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Von cicipower 10.10.2010, 16:51
Kategorie: Pferdefutter
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Von linkuser8 22.03.2006, 18:18
Kategorie: Stall- & Weidebedarf
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Umfrageergebnis anzeigen: Natural Horsemanship
dafür 225 81,52%
dagegen 51 18,48%
Teilnehmer: 276. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Antwort
Alt 07.01.2010, 17:55   Natural Horsemanship pro vs. contra? Beitrag #403
Fusseltier
Gelebte Chaostheorie
 
Benutzerbild von Fusseltier
 
Registriert seit: 14.03.2008
Ort: ganz wo anders als du
Blog-Einträge: 15
Bilder: 35
Zitat:
Tun sie das? Ich kann Dir da leider deshalb nicht viel zu sagen, weil ich es bisher so nicht erlebt habe.
Ja, tun sie. Hier wurde daraufhin unter anderem auch die These aufgestellt das die Pferde verdorben wären und darum verwirrt reagieren.
Zitat:
Erstaunt, dass sich da etwas verändert, aber das würde ich nicht negativ auslegen.
Warum soll man etwas was tadellos funktioniert ändern?
Das muss nicht sein.
Wenn mein Pferd auf Fingerschnippen rückwärts läuft, dann brauche ich es nicht umzuerziehen auf ein anderes Kommando oder eine andere Körpersprache als die die ich verwende.
Zitat:
System ist was jetzt?
Wie oft denn noch? Die Rede war von Parelli, siehe Amoras ersten Beitrag hier im Thread, Klopfen verboten weil in der Natur nicht vorgesehen.
Zitat:
Bestimmte Gebiss weiß ich nicht, das habe ich noch nicht gehört. Welche meinst Du da konkret?
Auch wieder der erste Beitrag von Amora.
Zitat:
Hilfszügel engen ein Pferd ein.
???? Und was willst du mir damit sagen? Nach deiner Erläuterung dürft man sich keinem Pferd mehr nähern.
Zitat:
Was ist los? Jetzt habe ich so schön geantwortet und nun gibt es keine Kommentare mehr?
Feiertage und das Thema aus dem Abo gerutscht. Bin grad eben erst wieder darauf aufmerksam geworden.
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Alt 07.01.2010, 21:27   Natural Horsemanship pro vs. contra? Beitrag #404
Equidenfreund
natural Horseman
 
Registriert seit: 21.04.2007
Zitat:
Zitat von fix&foxi Beitrag anzeigen
mhm, kurze zwischenfrage, ich weiß ja nicht, aber wenn ich meinen Reitschülern unterricht gebe, dann binde ich die Ponys aus, einfach aus dem Grund weil sonst 90% nach ner Woche am Rücken krank wären. Klar wäre es schöner für die Ponys wenn die reitschüler sie zum biegen nur anschauen würden, aber die wollen nun mal reiten lernen und ehrlich gesagt tue ich mir schwer damit zu verstehen was an Ausbindern (korrekt verschnallt) bitteschön so böse sein soll.
Ich halte das für in Ordnung, und auch für sachgerecht, um die Pferde zu schonen.

Zitat:
Zitat von fix&foxi Beitrag anzeigen
Longiere ich mein eigenes Pferd hat er auch Ausbinder drin. diese haben genau die länge das er sich daran anlehnen kann, wenn er allerdings den Kopf hochreißt und sich im Hals kurz macht dann hängen sie einfach nur durch. Ich finde das sinnvoll... Wenn er wieder beruhigt ist und von hinten mit der HH läuft dehnt er sich wieder an die Ausbinder ran.
Wenn das Perd den Kopf hoch reisst, sollte man sich über die Ursache klar sein. Da könnte man vom Natural Horsemanship her vorerst auf Ausbinder verzichten.
Zitat:
Zitat von fix&foxi Beitrag anzeigen
Und zur Manipulation: Natürlich Manipuliere ich die Pferde, sie sind ja nicht dafür gemacht Reiter zu tragen, d. h. ich muss sie zumindest in soweit manipulieren das sie lernen sich und einen Reiter zu tragen ohne gesundheitlich abzubauen. das ist für mich eine Ausbildung zum Reitpferd.
Mir gefällt der Ausdruck manipulieren nicht. Ich denke im Umgang mit den Pferden an Kommunikation, und an trainieren.
Die Kommunikaton als wesentliche Grundlage für ein zweckmäßiges Training, dass an der Nutzung des Pferdes ausgrichtet sein muss.
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Alt 08.01.2010, 16:42   Natural Horsemanship pro vs. contra? Beitrag #405
Rubble-Bubble
Jungpferd
 
Registriert seit: 22.12.2005
Zitat:
mhm, kurze zwischenfrage, ich weiß ja nicht, aber wenn ich meinen Reitschülern unterricht gebe, dann binde ich die Ponys aus, einfach aus dem Grund weil sonst 90% nach ner Woche am Rücken krank wären. Klar wäre es schöner für die Ponys wenn die reitschüler sie zum biegen nur anschauen würden, aber die wollen nun mal reiten lernen und ehrlich gesagt tue ich mir schwer damit zu verstehen was an Ausbindern (korrekt verschnallt) bitteschön so böse sein soll.
Diese Meinung vieler Reiter, Pferde würden rückenkrank wenn sie nicht den Kopf heruntergebunden oder geritten bekämen, kann ich leider nicht teilen.

