Nochmals:
Meine Pferde stehen bei mir zu Hause!
Da stehen
keine anderen Pferde!
Da gibt es also keine Einstaller oder gar Reitbeteiligungen!
Also gibt es da niemanden, den ich um Hilfe bitten kann!
Die einzige Person, die ständig dazu zu Verfügung stehen würde, ist aufgrund verschiedener Defizite dazu nicht geeignet.
Um es vorsichtig auszudrücken, ist diese viel zu langsam!
Das einzige reitbare Pferd ist ein relativ unerfahrener Fünfjähriger.
Da wird sich auch nichts dran ändern.
Mein "Rentner" ist mittlerweile 19 und steht aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen seit nunmehr über drei Jahren.
Der scheidet also auch aus.
Dann gäbe es noch ein weiteres Pferd.
Das aber ist gerade einmal anlongiert.
Ich kann es drehen und wenden, wie ihr es wollt, es bleibt jedoch immer bei dem unerfahrenen Fünfjährigen.
Ein weiteres Pferd werde ich mir unter der Voraussetzung, die selbstständige Pferdehaltung eventuell ganz aufgeben zu müssen, sicherlich nicht anschaffen.
Das hat auch mit Bockigkeit nichts zu tun.
Drei oder gar vier Pferde in einem Ausbildungsstall unterzubringen, stellt eine nicht zu unterschätzende finanzielle Belastung dar.
Das darf man bei der Diskussion auch nicht übersehen.
Oder soll ich etwa zwei eigentlich kerngesunde Pferd zum Schlachter bringen, weil A.) zu alt zum Reiten und B.) trotz reiferen Alters (jetzt 7) noch roh!
Das wäre ein Schritt, der mir widerstrebt.
Aufgrund meiner Verletzung habe ich meinen Pferdebestand schon deutlich reduziert.
Ich habe mich von allen Stuten getrennt.
Diese sind ausnahmslos an Händler gegangen.
Die Pferde, die jetzt noch da sind, sind schlichtweg unverkäuflich!
Aufgrund ihrer "Beschaffenheit"!
Mit Ausnahme des Fünfjährigen!
Nur - DEN würde ich gerne behalten!
Und nochmals, auch wenn ich mich wiederhole:
ich kann den Sattel mit der linken Hand nicht soweit anheben, daß ich mit dem rechten Arm darunter
fahren kann!
Das ginge mit der rechten Hand!
Dann aber kann ich den Sattel nicht mit dem linken Arm vom Pferd heben.
Zum Absatteln steht mir nur ein Arm zur Verfügung!
Und, wie bereits gesagt, die notwendigen Abläufe muß ich erst erlernen.
Dazu steht im heimatlichen Stall ausschließlich ein relativ unerfahrener Fünfjähriger zur Verfügung.
Der Wechsel in meinen Heimatverein stellt keine Option dar, da dort niemand ist, der mein junges Pferd entsprechend meiner derzeitigen Bedürfnisse arbeiten, geschweige denn ausbilden kann. Das wurde bereits abgeklärt und von der
RL dort (Berufsreiter
FN, gelernt bei einem namhaften Ausbilder) abgelehnt.
Ein weiterer Ausbilder, der zumindest einmal den Rang eines Nationaltrainers bekleidet hat, ist in eine unüberwindbare Entfernung verzogen.
Ein weiterer, mit ähnlicher Qualifikation, ist zwischenzeitlich verstorben.
Von den "Rittmeistern" (Ja, tatsächlich Rittmeistern!) reden wir gar nicht erst.
Eine Entfernung von 40km stellt wirklich das Maximum dar, um das täglich zu überwinden.
Gut, in diesem Bereich lägen Münster, Warendorf oder auch Dortmund oder Werl.
Dennoch, 80km am Tag ist zeitlich nur begrenzt machbar.
Das bedeutet rund zwei Stunden Fahrtzeit täglich. Zuzüglich der Kosten!
DAS darf man, bitte, auch nicht übersehen!
Mit Beritt alleine ist es nicht getan!
Dann nämlich wäre die Sache einfach!
Dann könnte ich das Pferd nach Pusemuckel bringen!
Dann spielt die Entfernung keine Rolle.
Dann würde das nur zweimal ins Gewicht fallen:
Beim Transport zu dem entsprechenden Ausbilder!
Und dann noch einmal bei der Abholung!
Nur komme ich so
nicht wieder aufs Pferd.
Und, sorry, ich habe selber Pferde bis hin zu "Schweren Klasse" ausgebildet!
Und da soll ich mich plötzlich mit abgestumpften "Schulböcken" abfinden?
Nur, weil ich die linke Hand nicht bewegen kann?
Nein!
In diesem Falle bin ich wirklich bockig!
Die erste Adresse ist für mich derzeit Münster- Handorf!
Die LRFS unter der Aegide des Herrn M. Plewa!
DIESE liegt in einer bedingt akzeptablen Entfernung von rund 40km!
Herr Plewa steht im Range eines Reitmeisters!
Und somit im gleichen Range, wie einige meiner bisherigen Ausbilder.
Dort könnte man auf entsprechend ausgebildete Schulpferde zurückgreifen.
Ob das im Rahmen einer "Individualbetreuung" möglich ist, muß noch abgeklärt werden!
Die Kontaktaufnahme ist bereits erfolgt.
Es fehlt noch am notwendigen Platz, mein Pferd aufnehmen zu können!
Allerdings steht das klärende Gespräch mit Herrn Plewa noch aus.
Ein klärendes Gespräch darüber, was sich im Rahmen einer LRFS verwirklichen lassen wird!
Und was nicht!
Bitte, ich bin keine drei mal sieben Jahre alt.
Drei mal siebzehn trifft es schon eher!
Ich weiß daher genau darum, was ich tue!
Auch, wenn ich ich in der "englischen" Reiterei beheimatet bin, so wage ich dennoch den Blick über den Tellerrand hinaus!
Zumal ich zu der Einsicht gekommen bin, das "Doma Vaqera", "Western" und "Englisch" sich gar nicht so sehr unterscheiden.
Ich bin konstruktiven Vorschlägen gegenüber sehr aufgeschlossen.
Aber, ehrlich gesagt, sind diese eher dünn gesät!
Ich kann diejenigen verstehen, die meine derzeitige Beeinträchtigung als "Peanuts" ansehen. Nur helfen mir die entsprechenden Bemerkungen nicht weiter!
Ich will wieder aufs Pferd!
Das wird der Beweglichkeit meiner linken Hand eher nützen als schaden!
Vorausgesetzt, "wir" üben nicht wieder gemeinsam die Judo- Rolle!
Vorausgesetzt, sollte das dennoch passieren, mein Pferd sucht sich nicht erneut meine Hand oder ein anderes Körperteil als Landefläche aus!
Und -
Ich muß mit den vorhandenen Gegebenheiten leben!
Das einzig reitbare Pferd, das mir derzeit zur Verfügung steht, ist nun einmal dieser relativ unerfahrene Fünfjährige.
Daran kann ich derzeit nichts ändern!
Und -
Das will ich auch gar nicht!
Auch da bin ich "bockig"!
Für die Suche nach ein Pferd in vergleichbarer Qualität muß ich eine Menge an Zeit aufwenden!
Und im Falle eines Kaufes eine nicht unerhebliche Menge an Geld!
Ich bin in einem Hause aufgewachsen, das seinen Lebensunterhalt in einem nicht geringen Maße durch den Pferdehandel bestritten hat. Glaubt mir, ich weiß, wovon ich spreche!