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21.10.2009, 19:14
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Ist eine Behinderung ein Freifahrschein? Beitrag #19
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Knutschsüchtig
Registriert seit: 05.01.2006
Ort: Hamburg-Süd bei der Süderelbe.
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Ein TV Bericht der vor Jahren gezeigt wurde lässt mich hoffen, das nicht alle Reiter mit Behinderung auf Kosten des Tieres ihren Sport nachgehen.
Und die Beiträge der behinderten Reiter hier geben mir da recht.
Reiterin ist Oberschenkelamputiert und ritt- achtung Eisblume, aufgemerkt- mit zwei Gerten, eine links, eine rechts.
Zum reiten wurden diese nur, ich habe es ja im TV gesehen, nur etwas doller an das Pferd angelegt oder touchierend benutzt. Mit Druck, ohne zu schlagen. Ein leichtes Touchieren, ein etwas kräftiger Druck, so ritt diese Reiterin.
Keiner kann mir sagen, daß es nicht legitim oder Pferdefreundlich ist, so zu reiten. Das Pferd der Reiterin hat sich wunderbar auf diese eingestellt. Es hat mit ihr gelernt.
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21.10.2009, 19:21
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Ist eine Behinderung ein Freifahrschein? Beitrag #20
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He's psychedelic...
Registriert seit: 06.01.2009
Ort: 51...
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solange dieses ist, als würde dort ein schenkel sein, der sogar viel härter sein kann (plus hacken und evtl sporen).
aber wie gesagt: schlaufer durch die kandare geht überhaupt nicht.
das hat nichts mit ausweichen zutun.
die 2 gerten sind anstelle des schenkels.
aber bei den schlaufern würde oder eher sollte dieses auch keiner tun, der gesund ist. lg tlie
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21.10.2009, 19:37
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Ist eine Behinderung ein Freifahrschein? Beitrag #21
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Knallerbse
Registriert seit: 26.08.2008
Ort: in einer Strohhütte auf Hawaii
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Zitat:
Zitat von hoppe
Reiterin ist Oberschenkelamputiert und ritt- achtung Eisblume, aufgemerkt- mit zwei Gerten, eine links, eine rechts.
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Ich geh mal davon aus, dass diese Reiterin noch den Rest des Körpers, für die Hilfen normal einsetzten konnte.
Mein Beitrag vorhin war eher an den Kommentar angelegt, wo erwähnt wurde, das eine Schlaganfallpatientin ne Gerte nehmen muss. Hab nicht von Bein weg gesprochen.
Zitat:
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oder extra ne Gerte nehmen darf, weil ich keine Kraft zum Treiben bzw. für die Hilfen hab.
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Da ich wohl ähnliches erlebt habe, kann ich aus Erfahrung sprechen.
Wenn eine Körperhälfte ohne Kraft ist und die andere normal funktioniert, kann ich weder Zügelhilfen, Gewichtshilfen noch Schenkelhilfen richtig koordinieren.
Ist einfach so.
Und da wird die Gerte eben nicht nur benutzt, um das "fehlende" Bein und dessen Hilfen, zu ersetzen.
Ich kann so weder Takt,Tempo noch Lektionen ordentlich reiten. Richtige Gewichtshilfen sind auch nicht drin.
Mit denen kann man ja sehr viel am Pferd machen.
Und wenn das alles die Gerte übernimmt, was ist dann noch vom korrekten Reiten übrig?
Nicht viel.
Und daher sollte man so, lieber Freizeitreiter bleiben.
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21.10.2009, 19:44
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Ist eine Behinderung ein Freifahrschein? Beitrag #22
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Fohlen
Registriert seit: 22.03.2008
Ort: Bayern
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Zitat:
Zitat von eisblume82
Ich geh mal davon aus, dass diese Reiterin noch den Rest des Körpers, für die Hilfen normal einsetzten konnte.
Mein Beitrag war eher an den Kommentar angelegt, wo erwähnt wurde, das eine Schlaganfallpatientin ne Gerte nehmen muss.
