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Alt 01.10.2011, 07:00   Pferd läuft sehr fühlig Beitrag #19
hoppe
Einfach ich!
 
Benutzerbild von hoppe
 
Registriert seit: 05.01.2006
Ort: Hamburg-Süd bei der Süderelbe.
Bilder: 53
@Guinerva, verdammter Mist, da ist eine so niederschmetternde Diagnose.

Ich werde ganz wuschig wenn ich das Wort Hufrehe höre oder lesen.
Du weißt ja was letzte Woche bei mir geschah.....

Darf ich dich auf deinen letzten Satz ansprechen? Wie hast du versucht jahrelang alles zu vermeiden?
Ich zb habe OS mit ganzjahresweiden Haltung. Ich muss Paddocks anlegen, die Gruppe trennen, die Kranken sondieren, sehen wie sie alleine rumstehen und traurig sind usw.....das ist echt absoluter Mist. Einer hat dazu noch COB, wenn der wegen dem Rehepony zu lange auf Heu steht, wird es auch wieder zu einem Problem für seine Gesundheit usw....

Hast du andere Möglichkeiten, bessere weil mehr Pferde und anders angelegte Haltung?

Ich wünsche euch alles Gute und deinem Pferdchen baldige Genesung und dann dauerhafte Gesundheit!!!

Geändert von hoppe (01.10.2011 um 07:35 Uhr)
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Alt 01.10.2011, 09:10   Pferd läuft sehr fühlig Beitrag #20
guinerva
Pocketpony Knutscherin
 
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Registriert seit: 07.02.2005
Ort: Bei Ikea
Blog-Einträge: 2
Hi Hoppe,
danke für deine Worte...
Was bei dir letzte Woche los war, hab ich nicht so mitbekommen, weil ich recht wenig online war... Aber ich schätze ähnliches und es tut mir schrecklich Leid. Fühl dich ganz doll gedrückt.

Was das "Vermeiden" betrifft, meinte ich damit, dass ich einfach immer aufgepasst habe, dass er nicht zu fett wird, ihn immer viel trainiert hatte und auch immer geguckt habe, dass die Haltung für ihn so gut ist, wie es nur geht.
Es war nicht so, dass ich den ganzen Aufwand speziell wegen Hufrehe gemacht habe, aber wegen seiner anderen Geschichten und um schlimmeres zu vermeiden...
Weil halt viele Pony Rehe bekommen und das für mich immer das schlimmste war, habe ich eben das auch immer im Hinterkopf gehabt.
Und auch wenn es sich schwachsinnig anhört, ich habe auch immer wieder dafür gebetet, dass mein Pony wenigstens das nicht bekommt. Er hat ja schon genug anderen Mist.

Was Änderungen in der Haltung betrifft, muss ich mit meinem SB heute mal reden. Vielleicht darf ich die Koppel ja in einen Paddock umgestalten oder ähnliches... Ansonsten muss ich drüber nachdenken, ihn doch noch mal umzustellen, was ich aber wegen seiner Psyche lieber vermeiden würde...

Danke und liebe Grüße Guinerva
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Alt 01.10.2011, 09:18   Pferd läuft sehr fühlig Beitrag #21
hoppe
Einfach ich!
 
Benutzerbild von hoppe
 
Registriert seit: 05.01.2006
Ort: Hamburg-Süd bei der Süderelbe.
Bilder: 53
Was bei mir letzte Woche geschah ist im Thread Regenbogenbrücke nachzulesen.....

Ich finde es auch äußerst merkrürdig denn so viele Fälle von Hufrehe gab es in meiner Kindheit nicht. Wir hatten viele Pony auf dem Ponyhof, auch große Weiden aber ich meine nur einen Fall von Hufrehe in den Jahren dort erlebt zu haben.

Pflegen wir unsere Weiden zu stark? Bewegen wir usnere Ponys zu wenig?

Guinerva, alles Gute!
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Alt 01.10.2011, 10:52   Pferd läuft sehr fühlig Beitrag #22
Elchpferd
Sportpferd
 
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Registriert seit: 06.01.2008
Bilder: 6
Oh man, das ist nicht schön. Ich wollte auch gerade schreiben, dass an Hufrehe gedacht werden sollte...aus eigener Erfahrung. Nur bei mir ist die ganze Geschichte (bis jetzt) glücklicher ausgegangen, da ich es wohl noch rechtzeitig gemerkt habe.

