Hallo,
ich habe jetzt schon seit längerem (2 Jahre) ein Problem mit meinem Pferdchen.
Wir sind Dressurmäßig auf etwa L Niveau (nur als grober Anhaltspunkt) geritten(allerdings noch nicht lange, wir sind erst spät zu Dressurreiten gekommen). Mein Pferd hatte eigentlich nie eine Schokoladenseite. Sie war immer auf beiden Seiten fast gleich gut zu Biegen, hatte keine Probleme beim angaloppieren(zumindest auf der richtigen Hand), wir sind auf der Geraden je nach Lust und Laune im Innen oder Aussengalopp angeritten, usw.
Vor etwa 2 jahren fing sie an auf der rechten Hand nicht mehr angaloppieren zu wollen. Anfangs war sie insgesamt sehr zäh wenn es um Galopp ging, dann ist sie rechts nur noch falsch angesprungen, so dass ich sie bald nur noch aus einer engen Volte angaloppieren konnte, dann hat sie bei Galopphilfe(re Hand) angefangen zu blockieren bzw. sich so schräg zu stellen, im Schritt, quasi auf die Hilfe hin. Also rechte Hand, Kopf so seitlich Richtung Bande verschoben, Körper gerade, in sich verschoben oder eher links gebogen etwa auf 2. Hufschlag und das wirklich mit aller Gewalt. Wenn man sie trotzdem zum galoppieren bringen will blockiert sie eventuell ganz.
Wenn es ganz extrem war hat sie das nur noch gemacht und war kaum mehr normal auf der Hand zu reiten, also an Vorwärts im Schritt rechts gebogen war nicht mehr zu denken. Galopp ist allerdings meistens erst mal nötig gewesen um das Problem auszulösen.
Links rum lief sie wie ein Uhrwerk.
Wenn sie sich vor dem Galopp allerdings noch nicht so verschoben hat, war sie rechte Hand eher Hohl und ließ sich linke Hand schlechter biegen.
Lahmheit war nicht zu erkennen.
Ich habe dann das Dressurreiten erst mal fast aufgehört weil ich eine gesundheitliche Ursache vermutete.
Tatsächlich schlich sich freilaufend an der Longe im Trab auf der
linken Hand eine minimale Lahmheit
vorne rechts ein und auch Bergab im Schritt im Gelände.
Ich hab Röntgen lassen, Chip gefunden, Chip entfernt, (Vorne Rechts), Sattel noch mal kontrolliert, Osteopath dagehabt... Schmied hat sich selbstverständlich auch ausgetobt...
Jetzt, ein Jahr später, hat sie eigentlich keine Schmerzen mehr unter normaler Belastung, auch wenn es lange ging bis es soweit war.
Die erste Zeit nach der OP bin ich nur Schritt ganze Bahn, so gut wie es ging über den Rücken geritten, habe in den Ecken schön gebogen und wirklich die Hand nach der Eieruhr gewechselt.
Dann bin ich auch getrabt, viele Geraden, weniger um Kurven - war auch kein Problem.
Rechts wie links alles bestens.
Aber wenn es ums galoppieren geht(da reicht eine Runde jede Hand) setzt es bei ihr aus. Da fängt sie wieder an sich Schräg zu Stellen und will nicht so recht. Sie ist auch insgesamt wieder recht schief.
Im Schritt läuft sie von sich aus meistens mit dem rechten Hinterbein etwas rechts der Spur des rechten Vorderbeines.
Passt die Schiefe zum Schmerzproblem?
Passen diese verhaltensweisen überhaupt zueinander??

Die Frage die ich mir jetzt Stelle ist, ob das einfach nur schlecht gymnastiziert ist oder ob es eben doch zu den Schmerzen gehört. Die Hinterhand hat leicht
Spat, aber das schon lange und war eigentlich nie ein Problem ausser das sie sich manchmal etwas einlaufen muss.
Ich frage mich halt ob ich weiter versuchen soll das Problem zu korrigieren und wenn ja wie?
Ich will mit ihr nicht sonst was reiten, sie ist ja schon 20, Aber ich lege eigentlich schon noch Wert darauf sie so fit wie möglich zu halten und dazu gehört eigentlich auch gut gerittener Schritt, Trab, Galopp in der Halle und wenn es nur ganze Bahn ist.