- Hannoveraner Stute, 3 Jährig
- Gekauft (ohne Kaufvertrag) am 11.09.2003 zu dem Zeitpunkt Eigentümerin Frau M. F. / Aussteller/Besitzer W.F. (zu dem ZeitpunktLeiter eines Gestütes bei Lüneburg)
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Ankaufsuntersuchung mit Röntgenbildern am 06.09.2003 Telefonisch wurde mir das Ergebniss noch am gleichen Abend mitgeteilt Röntgenklasse 1-2 (2 Aufgrund eines Überbeins hinten Rechts) ansonsten ohne Befund. Das Schriftliche Ergebniss wurde mir inkl. Der Röntgenbilder ca. 1-2 Monate später übergeben
- Das Pferd wurde als Springpferd/Vielseitigkeitspferd gekauft. Was auch allen Beteiligten von vornherein bekannt war. Bekannt war auch das das Pferd bei der kleinsten Veränderung an den Beinen von mir nicht gekauft werden würde – da ich bereits ein krankes Pferd habe und an einigen Vielseitigkeitsturnieren teilnehmen wollte bzw. das mein Ziel war. Das Überbein stellte für mich kein Problem dar, da es sich hierbei wie mir der Tierarzt erklärte nur um einen reinen Schönheitsfehler handelt. Das ist mir Aufgrund meiner Pferdeerfahrung auch klar.
- Seit Dezember 2003 fiel uns das erste mal auf das das Pferd nicht über den Rücken ging. Ich habe es in Beritt gegeben. Da ich mir auch die Schuld daran gab. Schließlich war es das 1. Pferd das ich komplett ausgebildet habe. Deshalb habe ich sie im Dezember in Beritt gegeben und mehr Unterricht genommen. Das mit dem Rücken freigeben wurde nicht wirklich besser. So das ich in der gesamten Zeit wo ich das Pferd habe nicht einmal mit ihr angefangen habe zu springen. Beim reiten war sie maulig und eben die Geschichte mit dem Rücken. Aber das haben wir als ihre Sturrheit abgestempelt. Da sie eine Stute mit einem enormen Dickkopf ist.
- Im Juli fing sie dann an zu lahmen. Nicht doll, aber schon genug das ich den Tierarzt geholt habe. Es war aber nichts zu finden. Dann habe ich auch noch einen Osteophaten geholt aus lauter Verzweiflung. Das Pferd lief wieder etwa 2 Wochen und fing dann wieder an zu lahmen. Versteckt unter einem Schlag und Einschuss. Der Einschuss war Weg, aber sie lahmte immer noch. Dann zum Schluss bin ich in die Klinik gefahren. Die
Szintigraphie ergab eine Anreicherung im Sprungelenk und auf beiden Seiten der Hufrolle. Die
Hufrollenentzündung war Röntgologisch nicht erkennbar. Jedoch aber ein klarer Spatbefund im Spunggelenk hinten rechts. Der Vergleich mit den Bildern bei der
Ankaufsuntersuchung stellte klar das sich diese Verknöcherung im Sprunggelenk schon bei der
Ankaufsuntersuchung deutlich zu sehen war. Unter diesen Umständen hätte ich das Pferd natürlich nicht genommen. Nun war uns allen auch klar warum das Pferd sich nie im Rücken frei gegeben hat. Aufgrund der Schmerzen/Spat im Sprunggelenk. Darauf wären wir so natürlich nie gekommen. Da bei der AU nichts angegeben wurde.
- Ich habe den Züchter darüber in Kenntniss gesetzt und ihm erklärt das ich auf eine Rückabwicklung des Kaufvertrages bestehe. Eine Mangelbeseitigung geht nicht und eine Herabsetzung des Kaufpreises ist für mich auch nicht die Lösung. Ich will kein krankes Pferd. Da werden wir beide nicht glücklich miteinander. Der war natürlich obwohl er die Diagnose schon kannte geschockt und reagierte unverständig. Wollte noch mit seiner Frau darüber reden.
