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Alt 08.03.2009, 16:58   Langzeiterfahrungen mit Tildren Beitrag #1
Anila
wie der Wind
 
Benutzerbild von Anila
 
Registriert seit: 11.06.2007
Nachdem ein Jahr an meinem Pferd von verschiedenen Osteopathen und TA's herumgedoktert wurde, entstand letztendlich nach ausführlicher Lahmheitsuntersuchung Hufrollenprobleme vorne und beginnender Spat aufgrund Entlastung der Vorderhand hinten. An der Hufrolle waren erweiterte Kanäle zu erkennen mit weißem Rand (keine Löcher) sowie auch Hufknorpelverknöcherung.
Pferdchen ist 7 Jahre alt, wurde nie so wirklich belastet.
Symptome waren anfangs eine temporäre Schulterlahmheit, stolpern (war wohl in der akuten Phase), dann Muskelabbau im Schulterbereich.
Letztendlich einknicken des linken Hinterbeins beim bergab laufen auf weichem Gelände.
Lahmheit in engen Wendungen war nicht vorhanden, auf eben Flächen lief Er normal.
Im Nachhinein betrachtet lies sich das Hufrollenproblem wohl auch an dem fehlenden Schwung der Vorhand erkennen.
Eine wirkliches und sichtbares Takten entstand aber erst nach Hufschmiedwechsel und extremen Beschlag.
Diagnosen zuvor waren diverse Wirbel draußen, Hüftarthrose etc.

Nach dieser erschreckenden Diagnose bekam mein Pferd eine Tildren-Spritzkur + ergänzend Calcium und Glycos.
Das Zusatzfutter von Iwest vertrug Er leider nicht. Er bekam angelaufene Beine davon.
Auf eigene Gefahr hin habe ich Ihm die Eisen abmachen lassen um die Durchblutung zu fördern und Ihn in einen Offenstall gestellt.
Das Ganze geschah Ende November.

Zur Situation heute: An der Longe und unter dem Reiter läuft Er in der Halle und auf dem Platz taktrein und gehfreudig.
Gestern habe ich zum ersten Mal wieder eine verstärkte Bewegung an der Vorhand erkenne können (wirft wieder die Beine).
Im Gelände meine ich zu bemerken, daß Er bergab immer noch etwas Probleme hat, allerdings scheint Er mit der Hinterhand nicht mehr einzuknicken.
Probleme bereitet uns auch noch der fehlende Beschlag. Da der Offenstall zum größten Teil aus Asphalt besteht wächst zur Zeit nicht wirklich viel auf die Hufe.
Mit Hufschuhe ausreiten ist im Moment bei dem Matschboden sehr rutschig, barfuß ist Er aber noch ab und an fühlig.
Die alten Nagellöcher brechen leider auch noch aus.
Ansonsten ist Er seid der Umstellung wieder richtig rund geworden und hat Muskeln aufgebaut. Auch an der Schulter sind keine Löcher mehr zu erkennen.
Zur Bewegung: täglich ca. 30-60 Minuten Führmaschine außer am WE, dazu kommt noch etwa 3-4 mal die Woche Longenarbeit, Halle reiten (Schritt und Trab) oder Gelände (noch vorwiegend im Schritt)


Im Fazit würde ich sagen es ist nach diesen 3 Monaten gesamtheitlich besser aber noch nicht perfekt.
Wie sind eure Erfahrungen, kann ich damit rechnen daß es mit der Zeit noch besser wird?
Liegt die Besserung am Tildren oder an der Umstellung auf barfuß und Laufstall? Wie kann ich die Wirkung vom Tildren erkennen, muß ich dafür röntgen?
Ist eine Wiederholung der Tildrenkur sinnvoll?
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Alt 08.03.2009, 17:08   Langzeiterfahrungen mit Tildren Beitrag #2
ManicPreacher
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Benutzerbild von ManicPreacher
 
Registriert seit: 14.03.2008
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Ich denke schon das das am Tildren liegt.
Interessant finde Ich eigentlich das dein Pferd parallel zur HRE auch eine Hufknorpelverknöcherung entwickelt hat, bei meiner hatten wir vermutet das die vom Plastikbeschlag kam, jetzt denke Ich eher das es aufgrund der Fehlbelastung entstanden ist.

Du solltest beim Röntgen eigentlich eine Verbesserung sehen können.
Tildren hemmt ja den Knochenabbau, dadurch kommt es zur Neubildung, und die müsste man sehen.

Soweit Ich weiß wird die Infusion mit Tildren nach 8 Wochen wiederholt.

Wann und wie oft wurde denn bei dir behandelt?
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Alt 08.03.2009, 18:37   Langzeiterfahrungen mit Tildren Beitrag #3
Anila
wie der Wind
 
Benutzerbild von Anila
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 11.06.2007
Ich überlege mir auch schon laufend die Ursache für diese Situation.
Es kamen mehrere ungünstige Situationen zusammen-nur ob dies letztendlich der Grund war????????
vor 1,5 Jahren war Er in einem Offenstall und wurde ziemlich auf hartem Boden herumgejagt.
Er wurde seid 1,5 Jahren beschlagen, wie sich im Nachhinein herausstellte mit zu kleinen Eisen und vor Allem auch noch von der Länge her ungleichmäßig.
Gegen die zu kleinen Eisen hatte ich auch damals mehrfach gemeckert, es wurde dann eben immer mit "größere Eisen ziehen sich zu schnell aus".
Nur wie gesagt, wenn dies der Grund wäre.....
Ich habe mich dann letztendlich wieder entschieden Ihn barhuf zu stellen, weil ja letztendlich beide Krankheiten durch Eisen entstehen können, zumal Er auch eingezogene Trachten und eine hohle Wand entwickelte.
Allerdings ist eine richtige Hufkorrektur derzeit aufgrund des großen Abriebs nur bedingt möglich.
Mein Hufmensch kommt alle 4 Wochen.
Ich weiß auch nicht wie sich barfuß auf den Spat auswirkt.
Das Tildren bekam Er als Spritzkur, d.h. 10 Tage am Stück. Im Gegensatz zur Infusion ist keine Wiederholung nach 2 Monate erforderlich.
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Alt 08.03.2009, 18:54   Langzeiterfahrungen mit Tildren Beitrag #4
ManicPreacher
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Bei der Infusion besteht ja erhöhte Kolikgefahr... bei den Spritzen auch? War bei dir was in der Art?
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Alt 08.03.2009, 18:58   Langzeiterfahrungen mit Tildren Beitrag #5
Anila
wie der Wind
 
Benutzerbild von Anila
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 11.06.2007
Ich habe mich aufgrund dieser Kolikgefahr für die Spritzkur entschieden.
Es war völlig harmlos, die TA kam quasi jeden Tag auf ihrem Weg in unseren Stall vorbei und verpasste eine Spritze.
Die Rechnung ist dennoch gigantisch, über 500 €uronen. Insofern bin ich natürlich schon neugierig ob das Ganze etwas bringt.
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Alt 08.03.2009, 20:46   Langzeiterfahrungen mit Tildren Beitrag #6
ManicPreacher
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Benutzerbild von ManicPreacher
 
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drum fand Ich das ganze sehr abschreckend...
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