Tag, Ihr Lieben.
Ich klinke mich mal kurz ein, um ein paar Dinge richtigzustellen.
1.) Der
IPZV war SCHON IMMER der
FN unterstellt. ALLE Reitvereine Deutschlands sind der
FN untergliedert.
Zitat:
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Alle Reitvereine sind Mitglied eines Landesverbandes, die - 17 an der Zahl - im Dachverband FN, mit Sitz in Warendorf, zusammengeschlossen sind. Neben 17 Landesverbänden und deren Landeskommissionen für Pferdeleistungsprüfungen gehören dem Bereich Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung weitere Verbände und Vereine, unter anderem das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR), der Deutsche Reiter- und Fahrer-Verband sowie die Deutsche Richtervereinigung für Pferdeleistungsprüfungen an.
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Der
IPZV hat von der ersten Ausgabe seiner IPO an sich den Statuten der
FN unterworfen.
2.) Es gab diverse Bestrebungen, die
FN aufzuklären, was da im
IPZV vor sich geht. Bisher gab es jedoch nur 2 offizielle Anfragen seitens der
FN beim
IPZV, bezüglich schlimmer Fotos, die dort anlässlich einer DIM und einer DJIM gemacht wurden. Beide Anfragen waren schriftlich. Die Reaktion des IPZVs war: man hat die Anfragen ignoriert, lediglich EInladungen zu Veranstaltungen ausgesprochen, bei denen die
FN sich selbst überzeugen sollte, dass da alles i.O. ist. Die
FN ist nirgends erschienen, alles verlief im Sande. Die
FN kümmert sich auch nicht um die angeschlossenen Vereine in der Hinsicht, dass sie für Missstände dort verantwortlich ist. Herrn Plewa hat man bei einer Richterfortbildung vorgelabert, dass bei Isländern alles anders ist. Herr Plewa hat es gefressen. Mal abgesehen davon, dass er wohl noch nie ein Islandpferdeturnier besucht hat.
3.) Herrn Hess ist persönlich von verschiedenen Seiten erklärt worden, was da bei den Isländern falsch läuft. Er bedauert dies, sieht aber keinerlei Handlungsbefugnis. Es wird auch keine offizielle Anfrage beim
IPZV geben, weil die Beantwortung rein freiwillig ist und es keinerlei Handhabe seitens der
FN gegenüber ihren Mitgliedern in solchen Dingen gibt.
Es ist also mitnichten so, dass sich da auch nur ansatzweise irgendwas zum Guten bewegt. Alles, was gemacht wird, sind Lippenbekenntnisse. Dass Pferde über den Rücken gerittern werden müssen, wissen die auch. Aber die sind eben der Meinung, dass das, was da stattfindet dem entspricht. Die durch Pferdesportzeitschriften stattgefundene Ächtung der "Rübe oben" und des "Mega-Unterhalses" wurde damit quittiert, dass man den Pferden mittels Schlaufzügeln die Rüben runterhebelt und mögliche Anzeichen von Widersätzlichkeit mit der Öffnung der Gebissregelung für alle möglichen Folterinstrumente bekämpft. Die Bilder der letzten WM unterscheiden sich nicht ein MÜ von denen vor 10 Jahren. Der Unterschied ist nur, dass das alle jetzt für "biomechanisch korrektes Reiten" halten. Geändert hat sich aber für das Pferd nichts.
Die
FN ist mit ihrer eigenen schlimmen Reiterei genug beschäftigt und hat alle Hände voll zu tun, das eine nicht zu lassen und das andere trotzdem zu tun. Die werden sich nicht um die paar Isländer kümmern und sich da womöglich noch in die Nesseln setzen.
Die
FN hat dem
IPZV sogar angeboten, kostenlose Dopingkontrollen durchzuführen, die ja auch Pflicht sind. Der
IPZV hat das abgelehnt. Es werden zwar Dopingkontrollen durchgeführt, aber nicht streng nach
FN-Reglement und auch nicht von unabhängigen Stewards, die hierfür von der
FN ausgebildet sind. (Die auch fast immer Richter sind - aber eben nach
FN und nicht im
IPZV-System.)