Das ist natürlich ein brisantes Thema, was vielleicht hier nicht ausführlich diskutiert werden kann. Im Prinzip gehört es ja zum großen Thema der pferdegerechten Ausbildung, die aktuell nicht nur von uns diskutiert wird. Denken wir nur an die Rollkur oder dem Streit zwischen FN und Philippe Karl.

Nur so viel. Ich kann - und das sage ich aus eigener Erfahrung - sehr gut rückenschonenden Reitunterricht geben, ohne dass die Pferde dafür ausgebunden werden. Das liegt ganz allein in meiner Macht.

Und was mich so ein bißchen erschauern läßt ist die Aussage."Die wollen schließlich reiten lernen." Wenn ich als RL nicht entscheiden kann, WELCHEN Weg eine Reiterausbildung nimmt, habe ich vielleicht den falschen Beruf gewählt. Letzendlich muss ich mein Handwerk so gut verstehen, dass ich meinem Schüler die Notwendigkeit mancher Dinge vermitteln können muss. Wenn ICH Reiten auf professioneller Basis lehren würde, würden meine Schüler vorher eine NH Grundschule durchlaufen, zu der auch Bodenarbeit gehört. Fertig aus!

Korrekt verschnallt - was bedeutet das denn? Bist Du Dir sicher, dass das Pferd die Korrektheit der Angelegenheit genauso empfindet? Meinst Du das Pferd sähe irgendeinen Sinn darin, mit ein paar Lederriemen daran gehindert zu werden, sich so zu bewegen, wie es ihm in diesem Moment in den Sinn käme?

LG
Rubble

---------- Automatische Beitragszusammenführung ----------
---------- Beitrag hinzugefügt: 16:47 ----------

Zitat:
Warum soll man etwas was tadellos funktioniert ändern?
Das muss nicht sein.
Wenn mein Pferd auf Fingerschnippen rückwärts läuft, dann brauche ich es nicht umzuerziehen auf ein anderes Kommando oder eine andere Körpersprache als die die ich verwende.
Weißt Du was? Ich will garnicht, dass mein Pferd auf Fingerschnippen rückwarts geht. Das ist nämlich ziemlich demütigend, meinst Du nicht? Ich kommuniziere mit meinem Pferd auf eine Weise, wie ich es von meinem Gegenüber auch gerne hätte. Und wenn von mir jemand verlangen würde, dass ich auf Fingerschnippen hin gehorchen soll, fänd ich das ziemlich blöd.

Fingerschnippen, Kommando und Umerziehen sind Ausdrücke, die man bei NH aus seinem Repertoir streicht. DAS ist es im Endeffekt, worum es hier geht.

LG
Rubble

Geändert von Rubble-Bubble (08.01.2010 um 16:56 Uhr)
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Alt 08.01.2010, 17:41   Natural Horsemanship pro vs. contra? Beitrag #406
Equidenfreund
natural Horseman
 
Registriert seit: 21.04.2007
Ich finde es natürlich auch besser, wenn im Rahamen der Reitausbildung für das Reiten Grundlagen ausgebildet werden, die den Einsatz von Ausbindern reduzieren.
Nur Reiten gäbe es bei mir nicht.
Aber ich muss nicht davon leben, und da sieht die Realität anders aus.
Die Einsicht kann man nicht reinprügeln, und dann ist man auch gezwungen Kompromisse zu suchen. Geld verdient man mit Reitschülern und nicht mit Idealen.
Ich erwarte aber, dass in einer guten Reitschule auch der Umgang mit den Pferden vermittelte wird und die Reitschüler lernen natural mit den Pferden umzugehen und sie als Individuen fair zu behandeln.
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Alt 08.01.2010, 18:18   Natural Horsemanship pro vs. contra? Beitrag #407
Rubble-Bubble
Jungpferd
 
Registriert seit: 22.12.2005
... und nun stell Dir mal vor, alle Reitlehrer würden am gleichen Strang ziehen. Klar utopische Vorstellung, aber eins muss ich Dir sagen - so verkehrt ist dieser NH-Unterricht nicht. Er verschafft dem Anfänger wesentlich weniger Frust, Muskelkater und Angst. Ich wäre froh, wenn ich als Jugendlicher so einen Unterricht bekommen hätte. Ich erinnere mich noch an so manche Horrorreitstunde, wo ich nur Schiss hatte und vor lauter Verzweiflung am Pferd rumgezerrt habe, um es irgendwie unter Kontrolle zu bekommen. Und wenn man durch die Lande zieht, sieht man genau diesen Unterricht auch heute noch und das muss einfach nicht sein. Weder für den Reiter noch fürs Pferd.

Ich finde, es darf keine Ausrede sein, dass man es nicht praktizieren könnte, da einem sonst die Schüler weglaufen. NH produziert glückliche Reitschüler und noch viel glücklichere Schulpferde!

