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Alt 26.12.2006, 13:18   Pferd verdreht sich und blockiert, sind das noch "ihre" Schmerzen? Beitrag #1
Askia
möchtergern Pony
 
Benutzerbild von Askia
 
Registriert seit: 11.08.2006
Ort: Bodensee
Hallo,
ich habe jetzt schon seit längerem (2 Jahre) ein Problem mit meinem Pferdchen.

Wir sind Dressurmäßig auf etwa L Niveau (nur als grober Anhaltspunkt) geritten(allerdings noch nicht lange, wir sind erst spät zu Dressurreiten gekommen). Mein Pferd hatte eigentlich nie eine Schokoladenseite. Sie war immer auf beiden Seiten fast gleich gut zu Biegen, hatte keine Probleme beim angaloppieren(zumindest auf der richtigen Hand), wir sind auf der Geraden je nach Lust und Laune im Innen oder Aussengalopp angeritten, usw.

Vor etwa 2 jahren fing sie an auf der rechten Hand nicht mehr angaloppieren zu wollen. Anfangs war sie insgesamt sehr zäh wenn es um Galopp ging, dann ist sie rechts nur noch falsch angesprungen, so dass ich sie bald nur noch aus einer engen Volte angaloppieren konnte, dann hat sie bei Galopphilfe(re Hand) angefangen zu blockieren bzw. sich so schräg zu stellen, im Schritt, quasi auf die Hilfe hin. Also rechte Hand, Kopf so seitlich Richtung Bande verschoben, Körper gerade, in sich verschoben oder eher links gebogen etwa auf 2. Hufschlag und das wirklich mit aller Gewalt. Wenn man sie trotzdem zum galoppieren bringen will blockiert sie eventuell ganz.

Wenn es ganz extrem war hat sie das nur noch gemacht und war kaum mehr normal auf der Hand zu reiten, also an Vorwärts im Schritt rechts gebogen war nicht mehr zu denken. Galopp ist allerdings meistens erst mal nötig gewesen um das Problem auszulösen.

Links rum lief sie wie ein Uhrwerk.

Wenn sie sich vor dem Galopp allerdings noch nicht so verschoben hat, war sie rechte Hand eher Hohl und ließ sich linke Hand schlechter biegen.

Lahmheit war nicht zu erkennen.

Ich habe dann das Dressurreiten erst mal fast aufgehört weil ich eine gesundheitliche Ursache vermutete.
Tatsächlich schlich sich freilaufend an der Longe im Trab auf der linken Hand eine minimale Lahmheit vorne rechts ein und auch Bergab im Schritt im Gelände.

Ich hab Röntgen lassen, Chip gefunden, Chip entfernt, (Vorne Rechts), Sattel noch mal kontrolliert, Osteopath dagehabt... Schmied hat sich selbstverständlich auch ausgetobt...

Jetzt, ein Jahr später, hat sie eigentlich keine Schmerzen mehr unter normaler Belastung, auch wenn es lange ging bis es soweit war.

Die erste Zeit nach der OP bin ich nur Schritt ganze Bahn, so gut wie es ging über den Rücken geritten, habe in den Ecken schön gebogen und wirklich die Hand nach der Eieruhr gewechselt.
Dann bin ich auch getrabt, viele Geraden, weniger um Kurven - war auch kein Problem.
Rechts wie links alles bestens.

Aber wenn es ums galoppieren geht(da reicht eine Runde jede Hand) setzt es bei ihr aus. Da fängt sie wieder an sich Schräg zu Stellen und will nicht so recht. Sie ist auch insgesamt wieder recht schief.

Im Schritt läuft sie von sich aus meistens mit dem rechten Hinterbein etwas rechts der Spur des rechten Vorderbeines.

Passt die Schiefe zum Schmerzproblem?
Passen diese verhaltensweisen überhaupt zueinander??

Die Frage die ich mir jetzt Stelle ist, ob das einfach nur schlecht gymnastiziert ist oder ob es eben doch zu den Schmerzen gehört. Die Hinterhand hat leicht Spat, aber das schon lange und war eigentlich nie ein Problem ausser das sie sich manchmal etwas einlaufen muss.

Ich frage mich halt ob ich weiter versuchen soll das Problem zu korrigieren und wenn ja wie?

