Auf Grund aktueller Ereignisse (der Tod meines Ponys Ranger) wollte ich seine Geschichte von Anfang bis zum bitteren Ende neu verfassen.
Hier erstmal der erste Teil.
Alles fing bei einem meiner tausend Aufenthalte auf Reiterhotel Vox an. Eine Freundin von mir ist Ranger ab und zu geritten, als ich ihn das erste Mal sah. Das war im Herbst 2000. Ranger, drei-jährig, war erst ein paar Wochen davor vom damaligen Stammhändler aus Dänemark gekommen. Wild und verstört.. Jenny ritt ihn nur in der Halle und auch nur in der Mittagspause, wenn die Halle leer war, da es viel zu gefährlich war, wenn andere Pferde dabei waren. Auch so war ein Ritt auf ihm nicht gerade ungefährlich, aber es konnte nicht so viel passieren, wie wenn Ferienkinder und andere Ponys in der Halle waren.
Ich bin in der ersten Woche Hipp geritten, musste aber in der Zweiten wechseln, weil er vorbestellt war. Mir wurde dann Marc 'o Polo zugeteilt. Am ersten tag war ich so beleidigt (man beachte: ich war da 11), dass ich ihn nicht reiten wollte. Also habe ich mit meiner Freundin zusammen Ranger geputzt, der mal wieder aussah wie sau. Als Doerthe mich da neben seinen Beinen kniend gesehen hat, wäre ihr wahrscheinlich fast das herz stehen geblieben und sie hat Jenny total angeschrien, wie sie mich bloß an ihn rann lassen konnte und was da alles hätte passieren können...
naja, am nächsten morgen hieß es Pferde von der 7ha hohlen.. ich bin nur so mitgegangen, weil ich ja eigentlich nach dem essen auf die Brannecke musste. Manu meinte, ich sollte irgendein Pony mitnehmen, was übrig bleibt. Ranger kam mir entgegen getrabt und blieb kurz vor mir stehen und da ich wusste, dass ihn keiner fest reitet, hab ich ihn mitgenommen. Naja, als ich dann mit ihm am durchhängenden Strick auf den Hof kam, hab ich Doerthe wohl den nächsten Herzinfakt verpasst...
Manu hat mir danach auch erzählt, warum Doerthe im Bezug auf Ranger so drauf ist.. der hat damals ziemlich heftig auf schnelle und unvorsichtige Bewegungen reagiert und schon mal um sich getreten oder einfach Leute platt gerannt. Unterm Sattel war er sehr schwierig, das reihnste Pulverfass, immer bereit in die Luft zu gehen. Bei Leuten, die er nicht leiden konnte, war er ganz radikal: die hatten gar keine Chance. Sie hat mir auch erzählt, dass er sich beim reiten schon übers Steigen auf sie drauf geworfen hat, sich mit ihr gegen die Bande schmeißt und immer versucht sie zu treten (auch auf der Wiese).
Ok, dann hab ich für diese Ferien erstmal einen großen Bogen um ihn gemacht.

Jenny und Ranger. Sie hat ihm vertraut und sich nicht von den Geschichten über ihn beirren lassen. Allerdings war sie jede Sekunde darauf gefasst, wegspringen zu müssen. Was sie leider auch ab und zu mal zu tun hatte...
Man achte mal auf seinen Gesichtsausdruck... und das Dreieck mit Punkt drunter (Rangers Erkennungsausrufezeichen..)