Da bei meinem Pferd (6jähriger Haflingerwallach) aufgrund stark erhöhter Muskelwerte PSSM-Verdacht besteht, klinke ich mich mal ein.
Ich habe vor kurzem ja schon einen Thread hier dazu eröffnet, und weil ich jetzt nicht alles wiederholen will, hier der Link:
http://www.reitforum.de/got-wert-vie...ml#post8047108
Bisher habe ich den Gedanken an PSSM recht weit von mir weggeschoben, da von den Symptomen (fast) nichts zutrifft. mein Pferd ist topfit, hat derzeit aufgrund stark eingeschränkten Reitmöglichkeiten eher zuviel Power, aber manches macht mich doch nachdenklich:
Bis letzten Winter war er phasenweise klemmig und sehr triebig unterm Sattel, würzte dies jedoch mit plötzlichen Durchgehen und Bocken.
Dies hat sich komplett gelegt, was ich bisher dem regelmäßigen und guten
RU zugeschrieben hatte. Jetzt erst überlege ich, ob ein Zusammenhang damit besteht, dass er damals (wenig) Kraftfutter bekam, seit April jedoch nicht mehr???
Dann die brettharte Lendenmuskulatur (kann auch durch zwei Stürze aus der Vergangenheit herrühren)
Es ist schwer, seine
HH zu aktivieren, er schlurft beim Reiten und Longieren oft durch den Sand, v.a. am Anfang des Trainings.
Er ist zwar traumhaft zu sitzen, schwingt jedoch kaum im Rücken - ist mir erst aufgefallen, als mich jemand drauf hingewiesen hat, da er immer schon so läuft...
Natürlich wird er tierärztlich und osteopatisch behandelt bzw. wir stecken erst in der Diagnosefindung. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wovor ich Angst habe, hätte ich schon jetzt ein paar Fragen:
- Haltung: Klar ist
OS das allerbeste. Nur darf mein Pferd kein Stroh und trockenes Heu haben (Heustauballergie), hier in der Gegend gibt es keinen einzigen
OS, der allergikergeeignet ist! Ist Außenbox mit tägl. mind. 7h Auslauf dennoch ausreichend???
- tägliche Bewegung:
Inwieweit sind PSSM-Pferde reitbar? Auf was muss geachtet werden? Sind auch klitzekleine Turnierchen (E-Dressur) ein für allemal passé?
Hier ist es im Winter oft wochenlang nicht möglich, zu reiten, zu longieren oder auch spazierenzugehen (Tiefschnee, Wege sind Langlaufloipen bzw. kommlett vereist, Reitplatz ist Auslauf und dementsprechend gefroren mit Löchern oder versinkt unter 50cm Schnee). Muss ich mir einen Stall mit Halle suchen, dass ich mein Pferd auch im Winter bewegen kann???
- Futter
Er bekommt wie gesagt nur Heucobs und Mineralfutter, manchmal mit Kräutertee (für die Bronchien), manchmal Lein- und Schwarzkümmelöl. Derzeit ein Vit. E-Selen-Präparat aufgrund starkem Selenmangel.
Wie sieht es mit Belohnung aus??? Darf ich noch hin und wieder ein Pferdeleckerli, eine Karrotte, einen Apfelschnitz geben? Wir arbeiten nämlich gerne an zirzensischen Lektionen, ganz ohne Futterlob komme ich da nicht aus. Brot oder Karotten "einfach so" bekommt er schon lange nicht mehr. Außer wenn ihm irgendein D*** was zusteckt.