Zur Geschichte (vielleicht hilft's ja einem Leser):

Habe mein Pferd jetzt das fünfte Jahr. Habe im Mai 2007 die vier Eisen runter machen lassen. Barhuf war dann kein Problem. Zum Reiten habe ich die ersten Monate fast immer Hufschuhe drauf gemacht. 2008 und 2009 fiel mir auf, dass sie mit Hufschuhen in den Sommermonaten besser (auch in der Halle) läuft. Im Winter hingegen benutzte ich die Schuhe nur noch zur Sicherheit auf längeren Ausritten. Ich hatte gemerkt, dass sie im Spätherbst/Winter 2009 wieder besser lief und habe mir gedacht prima, jetzt haben sich die Hufe endlich ans barhuf sein gewöhnt und ich brauch keine Hufschuhe mehr. Dann kam das Frühjahr 2010 und mein Pferd ist sogar in der Halle in immer kürzer werdenden Abständen rumgestakselt. Nicht so schlimm, dass es jedem auffiel, aber die Bereiterin und ich kennen mein Pferd. Irgendetwas war nicht in Ordnung. Das kann doch nicht sein, dass sich die Hufe noch immer nicht an das Barhuflaufen gewöhnt hatten! Habe dann beim Reiten wieder Hufschuhe angezogen, damit war's wieder soweit gut. Habe meinen Huforthopäden "geschimpft", dass er wohl irgendwas nicht richtig ausschneidet, dass mein Pferd auf einmal wieder so fühlig läuft. ER sagte zwar, dass mein Pferd eine sehr dünne Hufsohle habe, machte mich aber mit deutlichen Worten darauf aufmerksam, wenn ich nicht wolle, dass mein Pferd im schlimmsten Fall stirbt, ich sofort mein recht beleibtes Pferd (1,70 m/726 kg) auf EMS, IR und Cushing testen lassen soll, denn an seiner Hufbearbeitung läge es nicht UND ich solle ab jetzt den Koppelgang radikal kürzen evtl. sogar einstellen und nur noch nasses Heu füttern und meinen Futterplan umstellen. Mein Pferd braucht Arbeit, am besten jeden Tag etwa 1 1/2 Stunden reiten, raus in Gelände, laufen lassen. Ich saß da und spürte, wie's mir die Tränen in die Augen schoss, war alles 'n bißchen viel in diesem Moment.

Die Test's waren G.s.D. alle negativ. Ich war jedoch noch nicht gewillt, mein Pferd, welches den ganzen Tag mit der Herde auf der Koppel ist, nur noch stundenweise bzw. gar nicht mehr raus zu lassen. Das geht doch gar nicht, was ist dass dann noch für ein Pferdeleben, getrennt und abseits von den anderen - ihrer Herde...

Die Tierärztin, welche das Blut abgenommen hatte, sagte, dass ich Eisen draufmachen soll, da sie sehr kleine Hufe hat.

Ich ließ kurz drauf noch eine Tierheilpraktikerin kommen, welche sich sicher war, dass mein Pferd kurz vor HUFREHE steht und ich den Koppelgang einstellen soll. Ich handelte mit ihr in diesem Fall einen stundenweise Koppelgang dafür mit täglicher zusätzlicher Bewegung aus. (Mein Pferd wurde nicht täglich gearbeitet. Wieso auch, sie hatte ja die Bewegung auf ihrer riesigen Koppel! ) Bei meinem vorheriges Pferd musste ich immer zusehen, dass sie was auf die Rippen bekommt, die war zu allen Jahreszeiten immer auf der Koppel und nur stundenweise im Stall...
Oh man, bis mal in meinen Kopf wirklich reingegangen ist, das diese Haltungsform meinem jetzigem Pferd wirklich SCHADET. Den anderen aus der Herde macht's doch auch nix! In der Theorie weiß man immer viel, aber wenn es dann einen wirklich betrifft, will oder kann man vieles nicht immer gleich einsehen...

Von nun an durfte mein Pferd nicht mehr nachts mit den anderen raus, sondern nur noch höchstens bis zu 3 Stunden am Tag Für mich war das ganz fürchterlich, denn mein Pferd verstand die Welt nicht mehr. Das Futter wurde umgestellt. Ich nahm mir die Zeit, war viel im Stall und ging täglich mit ihr und den Hufschuhen Reiten, gab ihr nur noch nasses Heu, damit sich der Fruktangehalt möglichst verringert.

