Hallo,
ich melde mich mal wieder zurück mit einer Frage.
Es handelt sich jetzt (noch) nicht um ein wirkliches Problem, aber ich mache mir so meine Gedanken *eherängstlicherReiterbin*. Und zwar ist mein Pferdchen momentan beim Reiten sehr "lustig". Natürlich ist mir klar, dass das bei den meisten Pferden im Winter der Fall ist. Mein Pferd steht tagsüber auf der Koppel. Aber auf gefrorenen Boden ist da halt nix mit Toben, rennen und bocken

So ist es ganz selbstverständlich, dass sich im Pferd halt Energie aufstaut.
Ich bin ja auch bereit, ihm zu gewähren, dass er diese beim Reiten rauslassen kann

ABER: Momentan ist er beim Angaloppieren recht „heftig“. Sobald ich angaloppiere springt er einen gefühlten IN-OUT und wirft manchmal auch sein Poppöchen

Dabei quickt er dann wie verrückt. Anschließend kann ich ihn dann ganz normal galoppieren, VIEL galoppieren. Ca. 15 - 20 Runden am Stück sind da keine Seltenheit. Aber jetzt nicht einfach brettern lassen, sondern schon Galopparbeit mit Zulegen, Zurücknehmen, Zirkel, Zirkel verkleinern, zwischendurch galoppiere ich auch mal im leichten Sitz, lasse die Zügel aus der Hand kauen, nehme wieder auf usw. Dann galoppiere ich auch an und pariere nach ca. 3-4 Galoppsprüngen wieder durch und das mache ich dann auch ein paar Mal hintereinander….Irgendwann klappt es dann auch wieder mit dem "normalen" angaloppieren

Mein
RL findet das Verhalten übrigens nicht dramatisch. Er meint halt, dass dieses Verhalten im Winter mal vorkommen kann und dass mein Pferd ja nicht böse wird oder mich loswerden will o.Ä., sondern einfach nur die angestaute Energie loswerden will. Er sagt, es ist halt wichtig, dass ich das in geregelte Bahnen lenke und lenken kann.
Bis jetzt habe ich auch *dreimalaufholzklopf* nicht das Gefühl gehabt, die Kontrolle zu verlieren oder nicht oben zu bleiben. Aber da ich eher von der etwas ängstlicheren Sorte bin, mache ich mir halt Gedanken, wie es weitergeht....
Zum einen finde ich das Arbeitspensum schon enorm, wenn ich mir so überlege, was ich pro Reiteinheit alles mit ihm mache. Und nicht, dass er dann völlig k.o. wäre o.Ä. Mein
RL meint, er hat sehr viel Kraft, Kondition und Energie. NUR durch dieses Arbeitspensum wird es ja nicht weniger! Und hier habe ich dann die Befürchtung, dass ich vielleicht irgendwann an dem Punkt ankomme, an dem ich ihm nicht mehr gewachsen bin

Wobei mein
RL hier wiederum meint, dass wir ja gemeinsam wachsen. Klingt auch alles logisch, aber mein Gedankenkarussell hält trotzdem nicht an

Ist es wohl wirklich alles so unbedenklich wie mein
RL meint? Ich weiß, dass Ferndiagnosen nicht möglich sind, aber vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht und schreibt mir diese mal…
Ach so, zur Fütterung: grob geschätzt würd ich jetzt sagen, dass er ca. 250 g Hafer und
MiFu am Tag bekommt, Heu satt und Äpfel, Möhren…