Was mir auch immer wieder auffällt - wie willenlos die Reitschüler sind, bzw. wie unmündig sie auch über lange Zeit gehalten werden. Manchmal denke ich, man muss kein Experte sein, sondern nur mal seinen gesunden Menschenverstand einschalten, um zu hinterfragen, ob dies und jenes Prozedere seine Richtigkeit hat. Aber irgendwie passiert das nicht und man schwimmt im Strom mit und der ist extrem voller negativer Energie. *g* Mir fällt gerade nicht ein, wie ich es anders ausdrücken soll.

Sicherlich will ich nicht alle Reitschulen verteufeln. Es gibt auch gute, nur sind die immer noch zu selten anzutreffen. Ich habe leider in unserer Umgebung genau diesen Eindruck gewinnen müssen und das eigentlich über die ganze Zeit meiner Reiterei.

LG
R-B

Geändert von Rubble-Bubble (09.01.2010 um 00:06 Uhr)
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Alt 11.01.2010, 23:50   Natural Horsemanship pro vs. contra? Beitrag #408
PukekoParadise
Zottelhippie
 
Benutzerbild von PukekoParadise
 
Registriert seit: 04.07.2006
Ort: Kaeo/Neuseeland
Bilder: 43
Rubble-Bubble, ich finde deine Beiträge einfach klasse. Du bringst es einfach auf den Punkt, wie ich es besser nicht formulieren kann.

Grundsätzlich sollten wir uns mal vergegenwärtigen, was NHS eigentlich bedeutet. Es wird heute als Methode angesehen und auch so benutzt, was es aber in Wirklichkeit gar nicht ist und es wird meist gleich in Verbindung gesetzt mit irgend einem Guru, wie Parelli oder ähnliche. Natural Horsemanship ist eigentlich eine uralte, vergessene Kunst mit Pferden mit Gespür zu kommunizieren und hat in keinster Weise etwas mit einer Methode zu tun sondern schlicht und einfach mit gegenseitigem!! Verstehen und gegenseitigem!! Respekt. Dies sollte eigentlich "zwischentierische" Grundlage sein. Hier geht es nicht darum irgend etwas anzutrainieren. Das ganze NH-Training ist alles später daraus entwickelt worden, um dem Laien ein Schema an die Hand zu geben. Die meisten Leute brauchen Systeme, um etwas zu begreifen und zu erlernen. Fakt ist, dass es ohne diese Gurus und ohne jegliche Schemata geht, wenn man bereit ist, sich mit dem Wesen Pferd intensiv auseinanderzusetzen, dem Pferd zuzuhören und wenn man begreift, wie ein Pferd lernt und vor allem, wie es tickt. Das braucht aber alles viel Zeit und viel Geduld, noch mehr Feingefühl und Beobachtungsgabe. Aber die meisten wollen das alles nicht. Sie wollen reiten, wollen einen schnellen Erfolg, einen Plan und kaum einer ist mehr bereit, sich mit tieferen Schichten auseinanderzusetzen, geschweige denn Zeit zu investieren. Daher sind die Guru-Rezepte so sehr willkommen. Es funktioniert und "Mensch" braucht sich keine eigenen Gedanken mehr zu machen. Was daraus resultiert ist meist eine mechanische Abfolge von Übungen ohne jeglichen Ausdruck und wirklichem Verstehen. Daurch ist NH in ein etwas schräges Licht gerückt und spiegelt eigentlich nicht mehr das, was es einst war - eine Kunst. Wenn ich diese Kunst verstehe, kann ich mit meinem Pferd alles machen, ohne jegliche Hilfsmittel und es kann sich eine tiefe Partnerschaft entwickeln, die anders nicht erreichbar ist. Da geht es nicht um Finger schnippen, Seil schlacken oder Gewackel mit dem Carrot Stick. Das sind alles Dinge, die es "Mensch" am Anfang etwas erleichtern sollen, Kontakt aufzunehmen. Da geht es um tiefere Kommunikation, die wir über die Evolution verlernt haben. Das ist der natürliche Weg, den uns die ersten Gurus eigentlich vermitteln wollten, angeführt von Bill und Tom Dorrance, die noch das wirkliche Ideal hatten. Leider sind inzwischen viele Missverständnisse entstanden und vieles hat sich in eine etwas andere, nicht ganz so schöne und glückliche Richtung entwickelt, inclusive Geschäftemacherei. NH ist kein Rezept, es ist ein Weg dessen Grundlage das Gefühl ist. Dies wird in den meisten Fällen nicht verstanden.

Auch ich habe mit Methode begonnen und es dauerte, bis ich anfing zu begreifen, worum es wirklich geht. Ein gewisser Plan ist am Anfang für unsere westlich orientierten Lebewesen hilfreich. Doch ich habe mich davon schnell frei gemacht, wodurch das NH für mich eine andere Dimension bekommen hat. Für mich wird es immer mehr zur zweiten Natur. Auf herkömmliche Art und Weise könnte ich mit keinem Pferd mehr umgehen. Ich kann es einfach nicht mehr mit mir vereinbaren.
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bodenarbeit, natural horsemanship, pat parelli

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