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Alt 06.07.2011, 10:41   Pat Parelli Beitrag #55
8Rubinring8
Fohlen
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 29.05.2011
Hallo ^^

Ich hab alle Texte gelesen und fand es erstaunlich, was man da denn so reininterpretieren kann. Ich kann nicht reiten... Ich will gewinnen und das Pferd brechen... Usw

Einige antworten waren sehr hilfreich, dafür danke ich


Mittlerweile läuft die arbeit besser.
Der Schlüssel waren sprünge, er liebt es einfach.
Also hab ich einfach ein paar Stangen ins Round pen gepackt und schon hatte ich seine Aufmerksamkeit.
Nur kann ich das nicht aufs reiten beziehen, da ich Angst vorm springen hab ^^
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Alt 07.12.2011, 12:54   Pat Parelli Beitrag #56
MrSandman
Fohlen
 
Registriert seit: 13.11.2009
hallo, ich erhoffe mir von euch auch hilfe. ich hatte vor jahren mal ein parelli buch und hab ganz interessiert drin gelesen, dann hat man es weggelegt, ist in eine andere richtung gegangen, na wie das halt so ist. Jetzt habe ich derzeit ein Problem, dass mein Pferd im galopp nicht vorwärts gehen möchte, im roundpen ja beim freilaufen, unter dem Sattel.. no way! er galoppiert willig an, dann wird alles zum krampf und kampf... leider.. Egal ob sporen oder gerte, nix bringt ihn vorwärts... es ist als hätte der den bewegungsablauf vergessen, denn es hat schonmal "ganz normal" geklappt. Sattel ist ok, Osteo war auch schon da... ich bin also ratlos. Habt ihr vielleicht eine Idee oder bereits Erfahrungen mit dem Problem? LG
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Alt 07.12.2011, 19:39   Pat Parelli Beitrag #57
Kjü
Gnadenbrotpferd
 
Registriert seit: 01.11.2007
Zitat:
Zitat von MrSandman Beitrag anzeigen
er galoppiert willig an, dann wird alles zum krampf und kampf... leider.. Egal ob sporen oder gerte, nix bringt ihn vorwärts... es ist als hätte der den bewegungsablauf vergessen, denn es hat schonmal "ganz normal" geklappt. Sattel ist ok, Osteo war auch schon da... ich bin also ratlos. Habt ihr vielleicht eine Idee oder bereits Erfahrungen mit dem Problem? LG
Das Problem sitzt meistens obendrauf.

Ich würde mich in die Hände eines erfahrenen Ausbilders begeben.
  Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2011, 22:54   Pat Parelli Beitrag #58
Gast133102
Gast
 
bin ganz Kjü's Meinung! Wenn es nicht an gesundheitlichen Problemen liegt, schau mal nach einem RL .


um nochmal auf das eigentliche Thema des Threats zurückzukommen :
Ich finde es durchaus richtig, gegenüber allem "neuen" erstmal skeptisch zu sein. Aber PP einfach zu verteufeln ist auch nicht richtig.
Ich denke ein Stück weit, kann man seine Methoden lernen, ab dann ist es Gefühlssache!
Und von vielen kennt man es eben so, dass sie das eine Schema auf jedes Pferd anwenden wollen & für mich ist das ein Fehler.
Jedes Pferdchen ist unterschiedlich und man muss den Weg finden, wie man zu ihm hingelangt.
Man kann ja wohl nicht mit einem Jungpferd so arbeiten, wie mit einem älteren Pferd. Klaro gibt es Parallelen, aber die Grundvoraussetzungen sind völlig anders.
Das Pferd gibt uns immer eine Antwort auf unser Verhalten ( = Bewegungen, etc, durch die wir es durchweg ansprechen ) , selbst wenn es nichts tut.
Und reagiert Pferdchen eben nicht, liegt der Fehler bei uns.
Was haltet ihr beispielsweise vom Reaktionskeil?
PP ist eine Methode von vielen & diese eine Methode zu lernen und den REst auszublenden, ist für mich sinnfrei - jeder muss seinen Weg finden und ich nehme das aus jeder Methode mit, das mir zusagt & funktioniert, was letztendlich mit dem richtigen "Gefühl" zusammenhängt.

Und Reiten & Bodenarbeit gehören sehr wohl zusammen! respektiert dein Pferd dich nicht vom Boden aus, wird es das auch nicht tun, wenn du auf ihm sitzt. Durchgehen ist, sofern es keine Folge von Schmerz ist, eine Frage des Respekts - so als Beispiel.

