Hallo liebe Fories,
ich habe seit 6 Wochen eine
RB auf einer 5 jährigen Stute. Im Umgang ist sie ganz lieb, nur beim Reiten hab ich etwas Probleme.
Eigentlich arbeitet sie immer fleißig mit, ist anfangs immer etwas hibbelig und nervös, das stört mich aber nicht weiter. Nach ein paar Runden im Schritt beruhigt sie sich und läuft dann schön fleißig. Ansonsten kann man auch sehr schön mit ihr arbeiten und sie macht keinen Blödsinn wie steigen, buckeln etc. Allerdings fangen die Probleme an, sobald ein Reiter mit der Arbeit fertig ist und in der Mitte der Bahn absteigen will. Dann läuft sie auch immer zur Bahnmitte und bleibt stehen. Wenn das andere Pferd dann die Halle verlassen hat konzentriert sie sich gar nicht mehr, läuft immer zur Hallentür und schaut dem anderen Pferd hinterher. Dabei ist es eigentlich egal, ob dann noch weitere Pferde in der Halle sind oder ich dann allein bin.
Die Hilfen ignoriert sie dann komplett, läuft immer wieder nur zur Bahnmitte oder zur Hallentür. Wenn ich energisch werde und sie auf den Hufschlag zurückbringen will wird sie ziemlich pampig, hat gestern sogar kurz gebuckelt.
Ich kann sie dann mit viel Stimmeneinsatz etwas beruhigen und sie läuft dann auch halbwegs ordentlich im Schritt, wenn ich aber antraben will reagiert sie nicht. Bei der zweiten Aufforderung nehm ich dann die Gerte zur Hilfe, dann trabt sie zwar an, rennt aber total und drängelt wieder zur bahnmitte hin und hat die ganze Zeit die Ohren angelegt. Selbst wenn ich versuche viele Zirkel und Übergänge zu reiten wird es nicht besser.
Der
Besi hat mir den Tip gegeben das einfach zu ignorieren und sie stattdessen richtig zu arbeiten. Das versuche ich ja, indem ich das rumgezicke einfach ignoriere, aber ich schaffe es einfach nicht das sie sich wieder auf mich konzentriert! Leider bin ich auch eine etwas ängstliche Reiterin und wenn sie die ganze Zeit die Ohren anlegt, mit dem Kopf schlägt und Ansätze zum bocken zeigt bin ich selber etwas verunsichert und hab Angst, das sie mir richtig durchgeht.
Das Problem ist, das sie vom Besitzer selber nicht geritten wird, ich bin ihre einzige
RB und sonst geht sie nur noch 3 mal pro Woche im Kinderreiten in der Abteilung. Während dieser zeit ist die Halle für andere Reiter gesperrt und demzufolge tritt diese Situation gar nicht auf. Die Kinder sind reiterlich auch ziemliche Anfänger und lassen sich bloß durch die Gegend tragen. Also bin ich im Prinzip die einzige, die etwas mehr von ihr fordert. Ich bin aber auch nicht die beste und durchsetzungsstärkste Reiterin, nehme erst seit einem 3/4 jahr wieder regelmäßig Unterricht nachdem ich eine ziemlich lange Reitpause hatte.
Wenn ich sie longiere oder einfach nur in der Halle führe tritt das Problem nicht auf! Da schaut sie zwar kurz, bleibt aber ansonsten ganz relaxed!
Was kann ich machen damit sie die Situation etwas relaxter sieht?
Vielen Dank schonmal für die Antworten!