Die
FN wird sich also nicht um den
IPZV kümmern. Deine Hoffnungen sind da völlig unbegründet. Die kümmern sich schon seit 40 Jahren nicht darum - und die werden sich auch die nächsten 40 Jahre nicht darum kümmern.
Der
IPZV ist in sich so stark verflochten und verfilzt, dass da unmöglich ein Durchkommen ist. Selbst gemässigte LEute, die dem alten System freundlich gesonnen sind und trotzdem die Notwendigkeit einer Veränderung sehen, verzweifeln.
Marion Heib hat aufgegeben.
Barbara Schnabel hat aufgegeben.
Anke Schwörer hat aufgegeben.
Und viele andere mehr.
Entweder du ruderst auf dem Kahn
IPZV mit in die gleiche Richtung, oder du wirst systematisch gemobbt, geschnitten, mit Hähme überschüttet.
Richter, die NUR den Notenspielraum des Leitgedankens ausnutzen, werden nicht mehr eingeladen. Es werden schon während des Turniers außerordentliche Richterversammlungen einberufen, wenn ein Richter hier mal innerhalb seines Spielraums deutlich und auch für das Publikum merkbar runterrichtet. Die Reiter beschweren sich (für sie hängt ja ne Menge Kohle dran) und sich verlangen von der Turnierleitung, den Richter auszuschließen.
Ich erinnere mich gut an eine DIM bei Karly Zingsheim, wo Anke Schwörer-Haag den Notenspielraum gemäß Reglement (und nicht etwa gemäß echter Sachkenntnis!) ausgeschöpft hat und wo sich Uli Reber dermaßen aufgeplustert hat, dass in einer außerordentlichen Richterversammlung vor Ort die Richter angemahnt wurden, ihre Noten besser aneinander anzugleichen.
Es ist wohl nicht nötig zu erwähnen, dass Frau Schwörer-Haag zu sportlichen Veranstaltungen keine Möglichkeit mehr hat, ihre Richter A-Ausbildung anzuwenden.
Eine Richterausbildung ist - besonders beim
IPZV - so dermaßen teuer, dass du dir das eigentlich nicht leisten kannst, nicht mehr eingeladen zu werden. Erst nach Jahren amortisiert sich die teure Ausbildung. Und: Weil jeder jeden kennt, "revanchieren" sich die anderen Reiter, wenn sie anderorts richten mit entsprechend spitzfindigen Noten. Besonders bei Zuchtveranstaltungen. Das ist natürlich für Richter, die zuhause einen Zuchtbetrieb haben, eine Katastrophe.
Die einzige Bewegung zu besserem Reiten, die existent ist, findet außerhalb des IPZVs statt. Im Freizeitbereich, wo sich die Leute nicht mehr mit reinem Fleischtransport zufrieden geben wollen und die Lösungen außerhalb der Szene suchen. Die landen bei
PK, Bent Branderup, Andrea Jänisch und wie sie alle heißen.
Wer also eine Ausbildung machen will um damit später Geld zu verdienen, muss sich entscheiden, ob er die Masse bedienen will - dann muss er zur
FN oder zum
IPZV und sich dort ausbilden lassen.
Oder man bedient eine kleine Elite von Reitern mit überdurchschnittlichem Bildungswillen, die wirklich Reiten lernen wollen - und geht zum Lernen zum Branderup, zum Karl, zum Dörr, zum Schwabel zu Gordon oder sonstwo hin und lassen sich gleich anständig ausbilden ohne offiziellen Ausbilderschein, aber mit viel Kompetenz.
Ob einem der Karl liegt, oder der Branderup - ob man mit dem alten zu Gordon klarkommt oder mit dem Dörr - ob man bei Jänisch oder Stührenberg das allerheiligste findet - das ist typbedingt und verbunden mit der persönlichen Vorstellung von Reiterei - aber eines ist es nicht: systematischer Dilletantismus wie beim
IPZV - und leider auch bei der
FN.
Ich habe fertig, beantworte mein Postfach und bin dann wieder weg. Viel Spaß noch beim Diskutieren.