Hallo,
auch wenn viele drüber lästern (bei uns im Stall auch), glaube ich schon, dass da was dran ist. Ich bin "stolzer Besitzer" eines Mitleidskaufes, die sich am Anfang nicht mal anfassen liess. Selbst Tierarzt und Hufschmied, die viel pferdeerfahrener sind als ich (un vor allen Dingen viel mutiger) hat sie nicht an sich 'ran gelassen. Sie hat in alle Richtungen ausgeschlagen und gebissen. In meiner Verzweiflung habe ich mir das Buch "Natural Horsemanship" zugelegt, und mich obwohl ich ein totaler Angsthase bin an die Arbeit gemacht. (Heimlich, wenn keiner zuguckt). Mittlerweile sind Hufschmied und Tierarzt kein Thema mehr und sie dackelt lieb hinter mir her.
Nur beim Reiten verliert mich noch der Mut. (Da lass ich lieber meinen Mann 'ran). Da bin ich wohl eher das, was Pat
Parelli in seinem Buch als "emotionnally unfit" beschreibt. Da muss ich wohl noch ziemlich an mir arbeiten.
Kurse gibt es bei uns in der Nähe leider nicht. Das Witzigste dabei ist aber, obwohl mein Mann sie reitet, hat die Kleine nur Augen für mich.
Ein grosses Verhaltensproblem hat sie aber noch: Sie ist absolut agressiv anderen Pferden gegenüber. Irgendwie asozial. Selbst wenn ein anderes Pferd nur in die Nähe ihrer Box kommt (10m Entfernung) sind die Ohren schon angelegt, sie beisst in die Luft usw.

Dadurch kann sie leider nicht zu den anderen auf die Weide.

Ich kann sie nur abends ein Stündchen 'raus lassen, wenn die anderen weg sind. Ich muss dann auch bei ihr bleiben, weil sie sonst wild wird. Wahrscheinlich bin ich irgendwie ihr "Pferdefreundersatz" geworden. Hat jemand vielleicht eine Idee, wie wir dieses Problem gelöst bekommen?