Liebe Grüße, Vali
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Alt 08.12.2011, 10:14   Pat Parelli Beitrag #59
Ikke
Gnadenbrotpferd
 
Registriert seit: 21.08.2010
Bilder: 3
Zitat:
Zitat von Væna Beitrag anzeigen
Was haltet ihr beispielsweise vom Reaktionskeil?
Ähm - das kann ich Dir vielleicht beantworten, wenn Du mir sagst was das ist
Zitat:

Und Reiten & Bodenarbeit gehören sehr wohl zusammen! respektiert dein Pferd dich nicht vom Boden aus, wird es das auch nicht tun, wenn du auf ihm sitzt.
Da habe ich damals (als ich noch viel und regelmäßig geritten bin)andere Erfahrungen machen müssen. Es gab durchaus Pferde, die beim Führen oder Putzen massiv rumrüpelten und mit denen ich erhebliche Probleme hatte - saß ich obendrauf, war alles im Lot. Da waren schon Kameraden dabei, da hab ich drei Kreuzzeichen gemacht, wenn ich endlich im Sattel war. Genauso gab es die Situation auch umgekehrt. Eine Stute, mit der ich im Sattel überhaupt nicht klar kam, die an der Hand "Sitz und Platz" machte ohne zu Murren.
Damals beschränkte sich die "Bodenarbeit" allerdings vorwiegend auf die üblich notwendige Erziehung.
Zitat:

Durchgehen ist, sofern es keine Folge von Schmerz ist, eine Frage des Respekts - so als Beispiel.

Liebe Grüße, Vali

Da bin ich aber auch etwas anderer Meinung.
Durchgehen ist eine Frage des Pferdecharakters. Ein wirklich zur Panik neigendes Pferd wird immer ein Durchgängerrisiko bergen. Sicher kann man das durch viel Vertrauensarbeit minimieren - aber die Neigung zum Durchgehen wird bleiben - mit und ohne Respekt.
Wenn man eine Horde Pferde in einer "Schrecksituation" auf einer Weide beobachtet, dann wird man feststellen, es gibt welche, die kurz erschrecken, sich umdrehen und dem "Feind" ins Gesicht schauen. Da wird es welche geben, die ein Stück weit laufen und dann schauen, was los ist. Manche werden vielleicht einfach nur zusammenzucken und glotzen, welche trampeln panisch auf der Stelle und wissen nicht wohin und wieder andere werden erstmal um ihr Leben laufen........mitunter sogar einfach durch einen Zaun.
Das sind 5 verschiedene Reaktionen, die bei uns auf 6 Pferde Anwendung finden.
Und genau diese Reaktionen sind, bei allem Respekt, auch bei der Arbeit im Ansatz wiederzufinden. Bis auf den Durchgänger sind alle in der Lage, ihre "Gefühlsausbrüche" unter Kontrolle zu bringen, wenn der Schuh drückt. Der Druchgänger hat es da erheblich schwerer. Und wenn es zuviel wird für sein Nervenkostüm, dann sucht er immer noch sein Heil in der Flucht. Er wird zwar an der Hand und unterm Sattel nicht mehr ganz "kopflos" und bleibt "ansprechbar" - aber er wird immer stärker reagieren als die Anderen und unberechenbarer bleiben.
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Alt 08.12.2011, 20:15   Pat Parelli Beitrag #60
Gast133102
Gast
 
Der Reaktionskeil, wie ich ihn verstehe, bedeutet, dass man eben das Pferd nach den 4 Phasen arbeitet, die werden dir bekannt sein?
Und im Laufe der Zeit wird immer weniger "Druck" nötig sein...


Ich weiß nicht , was für Pferde zu geritten bist. Ich gehe mal von Reitschulpferden aus oder Reitbeteiligungen ?
RS sind es gewohnt ( meist, ich gehe jetzt vom Normalfall aus) mehrere Menschen am Tag auf dem Rücken zu haben . Sicherlich ist alles eine Frage der Persönlichkeit - wie bei uns Menschen ...
Beziehungen bauen auf den Kontakt vom Boden auf, so seh ich das & diese Erfahrung habe ich auch gemacht! Ein Pferd, was seinem Reiter vom Boden vertraut, wird von oben auch keine Probleme haben, sofern er das gleiche respektable Können auch auf dem Rücken vorweist.


und als Ergänzung zum Durchgehen :
Blöd ausgedrückt von mir, denn das Beispiel, das du bringst ist durchaus schlüssig.
Ein Pferd, das aus Angst "durchgeht" ( da nehme ich lieber den Begriff "fliehen") , kann niemand bremsen. Angst ist Angst & Pferde sind nunmal Fluchttiere.
Dieses Risiko, das du beschreibst, ist die Chance, dass etwas passiert, dass das Pferd so mit Panik erfüllt ist . Und das kann bei jedem Pferd passieren, logo.

Aber Durchgehen aufgrund von Respektlosgkeit ( sehen wir von Schmerz oder Furcht ab, wobei Furcht auch Furcht vor Schmerz= Vertrauensmangel bedeutetn kann ) kann man sehr wohl mit Vertrauensarbeit beheben. Das war es, was ich meinte

Liebe Grüße
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