Hallo ihr Lieben!
Dieser Text könnte etwas länger werden, also nichts für ungeduldige.

Es geht um (meinen) 5 Jährigen Wallach, der ein Großes Problem mit der Anlehnung hat.
Erstmal die Vorgeschichte:
Ich habe ihn damals 2 Jährig aus Ostfriesland gekauft und komplett selbst am Boden die Grundkenntnisse beigebracht und ihn dann in allen Grundgangarten angeritten.
Leider hatte er schon, bevor ich überhaupt angefangen habe zu reiten, einen ziemlich Unterhals, der wohl "angeboren" ist.
Er hat halt einen ziemlich kurzen Hals und diese Pferde haben ja oft ein Problem damit sich mal "lang" zu machen.
Also habe ich, als ich angefangen habe ihn anzureiten immer sehr darauf geachtet das er
v/a läuft und nicht rumläuft wie ein Hirsch.
Viel longiert mit lockeren Ausbindern, so das er überhaupt den weg nachunten findet.
Leider kam es dann zu einem schlimmen Zwischenfall.
Ich bin ziemlich krank geworden und musste ihn von heute auf Morgen verkaufen, da das Geld hinten und vorne nicht mehr reichte.(konnte meinen Job nich mehr ausüben.)
Es war also ein Notverkauf und demnach konnte ich mir auch nicht wirklich ausssuchen, wohin er letzendlich ging, nachdem einige, mit denen ich echt zufrieden gewesen wäre, abgesagt hatten.
Also ging er zu einem kleinen Bauernhof wo auch Schulunterricht stattfindet.
Da ich über den verkauf nie wirklich hinweg gekommen bin, und er mir so sehr fehlte konnte ich mich mit der, die ihn damals kaufte, darauf einigen, dass ich ihn jederzeit wieder zurück kaufen kann, sobals es bei mir wieder passt.(alles Vertraglich geregelt, es ist also jetzt so als wenn sie ihn nur bis zu einem gewissen Punkt zur Verfügung hat.)
Ich werde in den nächsten Monaten an der Hüfte und an der Schulter operiert, deswegen wird es wohl noch so 6 Monate, vllt noch länger dauern, bis ich ihn wieder her holen kann.
Seit wir diese Abmachung getroffen haben, fahr ich jetzt regelmäßig 2 Tage die Woche zu ihm, um ihn zu arbeiten.
Heute war ich das erstemal da und ich war geschockt.
Er ist viel zu dünn, hat so gut wie keine vorhandene Muskulatur, und der Unterhals ist so doll geworden, das es mir die Sprache verschlagen hat.
Beim reiten war es dann noch deutlicher.
Er lief nur mit Hirschhals durch die Gegend und erst nach ca. 30 Min viel Schritt/Trab übergänge und Volten/Zirkel fing er an sich mal ein bisschen fallen zu lassen, aber
v/a kann man das noch lange nich nennen.
Von Galopp will ich garnich sprechen, durch den hochgezogenen Kopf drückt er den Rücken natürlich komplett weg und man kann ihn eig. kaum lenken.
Am Stall ist netterweise ein liebes Pflegemädel das ihn ab und an reitet(auch nicht sehr gut...) und pflegt.
ich hab ihr jetzt gesagt das sie ihn bitte 2-3 mal die Woche longieren soll erst locker, dann nach der Aufwärmsphase mit lockeren Ausbindern oder Halsverlängerer. Sie sagte sie macht es, aber ich weiß ganz genau, das wenn die Stallbesi sagt, sie soll das nich machen, dann macht sies natürlich nich.
Ich hab jezz auch zu der Stallbesi gesagt, das sie bitte, wenn er im Unterricht geht immer
Ausbinder ran machen soll, damit sich der Unterhals nicht noch massiver bildet, obwohl es doller als Momentan wohl kaum geht.
Ich selbst bin jetzt ja 2 mal die Woche da, um ihn vernünftig zu arbeiten, vorallem viel an der Longe.
Und jetzt meine eigentliche Frage:
Wie kann ich noch gezielter gegen diesen Unterhals anarbeiten?
Oder meint ihr es macht eig. im mom keinen Sinn, solange er im Unterricht noch vergurkt wird?
Wenn das Pflegemädel ihn 2-3 mal die Woche longiert und ich ihn 2 Tage mache, dann müsste man das eig. in den Griff kriegen oder?
das Prob. ist ich kann halt nich kontrollieren ob das Pflegemädel das echt vernünftig macht oder nicht.
Meine Angst ist einfach, der der nach noch nem halben Jahr/Jahr da total verritten ist und er schlimmstenfalls sogar Rückenprobleme bekommt.
Bin da echt Momentan etwas überfragt und hoffe ihr könnt mir helfen.
Hier ein Bild damit man das Ausmaß besser sehen kann:

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