- Vier Tage später noch immer keine Reaktion. Deshalb habe ich nachgehakt. Er wollte dann die Diagnose aus Bargteheide abwarten und nochmal die Röntgenbilder von der AU ansehen. Diagnose aus Bargteheide Röntgenklasse 3. Maximal 2 bis 3...
- Rausschicken wollte ich diese jedoch nicht und habe den Dr. E. angerufen der Tierarzt von Herrn F. und ihm mitgeteilt das er sich die Bilder gerne anschauen könnte bei meinen Tierarzt. Er wollte sich diesbezüglich mit Herrn F. in Verbindung setzen.
- Wieder ein paar Tage später noch immer keine Reaktion. Also habe ich wieder angerufen beim Züchter. Der hatte nichts vom Dr E. gehört und war nun der Meinung das es rechtlich so sei, das wenn ich die Röntgenbilder in meinen Besitz habe, das es so ist das dieses bedeutet das ich Kenntniss von dem
Spat gehabt hätte. Eben seitdem ich diese Röntgenbilder habe. Also war keine Lösung zufinden. Da ich auf eine zugige Lösung der ganzen Sache drängte.
- Nächster Tag, nächster Anruf von mir. Ich habe wieder mal auf einen Termin in dieser Woche noch der zur Lösung führen sollte gedrängt. Habe dem Züchter vorgeschlagen, dass wir die Bilder gemeinsam bei meinen Tierarzt in der Praxis ansehen können. Letztendlich sind das ja auch die Ausschlaggebenden Bilder. Der Züchter teilte mir mit das es ihm nicht möglich sei, Schlug aber auch keinen Ausweichtermin vor.
- Mein Vorschlag war nun der, das der Tierarzt seines Vertrauens zu einen Treffen in dieser Woche kommen sollte. Er wollte sich mit Dr. E. in Verbindung setzen und sich dann wieder bei mir melden. Dies hat er noch nicht getan und ich sehe auch nicht ein bischen willen die Angelegenheit schnell zu lösen.
Tja, leider habe ich nun gerade den darum gehenden Prozess verloren - die Beteiligten Personen haben tatsächlich gewonnen - sie haben solange einen Gutachter gesucht bis sie einen - sorry - befreundeten Gutachter gefunden haben - ich bin im Nachhinein froh das ich eine Rechtsschutzversicherung habe - so habe ich "nur" mit nerven, Geld für die Stute, Tierklinik (man da bin ich Geld losgeworden), sinnlosen Beritt und Unterricht bezahlt. Insgesamt immerhin 14.000 €.
Ich bin froh das ich die Stute an eine liebe Freizeitreiterin verkauft habe - obwohl sie in der nähe steht konnte ich sie nicht besuchen - weil ich das ganze ersteinmal verarbeiten musste - nun ist es mir nach so langer Zeit echt unangenehm - wobei ich bei der Suche nach einer Käuferin sogar nach Brandeburg gefahren bin um mir die eventuellen Eigentümer anzuschauen...
Es viel mir total schwer sie wegzugeben und ich habe es auch nur dank der Unterstüzung meiner Freunde geschaft.
Wie ich erfahren habe bin ich nicht die einzige "Dumme" die auf diese Herren reingefallen ist. Sie haben eine perfekte Masche.
Ich hoffe es sind in der zwischenzeit nicht noch mehr drauf reingefallen.
Ich habe nun ein neues Pferd - was aber sehr lange gedauert hat und ich habe die Bilder von 3 Tierärzten anschauen lassen - klar habe ich auch aus der Sache gelernt vertraue nie wieder auf die Tierärzte des Besitzers und vor allem vertraue nie auf die ach so tolle Änderung des Gesetzes und der "mehr" Rechte für den Käufer - ist nämlich gar nicht so.
Ach ja noch einen Tipp - wenn Ankaufsuntersuchungsprotokoll - besteht auf das AKTUELLSTE - das ist ganz wichtig !