Ich habe da im Moment ein ähnliches Problem.
Mein Pferd wurde aufgrund einer Verletzung nun auch mehrere Monate nicht gearbeitet.
Der ganze so mühsam antrainierte Hals ist weg.
"Plautze" haben wir aber nicht!
Dank angepasster Fütterung.
Das ist halt der Vorteil, wenn man seine Pferde in Eigenregie hält.
Seit vergangenem Sonntag habe ich nun angefangen, dieses Pferd wieder zu arbeiten.
Im Moment beschränke ich mich jedoch darauf, das Pferd am Kappzaum im Kreis herum laufen zu lassen.
Aus verschiedenen Gründen.
Die weitere Vorgehensweise ist aber bereits geplant.
Spätestens Ende dieser Woche erfolgt der Übergang zurück an die Arbeit.
Wie die nun aussieht, wird sich noch zeigen.
Eine Alternative besteht darin, das Pferd auszubinden.
Ganz bewußt mit starren Ausbindern.
Auch wenn die Dreiecks-
Ausbinder dem Pferd den Weg in die Tiefe ermöglichen!
An der Longe ist da Vorsicht geboten.
Dehnt sich das Pferd nach vorwärts- abwärts, dann besteht die Gefahr, daß das Pferd in den
Ausbinder hinein treten kann.
Sollte es mir möglich sein, die Doppellonge zu bedienen, wird diese bevorzugt eingesetzt werden.
Aber, die Doppellonge gehört nur in fachkundige Hände.
Mein Problem besteht nun darin, daß nicht das Pferd verletzt war, sondern ich!
Aufgrund dieser Verletzung ist meine linke Hand nur eingeschränkt belastbar.
Dieser Fakt schränkt die Verwendung der Doppellonge deutlich ein.
Dennoch bleibt die Doppellonge mein bevorzugtes Werkzeug.
Die Möglichkeiten, die diese bietet, sind im Vergleich zu Trense (Kappzaum) - Ausbindern einfach größer.
Handwechsel sind einfacher und auch schneller durchzuführen.
Man kann auch mal lange, gerade Strecken in die Arbeit integrieren.
Übergänge lassen sich schöner erarbeiten, da die Doppellonge variabler einwirkt, als
Ausbinder.
Egal, ob ich nun mit Doppellonge oder auf Ausbindern arbeiten werde, die Vorgehensweise richtet sich strikt nach der Ausbildungsskala.
D.h. zunächst wird der Takt erarbeitet.
Dann folgen Losgelassenheit, Schwung usw.
Unabhängig von der verwendeten Zäumung werden Übergänge erarbeitet.
Trab- Schritt, Schritt- Trab, Trab- Galopp, Galopp- Trab und abhängig vom erreichten Ausbildungsstand auch Übergänge vom Schritt in den Galopp und zurück.
Auch ganze Paraden gehören mit ins Trainingsprogramm!
Nicht sofort, aber so peu a´peu!
Natürlich auch Tempounterschiede.
All das dient langfristig dazu, das Pferd vermehrt zum Untertreten und zur Lastaufnahme mit der Hinterhand zu veranlassen.
Das aber wird auch dem Training der Muskulatur dienen.
Nicht sofort!
Aber so nach und nach!