Trotzdem ließ ich mein Pferd auch noch von einem Tierarzt angucken, der ihre Beine röntge. Er bestätigte die dünne Hufsohle und diagnostizierte eine Huflederhautentzündung und meinte, dass diese bei meinem Pferd nicht mit einer Stoffwechselgeschichte zusammenhängt. Na toll! Was denn nun? Huflederhautentzündung von nur 2 bis 3 mal die Woche gemach reiten? Jetzt auf einmal, nachdem sie schon vier Jahre barhuf ist? Das einzige was sich verändert hatte, war doch nur der Koppelgang ab Mai. Ich soll aber mein Pferd viel bewegen und mal 3 Monate einen permanenten Hufschutz draufmachen (Hufschuhe oder Eisen). Na gut.

Bis ich erstmal einen Hufschmied samt Termin gefunden hatte, vergingen mehrere Tage und ich überbrückte mit Hufschuhen.

Mit den Eisen war es wie mit den Hufschuhen, sobald die drauf waren, konnte mein Pferd wieder gut/besser laufen. Die Eisen nach 3 Monaten ab, der Winter kam und mein Pferd lief wieder ganz normal.

Für mich persönlich ist klar, dass mein Pferd kurz vor Hufrehe stand, bzw. das eine mit dem anderen zusammenhängt und ich nur durch rechtzeitiges Handeln schlimmeres verhindern konnte. Hätte mein Pferd zu diesem Zeitpunkt bereits Eisen gehabt, wär mir das wohl erst aufgefallen, wenn es zu spät ist...

Die Koppelsaison 2011 fängt bei uns immer zum 1. Mai an. Ich hatte beschlossen, dass ich nach dem Anweiden (habe mir dazu den ganzen Mai und Juni zeitgelassen) mein Pferd wenigstens halbtags raus lasse und das Heu wieder naß mache und nicht erst, wenn ich Symptome entdecke, in der Hoffnung dass das ausreicht und ich dann nicht wieder auf 1 bis 2 stunden zurückschrauben muß. Zudem wollte ich mein Pferd auch weiterhin täglich bewegen und ausschließlich (auch in der Halle) mit Hufschuhen reiten, denn bei mehr Bewegung ist bei ihr leider der Hufabrieb höher als das Nachwachsen. Der Plan dieses Jahr ging auf Jetzt, seit September lasse ich die Hufschuhe in der Halle weg und sie läuft super (trotz ihrer weiterhin kleinen Hufe). Mein Gefühl sagt mir, dass ich sie auf keinen Fall länger aufs Gras hätte stellen dürfen, als halbtags - das war irgendwie schon so äußerste Grenze und auch nur in Verbindung mit dem fast täglichen Reiten/longieren. 1 x in der Woche bin ich mit ihr ohne Hufschuhe ins Gelände gegangen, für die Hufe und um zu sehen, wie sie läuft.

Tja, einerseits schön, dass es so geht, andererseits muß ich mir bewußt machen, dass ich ein Pferd habe, welches wohl nie wieder komplett mit der Herde raus darf und den halben Tag alleine zurück bleiben muß (wenigstens noch Sichtkontakt).

Übrigens, die besten Infos zu Hufrehen bekommt ihr m.M.n. im Hufreheforum. Darf ich das verlinken?

Geändert von Elchpferd (01.10.2011 um 13:07 Uhr)
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Alt 01.10.2011, 12:27   Pferd läuft sehr fühlig Beitrag #23
Elchpferd
Sportpferd
 
Benutzerbild von Elchpferd
 
Registriert seit: 06.01.2008
Bilder: 6
Zitat:
Zitat von hoppe Beitrag anzeigen
Ich finde es auch äußerst merkrürdig denn so viele Fälle von Hufrehe gab es in meiner Kindheit nicht. Wir hatten viele Pony auf dem Ponyhof, auch große Weiden aber ich meine nur einen Fall von Hufrehe in den Jahren dort erlebt zu haben.

Pflegen wir unsere Weiden zu stark? Bewegen wir usnere Ponys zu wenig?

Guinerva, alles Gute!
Das ist mir auch schon aufgefallen. Ich denke die ehem. Kuhweiden sind einfach keine Pferdeweiden. Das Gras ist viel zu üppig. Früher wurden die Pferde einfach mehr gearbeitet oder kamen nur stundenweise auf die Koppel, wenn überhaupt. Dann noch die vielen schnickschnack Futterzusätze, die Umweltgifte, ... - > alles nicht zum Vorteil unserer Pferde.
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Alt 01.10.2011, 12:36   Pferd läuft sehr fühlig Beitrag #24
Schwabenpony
Gnadenbrotpferd
 
Benutzerbild von Schwabenpony
 
Registriert seit: 16.11.2008
Sorry, irgendwie hab ich einen Teil verpasst...
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ausritt, barhuf, fühlig, hufbeschlag, hufschuhe

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