Hallo,
mein Vollblutwallach hatte auch vor 8,5 Wochen eine Bauch-Op.
Kurz zur Vorgeschichte: Im Oktober hatte er drei Tage hintereinander Gaskoliken mit Darmverlagerung. Am 3. Tag sind wir mit ihm in die Klinik. Dort hatte er noch 3 Tage Krämpfe, die aber von selber wieder besser wurden. Diagnose: Magenschleimhautentzündung. Nach einer Woche Klinik wieder nach Hause mit entsprechenden Medikamenten. Nach 2,5 Wochen Zuhause wieder morgens Kolikanzeichen, Aufgasung, keine Verlagerung.
TA meinte das das bei Magenschleimhautreizung vorkommen kann. Am nächten Tag wieder Kolikanzeichen, wieder in die Klinik. Dort verdickte Darmwand mit Flüssigkeit im Darm festgestellt, daraufhin
Gastroskopie ohne Befund. Wieder Kolikanzeichen in der Klinik. Sie wussten nicht mehr was sie machen sollten also haben sie ihn aufgeschnitten. Es wurde einen schlimme am
Ileum vorm Blinddarm festgestellt. Davon eine Probe entnommen. Am ganzen Darm waren auch alte Wurmnarben. Die patho-histologische Untersuchung ergab eine Entzündung durch Würmer. Daraufhin wurde er mit Cortison behandelt. Anscheinend wurde er in jungen Jahren nicht oder nicht richtig entwurmt. Nach der OP ging es ihm jeden Tag besser, war auch richtig lustig und frech. Nach 10 Tagen wieder leichte
Kolik, die von selber wieder verging. Nach 15 Tage hätte ich ihn heim holen können, am Tag vorher wieder
Kolik. Insgeamt war er dann 4 Wochen in der Klinik, die letzte Woche immer wieder unwohl sein, dh. mal nicht fressen wollen, wieder hinlegen, dann wieder besser. Die letztendliche Diagnose: chronische viszerale Neuropathie, dh. die Darmnerven arbeiten manchmal nicht richtig und dann hat er Bauchweh. Die Krankheit ist noch fast nicht erforscht, es gibt nichts dagegen. In der Klinik haben sie mir nahe gelegt, dass ich mich damit abfinden muß, dass er nicht mehr lange leben wird, weil ein Pferd das andauernd Bauchweh hat leidet nur. Vor Weihnachten haben wir ihn nach Hause geholt. Jetzt ist er seit 5,5 Wochen, seit er zuhause ist, krampffrei *auf Holz klopf,klopf,klopf* Die Krämpfe können aber jederzeit wieder kommen.
Soweit zu unserer "kurzen" Vorgeschichte.
Nun zu unseren Problem mit der Bauchnaht. Die Op ist jetzt 9 Wochen her. Die ersten 8 Wochen habe ich ihn nur Schritt geführt, langsam gesteigert. Am Sonntag sind kurz 2 x kurz an der Hand getraben, insgesamt ca. 50 Meter, mit einmal in die Luft springen

Gestern Abend war die Narbe ganz leicht dick. Erst war ich mir nicht mal mehr sicher, man bildet sich schnell mal was ein. Der
TA meint, das das schon sein kann. Es wurden selbstauflösende Fäden verwendet und die brauchen bis zu 6 Monate zum auflösen. Durch das Traben kann der Darm ein bißchen auf die Wunde drücken und deshalb reagiert die. Der meint auch bis die Narbe auch von innen 100% zu ist kann es auch bis zu 6 Monate dauern. Er hat gemeint nur jeden 2. Tag kurz traben.
Hattet ihr auch sowas?