber hinaus zu Dysbiosen mit Veränderungen der Zahl, Art und Lokalisation der Darmflora, hierdurch werden vermehrt Gase und organische Säuren evtl. auch Endotoxine (Gifte) gebildet, woraus Peristaltikstörungen mit der Folge von Verlagerungen etc. entstehen.
Wenn sie sich nun vorstellen, dass der Darm in seiner Länge etwa 10mal der Körperlänge ihres Pferdes entspricht, ist es gar nicht so verwunderlich, dass es zu Verdrehungen kommen kann.
130L Fassungsvermögen hat in etwa der Grimmdarm er ist frei beweglich und kann sich dadurch leicht verlagern.
Der durch ein Gekröse an der Bauchhöhle aufgehangene Dünndarm kann sich einklemmen oder durch seine große Beweglichkeit auch zu Verdrehungen führen.
Futterteile können festgehalten werden, durch weite Darmabschnitte die in engere übergehen und somit Verstopfung zur Folge haben.
Der Darm kann verschiedene Bewegungen ausführen, die der Durchmischung und dem Transport des Darminhaltes dienen.
1) Rhythmische Segmentierung (vermischen und durchkneten)
2) Pendelbewegung (Durchmischung)
3) Peristaltik (Transport, durch Steigerung des Innendrucks)
4) Antiperistaltik (Durchmischen und Verweilen des Inhalts zur besseren Austrocknung)
Wodurch entsteht eine Kolik

Für die Entstehung sind vorrangig Fehler in der Fütterung verantwortlich. Begünstigend wirken :
Witterungseinflüsse
Parasitenbefall
Intoxikation Infektionen
Stress durch Transporte usw.
Überempfindlichkeit des vegetativen Nervensystems
Die bei Koliken im Vordergrund stehenden Schmerzen gehen von einer Druckerhöhung im Darmlumen, von Lageveränderungen des Darmrohrs sowie von spastischen Kontraktionen oder entzündlichen Veränderungen am Darmrohr aus.
Fütterungsfehler können Koliken wie folgt begünstigen :
Fehler in der Futtermittelauswahl
• rohfaserarme, stärkereiche Futtermittel (Verkleisterungsgefahr, Fehlgärungen, Magen- und Darmkatarrh, Magenüberladung)
• blähendes Futter (junges Grünfutter, Leguminose, Klee, Luzerne, Kohlgewächse, Äpfel, Brot)
Ungenügende Futterqualität
• verschimmeltes Futter (Stroh, Heu, Getreide, Brot, Mischfutter)
• ungenügend abgelagertes Heu bzw. Hafer
• Grünfutter, welches in Haufen gelegen sich erwärmt hat
• Angefaulte, stark verschmutzte (Rüben) oder gefrorene Futtermittel)
Fehler in der Futterzubereitung
• zu kurz gehäckseltes Stroh oder kurz geschnittenes Gras
• Trockenschnitzel oder Cobs nicht eingeweicht
Fehler in der Haltungs-, Fütterungs- und Tränketechnik
• zu wenig Mahlzeiten, zu große Mengen pro Mahlzeit
• unregelmäßige Fütterungszeiten, plötzlicher Futterwechsel
• unkontrollierter Zugang zu Kraftfutter
• zu starke körperliche Belastung unmittelbar nach der Fütterung
• zu große Wasseraufnahme während des Fressens oder zu kaltes Wasser
• Wassermangel



Kolik als Symptom bei anderen Erkrankungen

Bei folgenden Krankheitsgruppen kann eine Kolik geäußert werden:
• Magen- und Darmerkrankungen
• Lebererkrankungen • Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane
• Erkrankungen im Brust- und Schlundbereich
• Infektionserkrankungen, Vergiftungen
• Erkrankungen des Bewegungsapparates (Lumbago, Hufrehe etc.)
• Gebissfehler
• Darmparasiten
• Thrombosen
• Bronchialverkrampfungen
Anzeichen einer Kolik

Folgendes kann man bei einem Kolikpferd beobachten :
• es dreht häufig den Kopf in Richtung Flanken
• es Schwitzt weil es Schmerzen hat
• die Einstreu ist aufgewühlt, durch scharren und immer wieder hinlegen
• der Kot ist hart, oder es wird gar keiner produziert
• im Magen- Darmtrakt sind übermäßige oder gar keine Geräusche zu hören
• die Nahrungsaufnahme wird eingestellt
• scharren mit den Vorderhufen und motorische Unruhe
In der schwersten Form werfen sich die Pferde rücksichtslos zu Boden, wälzen sich und zeigen starken Schweißausbruch.


Verschiedene Koliktypen

Krampfkolik (spastische Kolik)
Die Krampf- und Verstopfungskoliken sind die am häufigsten vorkommenden Formen. Bei der Krampfkolik leidet das Pferd unter schubweise auftretenden Darmkrämpfen. Zwischen den einzelnen, sehr heftigen Anfällen liegen längere Abschnitte, in welchen sich das betroffene Pferd völlig normal verhält. Anfangs ist das Pferd nur unruhig, mit den stärker werdenden Schmerzen schmeißt es sich unkontrolliert zu Boden. Eine Krampfkolik wird meist durch Stress, Wetterumschwung, Fütterungsfehler, schlecht gekautes Futter (Zahnschäden) oder starken Wurmbefall ausgelöst.

