Hallo Zusammen,
nun habe ich eine mehr oder weniger verzweifelte Frage an euch, ich hoffe ihr habe Rat. Es ist aber etwas komplizierter.
Ich hatte nun lange eine wundervolle
RB. Ich durfte quasi "machen was ich will", hatte sehr viel Freiheit. Ich habe viel Bodenarbeit auch professionelle Kurse gemacht, da ich einfach gemerkt habe wie unheimlich wichitg und hilfreich das ist. Diese
RB wurde im April verkauft, ich könnte beim Gedanken daran schon wieder losheulen

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Nach einigem Suchen habe ich eine neue
RB gefunden. Oldenburger, Wallach, sehr (!) gut dressurmäßig ausgebildet. Der Stall ist 1km entfernt, dort reitet meine ganze Clique, ich muss nichts bezahlen, die
PB unterstützt mich wirklich sehr und ich komme gut mit ihr aus.
Und nun zum Problem: Der Stall (und auch die
PB) sind so wahnsinnig konventionell! Das Pferdealltag sieht so aus: 22h in der Box stehen, 1h Reiten, 1h Koppel. Wenigstens sind sie trotzdem sehr umgänglich beim Reiten (eigentlich ein Wunder...).
Aber im Umgang... der Horror! Nunja, in dem Stall ist das ganz normal, aber ich bin so ein respektloses Verhalten nicht gewohnt: beim aus der Box gehen rausstürmen, beim reingehen reindrängeln, beim durch die Stallgasse führen wird man ungeachtet dass man am anderen Ende des Strickes hängt in fremde Boxen oder zum Heu gezogen, beim auf die Koppelführen halb umgerannt, usw. ... lauter so "Kleinigkeiten" die ganz deutlich zeigen: " Ich Chef, du nix!"
Heute war dann echt der Höhepunkt: Zuerst hat mich der eine (die
PB hat 2 Pferde) immer angeschlubbert beim Boxenaufmachen, sodass ich gar nicht mehr zum Riegel kam. Dann habe ich ihn bestimmt zur Seite geschoben, woraufhin er "ausversehen" beim Umdrehen so darmaßen mit seinem Schädel gegen meinen Kopf stieß, dass es wirklich sehr schmerzte. Ich war etwas benommen und bekam nur ein scharfes "HEY!" raus, was ihn dazu animierte zu dösen

Danach habe ich "meinen" geputzt. Als ich das Halfter abmachte um ihn zu trensen konnte er kaum stillstehen. Vor, zurück, nach rechts an der Wand geschnuppert,.... als ich dann endlich die Trense drauf hatte, meinte er eigenständig schonmal losgehen zu müssen und trat mir herzhaft auf den Fuß! Ich habe ihn gleich an die Schulter geklopft und "angeschrien", aber meint ihr der geht runter??? Erst als ich mich mit meinem ganzen Gewicht gegen ihn warf bequemte er sich runter zugehen!!!

Wäre das MEIN Pferd würde ich erstmal vom Boden aus beginnen. Vertrauen und Respekt aufbauen, die "Cheffrage" klären usw. Schön ruhig im Roundpen anfangen, immer mehr aufbauen,.... Nun ist a) die
PB gegen so ein "Cowboy Getue" b) der Stall irre konventionell, es kostet mich so viel Überwindung und Gespött das Pferd z.B. vor dem in die Box gehen 3sek stehenbleiben zu lassen c) gibt es keinen Platz, der umzäunt ist und in der Halle dürfen Pferde nicht freilaufen
WAS SOLL ICH TUN? Gibt es irgendwelche Tricks wie man auch im Alltag auf die Chefposition bestehen kann?
Jetzt fährt die
PB für ca 10 Tage weg und ich fragte, ob sie etwas dagegen hat, wenn ich ein bisschen mit den Pferden "spiele". Also z.B. Teppich ausrollen, etwas Apportieren,... darauf meinte sie "Von mir aus, aber die werden wohl lieber auf der Koppel als auf irgendeinem Teppich stehn!"

Naja, immerhin ein Teilerfolg.
Glaubt ihr ich könnte darauf aufbauen und z.B. ein paar Führübungen miteinbauen ?? Findet ihr das sinnvoll? Was würdet ihr tun?? Ich möchte aber klar stellen, dass ich wirklich nichts "heimlich" tun will oder etwas das gar gegen die Vorschriften der
PB geht. Das ist echt immer höchstes Gebot, egal was für eine unterschiedliche Einstellung sie und ich haben!
Sorry dass es so lange ist

Ich bin aber doch sehr frustriert gerade...
Liebe Grüße, Ninny