Hallo!
Ich bin so frustriert, dass ich gerne mal Eure Meinung haben möchte. Kurz zur Vorgeschichte: Mein Pferdchen ist seit drei Jahren Rentner, seit gut zwei Jahren habe ich eine Reitbeteiligung an einer 11jährgen Westfalen-Stute - in dem Stall, in dem dem auch mein Pferd stand, bevor er ins Altersheim ging. Die
Besi der Stute kam halt "irgendwie" zum Pferd, reitet in meinen Augen völlig ohne Kreuz - wenn sie denn mal reitet, denn das tut sie nur mit Aufsicht der
SB. Die Stute latschte, als ich begann, sie zu reiten, nur auf der Vorhand, legte sich aufs Gebiss, trat überhaupt nicht unter und rannte nur äußerst schnell durch die Gegend. Nach dem ersten Mal hab ich gedacht, "nie wieder", dann packte mich der Ehrgeiz, ich wollte gern in dem Stall bleiben und ritt sie also regelmässig drei- bis viermal die Woche. In diesen zwei Jahren habe ICH mich drum gekümmert, dass der Pferd bewegt wurde, dass sie rauskam, und habe ich durch Unterricht und viel, viel Arbeit geschafft, dass sie nicht mehr auf dem Zügel lag, anfing, sich selbst zu tragen usw.. Die
Besi hatte nur Sorge, dass sie
Schabracke auch nach jedem Reiten gewechselt wurde, aber nicht, ob das Pferd genügend bewegt wurde.
Anfang Juni musste die
Besi für zwei Monate ins Ausland. Ich habe zunächst einmal die Zähne nachschauen lassen, weil die Stute immer sehr auf das Gebiss biss und die
Besi meinte, da müsste keiner nachschauen. Ich habe die Stute in diesen Wochen fünf- bis sechsmal die Woche geritten, davon dreimal Unterricht. Dabei wurde mir bewusst, dass ich nicht wirklich weiterkomme. Meine Reitlehrerin und eine Osteopathin sind beide der Meinung, dass die Stute aufgrund ihrer Physionomie nie wirklich mit der Hinterhand Gewicht würde aufnehmen können und mit einer passablen E-Dressur das Ende der Fahnenstange erreicht wäre. Ich habe dann angefangen, mit ihr zu springen, was sie sehr gerne macht und damit sie mal etwas anderes sieht. Dabei hat sie sich dann wohl offenbar vertreten und sich eine Sehnenentzündung zugezogen. Ich habe in Absprache mit der
SB gekühlt und gesalbt, der
TA war natürlich da und ich habe sie so weiter behandelt, wie der
TA das empfahl. Parallel zu dieser Geschischte hat mir eine andere Einstellerin angeboten, ihr Pferd zumindest im Unterricht zu reiten, da ich sonst nicht hätte mitreiten können. Das habe ich angenommen, zunächst als Übergangslösung, denn ich bin nicht so, dass ich mir mal schnell etwas anderes suche und mir das andere Pferd egal wäre. Dazu habe ich die Stute auch zu lieb gewonnen.
Deren
Besi hat sich in den zweieinhalb Monaten nicht einmal gemeldet. Ich wusste also gar nicht, wann sie wieder da war. Letzte Woche stand ihr Auto auf dem Hof und sie teilte mir mit, dass der
TA eben da war und meinte, sie könne jetzt wieder anfangen, Schritt zu reiten und dass sie eigentlich der Reitlehrerin Bescheid sagen wollte, dass sie ab morgen wieder Unterricht reiten würde, was sie ja eh nur eingeschränkt kann. Der
Sb hatte sie einen großen Blumenstrauß mitgebracht, zu mir meinte sie nur, sei ja schade, dass ich so wenig vom Pferd hatte,weil es ja lahmte. Kein dank, kein "Wann willst Du denn reiten?" oder "Wie machen wir jetzt weiter?" Nix. Ich hatte ihr gesagt, dass ich das andere Pferd nur eben die zwei Stunden Unterricht in der Woche reite und ich die Stute weiterhin mitreiten würde. Sie war nicht irgendwie böse oder so wegen des Lahmens, aber in meinen Augen völlig undankbar. Nun hat mich die
Besi des anderen Pferdes gefragt, ob ich ihr Pferd denn jetzt weiter mitreiten würde und ich habe das für die beiden Tagen in der Woche zugesagt. Das Pferd ist 8 und geht L-Dressur, es macht tierisch Spaß, ihn zu reiten und ich freu mich jedes Mal
Die
Besi der Stute hat mich nach wie vor nicht gefragt, wann ich wieder reiten möchte, sondern ist jetzt irgendwie jeden Tag da und macht und tut, wobei sie sonst wirklich wochenlang gar nicht im Stall ist. Aber wieviel mus man sich als
RB eigentlich gefallen lassen????
Und wa würdet ihr an meiner Stelle tun???