Verstopfungskolik (Obstipation)
Eine Verstopfungskolik entwickelt sich langsam. Die Bauchschmerzen können auch für ein paar Tage aussetzen, treten dann aber wieder umso heftiger auf. Kot wird weniger abgesetzt und die Pferdeäpfel sind trockener und fester als normal. Die Pferde schauen sich auch bei dieser Kolik nach dem schmerzenden Bauch um und legen sich auf den Boden.
Hervorgerufen wird die Verstopfung in der Regel durch zu hastige Nahrungsaufnahme, verholztes Stroh, verdorbene Silage aber auch durch Bewegungsmangel, starken Wurmbefall oder durch eine Darmentzündung.
Die Darmgeräusche sind zunächst verstärkt. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem Dauerkrampf, der die Darmbewegungen unterdrückt, so dass dann keine oder nur geringe Darmgeräusche zu hören sind.

Gaskolik (Windkolik, Tympanie)
Die übermäßige Aufnahme von blähenden Futtermitteln (z.B. Klee und Luzerne) führt zu einem Gärungsprozess im Darm und zu dessen Ausdehnung. Diese bewirkt u. a. eine Behinderung der Atmung und Blutzirkulation sowie eine sichtbare Vergrößerung des Bauchumfangs. Die Darmgeräusche sind zunächst verstärkt, später unterdrückt. Der Kot ist weich und mit Gasblasen durchsetzt.

Innere Verlegung des Darms
Durch feste, bewegliche Körper (wie z.B. Haarbälle, Pflanzenbälle, Darmsteine) kann der Darm stark verengt oder ganz verschlossen werden. Hierbei kommt es zu plötzlich auftretenden, andauernden Kolikanfällen mit meist fehlendem Kotabsatz.

Magenüberladung
Ursache einer Magenüberladung ist meist zu hastiges Fressen, zu große Kraftfutterrationen oder die Verfütterung von stark quellenden Futtermitteln, die nicht ausreichend eingeweicht wurden. Das Pferd leidet unter starken Schmerzen, die es durch Unruhe, wiederholtes Zu-Boden-Werfen und Schweißausbrüche zeigt. Eine schnelle tierärztliche Behandlung ist notwendig, da ein Magenriss tödlich endet.

Sandkolik
Der Dickdarm des Pferdes enthält mehrere sackartige Ausstülpungen (darunter auch der Blinddarm), in denen sich der Sand ansammeln kann. Dadurch wird der Darm in diesen Regionen schwerer und träger. Die Sandansammlung in den Blind- und Dickdarmabschnitten verläuft meist mit gering- bis mittelgradigen und oft mit Pausen unterbrochenen Kolikanfällen.
Besteht haltungsbedingt die Gefahr, dass die Tiere viel Sand aufnehmen, so ist eine prophylaktische Gabe von Flohsamenschalen sinnvoll. Die Schalen enthalten Schleimstoffe, die eine hohe Quellfähigkeit und ein gutes Wasserbindungsvermögen besitzen.
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Alt 12.02.2007, 11:18   Info! Kolik bis Kotwasser Beitrag #3
*Biggi*
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 Threadersteller 
 
Registriert seit: 17.01.2005
Ort: Hessen
Kotwasser

Die betroffenen Pferde fallen durch stark verschmutzte Hinterbeine und Schweif auf.
Die Ursache des Kotwasserproblems ist eine Verschiebung in der Zusammensetzung der Darmflora. Die sonst ausgewogenen Keimverhältnisse sind verschoben. Bei länger andauernden Problemen können begleitend hinzukommen: starke Darmgeräusche, Blähungen durch die Fehlgärung und Koliksymptome meist verbunden mit schlechten Leberwerten

Ursachen können u. a. sein :
Stress
Medikamente
schlechte Silagefütterung (durch Hefepilze und Nachgärung)
Futterumstellungen
Futtermittelallergien
Protein- oder Energieüberschüsse

Bitterstoffhaltige Kräuter regen die Verdauungsdrüsen zur Produktion von Enzymen an, somit lässt sich die Gefahr einer Fehlgärung auf natürliche Weise unterbinden.
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Alt 12.01.2008, 14:49   Info! Kolik bis Kotwasser Beitrag #4
Davieshorsecare
KimDo
 
Registriert seit: 14.11.2006
Ort: 76532 Baden Baden
Bilder: 22
Daumen hoch Kottwasser!!!

das einzige was gehofen hat war BIFITERAL Sirup(Lactulose) ins Futter gemischt!
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Alt 19.08.2008, 18:26   Info! Kolik bis Kotwasser Beitrag #5
Ingomar50
Gnadenbrotpferd
 
Benutzerbild von Ingomar50
 
Registriert seit: 06.04.2004
Ort: Bergisch Gladbach/Refrath
Bilder: 47
außer schlechter Silage kann es auch z.B. von gewöhnlichem "Kraft"futter wie Pellets kommen (bei uns vom Raiffeisen-Markt).

Meiner hat 2 Jahre lang KOtwasser gehabt, bis ich nach und nach alle Zusatzfutter meinte weggenommen zu haben. Statt feuchter Silage Heu zu geben gab keine Besserung.

Dann fand ich heraus, dass man dem Pferd "aus Mitleid" weiterhin diese Raiffeisen-Pellets fütterte (da er ja kein krippenfutter mit den anderen bekam).
Seit ich darauf hingewiesen habe, dass er das nicht verträgt und es weg bleibt hat er es nicht mehr.

Außer letzte Woche, als jemand es wieder zu "gut" mit ihm meinte....
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Alt 28.08.2008, 21:29   Info! Kolik bis Kotwasser Beitrag #6
ginni666
black pleasure
 
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Registriert seit: 28.12.2007
Ort: BB
Bilder: 5
ingo: meiner hat auch kotwasser, zurzeit sehr schlimm, auch leichten durchfall. was füttere ich anstatt kraftfutter ?? ( heu hat er)
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