Ich will mit ihr nicht sonst was reiten, sie ist ja schon 20, Aber ich lege eigentlich schon noch Wert darauf sie so fit wie möglich zu halten und dazu gehört eigentlich auch gut gerittener Schritt, Trab, Galopp in der Halle und wenn es nur ganze Bahn ist.
 
Alt 26.12.2006, 17:53   Pferd verdreht sich und blockiert, sind das noch "ihre" Schmerzen? Beitrag #2
Kyralina
Gnadenbrotpferd
 
Benutzerbild von Kyralina
 
Registriert seit: 16.05.2006
Ort: 63801
Bilder: 4
Wurde ein großes Blutbild gemacht in letzter Zeit? Was sagte dennd er Osteopath bzw. wann war da zuletzt Jemand da? Keine Anzeichen das es von oben kommen kann?
 
Alt 26.12.2006, 17:59   Pferd verdreht sich und blockiert, sind das noch "ihre" Schmerzen? Beitrag #3
hoeddeloett
Dressuroldie
 
Registriert seit: 19.07.2006
Ort: NRW
hallo,

ich habe Deinen Bericht gelesen und beim ersten mal nur gedacht, die Sprunggelenke! Ja wenn sie Spat hat, tut ihr jedes angaloppieren weh. Die Probleme die Du schilderst sind ganz typisch für Sprunggelenksprobleme. Ich würde mal überlegen ob man ihr nicht da, mit Eiereisen (Spatbeschlag) etwas helfen kann, evtl. gibt es mittlerweile auch ganz gute Mittel die in die Sprunggelenke gespritzt werden um die Entzündungen und Schübe etwas zu verbessern.
LG
 
Alt 27.12.2006, 13:26   Pferd verdreht sich und blockiert, sind das noch "ihre" Schmerzen? Beitrag #4
Askia
möchtergern Pony
 
Benutzerbild von Askia
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 11.08.2006
Ort: Bodensee
Hallo, vielen Dank...

@Kyralina
Blutbild hab ich vor etwa 2 Jahren machen lassen, ihre Lieblingsmangelmineralien vor einigen Tagen.
Was würdest du denn so im Blutbild "vermuten"?

Osteopath sagte -etwa vor einem halben Jahr- dass sie für ihr Alter erstaunlich wenig Blockaden hat. Er hat aber eine schmerzhafte Stelle an der WS gefunden, tiefster Punkt.
Das war als sie vorher sehr lange stand und ich noch nicht viel mit ihr gemacht hatte weil das ehemalige Chip Gelenk Probleme gemacht hat.
Darauf hin habe ich ja angefangen wieder so gut wie es geht über den Rücken zu reiten(bzw. überhaupt wieder mehr zu reiten)...

Auch recht interessant ist ja, dass sie wenn sie nur leicht gelahmt hat, nur gelahmt hat wenn sie nur so dahingedackelt ist. Beim reiten wenn sie schön über den Rücken geht, war meistens taktklar oder zumindest besser. Verschlechterung kam dann allerdings manchmal nach einer bestimmten Belastung.

Der Ta hat auch schon 2 mal die WS untersucht aber er hatte nichts gefunden.

@hoeddeloett
naja, das ist schon irgendwie nacheliegend.
Aber, Spatpferde die Probleme haben lassen sich auch sehr schlecht versammeln. Und damit hat sie mal gar keine Probleme. Besonders deutlich auch beim anhalten.
Ach ja, und im Gelände hat sie keine Probleme zu Galloppieren und so richtige Blitzstarts hinzulegen.

Heißt natürlich nicht dass es das deswegen nicht sein kann.
Naja, hinten auch noch Rundbeschlag hab ich mir schon überlegt, mache ich vielleicht auch demnächst noch. Die Gelenkspritzerei... naja, was will man bei Spat Spritzen. Hyaluron macht eigentlich keinen Sinn, Kortison könnte man bei Spat vielleicht noch nehmen weil man ja die Gelenkzerstörung vorantreiben will, damit es verknöchert, aber solche Späße würde ich mir, wenn überhaupt sinnvoll, aufheben bis sie mal wirkliche Probleme mit dem Spat hat. Es ist immer ein Risiko.

Hab ich mir ja auch schon fürs Vorderbein überlegt, Hya Spritzen, wirkt ja nur wirklich wenn es mal nicht entzündet ist. Aber es ist halt teuer und mein Pferd hat mich die letzten 2 Jahre alleine schon mindestens 2500 Euro an Krankheit gekostet und da muss man halt gucken wofür man Geld ausgibt.

