Meine Pferde haben ruhiges, zuverlässiges Stehen und auch Weichen ohne Aufbau von Meideverhalten gelernt, sondern ausschließlich über positive Bestätigung.
Angefangen mit feinen Impulsen, die sofort beendet werden, wenn das Pferd zeigt, dass es den Impuls wahrnimmt - ohne sich dabei schon zu bewegen. Da genügt ein Hautzucken oder auch nur ein innehalten, verharren, ein Ohr auf die Stelle richten usw. Feinste Signale sind hier schon "erwünschtes Verhalten". Dann unmittelbar sofort Lob oder auch Belohnung.
Bei manchen Pferden genügt sogar von vorneherein das Anschauen , bzw. leichte Gewichtsverlagerung drauf zu ohne Berührung, dass sie Signale senden, wahrzunehmen und ihrerseits mit konkreter Muskelanspannung reagieren, die eine Tendenz zum Weichen bedeutet.
Schon diese feinen Signale zu erkennen und zu bestätigen erübrigt ein Aufbauen von höherem Druck BIS das Pferd nachgibt. Sie geben nämlich oft viel feiner, subtiler schon nach, ohne dass wir das erkennen, weil unsere Augen nicht so fein geschult sind, wie es die Pferdeaugen sind.
Auf diese wahrnehmende, feine Art und Weise reagieren oft sogar standhafte Rüpel innerhalb weniger Minuten unglaublich fein.
Wenn wir möchten, dass die Pferde uns "respektieren" dann müssen wir uns auch selbst schulen um sie so wahrzunehmen, wie sie sind - sensibel, feinfühlich, wahrnehmend - dann stumpfen wir sie auch nicht so ab, dass sie massivere Einwirkungen brauchen um in gewünschter Weise auf uns zu reagieren.
Natürlich gibts Situationen, in denen man vorerst, um überhaupt eine Basis für Situationen herzustellen in denen das feine Wahrnehmen und kommunizieren möglich wird, erstmal eine deutliche Grenze setzen zu der man eine spürbare Einwirkung benötigt, aber in dem Moment, in dem uns das Pferd die Aufmerksamkeit entgegenbringt, ist es auch fähig und gewillt, mit uns in seiner arteigenen Feinheit zu kommunizieren.
Interessanter Artikel bezüglich Dominanz und Lernen über Belohnung:
http://pferdundreiter.wordpress.com/...ers-begreifen/