Schön dass es bei euch momentan alles gut aussieht. Drück die Daumen dass es anhält. wir hatten in 20 Jahren auch zwei Pferde mit PAE. Der erste war erst drei als es festgestellt wurde. Er hatte zwar noch recht gute Sehkraft, aber das Auge war ewig entzündet und vereitert. Ihm wurde vierjährig dann das Auge entfernt. Ich war Kind und fand den Anblick erst ganz gruselig, später fiel das Loch dann ein und es sah fast aus wie ein halb geschlossenes Auge, ähnlich wie ein Pferd was das Auge zukneift.
Der Kleine hatte nie Probleme damit, war ein bombensicheres Kinderpony. Auf dem zweiten hat er soweit ich weiß nie was gehabt, allerdings wurde er später verkauft.
Nr.2 kauften wir zweijährig schon mit dem Befund der verminderten Sehkraft auf dem rechten Auge. Auf die PAE wies damals nichts hin, zumal er als Fohlen mal einen heftigen Tritt übers Auge bekam und die Narbe deutlich sichtbar war. Der Kleine lief mit dem eingeschränkt funktionierenden Auge problemlos, er sprang erfolgreich bis M und war Teilnehmer des
Bucha. Allerdings fiel uns vermehrt auf, dass er immer unsicherer wurde und auch die Sprünge nicht mehr richtig taxieren konnte wenn man sie aus einem bestimmten Winkel anritt. Untersuchung ergab dann ein fast blindes rechtes Auge, Verdacht auf PAE, diese auch beginnend auf dem linken Auge

Das war ein Schock. Wir verkauften den Kleinen damals an eine Familie die ihn als Beisteller haben wollte, solange er noch gut klar kam. Er war da grade erst sechs. Sie ritten ihn noch leicht und bis auf eine Unsicherheit bei zb plötzlichen Geräuschen oder Lichtveränderungen links zeigte er keine Probleme. Rechts nahm er da schon nur noch ganz diffuse Abweichungen von Grautönen war, sah also zB nur noch starke Lichtveränderungen. Die Entscheidung über OP oder Tötung wegen der PAE wurde der Familie abgenommen als er eine schwere
Kolik mit tödlichem Ausgang bekam.
Der erste Fall zeigt dass Pferde sich schnell auf die Bedingungen einer einseitigen Blindheit einstellen können. Wir hatten auch bzgl. der Heilung und der OP selber keinerlei Probleme, allerdings war das Pony auch noch sehr jung.
Gerade nach der zweiten Erfahrung ist die PAE aber eins meiner größten Ängste sobald ein Pferd Aufälligkeiten zeigt die Richtung Augen deuten. Das ging da alles so wahnsinnig schnell und ich persönlich würde einem Pferd auch niemals beide Augen heraus nehmen lassen. Ich habe keine Ahnung was geesen wäre wenn wir schon früher den Grund seiner eingeschränkten Sehkraft rechts gewußt hätten. Hätte man dann den Übergang aufs linke Auge aufhalten können?
LG
Edit: Ich seh gerade dass unser Pony auch vom selben
TA wie dass Pferd von VMaria auf der 4. Seite behandelt wurde. Zumindest stand er auch in der Klinik in Isernhagen. Obs Dr. Winkler war kann ich nicht mehr sagen, die Sache ist über 15 Jahre her. Aber ich kann auch nichts Negatives berichten, im Gegenteil alles verlief völlig problemlos.