Nachdem ein Jahr an meinem Pferd von verschiedenen Osteopathen und
TA's herumgedoktert wurde, entstand letztendlich nach ausführlicher Lahmheitsuntersuchung Hufrollenprobleme vorne und beginnender
Spat aufgrund Entlastung der Vorderhand hinten. An der Hufrolle waren erweiterte Kanäle zu erkennen mit weißem Rand (keine Löcher) sowie auch Hufknorpelverknöcherung.
Pferdchen ist 7 Jahre alt, wurde nie so wirklich belastet.
Symptome waren anfangs eine temporäre Schulterlahmheit, stolpern (war wohl in der akuten Phase), dann Muskelabbau im Schulterbereich.
Letztendlich einknicken des linken Hinterbeins beim bergab laufen auf weichem Gelände.
Lahmheit in engen Wendungen war nicht vorhanden, auf eben Flächen lief Er normal.
Im Nachhinein betrachtet lies sich das Hufrollenproblem wohl auch an dem fehlenden Schwung der Vorhand erkennen.
Eine wirkliches und sichtbares Takten entstand aber erst nach Hufschmiedwechsel und extremen Beschlag.
Diagnosen zuvor waren diverse Wirbel draußen, Hüftarthrose etc.
Nach dieser erschreckenden Diagnose bekam mein Pferd eine Tildren-Spritzkur + ergänzend
Calcium und Glycos.
Das Zusatzfutter von Iwest vertrug Er leider nicht. Er bekam angelaufene Beine davon.
Auf eigene Gefahr hin habe ich Ihm die
Eisen abmachen lassen um die Durchblutung zu fördern und Ihn in einen Offenstall gestellt.
Das Ganze geschah Ende November.
Zur Situation heute: An der Longe und unter dem Reiter läuft Er in der Halle und auf dem Platz taktrein und gehfreudig.
Gestern habe ich zum ersten Mal wieder eine verstärkte Bewegung an der Vorhand erkenne können (wirft wieder die Beine).
Im Gelände meine ich zu bemerken, daß Er bergab immer noch etwas Probleme hat, allerdings scheint Er mit der Hinterhand nicht mehr einzuknicken.
Probleme bereitet uns auch noch der fehlende Beschlag. Da der Offenstall zum größten Teil aus Asphalt besteht wächst zur Zeit nicht wirklich viel auf die Hufe.
Mit Hufschuhe ausreiten ist im Moment bei dem Matschboden sehr rutschig, barfuß ist Er aber noch ab und an fühlig.
Die alten Nagellöcher brechen leider auch noch aus.
Ansonsten ist Er seid der Umstellung wieder richtig rund geworden und hat Muskeln aufgebaut. Auch an der Schulter sind keine Löcher mehr zu erkennen.
Zur Bewegung: täglich ca. 30-60 Minuten Führmaschine außer am
WE, dazu kommt noch etwa 3-4 mal die Woche Longenarbeit, Halle reiten (Schritt und Trab) oder Gelände (noch vorwiegend im Schritt)
Im Fazit würde ich sagen es ist nach diesen 3 Monaten gesamtheitlich besser aber noch nicht perfekt.
Wie sind eure Erfahrungen, kann ich damit rechnen daß es mit der Zeit noch besser wird?
Liegt die Besserung am Tildren oder an der Umstellung auf barfuß und Laufstall? Wie kann ich die Wirkung vom Tildren erkennen, muß ich dafür röntgen?
Ist eine Wiederholung der Tildrenkur sinnvoll?