Und da wird die Gerte eben nicht nur benutzt, um das "fehlende" Bein und dessen Hilfen, zu ersetzen.
Ich kann so weder Takt,Tempo noch Lektionen ordentlich reiten. Richtige Gewichtshilfen sind auch nicht drin.
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Hallo,
noch mal ich...ich glaube wir reden aneinander vorbei...ich und die anderen Beninderten die ich kenne sind Westernreiter...sprich bei uns ist es nicht normal eine Gerte zu benutzen...und meine Bekannte kann schon Gewichtshilfen und so geben, sie ist nicht komplett gelähmt auf der einen Seite...sie kann ja auch laufen...nur zB im Trail kann sie ohne Gerte nicht reiten...aber was macht das für einen Unterschied ob dein Fuss deinem Pferd sagt das es zB nach links soll, oder eine Gerte??...das erschliest sich mir nicht...
so long
Gabi
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21.10.2009, 19:50
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Ist eine Behinderung ein Freifahrschein? Beitrag #23
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Knallerbse
Registriert seit: 26.08.2008
Ort: in einer Strohhütte auf Hawaii
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Zitat:
Zitat von Pomelo
noch mal ich...ich glaube wir reden aneinander vorbei...
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Kann sein 
Zitat:
Zitat von Pomelo
...aber was macht das für einen Unterschied ob dein Fuss deinem Pferd sagt das es zB nach links soll, oder eine Gerte??...das erschliest sich mir nicht...
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Weil ich es bei meinem Pferd nicht unbedingt mit dem Fuss sagen würde, sondern mit einer Gewichtshilfe.
Und diese würde ich mit einer komplett gehandicapten (gibt es dieses Wort  ) Körperhälfte nicht richtig ausführen können.
Somit ersetzte ich dann mit der Gerte schon mehr, als ne lapidare Schenkelhilfe.
Und da bin ich halt streng mit mir. So würde ich nicht aufs Turnier gehen.
Wenn der Schenkel "weg" ist, hat man immer noch den Rest, zum einwirken.
Aber darauf hab ich meine Aussage ja nicht bezogen.
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21.10.2009, 20:04
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Ist eine Behinderung ein Freifahrschein? Beitrag #24
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Gnadenbrotpferd
Registriert seit: 14.04.2009
Ort: Nordhessen
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Ich finde es völlig legitim, wenn man Hilfsmittel benutzt, um eine Behinderung auszugleichen (Gerte/Sattel/besondere Zügel etc.), wenn das Pferd nicht beeinträchtigt wird. Aber Schlauffer durch die Kandare, wie auf dem Foto, geht gar nicht, egal ober der Reiter nun behindert ist oder nicht. Vielleicht bin ich ja zynisch, aber ich denke, dass dieses Vorgehen auch bei einem nicht behinderten Reiter nicht geahndet worden wäre.
Bei "gerichteten" Prüfungen ist, denke ich, ein wirklich gerechter Vergleich zwischen behinderten und nicht behinderten Reitern oft nicht möglich. Besonders in den unteren Klassen. Denn wie soll ich den Sitz eines gesunden Reiters mit dem von jemanden, der z.B. Spastiken hat, vergleichen? Richte ich alle nach den gleichen Maßstäben wird letzterer u.U. grundsätzlich auf dem letzten Platz landen, weil er gar nicht in der Lage ist, es korrekt zu machen. Ich z.B. kriege zwar auch keine Bonuspunkte, weil ich untalentiert bin, aber dennoch würden die meisten eine solche einheitliche Beurteilung für unfair erachten. Aber einen "faireren" Vergleich gibt es einfach nicht, wenn die Grundvoraussetzungen so unterschiedlich sind.
Ich will damit jetzt nicht sagen, Menschen mit Behinderungen dürften nicht aufs Turnier. Zumal es wohl nicht sehr viele Prüfungen nur für Behinderte geben dürfte. Aber man sollte sich bewusst sein, dass eine wirklich gerechte Bewertung nicht möglich ist.
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