Ich bin im Sommer 2010 angefangen mit meiner Stute zu arbeiten, die ich etwas später auch gekauft habe.
Angefangen habe ich mit Bodenarbeit, weil unser
RL die Stute und ihre herde auf unserer Weide stehen hatte - wir hatten da son Abkommen und ich sollte halt nach den Pferden sehen.
Mina (also meine Stute) ist mir immer als in der Herde sehr schüchternes Pferd begegnet, war mir gegenüber immer aufgeschlossen und ich konnte ruhig mit ihr arbeiten.
Erst, als ich sie schon gekauft hatte, hab ich mitbekommen, warum sie zu der zeit schon über 4 monate auf der weide stand - ihre vorbesitzer haben sie selbst erst im november des vorjahres bekommen.
warum sie so schnell wieder weg sollte? sie galt im verein als gemeingefährlich, ist auf die 12 jährige tochter los und zwar wirklich boshaft.
irgendwann ist sie mir dann auch so begegnet, hat gegiftet, versucht nach mit zu treten, hat beim satteln gebissten, das erste mal trense hat mich fast ne stunde gekostet.
warum ich das erzähle? weil ich gelernt habe, damit umzugehen.
ich habe von da an sehr konsequent mit ihr gearbeitet, habe hart gestraft, wenn sie was verbrochen hat (was jetzt nicht heißt, dass ich sie geschlagen habe. hart ist es für die schon, wenn ich etwas "aus dem rac hen heraus" rede und den finger hebe), habe umso überschwänglicher gelobt, wenn etwas richtig war.
und ich muss sagen, dass ich mit dem Prinzip wirklich weit gekommen bin.
wichtig ist, klare strukturen vorzugeben: das darfst du, das nicht. du darfst nie rumspringen und dem pferd mal etwas verbieten und dann erlauben. wenn es einen fehltritt hat, muss die folge sofort und klar verständlich kommen, wenn etwas gut war, muss genau so das lob kommen.
und dann kommt der rest von alleine.
wichtig ist, nie angst zu vermitteln. aber wirklich gefährlcihen situationen solltest du aus dem weg gehen

es ist nunmal nicht jeder so und bleibt stocksteif stehen, wenn das pferd nach einem tritt, im vertrauen, dass das pferd nicht treten will, nur um es im passenden moment gekonnt zu strafen. hab ich gemacht - meine stute würde mich auch niemals treten. aber ich empfehle niemanden, es herauszufordern^^
mittlerweile kann ich übrigens mit der stute spazieren gehen, ohne zu führen und bin letztes wochenende ein turnier gegangen wo sie am anfang nur eine gangart besaß - den renngalopp^^
in dem sinne: egal, wie lange es vll dauern mag: gib nicht auf, mach weiter und denke dran, dass jedes pferd lernt