Bis jetzt war es meistens nur so dass sie halt am Anfang manchmal steif bis leicht lahm ging und sich dann einlief und auch wirklich gut lief(auch beim galloppieren damals noch). 2 Tage gab es in den letzten Monaten an denen sie im Schritt hinten rechts so eine leichte Spatlahmheit gezeigt hat, das war aber am nächsten Tag wieder gut. War meist wenn sie nicht viel Bewegung hatte.

Naja, wobei... das Bein hat dem Osteo und dem TA von der Bewegung her auch nie so ganz gefallen. Die haben es aber beide nicht wirklich für wichtig genommen.

Und von der Seite her, hinten Rechts würde das sich schon erklären.
Im Gelände hat sie vor der OP übrigends immer im Galopp den Linksgalopp gewählt, nach der OP und jetzt wieder immer häufiger den Rechtsgalopp. Passt also auch nicht so wirklich zur Halle. Aber das muss ich noch mal beobachten.
 
Alt 27.12.2006, 13:59   Pferd verdreht sich und blockiert, sind das noch "ihre" Schmerzen? Beitrag #5
Kyralina
Gnadenbrotpferd
 
Benutzerbild von Kyralina
 
Registriert seit: 16.05.2006
Ort: 63801
Bilder: 4
Askia, das könnte halt alles mögliche sein, angefangen von einer Entzündung irgendwo, was man ggf. an den Blutwerten sehen kann.

Das Lahmen unter dem Reiter sogar besser wird ist nicht so ungewöhnlich. Es kommt halt immer auf die Ursache an und ob der Reiter eine Schonhaltung ggf. positiv beeinflussen kann und es so arg nun doch nicht wehttut (nach meiner Erfahrung lahmen Pferde oft genug erst, wenn es schon heftig weh tut).

Würde aber mal sagen das sowas wie unpassender Sattel, Kissing Spines eher ausscheidet als Ursache. ggf. eher etwas im hinteren Bereich: Muskulatur in der Nierengend, Nierenprobleme, Kreudzdarmbein, Knie ??? Knan es dir aber nachfühlen: nichts ist schlimmer als ein Pferd, das offenbar irgendwas hat, aber keiner kann dir sagen, was es ist, woher es kommt und was man tun kann
 
Alt 27.12.2006, 14:36   Pferd verdreht sich und blockiert, sind das noch "ihre" Schmerzen? Beitrag #6
Askia
möchtergern Pony
 
Benutzerbild von Askia
 Threadersteller 
 
Registriert seit: 11.08.2006
Ort: Bodensee
Hm, ich stelle mir gerade so vor, die entzündungsparameter wären erhöht. Wobei solche sachen meist eh nicht im Blut deutlich werden, dafür muss schon viel kommen.
Dann dürften wir raten: Ist es das rechte Vorderbein, das rechte hinterbein, der Darm, der Magen, eine Stelle mit der wir mal gar nicht rechnen....
Niere? Wir haben mal wegen verdacht auf Blasenentzündung Urin testen lassen. Da hatte sie vermehrt Proteine im Urin. TA meinte, das sei nicht die niere, warum er sich so sicher war, weiß ich nicht, was es letztenendes war weiß ich auch nicht, wir haben jedenfalls mal antibiotika gegeben weil es eh grad wegen was anderem nötig war.

Wenn der sattel drückt, drückt er tatsächlich im hinteren Bereich, also, das war immer seine problemstelle, da war sie auch mal am Muskel sehr schmerzempfindlich, aber das ist eigentlich nicht mehr der Fall.

Naja, vielleicht ist es ja ganz einfach auch der Spat.

Aber du hast recht, oftmals lahmen sie erst wenn es wirklich schlimm ist. Das ist nicht unbedingt aufbauend.

Naja, ich füchte so kommt man nicht zu einem Ziel.

Was mache ich also mit ihr?
Einfach weiter so gut es geht über den Rücken reiten, quasi alles so das es keine Schmerzanzeichen gibt und galloppieren in der Halle lassen oder nur ganz wenig. Und hoffen das es vielleicht noch mal besser wird. vtl. Spatbeschlag...

Sonst noch vorschläge, auch zur Reiterei...?

Soll ich versuchen diese schiefe die sie beim laufen hat so gut es geht zu korrigieren? Oder einfach machen lassen?
 
 

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